Beiträge von chilipaprika

    . Oder auf "ach, Chemie und Physik konnte ich in der Schule nie" ein "ach, ich schon". Meistens merkt die Person dann selbst, dass die Bemerkung offenbar abgedroschen war.

    Das merke ich mir, Danke.

    Eigentlich höre ich ständig, wie schliiiiiiiiiiiiimm die Französischlehrerinnen immer waren, aber just heute erzählte mir mein (Frankreichfan-)Chef, dass irgendeine hübsche junge Französin die Schnupperstunde gemacht hatte und er unter anderem deswegen Französisch statt Latein gewählt hat. Kurz gedacht habe ich auch "haha, jetzt war ICH die hübsche junge Französin, die am Tag der offenen Tür die Schnupperstunde machte." Ich habe es natürlich nicht gesagt, alles ist eine Sache der Perspektive, ich befürchte, die meisten meiner Schüler*innen haben mich als alte, nervige Vogelscheuche in Erinnerung. Hoffentlich nicht Alle ;)


    Ich bin Lehrerin. Selbst jetzt fällt es mir schwer, mich komplett davon zu lösen. Mich nerven immer die Rückfrage nach der Schulform und das Mitleid mit meinen Fächern. und die Erzählungen aus dem Bretagne-Urlaub. Aber die bekomme ich eh per Blut und nicht per Beruf.

    Korrekturkünstlerin?

    Literaturvermittlerin?

    Erfolgsbegleiterin?

    Friedensmanagerin im Auftrag der deutsch-französischen Freundschaft?

    ja, die gibt es.
    Aber ich bin 99%, dass Yestoerty nicht zu denen gehört und ich kann mich nicht an irgendwelche Beiträge von ihr erinnern, die das denken lassen könnten.


    (und selbst da: es gibt auch Vollzeit-Kolleg*innen, die viele Projekte machen. Es ist oft eine Typsache, mehr als Voll- oder Teilzeit. Denn: ernsthaft: es gibt genug Teilzeitkolleg*innen, die auch der Meinung sind, durch ihre Reduzierung Anspruch auf die korrekturfreien Kurse zu haben, keine einzige Zusatztätigkeit machen zu müssen und einen Stundenplan von der 2. zur 5. Stunde zu haben. und auch DAS ist eine Typsache und hat wenig mit Teilzeit zu tun, denn: es gibt auch Vollzeit, die ihren Dienst als sehr minimalistisch verstehen...

    Ja, sehr konsequent. Das Kaputtmachen der Preise, während man den Beruf in Teilzeit als Hobby besonders ausführlich ausübt (Der Partner mit dem richtigen Job finanziert das ja meist) ist ein Hohn für die "echten" Vollzeitkräfte.

    abgesehenm davon dass Yestoerty schon mal erzählt hat, sich die Teilzeit mit ihrem Mann zu teilen und selbst eine relativ hohe Teilzeit zu haben: solche Sprüche machen es jedem / jeder schwer, der/die eine solche Entscheidung treffen möchte.

    Arbeit ist nicht alles im Leben, und nur weil man "nur" 3 oder 4 Tage in der Woche arbeiten möchte (und dafür "in Kauf nimmt", furchtbar arm zu werden ;) ), heißt es nicht, dass die Arbeit ein Hobby ist.
    Sondern dass man sich seine Zeit woanders besser vorstellen könnte.

    Als Beamter in der GKV hoffe ich ja immer noch darauf, daß dies auch mal umgesetzt wird.

    Ach Platty, das werden sie wohl nur für die Neuen machen..
    (war doch bei den anderen BL doch so? Oder haben die Leute, die SCHON in der GKV sind, auch den Teil bekommen und nur für einen Wechsel war es nicht möglich?)

    Ich würde sofort zurückwechseln, wenn der Zuschuss mir zustehen würde. Ich würde meinetwegen auch eine Ablösung / Vertragsstrafe für den Wechsel zahlen..

    @fossi: ich dachte, die Studentin wüsste den Unterschied zwischen GMS und IGS und würde keine Schulform erfinden.

    ja mein Fach ist zwar selten, aber auch an einigen Gymnasien auch vertreten. Deshalb bin ich verwundert.

    was aber keinen "Anspruch" auf die Schulform gibt.

