Beiträge von chilipaprika

    Sei bitte nicht so spärlich mit Informationen.
    Deinen Master machen. In was? In Informationstechnologie? In Sport? (was ist dein zweites Fach?) in Master of Education mit zwei Fächern? In Grundschullehramt?

    Es ist nicht so, dass man mit Bachelor an die Grundschule geht und mit Master an die weiterführenden Schulen. Auch Grundschullehrkräfte haben eigentlich einen Masterabschluss.
    Ein Schulformwechsel ist also nur möglich, wenn du die Bedingungen des neuen Programms (OBAS) oder der neuen Ausbildung (Referendariat) erfüllst. Dafür bewirbst du dich aber genauso wie jede*r andere und du bekommst nicht automatisch eine "Höherstufung" (scheinst du so zu sehen), weil du einen neuen Abschluss hast. Du wurdest in die PE zugelassen, weil dein Fach an der Schulform und sogar Schule, an der du jetzt bist, ein Mangelfach ist.

    Absolvent*innen der PE können doch gar nicht verbeamtet werden, oder? Damit ändert sich auch voraussichtlich nichts für dich, höchstens eine Stufe höher im E-Vertrag (da hatte letztens Calmac? etwas zu der grundsätzlichen Verschiebung geschrieben)

    Mit einem Master (und zwei weiteren Jahren Berufstätigkeit) könntest du dann OBAS machen, wenn du die passenden Fächer für eine weiterführende Schule hättest. Oder du machst direkt den Master of Education (ich weiß nicht, worauf du dich bezogst und deine Informationen waren ... spärlich) und dann das Referendariat.

    und wichtig ist: was meinst du mit "als Grundschullehrkraft arbeiten"?

    - Keine Diagnostik und Förderung mehr machen (abgesehen davon, dass GS-Lehrkräfte die eh auch nebenbei machen): das erscheint mir schwierig. Auf so eine zertifizierte Kompetenz wird kaum eine Schule verzichten wollen (denn viele Tests dürfen nur gemacht werden, wenn man eben den Abschluss Sonderpädagogik (oder Psychologie, etc..) hat)

    - alle deine Stunden in der Grundschule absolvieren? Klar. Und es heißt nicht unbedingt, dass du 25 Stunden (ich weiß nicht, wie hoch das Deputat ist) nur Einzelförderung machst. Jede Schule entwickelt je nach Ressourcen, die sie zur Verfügung hat (und bis du mit der Ausbildung fertig bist, ist in "Inklusion-Maßstäben" die Welt drei Mal neu gemacht worden..), andere Konzepte. Es gibt also durchaus Schulen, wo eine inklusive Klasse auch vom Sonderpädagog*in unterrichtet wird.

    Wenn du auf "Nummer sicher" gehen willst: Bielefeld ist DER Tipp!

    Das Verhalten bzw. das vorrangige Interesse für die Note sind menschlich. Es ist Teil unseres Auftrags, die SuS dazuzubringen, andere Perspektiven einzunehmen.
    Sei es durch gezielte Aufgaben zu "Schwachpunkten" (z.B. wenn alle Adjektive groß geschrieben werden, oder die Struktur einer Analyse nicht durchschaut wurde), sei es durch das Abfassung einer korrigierten Klausur (z.B. bei einer Klausur voller Rechtschreibfehler).

    Darf ich mal zwischenfragen: Es klingt so, als würdet ihr an einer Ganztagesschule mehr als euer Deputat arbeiten- ist dem so?? Wir haben gebundene Ganztagesklassen, in denen wir Sonderpäds halt unsre Deputatssrunden ableisten, mehr aber auch nicht.

    Allerdings hat eine Freundin mal an einem Ganztagesgym gearbeitet und bei der war Mittagessen in der Schulmensa Pflicht zB.

    Nein, das nicht. Klar, die ‚Aufsichten‘ können sich erhöhen (mehr Zeit in der Schule -> mehr Pausen -> mehr Pausenaufsichten).

