Beiträge von chilipaprika

    Mein Papa hat heute ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk bekommen als Dankeschön für seinen umfassenden Beistand im letzten Jahr. Eine luxuriöse Sammlung von Köstlichkeiten aus seiner Lieblingskaffeerösterei (Kaffee, Schokolade, Kekse, Marmelade, Honig, Marzipan...) wunderschön verpackt. Schon das Äußere hat seine Augen genauso zum Leuchten gebracht wie meine, dazu kam das Ganze herrlich unerwartet für ihn und hat ihn ganz unglaublich gefreut. Das war wirklich schön.

    unerwartete Geschenke sind am schönsten :)

    Was meinst du mit "Kontakten auch kulturell ähnlich, selbst 20 km weiter"? Sorry, das verstehe ich gerade nicht.

    wenn man irgendwohin zieht, ist es unter Umständen einfacher, neue Menschen kennenzulernen, wenn es Ähnlichkeiten gibt, die durchaus regional unterschiedlich sind.

    Ob ich kloatschete oder bosseln sage, ist es vielleicht am Ende irrelevant. Hauptsache, ich kann wandertrinken und ab und zu was auf den Weg werfen.

    Mal ist es ein Hobby oder eine Aktivität, mal sind es Details und versteckte Codes, die einem helfen oder dem Weg sperren. Wenn man ‚drin‘ ist, merkt man das nicht. Und oft auch nicht, wenn man draußen ist. Man merkt nicht, dass was fehlt, sondern irgendwie passt es einfach nicht. Man grüßt sich höflich, lädt sich aber nicht ein.

    Wenn ich irgendwo hinziehe und NICHT weiß, dass etwas super wichtig ist, dann denke ich nicht mal dran, dass es ausschliessend sein kann, wenn der Nachbar es anbietet. Und dann bietet er nie wieder was, weil er vll glaubt, dass man eh keine gemeinsame Grundlage hat. Und damit unterstelle ich den Emsländern und Ostfriesen keine Borniertheit, weil sie Nicht-Bosslern nicht mögen würden, sondern nur, wie überall: man ‚riecht‘ sich, der Stallgeruch (Anspielung an Habitustheorien und Theorien der spzialen Ungleichheit, die ich jetzt kurz zweckentfremde) und der erste Eindruck müssen stimmen.

    Darüber hinaus: ein Netz an Kontakten zu halten ist einfacher, wenn man in 30-60 Minuten vor Ort ist, um einen Geburtstag zu feiern, als wenn man 3-6 Stunden braucht.

    In der ‚Kernkernfamilie‘ gibt es dieses Jahr auch kein Geschenk (außer den Hundekindern, aber sie glauben ja noch an den Weihnachtsmann). Wir schenken uns gemeinsam etwas.

    In der Schwieger-Kernfamilie gibt seit 2 Jahren die Absprache, dass es unter Erwachsenen keine Geschenke gibt. Geniae Erleichterung.

    In der Kernfamilie meinerseits klappt die offizielle Absprache nicht. Also kriegen meine Eltern irgendwelche Socken und TShirts, während ich irgendeine CD von einem Sänger bekommen werde, den ich mit 14 mochte und vielleicht werde ich den letzten portablen CD-Player dafür kurz rausholen.

    Ich liiiiiiiebe Schenken, hasse aber feste Termine. Ich bin die Königin in ‚ich finde das beste Geschenk der Welt, kann es nicht abwarten und schenke es ‚einfach so‘ Anfang Dezember und habe zu Weihnachten nichts mehr‘

    Das klappt mit den Menschen besser, die ich weniger sehe… aber nach über 20 Jahren beste Freundschaft hat man einiges an Geschenken schon durch 🤣

    Ach ja: etwas, was wir lieben: große Backaktionen. Stollen kommt zu Weihnachten gut an, aber generell alle Kekse mit genug Butter und Zucker kommen bei Verwandten, Freund*innen, Schüler*innen und Kolleg*innen gut an.

    Das ‚Danke‘ bei Fossi ist eher eine vollste Zustimmung.

    ‚Zugezogene‘ haben es echt schwer, wenn sie nicht selbst sofort auf Zugezogene stoßen.