    (das ist mir auch mal begegnet, dass jemand meinte, mit Latein Anspruch auf Gym zu haben und nicht zu IGS wollte.)
    Bei dir ist es vermutlich von der Verteilung natürlich umgekehrt (nach Gefühl und nach Erfahrung von "hier oben")

    Also: in den mir bekannten Bundesländern studiert man "Gymnasium UND GESAMTSCHULEN", aber es ist im Süden der Republik vielleicht nicht so.
    Eine Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe ist vielleicht in BaWü selten, aber zumindest verleiht sie das Abitur und ist dem Anspruchsniveau gleich (in den Kursen auf erweitertem Niveau bzw. in der Oberstufe).
    Kann es sein, dass es dein Fach eh nur an sehr wenigen Gyms in BaWü gibt? im Umkreis deines Studienseminars gibt es vielleicht nicht genug Gymnasien, um alle Gym-Reffis aufzunehmen (abgesehen davon, dass es ein gelichgestellter Abschluss ist).

    Aus französischer Sicht: ich sehe es ähnlich.
    Natürlich ist das französische System, in welchem die Ärzte entweder nach Kassentarif abrechnen oder selbst entscheiden, was sie bekommen, auch unfair, weil besonders gute Ärzte teuer sein können, aber wenigstens sind sie für alle teuer. Man konnte also eine Zusatzversicherung abschließen (die je nach Tarif eben 100% oder 150% oder 200% des offiziellen Tarifs abdeckt, usw..). Es ist jenseits von Zahn/Brille/ Sachen wie Physio/Ostheo jedem/jeder einigermaßen möglich, eine "normale" Zusatzversicherung zu haben, die eben bis 100% geht.
    MIR erscheint es fairer, dass der Arzt entscheidet, dass er "mehr wert" ist, als der Arzt je nach Patient und Versicherung um 9 Uhr 60 Euro bekommen und um 10 Uhr 280 Euro abrechnen kann.
    Meine Eltern, die eben ihre Brille selbst bezahlen müssen, und ggf. bestimmte Ärzte nur gegen Zuzahlung haben können, können immer noch nicht nachvollziehen, dass mein Arzt mehr an mir verdient, als an jemandem anderen (ich übrigens auch nicht).

    Ist das Privat versichert? Wie ist das für ärmere Menschen geregelt? (ernstgemeinte Frage!!)

    Ich kann nicht für die Schweiz sprechen, sondern für Frankreich:
    Tadaaa: sie gehen einfach nicht zum Arzt. (weil sie sicher so gesund sind..) :(

    In Frankreich ist die Sozialversicherung Pflicht, deckt aber nur einen (kleinen) Anteil ab. Sehr viele haben deswegen eine "Zusatzversicherung" ("mutuelle"), die aber sehr abdeckt (unterschiedliche Gesellschaften, unterschiedliche Verträge/Tarife.
    Die ganz Armen werden staatlich abgesichert und da wird alles (was im Katalog ist) vollständig übernommen. Es ist nicht einfach, aber mit Durchhaltewille kriegt man schon einiges hin (meine Schwester war ein paar Jahre wegen Arbeitslosigkeit und Umschulung unter der Verdienstgrenze (immer ab dem Jahr danach) und hat sehr aufwändige und kostspielige Zahnsachen machen lassen, die sie davor und danach nie hätte bezahlen können, allerdings hat sie auch die passende Akte, dass sie nicht noch viel länger warten konnte.
    Die untere und mittlere Mittelschicht wird aber an den paar Euros beim Hausarzt und den viel mehr Euros beim Facharzt eben oft scheitern. Dasselbe bei der Apotheke. Meine Mutter verlor ihre Zusatzversicherung, da war ich 9 (Jobverlust), es war ein Kampf, dass ich zu meinem Vater wechselte, und ich habe horrende Erinnerungen an meine Jugend (und es ist weiterhin so, also auch noch 2022), dass meine Mutter mehrere Wochen warten muss, um zum Physio zu gehen und sich den Rücken einrenken lässt, weil sie die Zuzahlung als "viel" wahrnimmt (unter anderem, weil wir vorher kein Geld hatten und heute zeigt sich nur, dass sie keinen besonders großen Respekt für die Ausbildung und Leistung einiger Berufe hat, denn ja, der "Masseur" hat lange studiert und möchte seine Miete bezahlen, er massiert nicht aus Spass an der Freude).

    Der Arbeitgeber MUSS 50% des PKV-Beitrags bezuschussen. Aber eben maximal 50% oder maximal die 50% des höchsten GKV-Beitrags. Das, was als erstes erreicht wurde.
    Das Land würde dir also auf Nachweis, dass du 700Euro im Monat an die PKV bezahlst 350 Euro überweisen oder direkt an die PKV (das weiß ich tatsächlich nicht). Es ist aber keine "ich bin nett-Leistung", sondern eine Pflicht (und genau DESWEGEN bin ich angepisst, dass es für Beamten anders ist, bzw. jetzt in ein paar Bundesländern für NEUEN Beamten erst möglich, von der pauschalen Beihilfe Gebrauch zu machen (das Land bezahlt die Hälfte des "freiwilligen" GKV-Beitrags. Wie JEDER anderer Arbeitnehmer in Deutschland dazu verpflichtet ist. Außer (unter anderem) das Land NRW, das sich schön viel Geld spart. (und eine Menge anderer Länder)

    ja, es gilt nur für ein paar wenige Hilfsmitteln. Die Beihilfe hat man auch (als Beamt*in? ich weiß tatsächlich nicht, ob Tarifbeschäftigte Anspruch haben), auch wenn man gesetzlich versichert ist und kann also einen kleinen Zuschuss zu einigen Hilfsmitteln, die in der GKV nicht drin ist.