    Mindestens die tägliche Mittagspause ist ‚Leerlauf‘ im Stundenplan (gut, 3.-8. Stunde durchfehend ist rein technisch passen aber es muss zufällig mit dem Konzept passen (abwechselnd Mittagessen je nach Stufe, ggf. bestimmte Fächer in bestimmten Slots).

    Die Bandbreite des Einsatzes ist größer und ‚gleichwertig‘ ob 8 Uhr oder 14 Uhr.

    Eine Option wäre morgen mal mit der SL dort zu telefonieren und fragen, ob man das vorher regeln könnte. Allerdings stellt sich dann die Frage, ob dann nicht irgendwelche Zusagen kommen, damit man eine Lehrkraft bekommt, die dann aus personellen Gründen oder ähnlichem zu Schulbeginn doch nicht erfüllt werden konnten.

    Ja. Eindeutig. Nicht mal mit bösen Absichten, aber die SL macht nicht den Stundenplan.
    Mir wurden schon Zusagen gemacht (die auch einzuhalten waren, weil ich parallel an einer anderen Schule gearbeitet habe und das war der Grund für meine erste Absage), und der arme Stundenplaner durfte dann wegen mir (bzw. sie fanden einfach keine andere Vertretungskraft - oder haben nicht gut genug gesucht) eine komplette Mittelstufenschiene und eine Oberstufenschiene umlegen. Toller Spaß. Mir war es sooo peinlich, armer armer Stundenplaner :(

    Kann es sein, dass das Unterrichtsfach auch eine Rolle spielt? Werden an Ganztagsschulen z.B. die Hauptfächer auf den Vormittag und die Nebenfächer auf den Nachmittag gelegt, oder ist das auch alles unterschiedlich?

    Nein.
    Also: ja, das Fach spielt eine Rolle, weil (zum Beispiel bei dir) die Belegung von Fachräumen eine Rolle spielt. Aber nein, es können nicht 80% der SuS nur nachmittags Kunst, Musik und Bio haben. Du sprichst von "kommunalen Schulen", ich vermute also Bayern, aber auf jeden Fall nicht NRW: in deinen Fächern werden doch auch Klassenarbeiten geschrieben, es wäre doch doof, wenn "Nebenfächer" grundsätzlich immer nachmittags lägen... (manchmal geht es aus anderen Gründen nicht anders).

    Die Schüler falten das A4-Blatt so dass sie nur auf ca. der Hälfte des Blattes schreiben. Je nach Lehrkraft kann die Spalte ein bisschen breiter sein, wenn man eh klar macht, dass man kaum was schreibt, oder enger, wenn man eine Menge "Positivkorrektur" zu tätigen hat. Mir reicht immer die Hälfte, aber einige SuS nutzen zb Papier mit einem Strich links und rechts und schreiben dann auf maximal einem Drittel Breite, es gibt die Hälfte des Blattes links ("innen") und 2-3cm rechts ("außen", also wenn man einen Doppelbogen vor Augen hat, versteht man es besser), es ist lächerlich, außer Korrekturzeichen passt da nichts rein, aber es kommt dem Gedanken "Maße statt Klasse" echt nah, wenn einige SuS glauben, dadurch mehr geschrieben zu haben ("Oh ich hatte 16 Seiten". Nein, du hattest 16 dünne Spalten in großer Schrift und sehr viel Mist drin")
    Die SuS schreiben "außen", in der Mitte darf die Lehrkraft.

    Edit: SwinginPhone war schneller

    Erstmal: Herzlichen Glückwunsch!

    Du bist ab der Sekunde, wo du etwas sagst, raus und musst dann zum Arzt (Betriebsärztlicher Dienst?) (oder du kannst schon nachweisen), damit geklärt ist, ob dein Körper alles hat, was er braucht.
    Wie du es schon weißt, fehlt deinem Körper etwas (Immunsystem), also wird etwas entschieden. Weder die SL noch wir können direkt sagen, was passiert, weil der Arzt anhand der Werte eine Entscheidung trifft / etwas niederschreibt, was dann ggf. Grundlage für deine SL sein kann (zb: kein Kontakt mit kleinen Kindern. Ist es möglich oder nicht.. Alternativtätigkeiten möglich, oder muss die Schwangere liegen.. Alles ist individuell..)

