Beiträge von chilipaprika

    Ich halte es so: ich möchte meine Energie möglichst nicht mit dem Loswerden von Aussortietem vertun.

    Ich schließe mich dem an.

    Ich habe schon echt eine Menge Sachen, die durchaus Wert haben (Möbel, Kühlschrank, usw..), "gegen eine Tüte Haribo /Bonbons" verschenkt.

    Erfahrungen:

    - Ideal: lief gut. Mal kamen sogar zwei Tüten Bonbons.

    - Sau blöd: Mensch kam nicht

    - gefühlt noch saublöder: die Person kommt, nimmt das Zeug und meint "ach, ich dachte, es war symbolisch" und hat NICHTS gebracht. Also ein komplettes Sofa und Schrank mitnehmen, sich aber "beschweren", dass es nicht kostenlos ist. Ehrlich gesagt war ich da so sprachlos, ich konnte nichts sagen. Naja, gut für die Hüften :D

    Zitat

    Wenn ich das Zeug so nicht loswerde nach 3-4 Wochen auf Ebay Kleinanzeigen, dann landet es im Restmüll. Das kommt recht selten vor, aber ich habe dann kein schlechtes Gewissen, denn:


    Vom schlechten Gewissen habe ich auch gelernt, mich zu befreien. Es warten 2 Mülltüten voll mit Kleidung in einer Ecke des Hauses, regelmäßig kommen "polnische Organisationen" vorbei, die darum bitten, Kleidung für Verarbeitung draußen zu legen. Ich _weiß_, dass es ein Restrisiko gibt, dass das Ganze nicht so ideal abläuft, aber: immer noch besser als sofort auf den Müll.
    Bücher (und auch Unterrichtsmaterialien), die ich in Facebook-Gruppen als kostenlos gegen Versand /Abholung inseriert habe und nicht los gehen, bzw. schon 10 Jahre "abgelaufen" waren: ab zum Resthof. Letzten Sommer 4 volle Autoladungen.
    Es wird auch bald eine neue Runde geben.

    Gut, schön :)
    2012/2013 war das nicht der Fall. Eine Kollegin ist daran gescheitert. Eine andere daran, dass die Zeiten in einem anderen Bundesland waren, aber das wiederum ist verständlich.
    (Ich hatte nicht den Fall, es waren nur Ref-Kolleg*innen, also zweite Hand, wobei das mit der Schulform mir mehrmals erzählt worden war zu dem Zeitpunkt)

    Vor einigen Jahren hatte ich das Gefühl, dass die Anerkennung von Erfahrungsstufen sowieso eine "Ermessungsentscheidung" war. Mal wurden Erfahrungsstufen als Hiwi an der Uni anerkannt, mal eine andere Vertretungszeit nicht, weil dazwischen Zeit lag und die "Erfahrung" wertlos geworden war.
    Also: leider nichts, was man vorher wissen kann.

    Frag bei der Bezirksregierung nach, ob es etwas ausmacht. Ich befürchte, eine offizielle, allgemeingültige Antwort wird ausbleiben.

    Stimmt, alle muslimischen Länder sind schlimme Menschenrechtsverletzer*innen. Es erklärt wahrscheinlich, warum China die muslimischen Uiguren aussterben lassen will.

    Sorry, dieses Niveau ist lächerlich. Ich sage nicht, dass es keine Probleme im Islam gibt. radikale Tendenzen sind immer problematisch. Es gibt aber 1) innerhalb des Islams Riesenunterschiede, 2) im westlich geprägten/sozialisierten Islam nunmal die Hoffnung, dass die Demokratieerziehung auch wirkt.

    ich merke, ich habe es nicht deutlich formuliert:

    "wir" unterstellen einem 10-jährigen Mädchen Indoktrinierung, weil sie eine islamische Kleidung trägt und also etwas macht, wo wir davon ausgehen, dass sie es selbst nicht entscheiden kann, stellen uns aber nicht die Frage, ob Markus alt genug ist zu entscheiden, ob er im katholischen Religionsunterricht sitzen möchte.
    Absolut unabhängig davon, wie der Unterricht am Ende ausgestaltet ist, er ist nunmal (in der Regel, und in meinem Bundesland) konfessionsgebunden.

    Und bei den Christen spielt das ganze Umfeld keine Rolle, dass die Kids unbedingt die Kommunion und in die Messe wollen?

    Dass die Oma selbst gerne in die Messe geht?

