Beiträge von chilipaprika

    Was wäre daran so schlimm? Das müssen doch fast alle anderen Berufstätigen auch. Wenn du nicht für die zusätzlichen Urlaubstage vorarbeiten möchtest, kannst du ja auch um 16.30 Uhr gehen (vollkommen normal) und dann in den Ferien (abzüglich deiner 30 Urlaubstage) zur Schule kommen. Du könntest z.B. versuchen, fast alle Korrekturen in die kleinen Ferien zu verlegen und in dieser Zeit dann entspannt Unterrichtsreihen planen und Orgakram erledigen etc.

    und damit würdest du aber Minusstunden abbauen, denn dein Arbeitstag hat nicht nur 8 Stunden, sondern 8 Stunden und 12 Minuten ;)

    Welche Gewerkschaft würdest Du mir empfehlen? Ich bin in Bayern .

    Danke für die Hoffnung 🍀

    Die Frage ist ähnlich:
    Welche Partei würdest du mir empfehlen?

    Gewerkschaften sind Interessenvertretungen, da lohnt es sich zu wissen, wem man seine "Stimme" im "Arbeitskampf" oder - gesitteter - am runden Tisch mit den politischen Vertreter*innen gibt.

    Wieso hast du denn frei?

    Ich bin zur Zeit nicht im Schuldienst (Abordnung) und kinderlos, darf also nicht in den Schulferien, wenn Kolleginnen mit Kindern den Zeitraum wollen. ;)
    (hat Vor- und Nachteile, aber die Formulierung ist mir wichtig, weil es eben so gesagt wurde und es dazu führte, dass ich echt kämpfen musste, denn: Arbeitsabläufe in (Bildungs?)Behörden werden eben auch um Menschen mit Kindern gedreht und ich konnte quasi nie weg.)
    Aber JETZT!

    Wenn ich von Bayern ausgehe, könnte ich mir vorstellen, dass die TE seit 6 oder 12 Monaten auf einer Planstelle arbeitet (die Schule hat erst heute morgen wieder angefangen), da finde ich, eine F-Diagnose sollte gut bedacht werden. Und nein, ich bin NICHT der Meinung, dass man seine Gesundheit für eine Verbeamtung aufs Spiel setzt, aber ich warne davor, der Versuchung zu verfallen, es auch dafür zu nutzen und dann in der Probezeit dem Dienstherr Anlass zu geben, nachzudenken, ob ich dem Lehrerberuf Stand halte (bei der Beihilfe oder PKV einreichen, ist schon was Anderes als direkt zu sagen, dass meine Schule mich innerhalb von 6 Monaten in die Depression gestürzt hat. Und noch mal hier der Disclaimer: ich will es keinesfalls verharmlosen, nur davor warnen, dass der Dienstherr (berechtigterweise) auf die Idee kommen könnte, nachzuforschen, ob es nicht schon vor dem Start der Planstelle Probleme gab)

    Es wäre ein Aufruf zum Blaumachen, wenn man sagt, dass man "positiv" zuhause bleiben sollte, selbst ohne Symptome? Ich BITTE darum. Bleibt mir ferne, wenn ihr positiv seid.

    Was mich jetzt in den letzten zwei Seiten überrascht: Wenn ihr selbst den Verdacht habt, dass der Test nicht richtig durchgeführt wird, könnt ihr nicht fragen, ihn selbst zu machen?
    Ich habe meinen PCR-Test selbst unter Aufsicht gemacht (genauso wie einige andere Schnelltests). Es betrifft insgesamt 3 Testzentren, es wurde nicht immer genehmigt, aber doch ziemlich oft, solange sie sehen konnten, dass ich tatsächlich "tief genug" gehe.

    Susannea, hör auf, dich blöd zu stellen, es steht schon mehrmals hier 41 Stunden pro Woche und 6 Wochen Urlaub.
    Also rechne die Jahresarbeitszeit auf deine Jahresverteilung und gut. Wenn du mehr als deine Jahresstunden arbeitest, dann entweder, weil du das willst (also kein Problem), oder weil du das musst und das ist ein Problem, das man beheben sollte. Dass wir Lehrkräfte diesen Missstand (mehrheitlich) akzeptieren und uns das schön reden (ich gehöre dazu), macht es nicht weniger zu einem Problem, das man benennen darf.

    Ich bin ehrlich: ich will nicht wissen, wie meine Abweichungen (nach oben / nach unten / als Erst- oder Zweitprüferin) wären, wenn ich die Ergebnisse der Erstprüfung nicht sehen würde und umgekehrt.
    Zwar habe ich beim Lesen einer Klausur ein gutes Bauchgefühl für die Notenrichtung, ich glaube, das hat jede*r ("eine 3er Arbeit), es wird dann durch das genaue Bepunkten bestätigt, aber eine Beeinflussung durch die Erstkorrektur möchte ich nicht leugnen.

