Mir fallen da nicht so krasse Unterschiede auf. Als ich mein 2. Staatsexamen gemacht habe, gab es sowohl Mit-Refis mit 1,x-Schnitt, als auch welche mit 2,x und 3 vor dem Komma. Ähnliches sehe ich bei den Refis an meiner Schule, wo ich ja nun auch schon 18 Jahre tätig bin. Von 1,x bis 3,9 war da in diesen Jahren alles dabei. Der letzte Refi aus meiner Abtelung, der gerade erst seine Prüfungsunterrichtet und mündliche Prüfung hatte, hat als Gesamtnote eine 3,0.
Ich weiß, du bist nicht da, wo ich war (schon alleine wegen des Lehramts), aber wir waren Nachbar*innen: es gibt auch "konservative" Seminare, die diesen "Anspruch" haben.
O-Ton meiner Studienseminarleitung: "wir haben den Anspruch, dass eine 2,0 aus 2012 (Start meines Refs) sich mit der 2,0 aus 1992 vergleichen lässt.
2,0 heißt gut und dass es den Anforderungen voll entspricht. Die Note solle man nicht verschenken.
"Im Allgemeinen den Anforderungen entsprechen" (3) oder "im Ganzen noch" (4) sei nunmal der "Normalzustand".
Über die 1 hat man nicht wirklich gesprochen
(die 5 und 6 wurden häufiger verteilt als die 1).
Wenn man in der Region bleibt, ist es okay, die Schulen wissen, was eine 2,X vom Seminar bedeutet und NDS erlaubt in einer gewissen Grenze "leistungsschwächere" Bewerber*innen einzuladen. Wenn man das BL wechselt, doof.
Aber wenn es nach der Seminarleitung gegangen wären, wären wir alle geblieben...