Beiträge von chilipaprika

    Möglich war es, wobei es ja zu jedem dieser Phänomene leider Studien gibt, die berichten, dass es zu Verschlechterungen der Bewegung und der Ernährung kam. Irgendwelche Gründe wird es folglich gegeben haben, die zu der gesundheitliche Verschlechterung führten und vermutlich durch den Lockdown ausgelöst wurden.

    Du widersprichst dir selbst, mein Lieber.

    Wenn Menschen im Lockdown nicht über ausreichendes Verantwortungsgefühl, Disziplin und Resilienz verfügten, um gesund zu leben (und ja, es gibt eben Anzeichen / Studien und Belege, dass es so ist), warum sollten wir darauf vertrauen, dass sie ‚auf freiwilliger Basis‘ und ohne Druck alles tun werden, um sich selbst (geschweige denn Andere) zu schützen?

    oh ich bin sehr gespannt auf die Antworten, kalle, das hatte ich mir nämlich schon oft gefragt. Meine These: Wer nicht liest, hat verloren.

    Ich bin mit ein paar Schweizerinnen auf Facebook befreundet. Auf einer Auslandsreise habe ich mal drei kennengelernt, ich konnte nur mit einer kommunizieren, die zwei anderen (Ausbildung nach Realschule, Handwerksberufe) sprachen tatsächlich nur Dialekt. Sie konnten mich verstehen, hätten auch mit Anstrengung Hochdeutsch sprechen können, das war es ihnen aber nicht wert.
    Auf Facebook sehe ich (ich bin nur mit Menschen befreundet, mit denen ich mich schon wirklich gut unterhalten konnte, entweder auf Deutsch oder Englisch, wobei alle Schweizer, mit denen ich auf Englisch sprechen konnte, das Hochdeutsch auch beherrschen), dass es wirklich eine reale "Schriftsprache" fürs Schweizer Deutsch gibt. Ich kann es lesen aber nur 2/3 verstehen... Viele machen es, weil es ja die affektive Sprache ist, aber ich glaube, einige der Schreiber*innen können es nur unter großer Anstrengung anders. Eine echt coole Leistung für diejenigen, die beides können, weil es wirklich zwei "Sprachen" sind.

    Es ist deutschlandweit wohl sehr unterschiedlich.

    .... oder man erfährt es einfach nicht...
    Hätte ich kein Facebook, wüsste ich nicht, dass "mein" Impfzentrum 4 Tage "freies Impfen" macht.
    Beginnt morgen und war nicht in der Zeitung. Seit 2 Tagen auf Facebook. Auf der Seite des Kreises kann ich auf Anhieb die Info nicht finden, auf der Seite meiner Stadt (größte des Kreises) auch nicht. Nur Infos zur Inzidenz und zur Aufhebung der Priorisierung...
    Sowas darf nicht sein.
    Für die dritte Impfwelle muss es deutlich "lockerer" und einfacher laufen. In jeder Stadt, jedem Dorf 1-2 Tage ein Zelt aufbauen, Leute durchschleusen und gut.

    Jetzt bleiben vermehrt diejenigen übrig, die a) sich gar nicht impfen wollen, b) sich erst einmal Zeit lassen wollten, c) gefühlt nichts um sich herum mitbekommen (gibt es leider auch), d) einfach grundsätzlich im Leben passiv sind und wenig aus freien Stücken machen oder e) mit hohen bürokratischen Hürden schlichtweg überfordert sind.

    Ich lebe nicht am Ende der Welt und trotzdem gibt es erst seit ein paar Tagen hier absolut offene Angebote.
    Nicht bei allen Ärzten der Umgebung auf einer Liste stehen ist nicht ein Zeichen von Passivität. Und selbst da: da, wo ich auf Listen stand, gab es keine Meldung seitens der Praxis sonst ich habe durch Zufall von Anderen erfahren, dass die Praxis jetzt "jede*n" impft. Das gebe ich seit einer Woche weiter und treffe ständig auf Menschen, die noch keine Angebote hatten. Auch wenn Lehrer*innen das Gefühl haben, dass sie als Letzte dran waren: es gibt noch viele Leute, die gar keine Möglichkeit hatten: keine Pflege oder Lehrer*innen, kein großes Unternehmen mit großen Aktionen oder Betriebsarzt, Menschen ohne Beschäftigung... und natürlich alle Jugendliche.
    Ich finde es wichtig, das nicht aus dem Blick zu verlieren. Diese Menschen haben einfach nicht versucht, sich als "best friend" einer Schwangeren oder "Betreuung" einer alten Person durchzumogeln und kommen erst jetzt dazu. und das oft mit großer Erleichterung.
    Jetzt gerade machen einige Impfzentren um mich herum ein paar "Aktionstage", wo jede*r hinkann (der/die ein Auto hat).

