Beiträge von chilipaprika

    Es ist mir in NRW nicht bekannt, ich schließe es aber nicht aus.
    Beim BK (und insbesondere OBAS) ist es definitiv möglich, da sind die Fachrichtungen einfach zu klein.
    Aus meiner Refzeit (NDS) kenne ich tatsächlich eine Schule im "Grenzbereich", die Reffis aus zwei Seminaren hatte. Sowohl aus meiner Schuldienstzeit als auch aus meiner aktuellen Tätigkeit mit der ersten und zweiten Phase der Lehrerausbildung kenne ich es aber so, dass immer davon gesprochen wird, zu welchem ZfsL welche Schule gehört (und es ist so ein Trara, dass es mir aus den Ohren rausgeht.) Kann aber an meiner Region liegen, ich hätte es zwar näher zu einem anderen ZfsL als zu "meinem", aber ich bin trotzdem nicht im dichtestbesiedelten NRW ;)

    Warum erzählen mir selbst türkisch-stämmige Lehrerinnen, dass man was anderes als Gym-Lehramt heutzutage ja echt nicht mehr studieren sollte? Und warum sollte das absolut gar nichts mit den von mir geschilderten Problemen zu tun haben?

    Warum sollte es bei türkisch-stämmigen Menschen anders sein als bei deutschstämmigen Studierenden?
    Gut, es ist traurig und systemisch fragwürdig, warum die Allerwenigsten Sek1-Lehramt studieren wollen, aber warum sollten "selbst" türkisch-stämmige dieses Lehramt eher bevorzugen, als andere?

    Ich könnte mir vorstellen: der aktuelle Dienstort (Schule) ist eine Schule dieses ZfsLs (sonst muss man die Person, die den Job bekommt, "umsiedeln").
    In meiner Ecke NRWs steht es in der Regel mit einer härteren Umschreibung: sprich, ich darf mich NICHT 5km weiter bewerben, weil ich damit einen Regierungsbezirk überschreite, ich weiß nicht mehr, ob es auch beim ZfsL so war, könnte aber so sein. Ich habe zumindest schon oft gelesen, dass man dann bei einem Wechsel an eine Schule des ZfsLs wechseln muss.

    Ich möchte auch keinen nicht studierten Zahnarzt oder nicht ordentlich ausgebildeten Elektriker, Buchhalter, Filialleiter im Aldi,… haben. Das kann doch nicht funktionieren.

    und wer weiß, was wir alles nicht wissen ...

    Ich habe gestern eine Doku (über Frankreich, aber es ist da sicher egal) gesehen, wie das Gesundheitssystem unter Personalmangel, Kosteneinsparungen und (Teil-)Privatisierungen leiden, wie Menschen Falschdiagnosen bekommen haben, weil deren Blutproben oder Biopsien vom (privaten) Labor falsch analysiert wurden und die Ergebnisse von den Ärzten übernommen worden sind, obwohl sie zum Teil wenig Sinn ergaben, aber keiner hat es hinterfragt und es gingen 3 Monate im Land (bis zu geplanten OP), weil man von einem langsamen Tumor ging, es war ein sehr agressiver Krebs, die Frau hat nur noch ein paar Wochen zu leben und es ist nichts mehr zu machen.
    Klar, Irrtümer können immer passieren, aber es ging eben darum, dass überall so eingespart wird, dass man nur noch wenig(er) Qualifizierte einstelle und dadurch mehr Fehler passieren ..

    Zitat

    Eben! Man könnte bei solchen Artikeln meinen, dass die Didaktikprofessoren vor leeren Sitzreihen dozieren würden. Fakt ist, dass die Kurse voll sind. Wie kommt es dann, dass mantraartig behauptet wird, keiner möchte mehr Lehrer werden?

    weil es für den Staat keinen Nachteil gibt, dass zuviele Deutsch/Geschichte-Gymabsolvent*innen gibt.
    und für 15 D/G-Studis verläuft sich vielleicht ein*e M/Inf-Student*in, der/die sonst nicht gedacht hätte, Lehramt zu studieren.
    Arbeitslos werden die "zu vielen Studis" nie wirklich, auch wenn sie nicht in den Schuldienst gehen. Der D/G-Gym-Absolvent kann in eine NGO oder Museum gehen, oder netterweise in die Sek1, wo er fachfremd soviel unterrichtet, dass man den Sek1-Mangel schön kaschieren kann.

    Klar kostet das Lehramtsstudium den Staat viel Geld. Aber ob die Person "auf Lehramt" oder "irgendwas" studiert, macht keinen Unterschied (es wäre was Anderes, wenn man zb die Pflichtpraktika finanzieren würde, usw..

    Wozu? Weiß ich nicht. Wenn es mich dann aber noch mal zu Weihnachten erwischen würde, würde ich durchaus den Weg des Erholungsurlaubs während der Schulzeit prüfen.

    Es ist nicht so, dass wir nicht gerade von Wellen zu Wellen gehen.
    Ob man es dann am Ende nutzt, ist eine andere Sache, aber...

    Tja, und ich habe eben noch nicht mal Ferien, um mich zu erholen. Ich war jetzt die kompletten Ferien krank / in Isolation. Statt also die Energiereserven in den Ferien wieder aufzufüllen, habe ich sie noch weiter runter gefahren.

