Ich phantasiere nur rum: falls es dir darum geht, ein Fach einzuführen, wofür du nicht eingestellt worden bist (es wird vermutlich der Fall sein, weil sonst gäbe es schon dahingehende Beschlüsse bzw. allgemeines Stimmungsbild / Bedarf in der Schule): pass auch auf den "Schulfrieden" im Kollegium, wenn dein Fach anderen Fächern eine Konkurrenz ist.
Ich rede da ausdrücklich nicht von IRU, sondern von einer Fremdsprache oder zb. Pädagogik / Psychologie. Eine Schule kann nur eine gewisse Bandbreite an Fächern vertragen. Die Einführung von Japanisch mag mittelfristig dazu führen, dass das Fach geschützt werden muss, weil zwei KuK mit dem Fach nun mal beschäftigt werden müssen, also mit kleinen Kursen, und die neu einsetzenden Fremdsprachen Französisch/Spanisch/Latein, die auch in der Mittelstufe angeboten werden, nicht mehr angeboten werden können.
Dies führt dann ggf. zu unschönen Situationen, wo alle Kurse zu klein sind, um starten zu können und dann politische Entscheidungen getroffen werden à la "Japanisch mit 6 SuS darf starten, Französisch mit 8 aber nicht"...
In dem Fall kann es durchaus nützlich sein, die Schulkonferenz hinter sich zu haben, weil zumindest scheindemokratisch legitimiert (oder auch wenn es darum geht, das Fach wieder abzuschaffen. Auch wenn die SL die Schulkonferenz nicht dafür bräuchte, ist es schwieriger, wenn es vorher ein Beschluss der SK gab.)
Beiträge von chilipaprika
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In einer Klassenarbeit wird ein Prozentsatz p erreicht. Daraus kann man eine Note machen (im NRW Abi z. B. 80 % entspricht der 2 bzw. 11 Notenpunkte), dann werden aber bei der Gesamtnote nicht die Aus den Prozentsätzen resultierende Einzelnoten zur Mittelwertbildung herangezogen, sondern direkt die Prozentsätze.
Ja, so habe ich es auch verstanden (und so würde ich es auch machen wollen, wenn ich es dürfte).
Das kann zu Abweichungen vom reinen Notenmittelwert führen,
MEIN Verständnis (aber da scheine ich zu irren?) ist, dass ein Notenmittelwert absoluter Quatsch ist, weil die Skala es einfach nicht hergibt.
(dass ich es machen muss, ist mir auch klar. Ich "weigere" mich trotzdem, einen Klassendurchschnitt unter dem Notenspiegel aufzuschreiben. (Weigern in dem Sinne, dass ich weiß, dass viele es machen, ich wurde nie danach gefragt, höchstens von einzelnen KuK darauf hingewiesen, dass ich ihn schreiben sollte, aber nie von der Schulleitung) ) -
Es ändert ja überhaupt nix am Mittelwert, ob man nun das Ergebnis als Note oder Prozentsatz verwendet, es kann lediglich zu feineren Abstufungen führen (die kann man aber natürlich auch mit einigen Nachkommastellen bei Noten erreichen).
Es sind aber zwei verschiedene Skalensorten, bei der einen darf ich (mathematisch gesehen) Mittelwerte bilden, bei der anderen nicht?!
WENN Quittengelees Schule die Mittelwerte innerhalb der Bereiche (Klassenarbeiten / mündliche Noten / sonstige Mitarbeit), so würde ICH es zumindest machen, wenn ich es dürfte, halte ich es für sauberer als überhaupt die normal praktizierte Notenbildung. In Klassenarbeiten hat man ja immer alle AFBs (und wer es nicht hat, darf auch keine Noten zusammen betrachten). -
Ich habe leider keinen Link und kann nur vermuten:
Jahreszahl der Stunden einfach abarbeiten. Es wäre sehr seltsam, wenn die 20,5 Stunden pro Woche für die Hälfte der Schulferien einfach so verschenkt würden
Im Endeffekt hängt es aber auch stark von der Stelle ab: eine Behördenstelle mit "Büroarbeit" ist durchaus eine andere Sache als eine Qualistelle an der Uni (da solltest du nicht mal auf die Idee kommen, nach Urlaub zu fragen
), da ist ja deine Arbeitszeit im Semester gebundener als in den Semesterferien, wo du in der Regel freier bist, deinen Aufgaben nachzugehen. -
Nebenbei gesagt: da in der Klassenkonferenz auch Elternvertreter*innen (und Schüler*innen?) sitzen (deswegen auch die Betonung für stimmberechtigt), hat es nichts mit Kontrolle zu tun, sondern - zumindest habe ich es so erlebt - um das Vorlesen eines kurzen Satzes "aufgrund von schriftlichen / mündlichen / fachpraktischen Leistungen". Den Fall hatte ich alleine im Ref mehrmals selbst und auch noch andere Kolleg*innen in der selben Konferenz. Also nicht, dass es jedes Halbjahr hoch und runter geht, aber wenn eine Schülerin über die Sommerferien entscheidet, dass sie ab jetzt im Unterricht redet, kann es zu Sprüngen in fast allen Fächern führen oder umgekehrt auch. Ist in der Pubertät bzw. gegen Ende der Pubertät nicht sooo abwegig.
