bei dir sind immer viele Argumentationen sehr schlüssig. Vielleicht auch ein schlüssiges Beispiel: Angenommen, ein Lehrer würde 100% Schulzeit abdecken. 2 Lehrer à 50% würden also 100% abdecken. Wenn beide TZ-Lehrer aber nur montags, dienstags, mittwochs arbeiten wollen, dann gibt es sowas wie ein Problem. Auch eine schlüssige Argumentation? und da ist die Tatsache, dass die Lehrer freiwillig auf Geld verzichten, kein Argument.
Wenn sich im Büro 2 TZ-Kräfte einen Schreibtisch und Rechner teilen, können sie nicht gleichzeitig da sein. Auch wenn sie es sich gewünscht hätten.
Die Vereinbarkeit von Familie und Arbeit könnte ein gutes Argument sein, aber systemimmanente Gründe führen dazu, dass Schüler auch im Nachmittagsbereich und in der ersten Stunde Unterricht haben. Wenn fast alle TZ-Kräfte zu dieser Zeit frei haben möchten, klappt es nicht.
und da habe ich nur das erste Argument ausgefahren. Das Schienen- und Stundenplan-Argument sollte auch schlüssig erscheinen. (Keine Klasse möchte 5 Stunden Mathe auf Montag/Dienstag haben, weil es besser passt, oder: die Sportkurse würden gerne ab und zu auf dem Sportplatz oder in der Halle sein, und nicht auf dem Beton im Hof. Genauso wie es im Büro nur einen Rechner gibt, gibt es nur eine Halle.)
Beiträge von chilipaprika
-
-
Was verstehst du unter "alt"? Ich bin 45.Ich musste nur die Hauptseminarscheine machen, d.h. das ganze Grundstudium fiel quasi schon mal weg.
Ich bin knapp jünger (im Bezug auf die Veränderungen im Hochschulwesen fühle ich mich aber sehr alt), So war das bei mir auch beim ersten Fach, beim zweiten gab es eine gewisse Anzahl an Modulen, die ich machen musste (es war gerade eine Übergangsregelung, ich musste mir trotzdem das Modul 1 "empirisches Arbeiten" "antun", was mir zwar was gebracht hat, was aber angesichts der Tatsache, dass die anschließenden MOdule mir erlassen wurden und ich keine Abschlussarbeit schrieb, absurd war). Heutzutage muss man das komplette normale Studium machen (also alle Fachmodule, es entfällt nichts. Das Studium besteht ja aus Module Fach A+ Module Fach B+ Praktika+Bildungswissenschaften+Abschlussarbeit(en). Für eine Erweiterung muss man Module Fach C (also identisch mit den Anforderungen von Fach A) belegen. Ist doch ein bisschen mehr Aufwand.
Wenn der Studiengangskoordinator allerdings nett ist, erkennt er kompetenzmäßig eben viel an, wenn ein bereits studiertes Fach sehr nah ist. -
Ja, aber das Nachstudium für das Erweiterungsfach ist wesentlich weniger umfangreich. Ich habe das ganz locker in 2 Semestern incl. Examensprüfung geschafft.
bist du vielleicht "alt"? es war bei mir auch so (ich bin ja auch alt, ganz ohne Einführungszeichen), dass es weniger umfangreich war (ich habe trotzdem mehr als 2 Semester gebraucht, zumal ich daneben gearbeitet habe und bei dem einen Fach war der Prüfungszeitraum alleine 6 Monate.. und die Endprüfung war ja identisch, da musste ich mich schon im Selbststudium darauf vorbereiten), bei den meisten, aktuellen Prüfungsordnungen in NRW (ich weiß nicht, ob es an allen Unis in NRW so ist, also deswegen die Vorsicht) gibt es kaum Erleichterung.
(Wenn jemand weiß, wo es mit wenig Aufwand geht: her damit, mir fallen da noch ein paar Fächer ein, die ich gerne hätte, aber sorry, nee, ich besuche keine "Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten" erneut. -
Kann man nicht immer noch im Rahmen eines Erweiterungsfaches was dranhängen?