    Das Unverbindliche habe ich auch jahrelang beobachtet, ich bin jetzt einfach verbittert und erwarte nichts mehr. An den ‚versprochenen’ Spielabend mit einigen Kolleginnen habe ich lange naiv geglaubt. Aber es wurde natürlich gar nichts. Fürs gemeinsame Mitfahren reichte es, da verliert man keine Zeit.

    Beim Sportverein hat es 16 Monate (!!) gedauert (3 mal die Woche Training!), bis ich in den ‚Frauenverteiler‘ aufgenommen wurde, und also mal zu einem gemeinsamen Abend eingeladen wurde, statt regelmässig in der Umkleide davon zu hören. Schülerin, die zu uns kam (aber mit Tante im Verein und jünger halt) war nach 4 Wochen drin.

    Ab ü30 ist es vorbei… da hat jeder schon seinen Kreis und braucht nichts mehr.

    ‚Mach dir keine Sorgen, wenn du Kinder kriegst, wird es anders‘… habe ich so oft gehört (und hier haben die ähnlich betroffenen Kinder, wenn ich es mir richtig gemerkt habe). Abgesehen davon, dass es das doofste ist, sowas jemandem zu sagen (oh du willst was mit Menschen machen? Gerne mit mir? Keine Zeit aber wenn du Kinder hast, wird es einfacher), … wir kennen uns seit über 10 Jahren, ich bin jetzt ü40, vll klingelt es in deinem Kopf?

    Ich warte aufs Altersheim, dort soll es cool sein, beim Kartenspiel…

    komischerweise gibt der Dienstherr seinen Angestellten, die er nicht verbeamten wollte, zumindest in meinem Bundesland keine so schönen Kinderzuschläge. Sind dem Land die Kinder eines angestellten zu dicken Lehrers etwa weniger wert als diejenigen des (sogar rauchenden*) verbeamteten Lehrers?

    "Amtsangemessen" sollte auch keine Einbahnstraße sein.
    Wenn man auf der einen Seite meint, die Gesellschaft habe sich gewandelt, und ich dürfe als Beamtin auch alles machen, was mir lieb ist, dann kann auch der Staat der Meinung sein, dass man als Beamte*r in der modernen Gesellschaft nicht mehr in dem selben Umfang gestützt sein muss.

    Ich hatte genau genommen keins meiner (4) Fächer in der Schule (2 gänzlich unbekannt) und war auch nicht am (deutschen) Gymnasium in der Schulzeit. Studiert habe ich Sozialkunde in RLP, Wirtschaft und Internationale Beziehungen als ‚abgeschwächte Gebiete‘ (im Vergleich zu den anderen, Wirtschaft sowieso), hab mein Ref in NDS im Fach PK/Wirtschaft gemacht und durfte ein halbes Jahr Wirtschaftspolitik im LK unterrichten, und dann in IB weiter.

    Ich hab an Gyms und Gesamtschulen unterrichtet (auch eine unbekannte Form), in verschiedenen Formen mit unterschiedlichen Regeln (Klassenarbeiten, SoMi-Note, Beteiligung der Eltern, Gewichtung der Fächer, usw…)

    Man lernt alles und das ist das Spannende.

    Und übrigens: das Gymnasium deiner Schulzeit (zeitlich) existiert auch nicht mehr unbedingt.

    das wüsste ich gerne.

    Ich verstehe es so:

    Es gibt wohl irgendwo eine Klage, weil wir nicht genug Geld bekommen (amtsangemessen).

    Wenn wir keinen Widerspruch einlegen, haben wir bei einer positiven Entscheidung des Gerichts keinen Anspruch auf die rückwirkende Erhöhung (Anpassung auf die Amtsangemessenheit).

    Ich habe gerade geguckt / gesucht, was die Schnitte der letzten Jahre sind, bin auf eine kleine Anfrage im Landtag gekommen, die die Schnitte von 2013 bis 2017 auflistet, für Gym/Ges von 1,1 bis 1,3/1,4... je nach Durchgang (puh!!). Leider nichts zu den Wartesemestern.

