Beiträge von chilipaprika

    Es stünde so sehr im Widerspruch zur monatlichen / wöchentlichen Berechnung, dass ich es mir nicht vorstellen kann.
    Ich "durfte" mal den plätzlichen Ausfall einer Kollegin übernehmen, die ab März weg war. Die Klasse hat einfach den ganzen März keinen Unterricht gehabt, sondern nur "Vertretungen" (ohne Aufgaben, ohne Ziel, es gab ja keine Lehrkraft"), ich habe sogar angeboten, die Klasse zu nehmen, weil ich das Fach habe und da konnte. Nee nee, man suche eine Lösung. und tadaaa, nach den Osterferien war Abitur, und auch die Lösung: ich solle die Klasse übernehmen. Ohne Plusstunden. (in DEM Fall hätte ich sogar noch lieber die Klasse im März "kostenlos" unterrichtet". Was macht man mit einer Klasse zwischen Ostern und Juni, in einem Nebenfach, wo sie noch nie was gemacht hatten... geärgert habe ich mich trotzdem (nicht unbedingt über die Verteilung/die Schulleitung, sondern über die Tatsache, DASS sowas möglich ist...)

    dass du nach Ostern den Q2-Kurs durch den Q1-Kurs ersetzst, wäre glaube ich (leider) okay, obwohl die meisten Schulen eine Schonfrist bis zum Abschluss der Korrekturen geben, aber die Zeit BIS Ostern ist JETZT. Mehrstunden sind in NRW monatlich, du baust also keine Minusstunden, die du im September oder Februar wieder aufholst.

    An meiner alten Schule galt das "soll" für 17 Stunden und weniger (glaube ich).
    Aber es hängt viel zu sehr vom Teilzeitkonzept deiner Schule UND von deinen Fächern ab, als man es sagen kann (Wenn du in Kopplungen bist, wird der Stundenplaner nicht deine einzige DOppelstunde eines Tages verschieben können, nur um einen freien Tag zu zaubern..)

    ... nur so zu dem Punkt "wann nehme ich mir einen (Kontroll)Facharzttermin vor?
    Bei aller Liebe für "außerhalb der regulären Unterrichtszeit": meine Frauenärztin hat zum Beispiel nur einen "Abend" in der Woche außerhalb der regulären Unterrichtszeit. Den Termin habe ich tatsächlich jahrelang genommen und werde ihn auch wieder so nehmen, wenn ich wieder im Schuldienst bin, aber hauptsächlich, weil ich aufgrund der langen Strecke dahin wirklich sehr weit plane (und mein Stundenplan tatsächlich immer eine lange Breite einnimmt). Allerdings käme ich mir bei einer reduzierten Stelle oder einer hohen Wahrscheinlichkeit, keinen Nachmittagsunterricht zu bekommen - doch doof vor, den Donnerstag 18 Uhr30-Termin zu reservieren, wenn ich weiß, dass dieser Termin für einige Fragen wirklich nur die einzige Möglichkeit ist (und ja, den Termin nahm ich immer als Lehrerin, weil 18/18h30 der früheste Termin ist, den ich wahrnehmen konnte, wenn ich bis zur 10. Stunde gehabt hätte). Und das hat nichts damit zu tun, dass ich meinen Schul-Job nicht ernstnehme, sondern dass ich das Risiko eingehe. Stundenplanwechsel waren ("früher") eher zum Halbjahr, es ließ mir immer Zeit, eine Korrektur vorzunehmen. Innerhalb einer Woche würde ich abwägen, ob ich noch 3 Monate warten kann oder einfach der Schule sage: "Pech".
    Und das mache ich gerade als "normale Arbeitnehmerin" auch so. Ich nehme jetzt einen Termin um 8Uhr, weil ich morgens Gleitzeit machen kann. Wenn mein Chef kurzfristig um 8Uhr 30 einen Termin einlegen würde (hahaha, viel zu früh für ihn), dann würde ich verschieben.

    Ich finde, solche Abwägungen spielen auch eine Rolle. (und auch wie einigermaßen flexibel die Praxis bei einer Meldung einen Monat vorher, ob man den Termin verschieben kann, umgeht.)

    und das liegt (fast/hauptsächlich) nur daran, dass 2010 ein NC zum Ref griff und die politischen Parteien sich jetzt nicht mehr den Schuh anziehen wollen, die bösen zu sein, die ihn wieder einführen.
    Als ob "weniger Plätze aber dafür mehr Qualität" weniger zieht als "jede Schule kriegt 5-10 Referendare, davon 2-3 mit Deutsch" ...