Das Bundesland wäre dafür hilfreich. In NRW zum Beispiel ist es möglich, ein Erweiterungsfach ziemlich billig zu erwerben, indem man einen Zertifikatskurs macht. Wenn ICH die Schulleitung wäre, würde ich sagen "Schade, dass Sie jetzt keine katholische Religionslehre mehr unterrichten können, dann werden Sie wohl jetzt noch mehr fachfremden Unterricht in allen anderen Fächern machen.
Ein Zertifikatskurs kostet die Schule was (Zeit und Lehrer*innenstunden)...
UNDIch beurteile den Fall aus persönlicher Haltung zu Religionsunterricht im Allgemeinen und zur Beliebigkeit des Wechselns von Konfession und Lehrerlaubnis hier im Besonderen.
DAS würde mich (als Nicht-Gläubige, die aber doch einen gewissen Respekt vor dem Glauben und der Religion hat) am meisten ärgern. Man wechselt doch nicht seine Religion / Konfession wie ein Paar Socken! und dann auch noch die neue Konfession ohne wissenschaftliche Ausbildung / ohne Ausbildung überhaupt. Warum sollte die evangelische Kirche jemandem die Vocatio geben, der vor einem Monat noch fröhlich die katholische Lehre prädigte.
-
Sie sollte aber nicht zu schnell schießen: Meines Wissens gilt die Entfristung dann auch nur für eine 16/25-Stelle.
in dem Fall für die 21 / 25 Stunden. Weil es eben diese 16 GANZStunden im Stundenplan sind

-
die "unbezahlte" Mehrarbeit ist aber nur die Bereitschaft. Natürlich werde ich gezwungen, in der Zeit in der Schule zu sein, kann aber korrigieren, kopieren oder mit Kolleg*innen socialising machen, und werde auch selbstverständlich extra bezahlt, wenn ich vertrete (also erst ab der 3. Stunde, natürlich...). Die Korrektur und Kopiertätigkeit sind übrigens auch bezahlte Arbeitszeit, weil sie zu deinen Aufgaben gehören und du hast ehrlich gesagt keinen Anspruch darauf, dass du diese Zeit nur abends zwischen 20 und 21 Uhr machst.
Da ist es MIR definitiv lieber, 2-3 Stunden in der Woche als Kopier- und Korrekturphase in der Schule einzuplanen und ggf. eine Vertretungsstunde zu haben, als JEDERZEIT abgegriffen werden zu können, in allen meinen Freistunden, oder nach dem ENde des Unterrichts... (und eine solche Regelung geht zu Lasten aller, die eh schon einen löchrigen Stundenplan haben UND der "Nicht-Eltern", weil es ja bekanntlich so ist, dass Nicht-Eltern vor der Schule und nach der Schule immer freie zu verschenkende Zeit haben.
Da es bei den meisten Menschen ebenfalls so ist, dass sie lieber wissen, wann sie sich worauf einstellen, stimmte auch mein Kollegium für eine solche Lösung und jetzt weiß man, wann man spazieren gehen darf und wann man erst "frei" hat, wenn keine spontane Vertretung kommt. -
Vielen Dank für all euer Wissen !
Vielleicht studiere ich dann noch den Master of education o.ä.
Dachte halt das ich da ich bereits 31 bin, für ein Lehramt Studium zu alt bin und dachte es gäbe eine andere Möglichkeit.
Da die Fristen jetzt rum sind und Lehramt bei mir in der Nähe nur zum WS angeboten wird, habe ich ja noch ein bisschen Zeit zum überlegen.
danke für alle eure Kommentare !
Das Erstsemester ist zum Wintersemester. Wenn du dir was anrechnenn lassen kannst, dann kannst du sicher zum Sommer schon irgendwas machen, was dir dann angerechnet wird, selbst wenn du zum Winter noch etwas anpassen / wechseln musst.
-
es liegt sicher am Thermomix, ich habe es wieder weggeworfen (ich hatte es mit Banane/Erdnussbutter.).
Wenn schon zuckerfrei: mit Datteln. Aber: ohne Thermomix, ganz traditionell aus dem Laden
Vielleicht probiere ich es mal mit Schoko.
(Vielleicht brauche ich doch einen Thermomix, denn DAS macht mein Ehemann nicht.) -
ich habe es oben zitiert: alle diese Teile gehen in die Note hinein.
