Beiträge von chilipaprika

    (z. B. über gewisse Kollegen, die wirklich überall im Schulgebäude ihre leeren Kaffeebecher stehenlassen; sogar im Kopierraum!), aber ich ärgere mich nicht (mehr) darüber.

    "sogar" im Kopierraum...
    DAS ist doch prädestiniert ...
    sowie auf dem eigenen Tisch (3 Meter von der Küche, aber am Ende der Woche gibt es trotzdem 3 leere Tassen auf dem Tisch... praktischerweise sind sie montags wieder sauber im Schrank) :D

    Zitat von Humblebee

    Nur mal so am Rande: In Nds. gibt es ja zwei Arten des Quereinstiegs: den "direkten Quereinstieg" und den "Quereinstieg über den Vorbereitungsdienst": https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/sch…enst-89031.html

    Letzteres ist in NRW nicht möglich, oder?

    Wenn ich das richtige lese, ist OBAS genau der zweite Weg. Bewerbung, dann reguläres Ref durchlaufen und danach volle Lehrbefähigung erhalten. Den ersten Punkt ohne Ref kenne ich nur aus der P(ädagogischen) E(inführung), die finanziell eher unattraktiv ist. Aber auch da musst du eine Jahr lang das Seminar besuchen.

    Das sehe ich allerdings anders:
    Wenn ich mich nicht täusche ist der "Quereinstig über den Vorbereitungsdienst" in NDS so, dass man mit (zb.) einem Physik-Diplom zum Ref zugelassen wird (erster Weg: direkt in die Schule). Am Ende vom Ref muss der (ehemalige) Physik-Diplomant immer noch ins Stellenverfahren (was bei normalen Noten ja eh kein Problem ist, schließlich hat er/sie ein Mangelfach).
    Oder verstehe ich das falsch ?

    Zitat von https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/schule/lehrkrafte_und_nichtlehrendes_personal/einstellungen/quereinstieg/quereinstieg-in-den-niedersaechsischen-schuldienst-89031.html

    Hierdurch bestehen im anschließenden Bewerbungs- und Auswahlverfahren für den Schuldienst gleichrangige Einstellungschancen zu den Lehrkräften mit dem klassischen Weg der Lehramtsausbildung.


    Ich hatte in meinem Ref über die drei verschiedenen Durchgänge tatsächlich mehrere Diplom-Physiker, sie hatten zwar nach 6 Monaten quasi die Stelle "sicher" und Angebote von Schulen aber das hatten auch andere LehramtsNaturwissenschaftler*innen oder Musiker*innen usw... Also mussten sie schon zu den Bewerbungsgesprächen...

    kleiner gruener frosch : wobei die Entlastungsstunden sicher nicht von einem Tag auf den anderen kommen. Zumal nicht bei einer kommissarischen Schulleitung. Die Klassen, die man gerade hat, kann man nicht in die Freizeit mit dem Hinweis entlassen, dass man ja selbst eine Schule leiten muss. Und in ca. vielleicht 2 Monaten, aber vielleicht auch 4, naja, vielleicht doch ein Jahr, kommt eine regulär besetzte Stelle...
    Es ist ja die Krux an dem "kommissarisch".

    Ach Platty, ich hatte dich doch so vermisst (stimmt tatsächlich), dich und deine immer pessimistischen Horrorszenarien (stimmt nicht...).
    Ich weiß, dass du eben nicht "einfach so" wechseln kannst, aber ernsthaft: so schlimm können doch nicht ALLE deine Erfahrungen sein, dass du so krass alles generalisierst. Meine vorherige Schulleitung war 10Jahre+ im Amt, ich fand sie top. Meine Schulleitung im Ref wurde mit geschätzt Mitte 40 SL und irgendwie haben sich alle das Maul zerrissen, wie karrierorientiert sie war (ist sie. Punkt.) Ja, sie hat direkt in den ersten Jahren alle Fobis zu Führung und Schulentwicklung mitgenommen, die sie konnte. Weil sie eine gute Führungskraft sein wollte. Ganz schlecht war sie nicht (außer mir keine Stelle zu geben, weil ich schwanger werden würde).
    Meine aktuelle Schulleitung wird am Ende 7-8 Jahre SL gewesen sein. Und genau wie bei der SL davor (bzw: eigentlich noch mehr) werde ich traurig sein, dass es nicht länger dauert. Es gibt nunmal GUTE Schulleitungen. Die trotz der schwierigen Bedingungen und der Einschränkungen des Alltags einen guten Job machen, sowohl im Personalmanagement als auch in der Schulentwicklung. Die sich nicht nur als "von oben Chefs" verstehen, sondern Schulentwicklung von der Basis fördern und versuchen, für jede*n Schüler*in und jede Lehrkraft den richtigen Platz zu schaffen.