    Ich finde beide nicht besonders prickelnd, Söder kann aber leider alles sehr gut verkaufen, das halte ich für sehr gefährlich.

    Laschet auch!!! Er hat es sogar geschafft, SICH selbst zu verkaufen.
    Wenn DAS keine Leistung ist (womöglich seine größte oder einzige)...

    Ich bin echt sehr weit davon entfernt (so 500km), die CSU zu wählen, aber Laschet halte ich auch für sehr gefährlich. Durch seine INkompetenz und Populismus.

    1) Ich wage die Vermutung, dass eine solche "Basis der Freiwilligkeit" mit Kosten verbunden wäre. (Hoffentlich).
    2) Heißt das, du würdest sagen, Menschen ohne Impfung tragen eine Maske und halten Abstand, diejenigen mit Impfung können machen, was sie wollen? (wäre logisch) Aber: dann ist es eine gesellschaftliche Markierung, schließlich sieht dann jede*r, dass einige eine Maske tragen müssen (natürlich wird es auch welche geben, die es freiwillig tun). -> wie wird das kontrolliert? Verlässt du dich auf das Gute im Menschen, dass jede*r so nach den Regeln agiert, auch wenn man es nicht überprüft / überprüfen kann?

    Disclaimer:
    ich bin nicht abschließend zu einem Urteil über die Impfpflicht gekommen.. Auch wenn ich vom Bauch heraus eher dazu tendiere, finde ich, dass es viele Argumente auch dagegen gibt. Für mich ist es aber schon ein (gewaltiger) Unterschied, ob jemand Bedenken für sich hat und Argumente für und gegen abwägt, oder ob dieser jemand das Recht auf Unsolidarität und Gefährdung Anderer proklamiert und für sich beansprucht.

    Dazu muss man aber auch ehrlich sagen, dass auch seitens der Politik nie ernsthaftes Interesse bestand, weitere Alternativen zur Pandemiebegrenzung als die Impfung überhaupt in Erwägung zu ziehen.

    Vielleicht ist "die Politik" nicht so schlau.
    Hast du bitte (ernsthaft!) Vorschläge? Konkrete und weniger Vorschläge, wie es anders gehen könnte?

    Zitat

    Zur Solidarität kann keiner gezwungen werden. Jeder sollte auch das Recht haben, unsolidarisch sein zu dürfen.

    Doch.
    "Jeder sollte das Recht haben, jemandem eine zu klatschen". Nee.
    Siehste, es gibt Sachen im Leben, die eben geregelt werden MÜSSEN, weil der Mensch nunmal kein nettes Wesen...

    Angesichts deiner bisherigen gezeigten Bereitschaft bzw. Interesse für Sozialwissenschaften, wage ich es kaum auszusprechen, aber ich empfehle dir, dich über Staatstheorien, "Sozialverträge" und Gesellschaftsverträge zu informieren und auf eine einsame Insel zu migrieren.

    also der antiimperialistische (haha) Antiamerikanismus meiner Sozialisation hat mich sehr lange geprägt.
    Halb wortwörtliches Zitat des Geschichtsunterrichts Oberstufe: "und nach drei Jahren Krieg tauchen die Amis, tun ein bisschen was, proklamieren sich als Sieger und wollen alles bestimmen" (1. Weltkrieg), "aber das kennt man von denen, ist immer so".

    Sarkasmus hin oder her, die Geschichtsschreibung ist da (zu meiner Zeit, ich bin ja vom letzten Jahrhundert) sehr antiamerikanisch. Russland wurde aber nicht glorifiziert.

    Ohne ausreichendes geschichtliches und politisches Wissen:
    1. warum geht es um entweder oder?