    Mit "Wenn du es sagst und es geht etwas schief" ist vermutlich weniger dein Beamtenstatus gemeint, als du nicht unbedingt möchtest, dass deine SL (ggf. dein Kollegium) weiß, dass du eine Fehlgeburt oder Ähnliches hattest. Das ist oft der Grund, warum einige Frauen so lange wie möglich warten oder erstmal einen grippalen Infekt haben.. Bei Medikamenten, die deinem Körper zusetzen UND einer Risikoschwangerschaft im Hintergrund: hör auf den Arzt und auf die Regeln. Geh vielleicht nach Hause und bastler Materialien / korrigiere / schreibe Curricula, wenn du dafür ein paar Stunden am Tag die Kraft hast, aber schon dich.

    .... wenn man Glück hat, zeigt sich spätestens bei der ersten Klausur, dass der / die Einser- oder gar 15-Punkte Kandidat*in eine der kürzesten Klausuren geschrieben hat. Es war zumindest bei mir in der Fremdsprache so, ich bin immer noch vom Schüler fasziniert.
    In den Sozialwissenschaften müssen zwar sehr gute Schüler*innen schnell schreiben, weil es nunmal viel zu schreiben gibt (KEINE 30 Spalten in normaler Schrift!), aber sie verbringen locker eine gute Stunde mit nur Textanalyse, Farben, Notizen, Strukturieren, usw..
    Und sonst, was schon gesagt wurde: üben üben üben und super konsequent bei den Kriterien des Erwartungshorizonts sein, die eben die Struktur / Textgestaltung hervorheben bzw. sanktionieren. Ohne das Risiko des Punktabzugs haben die SuS nichts zu verlieren. Und einige SuS sagen es auch ganz offen: durch diese "Sternchen-Methode" oder Wiederholung in einem anderen Teil der Aufgabe kriegen sie auch mal mehr Punkte, weil einige Lehrkräfte es an einer anderen Stelle doch leicht anders deuten (à la "wurde sicher soooo gemeint").

    (ich bleibe beim Beitrag. Auch wenn ich es interessant finde, dass es Schulen gibt, wo ALLE Schüler*innen in Erdkunde schreiben. Klar, beliebtes Fach, aber da SoWi und Geschichte mal belegt werden müssen, verteilt sich normalerweise schon ein bisschen, schon alleine, weil schächere SuS in der Regel keine 2 Zusatzkurse wollen).

    4 Korrekturen bei Vollzeit ist wirklich okay. Klar, Oberstufenklausuren dauern länger in der Korrektur, sind aber eben nicht 3 Mal im Halbjahr. (und vielleicht gehaltvoller als 30 Kurzgeschichteninterpretationen, 30 Gedichtsinterpretationen und 30 Sachtextanalysen in einem Halbjahr der 8. Klasse)

    Du brauchst eine, eher zwei Wochen (41-82 Stunden?) für eine mündliche Prüfung in Erdkunde?
    Dann fang jetzt schon mal das Sammeln an. Da du mit zwei Parallelkursen bzw. mit der Erfahrung des vergangenen Kurses (jetzt Q2) sicher viel Material hast, kannst du immer etwas zur Seite stellen. Oder mit den Kolleg*innen tauschen, usw..

    Muss man dies so hinnehmen?

    hm... ja.
    Selbst wenn es alles nur Korrekturen wären (in der EF schreiben ja oft nicht alle, auch selten im GK der Q1...