    Ich werde es erst in drei Wochen erleben können, weil ich vorerst nicht zur Arbeit fahre, bin aber sehr gespannt, ob mein Bus sich zur Hälfte leeren wird.
    Auch ist mir nicht klar, ob zb. Flüchtlinge in der Aufnahmeeinrichtung in der Pampa grundsätzlich eine Monatskarte bekommen (um zum Deutschkurs zu kommen, oder einfach nur raus), oder ob sie nur Einzeltickets haben, wenn das 9-Euro-Ticket ausläuft.

    Wenn die Zahl also nicht nur die "neuen Fahrten" bedeutet und ich also alle Menschen zähle, die eh schon vorher gependelt sind, ist es sogar ziemlich wenig :(
    Mein Mann ist 3 mal (hin-/rück) gefahren, je einmal pro Monat, ihm war das für die Arbeit zu doof, ich hatte 5 (Doppel)Fahrten, die ich sonst nicht gemacht hätte bzw. wo ich mich bewusst dafür entschieden habe, 3 statt 2 Stunden unterwegs zu sein, dafür "kostenlos" statt 30 Euro pro Fahrt mit IC-Anteil.
    Also für mich hat es sich gelohnt. So oder so pendle ich 4 Tage die Woche je 45 Minuten Bus Hinweg.

    Die jungen Männer per se zu verteufeln, wird hier ja nicht helfen. Oft kommen sie mit entsprechenden Werten von daheim oder ihrem Imam oder Mullah in die Schule. Da muss man dann Aufklärungsarbeit leisten. Wenn die Glaubensdogmen das Einzige sind, was ihnen aktiv an Werten vermittelt wird, dann muss sich unser Unterricht darauf einstellen. Hier sehe ich insbesondere Chancen in praktischer Philosophie oder Ethik, was die meisten Muslime ohnehin wegen der Nichtteilnahme am christlichen Religionsunterricht belegen.

    mit allem gehe ich d'accord, aber ich möchte ergänzen: auch dem islamischen Religionsunterricht kommt eine wichtige Rolle zu, der (zum Glück!) an immer mehr Schulen etabliert wird.

    Gute Führungskräfte haben einen Einblick in den Arbeitsbereich oder führen Mitarbeitergespräche so, dass sie wissen, ob es an Minderleistung oder zuviel Arbeit liegt.

    Bei mir in der Abteilung darf man nicht ohne Erlaubnis mehr als einen Tag Überstunden anhäufen, die man nicht innerhalb von 2-3 Wochen abfeiern könnte. Oder zum Beispiel weil ein Projekt ein paar Wochen lang viel Zeit erfordert und man dann nach und nach in einer anderen Phase abfeiern wird. Unsere Projektmanagerin hat quasi nach jedem Projekt eine Woche lang Urlaub als Überstundenabbau.
    Ausnahmen gibt es (zb. eben Projekzeit, Dienstreisen oder bestimmte Bereiche, ich gehöre dazu) und es hat einfach mit der Arbeitslast zu tun, bis eine Lösung gefunden wird (und es aufgeteilt wird), aber sonst muss man darlegen, dass es nicht in der Zeit machbar ist.

    Dass man freitags nachmittags "frei" hat, kann man nur mit einer Stunde mehr pro Tag an den weiteren 4 Tagen schaffen.
    Mit Einhaltung der Pausenregelung würde dies für mich im Büro bedeuten, dass ich 8 Stunden 12 Minuten + 1 Stunde Mehrarbeit + 30 Minuten Mittagspause + 15 Minuten weitere Pflichtpause. Irgendwie kann man nicht alles haben: die Lücke im Nachmittag mit den Kindern, aber keine Abendsarbeit, den Freitagnachmittag beim Sport aber keine Sonntagsarbeit..

    Wenn man trackt, kann man überrascht sein, aber ich bin sicher, nicht jede*r, der/die schreit, würde über dem Jahr soooooo viele Überstunden haben.

    Also: Ich (gerade außerhalb der Schule) bearbeite Mails auch sonntags, weil es MICH entlastet, schicke sie aber erst alle montags früh ab, wenn mein Arbeitstag beginnt.
    Die Arbeitszeit, die ich sonntags investiere, schreibe ich auf und ziehe sie donnerstags oder freitags ab, weil ich keinen vollen Arbeitstag schaffe / möchte (andere Termine).

    Bei der Sonntagsarbeit der Lehrkräfte (Teil deiner Frage) ist es nunmal die "freie Entscheidung" der jeweiligen Lehrkraft, am Sonntag Unterricht vorzubereiten und Mails zu lesen / zu beantworten, statt dies unter der Woche zu machen. Krux der flexiblen Arbeitszeit.
    Nach mehreren Vorfällen bei meiner Arbeit protokolliere ich halb minutiös meine Arbeitszeit seit März und bin nur am Staunen (zugegeben, jetzt nicht mehr), wie diese "nur 5Minuten-ichschreibekurzeine Mail" doch 40 Minuten dauern kann. Jetzt habe ich erst recht kein schlechtes Gewissen, dass ich mir donnerstags UND freitags freischaufle (und ich habe montags ein 10-Stundentag)

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