    Dass der nette Pfarrer den Sommercamp am Strand begleitet?

    Dass es einen Kinogutschein am Ende des Jahres für die Ministrant*innen gibt?

    Dass man Anerkennung und Wertschätzung erfährt, wenn man zum Chor der Kirche oder für die Waisenkinder Geld sammelt? (Sternsinger)

    Wir driften ab, und ja, (alle) Religionen haben Gefahrenpotenziale.. aber die deutsche Mehrheitsgesellschaft macht in grober Unkenntnis der Rahmenbedingungen und in vollem Verdrängen der _eigenen_ Entwicklung und ähnlichen Rahmenbedingungen Annahmen, die meistens nicht haltbar sind.

    nein, das war sarkastisch. Es wollen die Menschen "islamische Unterdrückung der MÄdchen" bekämpfen, die selbst an anderer Stelle ein ähnliches Verfahren befürworten.

    Ich sage nur: Durch Stigmatisierung verhärtet man das Verhalten nicht nur bei den Eltern (falls überhaupt) sondern bei den Kindern.
    Erst ab der Pubertät und der oft damit einhergehenden Abnabbelung des Elternhauses und einer höheren kognitiven Fähigkeit (und Kritikkompetenz) können viele Jugendliche einen eigenen Weg einnehmen. Den bisherigen behalten oder für sich selbst neue Entscheidungen treffen. Jedem Mädchen, das den Bedarf hat, sich zu lösen, sollte selbstverständlich jede Hilfe angeboten werden (und ein von mir über alles geschätzter Kollege hat schon mal ein Mädchen ins Frauenhaus untergebracht (also in die Wege geleitet) und dann wochenlang Taxi mitgespielt, damit sie zur Schule kommt), ich mische mich nicht ein, ich biete durch meinen Unterricht die Bausteine zum kritischen Hinterfragen der Welt.

    ich kann es mir nicht verkneifen...
    Wenn man wenigstens den Religionsunterricht bis zum 14. Lebensjahr verbieten könnte, denn sorry: DIE Entscheidung treffen nunmal die Eltern und da scheint keine*r zu hinterfragen, dass Markus nicht wirklich freiwillig katholisch sein möchte? Dieses Mädchen möchte sicher alles machen, was sie macht. Das ist das Prinzip von Bindung und Erziehung, es ist ihr wichtig, wie ihre Eltern zu sein.

    ... nach streng islamischen Regeln ...

    Das ist erstmal deine Deutung und Interpretation. Es hat auch vermutlich mit Kultur und eigenen (weitergegebenen) Erfahrungen zu tun. Und ja, natürlich vermischt sich das immer wieder. Und auch ist bekannt, die Menschen unfreiwillig ihre Heimat verlassen (und das ist unfreiwillig, wenn man wegen Krieg oder Armut wegfährt) an die Werte und Normen festhalten, die sie kennen. Es ist deren Schutz und Beständigkeit.

    Ich hatte aber eine sehr lange Phase in der Pubertät, wo ich nie kurzärmelig gelaufen wäre. Bei einer Veranstaltung, bei der ich in der 9. Klasse (freiwillig) mitgemacht habe, gab es kurz die Idee, dass es gut wäre, wenn wir alle einheitlich ein weißes TShirt anziehen würden. Ich kann es nicht erklären, aber nach 1-2 mal Nein-sagen bin ich in Tränen ausgebrochen. Ich bin immer noch meinem damaligen Lateinlehrer dankbar, der in dem Moment im Raum war, mit mir zu seinem Spind gelaufen ist, um mir ein Glas Wasser zu geben und das NICHT thematisiert hat.
    Hätte ich einen anderen Namen oder würde ich ein Kopftuch tragen, oder was auch immer, hätte sich sicher das halbe Lehrerzimmer über den Fall den Maul zerrissen, dass das arme muslimische Mädchen so unterdrückt ist. (Beim Schreiben frage ich mich, ob sie es nicht trotzdem getan haben und auch genau das angenommen haben..).

    das habe ich mir als Jugendliche auch gefragt. Meine Mutter hat mir klar gemacht, dass Schwimmerinnen bei Olympia auch mitschwimmen, auch wenn sie ihre Tage haben und Mädels sich also nicht anstellen sollten, ich bin also geschwommen. Ich war naiv und habe mich also gefragt, warum der Lehrer es mit sich machen lässt, dass soviele Mädels vorbei kommen und sagen "kann nicht". Aufgeschrieben hat er sich das auch, ist meiner Meinung nach logisch: ich schreibe ja auf, wer im Wasser ist oder wer gar nicht da...