    Wenn du immer alles eingereicht hast, dann spekulierst du wohl nicht auf die Beitragsrückerstattung. Also nicht wichtig.
    Ich finde es nur psychisch belastend und die Tatsache, dass ich - aus finanziellen Gründen - eben Rechnungen bei der PKV erst einreiche, wenn ich diese Summe im Jahr erreiche, führt dazu, dass ich mich über viele der Rechnungen aufrege, die ich bekomme, weil da immer irgendwelche Einzelposten sehe, die überteuert oder unnötig sind. und der Arzt denkt "kriegen Sie eh zurück", ist aber nicht so.

    Aber ich kriege doch die Kosten zurückerstattet oder ist das falsch? Klar, ich muss in Vorleistung treten. 350 Euro Eigenanteil. Die andere Hälfte zahlt ja das Landesamt für Finanzen. Der Betrag ist deshalb so günstig, weil ich kerngesund bin ohne irgendwelche Vorerkrankungen.

    Ich versuche dich nicht in eine Richtung zu überzeugen, sondern gebe Gedanken, falls du selbst etwas übersehen haben könntest (so verstand ich auch Susanneas Beiträge zum Teil.

    Über die 350 Euro monatlicher Beitrag wundere ich mich halt, weil du wohl mindestens 42 bist und es erscheint mir für einen Einstiegsalter (selbst bei 50%) günstig, aber da ist meine Sicht sicher getrübt, weil ich einen netten Zuschlag geniesse (mit Einstieg mit Mitte 30 war ich allerdings schon beim Grundbeitrag echt höher als die 27jährigen.

    Also: die PKVen haben ein System, um dich zu animieren, keine Rechnungen einzutragen. So dass es sich erst bei einer bestimmten Höhe lohnt. und das bedeutet, dass es sich erst lohnt, diese Summe an Rechnungen einzureichen, wenn man drüber ist. Die ersten 1400 Euro Rechnungen (700 Euro pro Monat) sind also schätzungsweise Kosten, die du nicht einreichen wirst (oft sind es 2 Monatsbeiträge für die Rückerstattung.

    Bedenke bei deiner finanziellen Planung alle Kosten, die du eben nicht bei der PKV einreichst, um einen Teil der Beiträge zurückzubekommen. Also ein nicht kleiner Teil der ersten Rechnungen trägst du erstmal komplett (100%, wenn du dich privat versicherst, oder hättest du auch eine Beihilfe?)

    und du würdest wirklich mit 350 (oder Ähnliches, hattest du irgendwo hier geschrieben) hinkommen? Hast du eine Anwartschaft von deiner früheren PKV-Zeit?

    da hast du definitiv Recht, aber Distanz hin oder her, die Klausur kommt, und wer schon eine Klausur auf der Basis von 6 Stunden Unterricht stellen durfte, weiß, dass es dann widerum später Stress bereitet.

    (und ja, es wäre wünschenswert, dass es mir egal sei. Ich wünsche mir (ehrlich und ernsthaft) eine Scheibe von O. Meiers Haltung, trotzdem bin ich halt so, wie ich bin. Und immerhin gehe ich nicht mit Fieber in die Schule ;) sondern schicke nur das, was ich eh schon auf dem Rechner habe.)

    aber auch: während ich krank bin, tue ich das, was mir gut tut und zu meiner ruhigen Genesung beiträgt.
    Wenn ich zuhause vor Sorgen nicht ruhig werde, wie ich den Stoff durchkriege und mich deswegen zu früh wieder zur Schule quäle, ist es doofer als die Mails mit den vorbereiteten Materialien (Ich gehe ja von dem Fall aus, dass ich in der Regel meine ganze Reihe schon fertig habe, wenn ich sie unterrichte. Da kostet es mich nicht viel, Materialien zu schicken. Dass ich meine Feinplanung mit Reihenfolge der Übungen, Diskussionsergebnissen und so weiter, nicht unbedingt schicke, ist verschmerzhbar, Hauptsache ICH habe das Gefühl, keine 100% Verluste hinnehmen zu müssen, sondern nur einen Teil.

Werbung