Vielleicht sollte man auch als Lehrkraft akzeptieren, dass Mechanismen gegen die eigene Allmacht nicht unbedingt böswillige Unterstellung sind, sondern einfach demokratische Verfahren. -
Kann man denn wenigstens alle SEKII Kurse, die einem gegeben werden sollen, ablehnen, mit dem Hinweis darauf, dass man nur für eine SEKI Stelle bezahlt wird?
Alles andere wäre ja vollkommene Ausbeutung.... als Vertretungslehrkraft auf einer befristeten Stelle etwas ablehnen, wofür man qualifiziert ist?

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Aber es ist doch ein Unterschied, ob jemand auf einer Planstelle Sek1 sitzt, weil der Stellenkegel so ist und am Ende "nebenbei" die Sek2-Qualifikation benutzt wird (finde ich zwar noch problematisch, aber der/die Bewerber*in wusste, dass er/sie sich auf eine Sek1-Stelle bewarb), oder ob ich mich auf eine Vertretungsstelle bewerbe, die nach Sek2 sucht (und vermutlich alternativ Sek1), mir dann Sek2-Kurse gibt.
Das einzige, was ich mir vorstellen kann: es wurden gleichzeitig mehrere Stellen gleichartig ausgeschrieben und die andere Person hat besser verhandelt und darauf bestanden.
Aber im Vertretungsvertrag sollte eben die Person stehen (wobei man nicht unbedingt weiß, ob besagte Person Studienrät*in ist oder nicht..) -
Ich habe den Shift zu G9 zwar "verpasst", bin aber 99% sicher, dass es erst ab der 7. Klasse ist (und ich wiederum hätte mich bei einer Wahlmöglichkeit für die 6. Klasse eingesetzt, selbst wenn zb mit allen Stunden der Sek1 gestreckt. Meine Erfahrung ist nämlich so: die süßen, großen Babys aus der 6. Klasse, die total offen und gerne eine Fremdsprache lernen wollen, auch mit "albernen Liedern" und Vorspielen, sind nach den Sommerferien in der 7. Klasse kleine pubertierende Monster, die viel zu cool sind für Spielchen.
Da ich aber nie erst in der 7. Klasse unterrichtet habe (in meinem früheren Leben in G9 hatte ich zu wenig Erfahrung und war da nur vertretungsweise in der Oberstufe), weiß ich natürlich nicht, ob es ab Klasse 7 anders ist. Ich sehe ein, dass die 2. Fremdsprache für "meine" SuS der Todeszug ist, bin aber unsicher, dass das Herauszögern um ein Jahr (und damit die quasi garantierte Versetzung bis Klasse 10, besser ist, wenn es sooo eine Überforderung ist. (also reale Überlegungen, wo ich keine Antwort habe) -
Ach: und im G9 ist die 7. Klasse der Start der 2. Fremdsprache. Im G8 war das für viele SuS der 6. Klasse, die "gut/durchschnittlich" waren, ohne viel zu lernen, der Dolchstoss, weil plötzlich auf einmal ganz viele neue Vokabeln zu lernen "aus dem Nichts auftauchen". Die Arbeitslast lässt sich bei den anderen Fächern spüren (habe ich mir sagen, denn ICH war eigentlich immer "die Böse", wegen der alle anderen Fächer leiden (aus Sicht der Schüler*innen und Eltern, nicht der Kolleg*innen)
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Ich kenne es auch aus NDS, dass man es begründen sollte, in NRW habe ich es nie gehört. Eine Kollegin (mittlerweile pensioniert) meinte, sie würde es nie tun, um sich selbst zu schützen, weil es sonst so aussieht, als würde sie zu harte Noten oder umgekehrt zu gute Noten verschenken.