    Ich habs schon öfter geschrieben: Mein Mann als Ingenieur hat noch nie Dank bekommen. Ich glaube, der wüsste auch gar nicht, was er dann sagen soll.

    Es muss nicht das Wort "Danke" sein, aber "Gute Arbeit", oder nette / lobende Worte in einem Mitarbeitegespräch sind doch ganz nett (mir reicht es auch tatsächlich) und das kenne ich - sowohl von der Schulseite als auch anderswo - in sehr unterschiedlicher Ausprägung und es hat durchaus Einfluss auf die eigene Zufriedenheit. Ich / Man will schließlich seinen Job gut machen und die Rückmeldung braucht man auch (Fremdeinschätzung).
    Von der ganzen Bandbreite meines jungen Lebens und der ganzen Bandbreite bei meinem Mann: die Schulsettings schneiden alle unterdurchschnittlich ab in der Art und Weise, eine positive (oder negative!) Rückmeldung zu geben.

    Eben.
    Und deswegen können Arbeitserfassungsinstrumente dazu führen, dass Aufgaben wie Klassenleitungen, Organisation des Sommerfests, Anträge schreiben, eher an Kolleg*innen gehen, die in der Hauptkorrekturzeit nicht 95 STunden korrigiert haben.
    Und bis der Sport/Erdkunde Kollege (aus NRW) 95 Stunden Korrektur auf 3-4 Wochen aufgeschrieben hat, dauert es noch ein bisschen. Dann hat die SL belastbare Aufzeichnungen, mit denen der Geschäftsverteilungsplan angepasst werden kann.
    Dann kann er Ende November den Adventsbasar vorbereiten.

    Am ehesten kann ich noch diejenigen verstehen, die die Arbeitszeiterfassung nicht wollen, weil sie das Gefühl haben, dass sie jetzt in späteren Dienstjahren weniger arbeiten, weil sie durch massive Mehrarbeit in jungen Jahren in Vorleistung getreten sind oder diejenigen, die die Belastung nicht in der Zeit sehen.

    Das glaube ich auch, dass das bei vielen mitschwingt. Das war bei mir auch so, bis ich angefangen habe, zu protokollieren.
    (Und trotzdem habe ich trotz eines gut ausgeprägten Workolismus Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass soviele Lehrkräfte > 50 STunden in jeder einzelnen Woche des Schuljahres arbeiten. Womöglich bin ich zu schwach, aber wenn ich 2-3 solche Wochen habe (projektmäßig notwendig), dann zwingt mich mein Körper schnell zu weniger (und sei es "nur" die 41 Stunden).
    Ein ganz großer Vorteil des Lehrerjobs ist die diskontinuierliche Arbeit, die Möglichkeit, ganz früh am Wochenende aufzustehen und zu korrigieren, während die Familie schläft, dafür unter der Woche am Nachmittag mit den Kids zum Kinderturnen zu fahren oder selbst zum Strickclub zu gehen. In der Freistunde mit der besten Freundin telefonieren oder nachmittags einkaufen sind kein Problem, wenn man später die Arbeit erledigt. Aber auch das geht "in der Behörde".
    Ich habe auch "in der Behörde" die Möglichkeit, an einigen Tagen länger zu bleiben und an anderen früher wegzugehen, ich arbeite auch einen Teil meiner Stunden abends außerhalb der Kernarbeitszeit, wenn es mal gute Gründe gibt (die gibt es und der richtige Grund ist, dass die Mütter um 2 zur Kita gehen dürfen und nachmittags 2 STunden im HO machen dürfen, also darf ich es auch, wenn ich es will (bringt mir in der Form wegen Pendelei wenig, aber Abends- und Wochenendruhe finde ich manchmal produktiver..). und die Zeit gilt selbstverständlich als protokolliert, das trage ich in meiner Excelltabelle brav ein.

    Ich verstehe dein Vorgehen nicht. Wenn er/sie für das Korrigieren länger braucht als andere? Soll er/sie dann zum Schulleiter gehen und die Liste mit den korrigierten Stunden vorzeigen mit dem Hinweis, nicht am Sommerfest teilzunehmen?