Die ganzen Noten aus den fachpraktischen Prüfungen kommen aus dem Studium (müssen wohl im Hauptstudium gemacht werden, innerhalb von 4 Semestern oder so). Bei den anderen Fächern gibt es "nur" schriftliche und mündliche Prüfungen (und fachdidaktische Prüfung). -
-
Bei der Landesprüfungsordnung für Bayern stehen auch in den Abschlussprüfungen :
ZitatAlles anzeigenPrüfungsteile 1. Schriftliche Prüfung
a) Eine Aufgabe aus Bewegungswissenschaft/Trainingswissenschaft
(Bearbeitungszeit: 3 Stunden);
vier Themen werden zur Wahl gestellt;
b) eine Aufgabe aus der Sportpädagogik/Fachdidaktik
(Bearbeitungszeit: 3 Stunden);
vier Themen werden zur Wahl gestellt.
2. Eine sportpraktische Prüfung in jedem der folgenden Prüfungsgebiete
a) Sportspiel I (aus Basketball, Fußball, Handball oder Volleyball),
b) Sportspiel II (aus Basketball, Fußball, Handball oder Volleyball, ausgenommen das unter Buchst. a gewählte Sportspiel),
c) Leichtathletik,
d) Schwimmen,
e) Turnen an Geräten einschließlich Bewegungskünste,
f) Gymnastik und Tanz,
g) Schneesport (Ski alpin);
das Nähere regelt eine Bekanntmachung des Staatsministeriums.
3. Eine mündliche sporttheoretische Prüfung in jeder der unter Nr. 2 Buchst. a bis g genannten Sportarten
(Dauer 10 Minuten).
ist jetzt für Realschullehramt auf Anhieb, wird aber bei anderen Lehrämtern nicht ganz anders sein.
Wenn ich mich nicht täusche fließen in Hessen eben die Modulnoten auch ins Staatsexamen oder? (Hoffe ich ehrlicherweise, weil ich es sonst sehr krass fände, wenn die Endnote von nur mündlich oder nur schriftlich käme. Das ist in Bayern vermutlich anders. War zumindest in meinem Staatsexamen (nicht in Bayern, aber damals war es überall so: fröhlich vor sich hinstudieren, die Gesamtnote kommt von allen Prüfungen im Prüfungszeitraum). -
es gibt zumindest auch allgemeinbildende Fächer, die ein paar Leistungsnachweise voraussetzen (Ethik zb, 2 Kurse für Gym/Ges). Wahrscheinlich braucht man in Sport auch Fachpraxis (ist es nicht ein Teil des Staatsexamens? kenne mich in Sport nicht aus, in Musik und Kunst gibt es ja auch fachpraktische Anteile).
-
Genau: Päda ist ein reines Oberstufenfach.
Im Wahlpflichtbereich sind die Schulen aber "frei" in ihren Angeboten und es gibt durchaus einige, die das Fach auch in der Sek1 anbieten (neben der 3. Fremdsprache, dem GEschichte-Bilikurs, Informatik und Biovertiefungskurs, zb..) Das sind glaube ich oft Gesamtschulen (weil größer und freier im WP). Aber: entweder gibt es Mangel nur für diese Stunden und das könnte zu Not jemand fachfremd unterrichten oder man braucht eh dringend jemanden für Sek 2 ebenfalls. -
wo gibt es aber Pädagogik in der Sek1 real? (die paar Gesamtschulen und Gym mit WP2-Angebot ausgesnommen? Die brauchen aber eher jemanden für die Sek2)
-
"Vereinfachung" der Sprache. (Wertfrei) Einige Fälle verfallen.
Die älteren Sprachen hatten ja auch viel mehr Fälle, viele Sprachen haben im Lauf der Geschichte einiges verloren und drücken es eben anders aus (über Präpositionen zb.) -
würdest du über Mangelfächer sprechen, gäbe es sicher krumme Wege. Die angesprochenen allgemeinbildenden Fächer sind aber alles Andere als Mangelfächer.
Das Fach Pädagogik im allgemeinbildenden System ist ja sehr eingeschränkt. NRW, teilweise Brandenburg, Hamburg und Ausnahmen in NDS und BaWü, glaube ich?.