    Etwas wird bei einem solchen Verhalten allerdings vergessen: Es gibt immer einen weiteren Dienstältesten.

    So unschön die Lage ist: Wenn die Schulleitung nicht besetzt ist, die Konrektorstelle entweder nicht besetzt ist oder auch erkrankt: dann zieht man an einem Strang.
    Hier ist es immer wieder Thema, wie anstrengend unser Job ist, wie belastend es ist und wie "ferienreif" viele schon lange vor den Ferien sind (und dieses Jahr gibt es auch noch Corona!). In diesem Thread reden wir darüber, wie anstrengend der Schulleitungsjob ist und jetzt wird suggeriert bis direkt unterstellt, dass die Krankschreibungen einer Dienstältesten, die neben ihrem normalen Job alle Schulleitungsgeschäfte führen muss (entweder gibt es keine Konrektorstelle oder sowohl SL als auch st. SL sind vakant oder krank), und das ohne vorangegangene Fortbildung!, Fake bzw. aus Trotz sind? Schon auf die Idee gekommen, dass nicht jede*r Super(wo)man ist und es nunmal nicht wirklich zu schaffen ist. Eine "ganz normale" Lehrkraft, die vorher keine Führungsposition hat (an einem Gym/BK/großen System gibt es wenigstens zwischendurch die Stufenkoordinationen, die schon mehr mit Verwaltungskram zu tun haben), hat wirklich das Recht, zusammenzubrechen.

    Wer jetzt von sich glaubt, dass er / sie von heute auf morgen neben seinem Deputat und sonstigen Aufgaben die Schule schmeißen kann, darf den ersten Stein werfen.

    Gerade das stelle ich mir sehr anstrengend und frustrierend vor. Wie oft habe selbst ich in meiner kurzen Zeit an Schulen mitbekommen, dass xy fehlt und zwar nicht, weil es nicht beantragt wurde, sondern weil der Antrag abgelehnt oder die SL vertröstet wurde. Selbst als sehr engagierte SL stößt man einfach an Grenzen seitens der Kommune oder des Landes. :(

    Ich bin quasi sicher, dass meine SL die ersten (Paletten) Seife/Desinfektionsmittel letztes Jahr in März selbst gekauft hat.
    und ob die Masken, die es im Büro zum Abholen gab, falls jemand seine zu Hause vergessen hatte, wirklich vom Schulträger kamen, bezweifle ich...
    (und selbst wenn er danach das ganze Geld zurückbekommen hat, irgendwie wäre es glaube ich sehr symptomatisch.)

    "unbeliebt" vielleicht nicht, aber diejenigen, die sich bewerben DÜRFEN (die Lehrkräfte) haben vielleicht andere Prioritäten im Beruf.
    und langsam kommen auch immer mehr die Generationen auf den Arbeitsmarkt / in die Schulen, für die das Life in Work-Life-Balance wichtiger ist als Karriere.
    Und seien wir mal ehrlich: ein unglaublich großter Teil der Lehrkräfte (fast alle?!) reagieren allergisch und durchaus nicht freundlich, wenn ein Student / junger Kollege von Zielen in Leitungsebenen spricht, oder wenn ein Kollege davon spricht, dass er auch gerne etwas machen will als Unterricht. Da wird einem auch mal die Lust an Verantwortung / Schulentwicklung und -gestaltung schnell weggenommen.
    Dann kommt sicher hinzu, dass man auf dem Weg dahin einen gewissen Einblick bekommen hat: Man tauscht nicht einen Teil des Jobs gegen einen anderen Teil sondern bekommt etwas hinzu. Gut, am Gym (und vielleicht anderen Schularten) unterrichtet man viel weniger, es ist aber nicht so, dass die SL jeden Tag erst um 10 ankommt und 4 Tage die Woche um 15 Uhr Schluss hat, dafür, dass er in vielen Ferien trotzdem Organisationsfragen klären muss.
    An einer Grundschule will ich es mir kaum ausmalen.

    ... RICHTIGE Gestaltungsmöglichkeiten hat man ja auch nicht, wie in einer vergleichbaren Führungsposition woanders, sondern darf nur in einem engen Raum die Order von oben nach unten treten, und dies bei kaum vorhandenen Mitteln, sowohl personell als auch sachlich.