Ich finde eine solche Position echt problematisch, so nach dem Motto, ich zweifle selbst daran, ob es eine 2 oder 3m ist, also gebe ich eine 2.
Es gibt SuS, die über die Sommerferien komplett abrutschen oder aufblühen, es gibt auch die Pubertät und Gruppendynamik je nach Lehrkraft, genauso wie es auch inhaltliche Bereiche, die einem mehr liegen als andere (ich hatte in der 8. und 9. Klasse in Mathe totale (verhältnismäßig) Achterbahn der Mathenoten: Alles mit Zahlen 1+, Geometrie und so ein Zeug eine 3-2. Bis ich doch einigermaßen verstanden habe, was dahintersteht und ich mich mit komischen Volumenberechnungen und Winkeldingern angefreundet hatte. Zum Glück haben wir immer abgewechselt. Bio war auch ähnlich (ob Geologie (ist bei mir in Bio gewesen) oder Rinderauge auseinandernehmen, ist doch was Anderes).
In der Oberstufe kenne ich es von einigen SuS in SoWi: ob Politik oder Wirtschaft ist doch ein Unterschied.
Ich würde also bei einem Kind durchaus _auch_ danach schauen, ob die Inhalte im Hintergrund stehen. -
Ich frage mich, ob es eine Rolle spielt, wenn man nachweislich (z.B. nach Erhalten der Planstelle) Wohnort und Dienstort passend gemacht hat, unabhängig davon, ob man am Dienstort wohnt oder auf einer guten Strecke. Mir ist schon klar, dass meine Schule immer noch schließen kann, aber bei der Reihenfolge der Versetzungen oder bei der Umverteilung: welche Kriterien spielen eine Rolle?
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Es heißt doch immer, FL würden nur wenig unterrichten.
... "es heißt doch immer" klingt leicht nach dem alten, immer wieder aufgewärmten Vorurteil "ach, die FL haben doch keine Ahnung, sie unterrichten eh gar nicht mehr"
Aus der anfänglichen "Nur"-Fachleitertätigkeit kann sich schnell/mittelfristig auch einiges mehr entwickeln: auch Praxissemesterstudierende brauchen eine Betreuung, dann Moderationstätigkeiten, usw.. so dass die Schwerpunkte sich auch verlagern können, wenn man Interesse hat.
Am Anfang der Tätigkeit ist es definitiv so, dass man nicht mit richtig vielen Stunden am ZfsL einsteigt. Aber es können immer mehr Aufgaben dazu kommen, werden es auch meistens.
Aber klar, einige Fächer (keine Ahnung, ich hatte bei einer Fortbildung zb. jemanden, die eine super seltene berufliche Fachrichtung am BK hatte, sie hat selten Reffis, und wenn schon, in der Regel OBASler*innen, dann fährt sie auch eine Menge, aber mehr als eine Handvoll Reffis wird sie nie haben), oder die Russisch-Fachleiter, der in einigen Durchgängen sehr wenige Leute hat und am Seminar am Unistandort ohne Russisch-Studium, ... Wenn er nicht in die überfachliche Betreuung geht und keine andere Ambitionen hegt, wird es wenig Verschiebungen geben. -
also in NDS könntest du gar nicht neu anfangen, ich habe Zweifel, ob es in NRW ginge.
Ich weiß, dass vor 10 Jahren in NDS gesagt wurde, dass einige es nach der "50%-FRist" noch in NRW neu versucht hatten, aber nach einem ersten Versuch kann ich mir nicht vorstellen, dass es noch geht. Davon habe ich noch nie gehört.
Und wie CDL sagt: dann hättest du 18 neue Monate vor dir. -
Natürlich sollte sowas nie zum Nachteil der aufnehmenden Schule / Institution sein, aber WENN (und das ist leider die Schraubenstelle) man die Wahl hat, wen man ziehen lässt, weil man zuviel Personal hat, ist natürlich klar, dass man nicht KOlleg*innen nimmt, die alle tun, um die Schule zu retten. Ob die Maßstäbe bei jedem unterschiedlich sind (einige SL stehen mehr auf öffentlichkeitswirksame Projekte als auf effizienten UNterricht im Hintergrund (was sich auch nicht ausschließen muss), einiges an Engagement kann von jedem X-beliebigen gemacht werden, usw...)
