bzw. (in einigen Fächern ganz wichtig) das Verknüpfen mehrerer Themen üben. Aber da wiederhole ich trotzdem (selbst wenn "schnell") im Vorfeld. Also: in Januar ankündigen, dass in der Vorabiklausur folgende Themen aus der Q1 am Tag X und Tag Y wiederholt werden und in der Vorabiklausur dran kommen können. Die Wiederholung muss von den Schüler*innen vorbereitet werden, am Ende sorge ich aber dafür, ob durch einen kleinen Sachtext zum Analysieren, ob durch ein Gespräch, natürlich auch mit genügend Raum für die Fragen der SuS, dass die Wiederholung inhaltsvoll war. Wer sich nicht vorbereitet hatte, wird halt doppelt mehr Arbeit zwischen Wiederholung und Vorabiklausur haben.
ABER: Während so ein Vorgehen mir in einigen Fächern notwendig erscheint, heißt es nicht, dass es für alle Fächer sinnvoll ist. In der Fremdsprache würde ich zwar gerne den Wortschatz reaktivieren, aber am Ende wäre es tatsächlich nur ein kleines Abitur vor der Stunde, da muss ich nicht den Druck erhöhen. In Pädagogik allerdings ist es fatal, wenn die SuS nicht gelernt haben, Theorien zu verknüpfen und zum Teil selbst (!) zu erkennen, welche Theorie zur Analyse notwendig ist. Allerdings gehe ich davon aus, dass ich da nicht die einzige Kollegin bin, die solche Übungen zur Vorbereitung auf diese Kompetenz (Verknüpfung und Auswahl der Theorien / Themenbereiche) schon ab der Q1 trainiert und in der Q2 durchgehend erwartet. Sprich: wenn ich "Erziehung im Nationalsozialismus" unterrichte, kann ich nicht anders, als in den AFB3-Phasen Verknüpfung zu fragen, was Heitmeyer (Aggressionstheorien) dazu gesagt hätte oder mit Kohlbergs Modell der Moralerziehung zu verknüpfen und auch zu gucken, was Freud wohl dazu sagen könnte.
Solche notwendigen Kompetenzen werden nicht erst in der Vorabiklausur geschult und es ist auch wichtig, dass SuS die Verknüfungen grob abrufen können, ohne dass man sie jeden Monat alle wiederholt. (aber für eine Klausur ist es natürlich anders.)