    Anna Lisa Ich wünsche dir das natürlich nicht, aber du hast dir eine Krankschreibung geholt, oder? Man weiß nie, was in den Weihnachtsferien ist. Und schulfreie Zeiten, die nicht zur Erholung benutzt werden konnten, sollte man nachholen können, wenn es mal hart auf hart kommt.

    Was soll der Hinweis darauf, dass du niemanden kennst, dem 1300 Euro netto minus KV im Monat nicht reichen, sonst?

    1) ich habe nie gesagt, ob und dass das Geld reicht. Mir geht es eben darum, dass Diskussionen mit falschen /veralteten Zahlen ärgern, weil man damit die Argumentation verfälscht.

    (Position zum Gehalt ist dabei irrelevant, ich hab mich arrangiert und konnte immer von wenig leben, aber es war keine Großstadt, ich war nicht alleine und es war vor der Inflationswelle, das weiß ich auch und deswegen sage ich nicht ‚ich hatte 1200 Euro und war gesetzlich versichert, schafft man locker‘

    2) ich wüsste nicht, dass ich eine Abneigung dir gegenüber habe.

    Wir mögen in einigen Themen unterschiedliche Positionen und beide diese hart vertreten aber eyh, wir sind nicht im Kuschelhaus sondern in einem Diskussionsforum und zum Diskutieren gehören unterschiedliche Positionen. Das kann ich ab, ich dachte, die Anderen auch.

    3) nebenbei schätze ich zb, dass du durchaus einen breiten Überblick auf vieles hast.

    Mindestbeitrag der GKV aktuell: 153,53€. Da kommen wir dann von 1480€ schon recht nah an die 1300€.

    es ging im Thread um 1300 minus KV/KK.

    1300 ist das, was ich ca. rausbekommen habe. Minus 200 Euro KV.

    1488 Euro minus 100 Euro KV für gesunde 24-Jährige kommen dann heute bei 1388 netto raus. Also atemberaubenden 8,45 € / 7,88 € netto Stundenlohn.

    Wäre schön, wenn man berücksichtigt, dass das für die Unterhaltung keinen Unterschied macht.

    Wenn du in NRW 2021 am Gym/BK warst: welche LSK, wenn ich fragen darf? (Irgendwie wüsste ich gerne, warum es im Netz falsch steht)

    (Der TE ist 2022 in NRW am Gym, es geht um ihn)

    Jeder Mensch lebt in einem System.

    Warum machen deutsche Lehrkräfte einen Aufstand um ihr Geld, obwohl die Lehrkräfte in Frankreich oder Polen die Hälfte verdienen?

    Man orientiert sich an dem eigenen System und wenn die Prüfungsordnung davon ausgeht, dass ein NRW-Reffi mit 9 Stunden BdU, plus 5+ Stunden Ausbildungsunterricht plus Seminaren seine 41 Stunden VZ macht, dann ist es so.

    Bei meinem Antrag auf Genehmigung eines Nebenjobs könnte ich nicht sagen, dass Ärzte viel mehr Stunden arbeiten und ich also 10 Stunden neben VZ in der VHS packen will.

    Für einen dienstlich veranlassten Umzug. Da man aber auch im Falle einer Zwangsversetzung im pendelbaren Rahmen bleibt, weiß ich nicht, wann das jemals eintreten könnte.

    Nicht jede*r nimmt eine Stelle in der Nähe an und kann sofort und noch vor Eintritt der Stelle umziehen.
    Ich bin erstmal eine Weile gependelt und dann an den Schulort gezogen. Es wäre ein Fall gewesen.

    Bei einem Wohnortwechsel kann ich meinen "zustehenden freien Tag für Ummeldung etc." auch nehmen, wenn es passt - wird zumindest an unserer Schule so gehandhabt.

    Grund für Sonderurlaub ist es aber nur, wenn der Umzug berufsbedingt ist.
    (haha, den habe ich tatsächlich auch nicht bekommen, aber mein Mann und mein Schwiegervater haben den Umzug gemacht, ich fand es okay zu sagen "ich muss arbeiten". :D )

    Ich denke dran? Aber ich sehe da nix, wenn ich die Augen schließe sehe ich bestenfalls reflektierende Sonnenstrahlen. Ich wusste bis vor ca. einem Jahr nicht, dass es Leute gibt, die etwas tatsächlich SEHEN.

    Danke für das Wort.
    Bin auch vor ca. vor einem Jahr damit konfrontiert worden, dass ich wohl "seltsam" sei, weil ich keine Bilder im Kopf habe, wenn ich an vergangene Ereignisse denke und also nichts beschreiben kann, was ich da sähe.

    Achso, na man erinnert doch in Bildern, das würde ich aber nicht als Kinofilm beschreiben, den man "sieht". Ich verstehe es so, dass "Aphantastiker" (sagt man so?) nicht in Bildern denken können. Es fällt mir aber schwer, mir vorzustellen, wie das ist und wie man ein Neuropsychologiestudium schafft, wenn das Erinnerungsvermögen sich in Worten erschöpft.

    https://www.srf.ch/wissen/mensch/…0zu%20verstehen.

    Sorry, jetzt wirds wohl wirklich OT...

    Man kann sich ganz andere Sachen vorstellen.
    Ich dachte tatsächlich, es sei Teil der visuellen Vorstellungskraft, im Kopf zu rechnen, im Kopf zu "schreiben", usw..

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