das habe ich mir als Jugendliche auch gefragt. Meine Mutter hat mir klar gemacht, dass Schwimmerinnen bei Olympia auch mitschwimmen, auch wenn sie ihre Tage haben und Mädels sich also nicht anstellen sollten, ich bin also geschwommen. Ich war naiv und habe mich also gefragt, warum der Lehrer es mit sich machen lässt, dass soviele Mädels vorbei kommen und sagen "kann nicht". Aufgeschrieben hat er sich das auch, ist meiner Meinung nach logisch: ich schreibe ja auf, wer im Wasser ist oder wer gar nicht da...
Heute bin ich schlauer und sehe es anders (und weiß, dass Sportlerinnen nicht ein Tag vorm Olympiafinale "überrascht" werden). Es ist ein schmaler Grad und am Ende muss ich sagen, als Lehrerin oder als Mensch "im Zweifeln für die Angeklagte". Wenn das Mädchen nicht wirklich 3 Wochen am Stück Blutung hat, dann hat sie selbst die Schwimmstunde verpasst. Wenn ich aber ein Teenager mit unwohlem Befinden zu ihrem Körper dazu zwinge, ins Wasser zu gehen, mache ich viel mehr kapput, als sie selbst durch die fehlende Stunde verpasst.
Wäre mir lieber, wenn neben den sexualaufklärerischen Projekten in den Schulen auch "mädchenspezifische" Angebote gemacht würden: Ja, Schmerzen können ganz schlimm sein, oder inexistent, ja, es ist doof und man darf es so denken, alle Möglichkeiten von Tampon, Binde, Cup, Unterwäsche usw..