Dass ich aber als Mensch als Teil eines ganzen Systems bin, muss ich im ganzen Leben berücksichtigen, nicht nur im Beruf.
Unabhängig davon finde ich 1) Versetzungen und Abordnungen durchaus ein sehr heikles Thema, 2) eine solche Abordnung über das studierte Lehramt hinweg eine Katastrophe und 3) in dem konkreten Fall fällt es mir schwer zu glauben, dass sowas Bestand haben kann. Ich hätte sowas von einigem an Widerspruch geschrieben und bezweifle sehr, dass ich die Stelle antreten würde. Es wäre bei mir der Schritt zur Kündigung, um mich selbst vorm (100% programmierten) Burnout zu schützen. -
Der Kreis schließt sich, wenn Kolleg:in A in der Schule (oder privat) laut verlauten lässt, dass sie/ er sich sehr kritisch gegenüber Nachteilsausgleichen äußert. Wenn die Schulleitung dann Wind davon bekommt und sie diejenige oder denjenigen ohnehin in die Wüste schicken möchte, hat die SL einen Grund gefunden und kann sie/ ihn zwangsabordnen ... dann aber bitte schön weit weg, in einen sozialen Brennpunkt und an eine Schule mit Schüler:innen die herausfordernd sind.
Du meinst in etwa, wie der Kollege, der es nicht einsieht, die SuS da abzuholen, wo sie stehen, wenn sie nach Bildungsunterbrechung wieder anfangen, tagsüber oder abends die Schulbank zu drücken, viel fehlen und Schwierigkeiten haben? Du meinst, wenn eine SL davon Wind bekommen würde, dass besagter Kollege in der (halben) Öffentlichkeit laut posaunt, dass es ihm doch egal sein könne, wenn die Schule durch strikte Handhabung und entsprechende Abschulungen mit einer sinkenden Schüler:innenzahl konfrontiert sei und womöglich Personalmaßnahmen entstünden?
... ein interessanter, sich schließender Kreis ... -
Verstehe ich nicht. Das ist doch deine Forschungsarbeit, wieso musst du vorgegebene Fragen und Fragebögen nehmen?
Zum Glück muss man in der Wissenschaft nicht immer das Rad neu erfinden.
Ein guter Fragebogen kann in einem anderen Kontext benutzt werden:-> Vergleich von Personengruppen
-> Replikation
-> verschiedene Kontrollgruppen, wenn mehrere Studierende in unterschiedlichen Kontexten den selben Versuch starten, dadurch können Kontextbedingungen analysiert werden
-> Transfert auf einen neuen Kontext oder neue Bezugsgruppe
Die Auswertung der Daten ist Arbeit genug, ja, auch für eine Masterarbeit, da muss man nicht unbedingt alles neu erfinden.
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ich muss den Beitrag meinem Mann zeigen.
Dann wird er sich nie wieder über meine diversen kostenpflichtigen Fort- und Weiterbildungen lustig machen, die vermutlich nie etwas einbringen werden..
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wirklich nicht? Krass. Ich muss zwar auch jeweils 1km laufen, aber dann habe ich in 3 Himmelsrichtungen einen Briefkasten und sogar eine Poststelle.
Alles andere fände ich doof. -
Wie immer seit Jahren: alleine und zum Teil im Keller (hundebegründet).
Es ist zwar ein Verzicht, nirgendwohin gehen zu "können" aber eigentlich bin ich eh nicht der Typ für große Sachen und hasse seit jeher die Knallerei, ich vermisse also nur einen ruhigen Abend in kleiner Runde.Vorsätze fürs neue Jahr, Vorsätze das ganze Jahr oder lieber erst gar nicht damit anfangen?
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Das befürchte ich auch und bin mal sehr gespannt, wenn ich sehe, wie die Leute sich derzeit wieder mit Sprengstoffen eindecken. Mir ist das nach wie vor ein Rätsel, warum man im wahrsten Sinn des Wortes so viel Geld verbrennen muss.
... aber sonst leben wir in einer Krise, wo alles teurer wird und keine*r genug Geld hat.
(und ja, Spass darf man sich zwar trotzdem gönnen, aber ob 20 Euro (ich habe GAR KEINE Ahnung von den Preisen, das letzte Mal, wo ich geguckt habe, war vor 11 Jahren) in einem Knall mit Licht in einer Sekunde verschwinden oder ob ich mit meiner Familie eine Waffel essen gehe oder ins Schwimmbad fahre, ist schon was Anderes.
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