Das ist eben die Krux. Ich berate eben Studis, die mir auch sagen "ich habe B2 in Französisch". "Haben Sie B2 auf dem Abizeugnis oder ein reales B2-Niveau?" "auf dem Zeugnis" ... tja, dann seien Sie ehrlich, hilft keinem.
Ich bin sehr irritiert, dass das Europalehramt zulassungsfrei ist. Als ich kurzzeitig darüber nachgedacht habe, es zu studieren (lange lange ist es her. So in etwa als die heutigen Studienanfänger*innen geboren wurden (oh mein Gott! :-D), dann hätte ich (glaube ich?) eine Mathe-"Prüfung" machen müssen und auch in einem zweiten Fach, ich glaube in Französisch, weil ich mich in Deutschland direkt beworben habe. Gott sei Dank (im Nachhinein) durfte ich gar nicht zur Prüfung antreten, weil mein Abitur schon länger als ein Jahr alt war und man durfte sich nur direkt nach dem Abi oder ein Jahr später bewerben. (und mein Gott bin ich froh, dass ich nicht Grundschullehrerin geworden bin).
Zur Ausgangsfrage halb:
Sprich bitte perfekt Englisch. und zwar RICHTIG. nicht das, was du für perfekt hälst, weil du LK hattest und da gute Noten hattest.
Du wirst nicht automatisch ein guter Lehrer, wenn du super ENglisch sprichst, aber du wirst nie ein guter Lehrer, wenn du nicht gut sprichst. Entweder, weil du dir dessen bewusst bist, und dich immer wieder "drücken" willst und schämst und so weiter, oder noch schlimmer: du bist dir dessen nicht bewusst (das sind die schlimmsten).
Der Rest kommt von alleine, es ist ein Handwerk. Das Handwerk für die Sprache muss aber vorher sitzen.