    Nachtrag: Oder man macht es wie der Schulleiter zu meinen Schülerzeiten vor 25 Jahren: Man legt als Schulleiter selber ein Sabbatjahr ein. :pirat:

    Das geht (in NRW) nicht (mehr?). A16 kann kein Sabbatjahr haben, bei A15 bin ich nicht mehr sicher (hat mir mein SL erzählt, es sei schon einer der traurigen Punkte. Allerdings weiß ich nicht mehr, ob es schon bei A15 der Fall war oder erst A16 (oder entsprechend: Leitungsstelle an anderen Schulformen) )

    Wem schon mal Blut abgenommen wurde, wenn es nicht sofort geklappt hat, der würde das kaum als minder schweren Eingriff bezeichnen. Bei mir kam es mal zu sehr großen blauen Flecken, die sehr lange weh taten. Da würde ich mich lieber impfen lassen.

    Sorry, aber: wer schon eine Impfung bekommen hat, wo es schief läuft, würde es auch nicht als minder schweren Eingriff bezeichnen.
    Mit der Argumentation kommt man nicht weiter.

    Zu der Diskussion habe ich keine fundierte sachliche Meinung.

    Frapper ist aus Hessen aber zumindest in der Beratung von Lehrkräften wie dir auch involviert. Hast du auch eine Kontaktperson?

    Ich kann da nichts Sinnvolles beitragen, aber es gibt auch angepasste Masken (durchsichtige), da müsste der Dienstherr / Inklusionszuständige / wer auch immer (NICHT du!) diese übernehmen, ist schon mal ein guter Kompromiss...

    Ich glaube (!), in NRW schlägt eine Bewerbung eines A14ers, egal wie gut sie ist, die Bewerbung eines A13ers. Sprich: mit A13 wird man nur berücksichtigt, wenn es keine Kandidaturen von A14-Menschen gab.
    Da der Weg (sowohl Sprungbeförderung als auch überhaupt) für mich nicht ansteht, habe ich es nicht in der BASS nachgeschaut, es müsste aber irgendwo stehen. Das oben ist aber, was ich im Rahmen von Fortbildungen oder "im Alltag" mitbekommen habe.

    ICH ja. Aber das musst du entscheiden:

    1) was bringt dir die Quälerei mit entsprechenden (sorry) schlechten Noten im Praxissemester und Französisch?

    2) Was bringt dir mehr auf dem Arbeitsmarkt? "noch mehr" pädagogische Praxis? oder der Nachweis, dass du deine schon vorhandene pädagogische Praxis (nachgewiesen durch BA Lehramt und die Fremdsprachenassistenz) mit deinem Fachwissen über Vermittlung gut umsetzen kannst?

    Wenn du dich in 2-3 Jahren auf eine Stelle (im Bereich vermutlich noch lange keine feste Stelle, aber das weißt du ja) oder Volontariat bewirbst, was möchtest du in dem Motivationsbrief schreiben?

    a) Ich weiß schon seit 2-3 Jahren, dass meine Stärken hier und da liegen und mein Ziel ein Schulbuchverlag ist und deswegen habe ich folgende Erfahrungen da und da gesammelt. Nach einem interessanten Nebenjob habe ich versucht, eine richtige Vertiefung zu haben um eventuelle Lücken in Medien-/Buchwissenschaft zu haben, habe verschiedene Stationen in verschiedenen Verlagen gar Ländern gemacht und bin jetzt noch sicherer, was ich will?

    oder

    b) Ich weiß schon seit 2-3 Jahren, dass ich keine Lehrerin werden will, habe aber die Ausbildung durchgezogen (positiv, auf jeden Fall), leider mussten dadurch meine Noten ein bisschen leiden, aber nicht schlimm, mit den "schlecht bewerteten" Anteilen will ich eh nichts mehr zu tun haben, und sehen Sie, ich hab ja diesen Nebenjob!


    Wenn du Personalerin wärst: wen würdest du nehmen?

    Andererseits weiß ich auch nicht wie viel ein MA in English and American Studies bringt..

    Meiner Meinung nach (aber gut, bin jetzt keine Arbeitsmarktsexpertin) genausoviel wie ein MA in English/Französisch oder ein MEd. Deine praktischen Erfahrungen sind deine Karte für diesen Bereich. Leider vermutlich auch unbezahltes / schlecht bezahltes Volontariat. Deswegen: nutz alle Chancen während der Studienzeit, um genau das auszubauen.
    Und auch in einem Fachmaster gibt es sicher die Möglichkeit, zum Beispiel die Masterarbeit in genau dem Bereich zu schreiben, der dich ausmacht "Vermittlung von Literatur in Schulbüchern" ... da gibt es sicher ganz viele Möglichkeiten, je nachdem aus welchen Nebenfächern / Subfächern dein MA besteht.

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