    Heute bin ich schlauer und sehe es anders (und weiß, dass Sportlerinnen nicht ein Tag vorm Olympiafinale "überrascht" werden). Es ist ein schmaler Grad und am Ende muss ich sagen, als Lehrerin oder als Mensch "im Zweifeln für die Angeklagte". Wenn das Mädchen nicht wirklich 3 Wochen am Stück Blutung hat, dann hat sie selbst die Schwimmstunde verpasst. Wenn ich aber ein Teenager mit unwohlem Befinden zu ihrem Körper dazu zwinge, ins Wasser zu gehen, mache ich viel mehr kapput, als sie selbst durch die fehlende Stunde verpasst.
    Wäre mir lieber, wenn neben den sexualaufklärerischen Projekten in den Schulen auch "mädchenspezifische" Angebote gemacht würden: Ja, Schmerzen können ganz schlimm sein, oder inexistent, ja, es ist doof und man darf es so denken, alle Möglichkeiten von Tampon, Binde, Cup, Unterwäsche usw..

    Obwohl ich durchaus die Problematik verstehe, muss man immer zu versuchen, zu reflektieren, ob das Problem, das man sieht, nicht auch teilweise im eigenen Kopf ist.
    WENN man so konsequent ist, auch keine Badeshorts (stört auch bei der Bewegung / Wasserwiederstand, Hygienefrage) zuzulassen, oder zb im Sportunterricht schlabbrige Jogginghosen, die auch keine richtige Bewegung erlauben, hinterfragt, dann ist es in einer Linie. Aber sonst? Das Mädchen lernt mit ein bisschen mehr Wasserwiderstand schwimmen, ist stolz auf ihre Fortschritte und lernt etwas Wichtiges, um im Sommer ins Schwimmbad oder an den See zu gehen und sorgenfrei zu plantschen.

    Ob man es für sich selbst gut findet oder nicht: es ist erlaubt, es ist eine gute zweckmäßige Lösung, ein sportliches Kleidungsstück (auch wenn es nicht "unseren" Maßstäben entspricht).

    Weil jemand Jonesy anspricht. Wette, sie hätte ne Lösung für das Ganze. ^^

    Sie arbeitet aber mit eher postpubertären Mädels.

    Und ich finde ihr Vorgehen auch nicht in Ordnung, es ist aber etwas Anderes, 16-18jährige Mädels zu provozieren und sie zum Hinterfragen von Erziehungspunkten zu schubsen (würde ICH da nicht machen wollen, aber eigentlich machen wir es in vielen kleinen Punkten, wenn wir unsere SuS zur Mündigkeit erziehen), oder bei 9-jährigen, insbesondere, wenn ganz klar ist, dass das Mädchen eh in einem kulturellen Riesenspagat aufwächst (ich mache ja einen Unterschied zwischen Kindern der 2., 3. Generation und einem Flüchtlingskind, das vor 3 Jahren noch in einem verbombten, ganz anderen Land lebte. oder einem neu angekommenen Kind, das vor drei Jahren in einer ganz anderen Sprache in einem ganz anderen Land ein Prinzenleben hatte.)

    nach meinem langjährigen Medizinstudium kann ich dir sagen "du hast doch sicher Stress. Mit einem bisschen mehr Bewegung und mehr Ruhe wird es wieder normal" oder auch NICHT.

    Bitte sagt mir nicht, dass die Impfung auch noch das durcheinander bringt...

    Ich sehe eher da das Problem des Schwimmenlernens, aber sonst: tja, es ist so. Oder macht ihr auch Hinweise darauf, ob die Mädels (und Jungs) in Einteiler, Bikini oder "Tshirt und Short" (aus Badeanzugstoff)?
    Ich würde sagen: Sie ist da. Ich bin zwar in der Sekundarstufe aber da schwimmen so viele (muslimischen und nicht muslimischen) Mädels nicht mehr, mit allen möglichen Begründungen, dass man happy sein kann, dass das Mädchen da ist und diese wichtige Kulturtechnik lernt.

    Wenn du "Kein Ganzkörperanzug, nur Badeanzug" sagst, hat sie womöglich ab nächster Woche eine Chlorallergie..

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