Von einem Schulformwechsel weiß ich nicht, gehe aber davon aus, dass es nicht geht (hast du eine Sek2 oder eine Sek1/2-Fakultas?). Ich kann nur sagen:Wäre es dann beispielsweise denkbar, innerhalb der Berufsschule anstelle von Sozialpädagogik und PoWi, Wirtschaft (oder eine andere Fachrichtung, Metalltechnik oder was auch immer) und PoWi zu unterrichten? Meinetwegen durch die Belegung eines Zusatzkurses oder so? Vielleicht sogar ohne einen extra Kurs??
1) Mit welcher Qualifikation willst du ein Fach bis zu einem Abschluss ohne Extra-Kurs? (hat deine Berufsschule die Hochschulreife?)
2) Die Fakultas Sozialpädagogik verlierst du nicht. Nie. Es geht nur bei Religion und Austritt der jeweiligen Kirche. Das heißt, die Schule kann dich trotzdem weiterhin im Fach einsetzen. Selbst wenn du in einem dritten Fach einen Zusatzkurs machen würdest.
-
Moin Leute!
Ferienzeit = Korrekturzeit.

Im Rahmen dessen fällt mir wieder vermehrt auf, dass nicht wenige(!) Schüler der Auffassung sind, das Substantiv "Wachstum" sei maskulin. Wie erklärt ihr euch dieses Phänomen, das sich zu verfestigen scheint? Die meisten Substantive, die auf -tum enden, sind doch auch sächlich: das Brauchtum, das Bistum, das Bürgertum. Ausnahmen wären der Reichtum oder der Irrtum.
Schönen Gruß!
Das ist das Problem mit den "Ausnahmen", sie sind viel häufiger als die Regel.
Wie oft benutzen die Schüler*innen das Wort Reichtum und wie oft "Bürgertum"/"Bistum". Das heißt, kognitiv ergibt es Sinn, weil das Wort den meisten Schüler*innen (warum auch immer
) nicht bekannt genug ist, dass es fest im Gehirn ist. Mit dem natürlichen Sprachwandel, der ja immer weiter Richtung "Vereinfachung der Sprache" (absolut wertfrei gesprochen!) tendiert, fällt das Geschlecht neutrum durchaus weg.
(und gleichzeitig fällt die Akkusativendung vom Maskulinum weg, es hat also nichts gegen das Neutrum an sich, sondern das Gehirn vereinfacht alles. In 200-300 Jahren wird sicher das "einen" zu "ein" und viele Kasus werden gewechselt haben. -
-
Im Fragebogen soll jedoch erfasst werden, zu welchem Maß die Thematik in der Ausbildung aufgegriffen wird - also nicht, womit du dich quasi in deiner Freizeit beschäftigst, sondern welche Bildungsangebote dir in der Lehrkräfte-Ausbildung gemacht werden. Ich hoffe so wird es klarer.
Ich werde jetzt nicht die Umfrage noch mal durchlaufen, sonst verfälsche ich das, aber, ich kann mich nicht erinnern, dass da extra nach LEHRAMTSseminaren oder LEHRAMTSfortbildungen gefragt.
Ich bin Deutschlehrerin: da habe ich in der Germanistik auch Seminare besucht, die sich mit Geschlecht und in der Linguistik beschäftigen. Hatte nichts mit dem Lehramt zu tun (und es waren auch wenig Lehrämtler*innen dabei.).
Ich war in der Hochschulpolitik aktiv, da war gendergerechte Sprache vor 20-15 Jahren ganz großes Thema und ich hatte das Thema in vielen Seminaren und Fortbildungen (entweder alleine zum Thema oder zu diversitätssensible Arbeit oder interkultureller Arbeit...).
Und wenn du wissen willst, welche Bildungsangebote GEMACHT werden, frage nicht nach, welche Bildungsangebote WAHRGENOMMEN worden sind. Es ist vielleicht heutzutage im Studium an einigen Hochschulen mit kleinen STudiengängen undenkbar, aber: nicht alle Studis müssen dieselben Seminare besuchen. Während ich mit meinem Seminar zu Geschlecht und Lingustik saß, waren andere in Komposita im Frühneuhochdeutschen oder Tierfabel im Mittelhochdeutschen. Je nach Schwerpunkt oder nach Interesse.
Dasselbe gilt noch mehr für Fortbildungen im Schuldienst. -
Werbung