Ich habe keine Freunde mit kognitiver Lernbehinderung, ich habe keine Freunde im unteren kognitiven Spektrum.
Ich wuchs im Gesamtschulsystem auf und hatte KEINEN Kontakt zu der Hälfte meiner Klasse und war sowas von froh, als es durch "Klassenneubildungen" (Neudeutsch: wir hören das Experiment der breitesten Gesamtschule ever und bilden doch Halbe/Halbe das Spektrum ab) zu neueren Klassen kam.
Fun fact: im Sportverein habe ich jahrelang mit einigen dieser Schüler*innen doch sehr gute Kontakte.
Mir ging es nie darum, dass Petra zu eingeschränkt ist, Deutsch oder den Dreisatz zu lernen, sondern dass ich mich furchtbar langeweilte, wenn der Lehrer alle Wörter an die Tafel schrieb, die bald im Diktat vorkommen oder noch nicht multiplizieren können. Beim Sportverein waren wir mal beide schlecht, mal beide gut, mal unterschiedlich, wir hatten aber ein gemeinsames Interesse. Was hätte ich aber mit allen anderen Schüler*innen besprechen sollen?
Ich sag nicht, dass es jedem so hergeht. Ich bin nunmal sehr kognitiv und mag schlaue Menschen und mich mit ihnen über schlaue Sachen unterhalten. Und die Absichten von Inklusion, dass ich ein besserer Mensch werde, wenn ich Kontakt zu einem GE-Schüler habe, ist nicht nur Quatsch, sondern Instrumentalisierung dieses Kindes, das Anspruch auf gute Bildung und Betreuung hat. (und obwohl meine Mitschüler*innen keine GE-Behinderung hatten, sondern "nur" nicht besonders schlau waren: sie bekamen keine gute Betreuung und passende Bildung und ich auch nicht. Wir blieben quasi alle auf der Strecke)
Beiträge von chilipaprika
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drin dieses Jahr ohne, draußen mit (der "Weihnachtsbaum" draußen ist ein normaler Busch, der drin ist eine Minitanne, die vielleicht die Neuverpflanzung überleben wird)
Krippe oder nicht Krippe? -
Darf ich also über alle christlichen Jugendlichen (ü14) (nehmen am Reli-Unterricht teil, haben die Kommunion oder Firmung hinter sich), die also strengreligiösen Gebote nicht folgen, nie zum Gottesdienst gehen, nicht mal zum Schulgottesdienst, auch urteilen?
Den Relikollegen, der unverheiratet mit seiner Partnerin lebt, verachten und verurteilen? Der vielleicht sogar ein Kind zeugt? Noch schlimmer, vielleicht eine geschiedene Partnerin hat? -
Frohe Weihnachten Allen, die feiern und einen schönen Abend Allen, die dieses Fest nicht feiern 😃
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Nachteil: wenn danach die Planstelle winkt, dann nimmt man sie auch an und ist "für immer festgefangen".
Wenn man also sich gerne auch nur ein paar Monate umsehen möchte (Reisen, Auslandspraktikum, was auch immer), dann sollte man es noch vor dem Referendariat machen (nicht davon zu reden, dass die Erfahrungen einem auch helfen können, durchs Leben zu gehen.)Vorteil: man ist früher im Job und kann noch länger für die Pension einzahlen. Yeah!
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Was ist denn los mit dir?
Ich wollte eben zeigen, dass es durchaus ein Bewusstsein für das Thema gibt, das so stark ist, dass es im allgemeinen Teil des Studiums ist.
Und natürlich ist es nicht ein Pflichtkurs oder so, es gibt vielleicht "Umgang mit Störungen", "Umgang mit Konflikten außerhalb der Schule", "Medien und ihr Einfluss auf die pädagogische Arbeit".
und zum Glück werden nicht jedes Jahr immer dieselben Kurse angeboten, also kann sich das ändern. Deine Politiklehrerin ist seit mindestens 3 Jahren aus der Uni, da hat sich auch sehr viel geändert, es gibt viele Wellen (Inklusion, Migration, Diskriminierung, Medien, ...), womöglich ist bis zu deinem Studium oder Referendariat etwas Hauptthema, das kaum eine*r von uns auf dem Schirm hat.
und wenn du dich mal für alle Bundesländer und Länder interessierst (Informatikstudium / Fächer in der Schule), dann gehe ich davon aus, dass es für dich durchaus interessant ist, was es mal so gibt, ohne dass ich das Vorlesungsverzeichnis der HU in den Bildungswissenschaften checken muss.