    Die regionale Versorgung ist allerdings auch sehr unterschiedlich. Es spielt fürs Ref keine Rolle, wer aber mit PK im weiten Osten bleiben will, hat sehr gute Chancen (besser als in Hannover), weil es dort in der Region kein Politikstudium gibt und die Emsländer bekannterweise nicht gerne weit wegziehen (oder dann nie wieder zurückkommen?). Politik war vor ein paar Jahren DAS Mangelfach schlechthin, an meinem Seminar hatten alle eine Gymstelle im Anschluss (außer mir, weil ich die falsche Muttersprache habe, andere Geschichte). So wie ich die Homepages beobachte, wird es nicht unbedingt schlechter sein, denn alle, die nicht aus der Region kamen, sind mittlerweile auch tatsächlich wegversetzt... ein Durchlaufposten also...

    Wer allerdings aus Hannover kommt und dort bleiben will, muss natürlich flexibler sein.

    Dann schaue mal, wieviel aus dem Erststudium für das Sek2-Studium anerkannt wird.
    (und ehrlicherweise ist mir nicht klar, wie das mit dem Referendariat läuft. Ich weiß, dass man keine 2 Referendariate braucht, ich weiß aber nicht, was du für den "Aufstieg" brauchst).
    Die Frage könnte man dir sicher bei der Bezirksregierung beantworten.

    Du redest über ein Vollstudium abzüglich der Kurse, die dir von deinem Erststudium anerkannt werden. Also: ziemlich lang.
    In RLP gab es lange Zeit sogenannte Aufstiegsprüfungen, in NRW habe ich noch nie davon gehört.
    Welche Fächer hast du denn? und wann war dein Abschluss? (modularisiert?) Hattet ihr viele gemeinsame Kurse? (real und auf der Prüfungsordnung?)

    genau das habe ich mir auch gedacht. (Edit: im Bezug auf Humblebee)
    Wir sind vor ein paar Jahren aus einer Ecke von NDS (nicht Humblebees Ecke aber nicht ganz weit) nach NRW gezogen und unser dortiges Haus verkauft. Wir haben tatsächlich länger als eine STunde gebraucht, um zu verkaufen (ein paar Monate), das Haus (allein stehend, voll eingezäunter Garten, über 120qm Wohnfläche, in einer Kleinstadt mit allen Schulformen, Zugverbindung und Supermärkten und einigen großen Arbeitgebern) ging für deutlich unter 200000 Euro raus (also auch mit allen Zusatzkosten unter 200 000). Die Heizung war neu (grrr), der Rest ist wohl Geschmacksache.
    Ich habe gestern immoscout bemüht, um eben zu schauen, wie stark Preise angestiegen sind. Sind sie, aber unter 300000 Euro gibt es eine Menge an alleinstehenden Häusern mit Garten (hier war mal die Rede von Doppelhaushälften, deswegen die Betonung).

    Aber ja, auch dort gibt es Menschen (zugegeben nicht viel, weil es nicht wahnsinnig viele Zugezogene gibt), die lieber in einer größeren Stadt wohnen wollen und dann an den Ort pendeln. Na gut, selber schuld. (Ich spreche von denjenigen, die am Ort eine Stelle haben oder haben könnten).

    Unser aktuelles Haus war leider teurer als im paradiesischen NDS, aber trotzdem viel günstiger als was jetzt gefordert wird.
    Andererseits haben wir ein Bad, was wohl hier als abscheulich angesehen wird, wir werden es in ein paar Jahren renovieren, wenn wir Zeit und Geld haben, die alte Küche haben wir 3 Jahre behalten, unsere Ansprüche haben wir unserem Budget angepasst (bzw. dem Budget, das wir uns gesetzt haben. Wir planen, dass im Notfall ein Gehalt ausreicht und nutzen das zweite zum schnelleren Zielerreichen. Eine risikoreiche Verschuldung kam nicht in Frage.

    PS: Klinker war ein Auswahlkriterium bei der Haussuche. Und zwar: das finde ich super. Es war wohl mein Schicksal, in Norddeutschland zu landen.

    Das die Kommunen unter "Dienstgerät" landesweit oft "iPad" verstanden haben ... da kann das Ministerium ja nichts für. (Meine ich ernst. Die kommunen können auch mal wen fragen, der sich auskennt. Bzw. auf die hören, die sich auskennen und das Konzept "ipad als Dienstgerät" von vorneherein kritisieren. Denn dass das "Entziehen der Erlaubnis" geschieht, war absehbar.

    hm...
    Das Land hat aber das Budget festgelegt, oder? (Ja, es gibt für den Preis auch Laptop, aber sicher nicht "so einfach und attraktiv".)

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