Ich bin über die Zahl von 30%, die es überhaupt einmal probiert haben, ziemlich irritiert, muss ich zugeben.
Ich hatte bisher immer das Gefühl, quasi die Einzige zu sein, die es wirklich nie probiert hat. (ich kenne schon ein paar Leute, ist also bewusst übertrieben). Also in meiner Alterskohorte...
Ich habe in meinem Umfeld ehemalige Jugend-Gelegenheitskiffer*innen, ehemalige grenzwertige funktionierende Süchtige (Leute, die ich als süchtig bezeichnen würde, aber trotzdem im Alltag nicht auffallen) und einige, von denen ich weiß, dass es weiterhin 1-2 mal im Monat dazu gehört.
Ich bin zwiegespalten. Ich finde eine Legalisierung im Prinzip gut, nach dem Motto, man kann es eh nicht richtig verbieten, also lieber kontrollieren, was angeboten wird. Aber ich wäre ebenfalls für eine starke Reglementierung von Alkohol (Kontrolle, Besteuerung, Informationskampagnen...), beim Tabak hat es schon zu einem Rückgang geführt, jetzt müsste man aber auch Shisha, E-Zigaretten und Co in Angriff nehmen.
Ergänzung: Ich sage nie nie, aber tatsächlich müsste wirklich was sein, bevor ich es auch aus medizinischen Gründen nehme. Da habe ich tatsächlich viel zu Angst vor dem Kontrollverlust und der Suchtgefahr, ich bin auch bei vielen Medikamenten zurückhaltend.