Das Studium läuft in vielen Punkten exemplarisch ab, und du wirst daraus selbst Schlüsse ziehen können (Du musst nicht Cybermobbing behandelt haben, um ganz kompetent zu sein, weil du vll gelernt hast, Rechtsnormen zu recherchieren, und wie mit Konflikten und Mobbing zu agieren.) -
Es ist durchaus Thema im Lehramtsstudium: Bildungswissenschaften
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(erst danach gesehen).
Aber also wie bei uns. Grundlagen vom Umgang in der Orientierungsstufe und dann überall weiter. -
Ich unterrichte es gerade in Klasse 5 extra in BMB (Basiskurs Medienbildung).
und dann nie wieder?
Mensch habt ihr gute Schüler*innen, wenn sie es sofort kapieren.
Dann freue ich mich auf die Rückkehr in die Schule, denn die aktuellen Studis können echt wenig (ich habe just vor 2 Wochen eine Anleitung geschrieben, wie man ein Dokument digital unterschreibt, ohne ein Foto vom Ausdruck, vom Bildschirm oder was auch immer zu machen... (und ich meinte KEINE digitale Verschlüsselung sondern eine Unterschrift mit Stift oder .png -
Ich finde es nur bedenklich, dass "chilipaprika" und "state_of_trance" selbst Lehrkräfte sind und sich über Antworten lustig machen, die der Wahrheit entsprechen. Nur weil es bei euch nicht üblich ist, heißt es nicht, dass es woanders auch nicht üblich ist.
Es mag ein kleiner Teil des Fachs sein und es ist so weit ich weiß (leider) auch so in NRW, aber:
- es ist nur ein minimaler Teil- es dürfte nur ein minimaler Teil sein, WEIL genau diese Themen AUCH in allen möglichen Lehrplänen sind. Guck dir mal den Lehrplan der Fächer Deutsch, Politik oder andere Sachfächer an, es wird auch dabei stehen.
- es steht mittlerweile (wie alt sind die aktuellen Pläne?) und natürlich nach der Pandemie noch mehr in jedem transversalen Konzept, in NRW haben wir - "lange" vor der Pandemie - ein Medienkompetenzrahmen, das eben für ALLE Schüler*innnen gilt, egal, ob sie Info haben oder nicht und auch für alle Lehrkräfte, egal, ob sie Info unterrichten oder nicht.
Genauso, wie es in JEDER Unterrichtsstunde Aufgabe ist, auf Sprachrichtigkeit, Bildungssprache, usw.. zu achten, ist Medienkompetenz nunmal ein alltägliches Ding. Jede Präsentation, jeder Vortrag, usw...ZitatIch kann nur hoffen, dass ihr mit den SuS bei euch im Unterricht nicht genauso umgeht.
Doch doch.. aus einem Online-Forum kannst du sehr gut auf meine berufliche Tätigkeit ableiten. GENAUSO mache ich es

(Ich liebe tatsächlich Sarkasmus, WENN ich eine Klasse kenne) -
Das ist mir schon bewusst. Doch wo will man es sonst mit einbringen. Es gibt kein Fach das annähernd so dicht an diesen Thema dran ist, wie Informatik. Außerdem muss es ja auch nicht zwingend das Fach Informatik sein, sondern ähnlich wie ITG, ein Fach, dass mit Informatik in Verbindung steht und den SuS sowohl Grundkenntnisse in Informatik als auch den richtigen Umgang mit Medien lehrt.
Irgendwie finde ich zwei meiner Fächer (Deutsch, Politik) doch auch sehr nah an Medienkompetenz und kritischem Umgang mit Medien.
Und Umgang mit Excel, Word oder Powerpoint sollte in jedem Fach sein: funktionell. An den Themen angedockt, Umgang mit Medien ist keine Einzelstunde im Stundenplan. -
nein, ich frage mich nur, was dein Interesse sein könnte (zum Beispiel, weil eigentlich eine bundesweite Vergleichbarkeit anzunehmen ist und es also in Berlin irgendwann so sein wird..)
Und natürlich sind alle Fragen erwünscht. So wie die Nach- und Rückfragen
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nicht falsch verstehen, aber was bringen dir die Infos, da für dich nur Berlin und Brandenburg in Frage kommen?