    Warum eigentlich nicht?
    Wenn man nicht das Dreifache vom Kollegen für die Klausuren aufschreibt..

    Die eine Klasse hat 30 SuS, die andere 27, Mathe geht schneller als Englisch zu korrigieren, 3 SuS mit LRS bekommen eine besondere Rückmeldung, die DaF-SuS eine ausführlichere Korrektur, usw...

    Zitat

    Im Grunde müsste es doch umgekehrt sein: Für das Korrigieren von Klausuren je Fach und Jahrgang wird eine bestimmte Zeit veranschlagt. Dasselbe gilt für Elternabende, Förderpläne usw. Daraus lässt sich festlegen, was an Aufgaben machbar ist. Wir arbeiten nun mal nicht in einer Behörde, in der man täglich dieselben Anträge bearbeitet, die genau 7 min. pro Zeile benötigen, um dann nach 8 Stunden zuzuschließen. Schon allein deswegen nicht, weil wir kein Büro haben.


    Weil mein Leben zur Zeit gerade genau das ist: Wir haben - soweit ich weiß - keine "Richtwerte", aber die Erfahrung und jede*r Kollege/Kollegin bzw. Führungskraft hat eine gewisse Vorstellungskraft.
    Ich schreibe jede Woche bzw. jeden Monat auf, was ich gemacht habe, wieviele Gespräche welcher Art ich geführt habe, welche Anträge ich bearbeitet habe, wieviele Mails waren. In zwei Jahren in einer "Behörde" konnte ich gewisse Entwicklungen sehen, einige Bereiche wurden neustrukturiert, weil die Abläufe sich entwickeln (ganz typisches Beispiel: oh Wunder, die "Kunden" haben Post-Pandemie ein ganz anderes Verhalten als vorher, die offenen Sprechstunden wurden um das Medium "Zoom-Sprechstunde" erweitert, die Präsenz-Zeiten des Sekretariats gekürzt, weil viel jetzt per Mail eingereicht wird, was vorher in persona abgegeben werden musste...)
    Stellenbeschreibungen werden angepasst, wenn bestimmte Anteile sich entwickeln und ja, (ich gehe von der Sondersituation mit Korrektur- und Nicht-Korrekturgruppen in NRW aus), wenn ich dieses Jahr 6 Korrekturgruppen bekomme, dann KANN ich NICHT die selben "Nebenaufgaben" wie letztes Jahre übernehmen, als ich nur 3 Korrekturen hatte. Dann muss umverteilt werden.

    und nein, ich schließe mein Zoom-Fenster nicht nach 30 Minuten, wenn das Beratungsgespräch ausufert, weil es im Durchschnitt noch passt, trotzdem wurden jetzt Gruppenveranstaltungen eingerichtet, weil die Arbeitslast nicht mehr zu stemmen war. (Parallel in der Schule: irgendjemand hat schon wieder noch mehr Dokumentation und Rückmeldebögen erfunden: entweder wird es mit Kreuzen standardisiert oder ich kann nur noch oberflächlich arbeiten.)

    ich vermute, höher wird fast nie ein Problem sein.
    Ich hatte mal einen Teilzeitantrag (in Januar für August) gestellt.
    In Juli hatte ich eine unverschämte Unterrichtsverteilung (die fast Vollzeit war bzw. das, was ich VZ hätte machen sollen, wegen Überhang), da habe ich meinen Teilzeit-Antrag zurückgezogen (ja, der richtigere Weg wäre gewesen, auf meine TZ zu pochen, aber als Kinderlose hatte ich keine Lust auf Streit mit der für die UV-verantwortlichen Person.)

    eben. Wenn es nicht geht, geht es nicht.
    Ich weiß noch, wie ich tränengebadet vorm Personalrat meiner Schule stand und fragte, wie ich das schaffen soll (typischer November und wirklich sehr emotionaler erster Ref-Quartal) und er meinte, ach alles gut, Hauptsache es wird nicht zum Lebensrhythmus, immer 4 Wochen zu brauchen.

    es ist je nach Bundesland keine Urban Legend (es ist in NDS zum Beispiel verankert, ich glaube 2 Wochen Sek1, 3 Wochen Sek2? Aber die Fristen habe ich schnell nach meiner Rückkehr in NRW vergessen.)
    Aber auch da: wenn es nicht geht, geht es nicht. Man kann immer mit der SL sprechen. Einige Klassen können ruhig warten, Priorisieren, Korrekturtag wenn nötig, usw...
    Schütze dich, keiner wird es sonst für dich machen.

