Lehrer A studiert Lehramt für einen sicheren Arbeitsplatz und guten Verdienst -> Das Ziel ist mit der Verbeamtung erreicht -> Die Erreichung des Ziels führt unausweichlich dazu, dass Lehrer A faul ist und keinen guten Unterricht gibt
Für Lehrer A dient der Beruf lediglich zur Beschaffung des Lebensunterhalts.
Ich hasse diese Extrembeispiele. Einen "gut bezahlten, sicheren Arbeitsplatz" zu wollen (muss ja keine Verbeamtung sein, zumindest krisensicher...) ist oft verpönnt als Grund, Lehrer*in sein zu wollen.
Wer im Leben mehr als einmal das Geld umdrehen musste, findet es vielleicht schon erstrebenswert, mehr als nur Nudeln mit Butter oder geriebenem Käse zu essen.
und können trotzdem gute Lehrer*innen sein (es ist ein Handwerk wie fast jedes andere)
und auch Menschen mit Idealen brauchen ein Dach über den Kopf, nicht jede*r (die allerwenigsten) sind mit einer Milliarde auf dem Konto geboren, dass sie ein Leben lang frei von Lohn arbeiten können.
Ich bin leidenschaftlich gerne Lehrerin und konnte mich früher nichts Anderes als Berufswunsch vorstellen, wusste aber auch, dass ich es nicht unbedingt mein Leben lang machen könnte. Ich bin gleichzeitig - und jetzt eben - leidenschaftlich gerne bei anderen Tätigkeiten dabei.
Wäre ich in meinem Herkunftsland Lehrerin geworden, wäre ich es vermutlich längst nicht mehr, weil das dafür erhaltene Schmerzensgeld meine Leidenschaft nicht tragen könnte. Also nein, ich bin nicht WEGEN der festen Stelle und des Geldes Lehrerin aber Dozentin an der VHS will ich trotzdem nicht werden.
Ich könnte mir soviele Tätigkeiten vorstellen, die auch nah am Lehren sind, aber in selbstständiger Tätigkeit sind: das werde ich vermutlich nie machen, weil ich die Tomatensoße zu meinen Nudeln gerne mag (es ist ein Bild, ich halte mich für superreich und habe das Gefühl, dass ich jeden Tag sogar Hackfleisch in meinen Nudeln haben könnte!)