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jetzt aus Neugier: in der Schweiz studiert man aber "nur" ein Fach. Unterrichten andere Lehrkräfte auch ein zweites Fach, das vom Erstfach abgeleitet wird oder wird auch ein (komplettes/abgespecktes) STudium für ein zweites Fach gebraucht. (wie bei dir Info. BRAUCHST du es oder WILLST du es? (ich bin ziemlich sicher, du WILLST, aber, BRAUCHST du es auch zusätzlich? (vermutlich und hoffentlich, will nur fragen)
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Antimon, ich verstehe nicht, was du meinst, ich habe nie gesagt, dass ein Master of Education die gleiche Arrtigkeit wie ein Master of Sciences.
ICH war (bin) nur irritiert, dass es an der HU einen Unterschied ausmacht, ob ein Fach ein Erst- oder Zweitfach ist, obwohl beide am Ende bis zum Abi unterrichtet werden.
Und die 90CP der Schweizer Uni sind wohl ähnlich viel wie 100-5CP, oder? und deswegen hatte ich eben auch den Vergleich, dass es wohl ähnlich ist wie an meiner Uni.
Und das, was wohl im Lehrdiplom enthalten ist, ist wohl auch Fachdidaktik, Bildungswissenschaften, Praxis usw.., oder? Also ähnlich gleichwertig.
Aber eine Frage: das Lehrdiplom machst du nicht ein zweites Mal (komplett), wenn du es schon für Chemie gemacht hast, oder?
(Das wäre auch in Deutschland so, dass man für das Erweiterungsfach eben "nur" diese 100CP plus Fachdidaktik des Masters (müsste 10 Punkte sein, wobei ich nicht mal sicher bin, weil man das Praktikum definitiv nicht noch mal machen muss) -
dann ist es auch in etwa mindestens das, was man in Deutschland (für Sek2) auch hat. an meiner Uni 100 CP pro Fach, dazu kommen die Bildungswissenschaften, die Bachelor- und Masterarbeiten, die Praktika (Teil der Bildungswissenschaften), Fachdidaktik müsste 5CPs im Bachelor sein, im Master getrennt, weil an die Praktika-Punktzahl gekoppelt
Deswegen bin ich über die unterschiedliche Handhabung von 2 gleichwertigen Fächern. Aber vielleicht ist es auch in anderen BL so, und ich wusste es nur nicht. -
es ist doch klar. Es kommt (auch an der HU in Berlin) überall in Deutschland auch ein Masterstudium mit weiteren Kreditpunkten in den Fachwissenschaften, Fachidaktik und Bildungswissenschaften. Trotzdem besteht ein Unterschied zwischen Fach 1 und Fach 2.
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Die Diskussion hatten wir hier doch schon ganz oft, in Deutschland ist ein Lehramtsabschluss im MINT-Bereich einfach nicht gleichwertig zum Master of Science. Da fehlt auch im Hauptfach noch einiges. Es wundert mich nicht, dass es im Beifach so viel weniger CP sind, ich finde unsere 90 CP im Vergleich zum Hauptfach schon mickrig.
Das meine ich nicht. Das Erstfach hat wesentlich mehr Punkte, aber anders als das damalige Modellprojekt von Bielefeld, wo die "fehlenden" Punkte des Bachelors im Zweitfach im Master "nachgeholt" wurden, ist es in Berlin - meinem Eindruck nach - nicht der Fall.
Die Prüfungsordnungen geben das nicht her.
Das heißt, der Unterschied zwischen Erst- und Zweitfach ist nicht NUR die Bachelorarbeit (also bis zum Schreiben der Bachelorarbeit austauschbar), sondern mehrere Module !! Die Fächerkombi Französisch/Informatik ist also eine ganz andere als Informatik/Mathe. -
ich bin seeeehr irritiert über Erst- und Zweitfach. Ein Blick auf die Unterlagen der HU irritiert mich immer mehr.
Und das soll dann gleichwertige Fächer sein? Bekommt man auch dieselbe Fakultas und Promotionsrecht im Nebenfach? -
was mich am meisten irritiert, ist dass die anderen Kinder während der Zeit "frei" haben. Selbst ohne "verlässliche Schule" finde ich es "interessant", dass sich alle (?) Eltern darauf einlassen.
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