    Weil du sonntags nur arbeiten sollst, wenn es für DEN Tag angewiesen ist (Arbeitsschutz). Wenn du es freiwillig machst (weil du dir den Freitag Nachmittag freigenommen hast), dann schreibst du es dir mit Bleistift auf und im Programm auf Freitag Nachmittag oder Samstag.

    rein mal so aus Interesse (hat leider nichts mit der Intention des Fragestellers zu tun): Wieviele der hier aktiven Lehrer wissen noch, worauf fossi 74 mit seiner Antwort hier anspielt? Wer von euch kennt das noch aus seiner Zeit als Schüler? (ich zum Beispiel; Geburtsjahr 1972); wer von euch kennt das noch als Lehrer? Bis zu welchem Jahr etwa?

    Ich oute mich als alt: Kopien waren in meiner Schulzeit (für die Lehrkräfte) streng kontingentiert. Außer dem Deutschlehrer, der die Kopien zu Beginn des Jahres auf die Schülereltern verteilten ("Wessen Vater/Mutter kann bei der Arbeit kostenfrei kopieren?" -> "hier bitte, davon 100 Kopien") [Nein, er war nicht gut organisiert, ich hatte von ihm pro Jahr nur ca. 8 Seiten, es entspricht ca. 3 Seiten Werbung, warum man Deutsch lernt, in welchen Ländern inklusive Einwohner*innenzahlen es wichtig ist (Spanien und die Türkei standen auch drauf)] und wie toll sein VW-Auto ist, und dann 3-5 Seiten "starke Verben", die wir alle brav auswendig gelernt haben - 168)

    Alle anderen Lehrer*innen haben dann auf Matrizen gedruckt. Zugegeben: es gab wenig Kopien im Frankreich, da wir einfach alles aufgeschrieben haben, was der Lehrer sagte, aber die Biolehrerin hatte 2-3 Blätter pro Stunde (!) mit der Matriz.

    In der Oberstufe auch, Abi Ende der 90er.

    Ach, so viele schöne Farben, die alle so gleich rochen.
    und dann direkt mit dem ebenfalls gut riechenden Klebstift sofort einkleben.
    Das waren Zeiten... *Nostalgisch*

    Das sehe ich anders, Seph.

    Wenn ich z.B. in einem Büro arbeiten würde und Arbeitsbeginn um 8 Uhr wäre und mein AG wollte, dass ich bis 16 Uhr bleibe, dann muss er mich auch angemessen beschäftigen. Er kann doch nicht verlangen, dass ich meine Arbeitszeit an einem Tag in 2 Teile teile und dann noch mit so einem geringen Abstand, dass man es gar nicht schafft, nach Hause zu fahren.

    Ich mache dann übrigens auch nicht privat Pause. Ich versuche schon, zu korrigieren und Unterricht vorzubereiten, halte nötige Absprachen mit Kollegen etc. Nur ist das leider nicht so effektiv wie zu Hause mangels geeignetem Arbeitsplatz.

    Aber nein, ich denke nicht, dass es legal ist, dem Arbeitnehmer automatisch eine Pause von 2 Stunden abzuziehen, wenn die Arbeitszeit von 8 bis 16 Uhr geht. Üblich sind 30 Minuten, bei mehr als 6 Stunden und 45 Minuten bei mehr als 9 Stunden.

    Also mir fallen einige Menschen (inklusive Bürokolleg*innen) die über sowas lachen.
    Meine Veranstaltungskauffrau-Kollegin hat ständig irgendwelche Termine am Rande, oder die 10 Stunden an einem Tag oder eine Konferenzwoche. Tja, dann macht sie massiv Überstunden (die sie nicht wirklich abbauen kann) oder eine 3-stündige Mittagspause. ALso mindestens 2-3 Mal im Monat hat sie mehrstündige Mittagspausen oder "darf" viel später kommen, wovon sie nichts hat, weil am Vormittag ihre Termine auch liegen.
    und wenn ich an Läden in der Innenstadt oder Artzpraxen denke, die 2-3 Stunden Schließzeit in der Mitte haben, sie haben nicht mal die Möglichkeit, auf einer Tischecke zu korrigieren.

Werbung