    Für MICH wäre es ein Traumdeputat, weil schon 16 Stunden in der Oberstufe. Ich gehe davon aus, weil du es nicht erwähnst, dass du keine weiteren Korrekturen in der Mittelstufe hast.
    Hart, aber nur 1-2 Termine im Halbjahr, viel Doppelung (DAS ist doof, um die Klausurmaterialien zu finden, Vernetzung ist ein gutes Stichwort!), du musst einfach an deiner Effizienz in der Korrektur arbeiten. Das Thema ist ja bei dir "Dauerthema", du wirst nicht Jahr für Jahr glücklicher, wenn du nicht ganz klar deiner SL sagst, dass du keine Oberstufenkurse willst (bist du der einzige Kollege im Fach, kloppt man sich nicht um die Kurse?) und dafür das Ende jeder "Karrieremöglichkeit" in Kauf nimmst. Dann bist du vielleicht der "Faule, nicht korrekturbelastbare Kollege", aber wenn es dir besser geht?

    Noch mal zur Klarstellung: eine Runde Mitleid und Empathie für die blöden Korrekturen bekommst du natürlich. Es gibt nichts Schlimmeres an unserem Job. Aber die Formulierung "Muss man dies so hinnehmen?" deutet meiner Meinung nach auf ein Fehlverständnis des Jobs hin.

    Edit: ich habe zu langsam getippt, ich hatte nur den ersten Beitrag zur Verfügung.

    Ich glaube auch, dass Schule sich schnell entwickelt. Ich frage mich die ganze Zeit, ob meine kleine Auszeit ausgerechnet während Corona und der Digitalisierungswelle das Genick brechen wird.

    Aber mich dafür feuern kann man nicht, das ist sicher ein Unterschied zu einer Krankenschwester (die Doku habe ich nocv nicht geschaut)

    Ist es nicht so, dass die Tagesmütter oft auch mehrere Kinder haben und das Betreuungsverhältnis also dem einer Kitabetreuung gleicht?

    Ich frage, weil ich mich oft mit der Frage "konfrontiert" (haha) sah. Meine beste Freundin hatte keine Wahl und hat eine Kita genommen, die Kleine war ein Jahr und es waren glaube ich 3 Erzieher*innen und 1-2 Assistent*innen für 15 Kids oder so.
    Eine Tagesmutter in Deutschland hat ja aber auch oft 3-5 Kinder und quasi eine Minikita zuhause. Oder fällt es mir nur so auf, weil ich genau DIE Angebote sehe?
    Mehrere Bekannten und auch meine Schwester wollten absichtlich keine Tagesmutter, weil in der Kita mehr "soziale Kontrolle" zwischen den Erzieherinnen ist, auch eine Absicherung, wenn eine eine Pause macht, usw..

    Habe ich das hier missverstanden? Du möchtest wissen, ob dein Enthusiasmus gewürdigt werden kann. Ja: du kriegst eine Stelle. Nicht, weil du enthusiastisch bist (oder wie so viele hier und im real life sagen, weil sie "Spass mit den Kindern haben"), sondern weil du deinen Job gut machst. Bei einigen Lehrämtern und Fächern reicht gut sein nicht aus, da musst du sehr gut sein. Aber im Prinzip ist es die Belohnung: das Recht, den Job auszuüben.
    Danach hört das real meritokratische System auf.

    Klar, es gibt Beförderungen und da spielen die Beurteilungen und so weiter eine Rolle. Aber wer WIRKLICH glaubt, sie seien gerecht und objektiv, ...

    aber trotzdem noch mal der Gedanke: Es ist ein Trugschluss, zu glauben, DEIN Enthusiasmus (weil es jetzt DEIN Maßstab ist) sei wichtiger / größer / besser als der Enthusiasmus der Anderen. Dasselbe gilt aber für deine Leistung, deinen Unterricht, deine pädagogische Arbeit, usw...

    Es klingt ein bisschen wie "ich studiere Geschichte/Politik und weil ICH so gut bin und 1,0-Abschluss haben werde, werde ich meine Traumstelle in der Unistadt haben. Alle, die sonst nicht die tollen Stellen ( bei fertigen Lehrkräften: Beförderung, Zeugnisse, Dankeschön..) bekommen, sind wohl selber schuld und nicht gut genug.
    Leider ist es aber nicht so einfach.

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