    2. Muss man ein Bündnis eingehen? (ja ich weiß, realpolitisch muss man, aber schon allein die Gedanken darüber fördern die Notwendigkeit von solchen Bündnissen).

    3. die Beispiele finde ich zwar interessant aber nicht unbedingt super gewählt: will ich ein Chlorhähnchen essen? will ich genetisch modifizierte Lebensmittel? Will ich Waffenfreiheit und Waffenscheine als Geschenk zur Impfung?

    platty ist alt, damals war das definitiv August / Februar. Wie es am BK war / ist, weiß ich, ich könnte mir aber vorstellen, dass es für bestimmte Fächerkombis wirklich nur einmal im Jahr startet (irgendwie habe ich immer im Kopf, dass platty wirklich ein echt seltenes Fach hat...)

    Wenn dir eine gewisse Flexibilität wichtig ist: Pädagogik gibt es (fast) nur in NRW als allgemeinbildendes Fach. Und es ist eben ein allgemeinbildendes Fach, für BK also auch möglich aber nicht zu verwechseln mit der hohen Stundentafel von Sozialpädagogik.
    Das heißt: mit Deutsch wärst du sowohl örtlich (andere Bundesländer), als auch von der Schulform (Gym/Ges, BK, aber auch andere Schulformen, man weiß ja nie...), als auch von der Stufenbandbreite, falls dir das wichtig ist.

    Deutsch/Päda würde ich dir sofort abraten (wunderschöne Kombi, aber...), und das obwohl es von den Themen echt wunderschön ist (aber ich würde am liebsten die Oberstufenthemen haben)

    Von der Korrektur tun sich beide Fächer nicht viel, außer du landest an einer Schule, an der Päda fast nur "mündlich" gewählt wird. Ist aber glaube ich selten. Pädagogik ist sehr korrekturintensiv, Deutsch mehr, dafür hast du mehr Abwechslung durch mehr Stufen.

    Ich würde es von deinen Vorlieben im Unterricht machen. Was kannst du dir vorstellen, jahrelang zu unterrichten.

    Klassenleitung ist immer eine Sache des Konzepts an einer Schule aber gegen "nur ein Hauptfach" spricht gar nichts.

    ja, meine Formulierung war zu knapp und ich hatte einen Teil gelöscht.
    "Damals" beim Gespräche habe ich es auf "alle vergessen fast alles aus der Schule" abgetan, aber jetzt fand ich deinen Ansatz interessant...
    Und ja, die Siegerkultur ist ein wichtiger Teil der Lehrpläne. Ich weiß ja, wie erstaunt ich war, als ich "erfahren" habe, dass Napoleon nicht der große tolle Held ist, wie es mir in der Schule beigebracht wurde (also auch tatsächlich).

    Kleine Ergänzung zum Thema - heute Morgen im Radio: Interview mit einem Wissenschaftler zum Thema "Richard Bransonchens Mondfahrt". Zitat: "Wir Deutschen verbinden ja die Anfänge der Raumfahrt immer noch mit dem Namen Neil Armstrong." Soso, "wir Deutschen". Ich glaube, es gibt da ein paar Millionen, die vielleicht eher an Juri Gagarin denken würden. Aber den hat man als gelernter Wessi halt nicht auf dem Schirm.


    Die Erfahrung hatte ich tatsächlich mit meinem Mann ("Wessi"), er kannte Juri Gagarin nicht. Aber gut, ich kenne viele Sachen nicht, die er kennt und umgekehrt, da habe ich es nie auf "Wessi"-Lehrplan abgetan (sondern auf "80% von dem, was man in der Schule lernt, vergisst man eh").

    Vielen Dank für all eure Rückmeldungen!

    Ist es wirklich möglich zum Monatsende zu kündigen? Ich dachte das müsse immer 6 Woche vor Quartalsende sein.

    Willst du kündigen (bist du Angestellte?) oder um Entlassung aus dem Dienst bitten?

    Und wenn du sowieso nach Österreich willst, kannst du doch schon jetzt weg? (Gut, ich kenne mich nicht mit Elternzeit aus, inwiefern du Vorteile durch den Beamtenstatus hast. Das Geld bekommst du ja woandersher)

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