Was meinst du mit "Kontakten auch kulturell ähnlich, selbst 20 km weiter"? Sorry, das verstehe ich gerade nicht.
wenn man irgendwohin zieht, ist es unter Umständen einfacher, neue Menschen kennenzulernen, wenn es Ähnlichkeiten gibt, die durchaus regional unterschiedlich sind.
Ob ich kloatschete oder bosseln sage, ist es vielleicht am Ende irrelevant. Hauptsache, ich kann wandertrinken und ab und zu was auf den Weg werfen.
Mal ist es ein Hobby oder eine Aktivität, mal sind es Details und versteckte Codes, die einem helfen oder dem Weg sperren. Wenn man ‚drin‘ ist, merkt man das nicht. Und oft auch nicht, wenn man draußen ist. Man merkt nicht, dass was fehlt, sondern irgendwie passt es einfach nicht. Man grüßt sich höflich, lädt sich aber nicht ein.
Wenn ich irgendwo hinziehe und NICHT weiß, dass etwas super wichtig ist, dann denke ich nicht mal dran, dass es ausschliessend sein kann, wenn der Nachbar es anbietet. Und dann bietet er nie wieder was, weil er vll glaubt, dass man eh keine gemeinsame Grundlage hat. Und damit unterstelle ich den Emsländern und Ostfriesen keine Borniertheit, weil sie Nicht-Bosslern nicht mögen würden, sondern nur, wie überall: man ‚riecht‘ sich, der Stallgeruch (Anspielung an Habitustheorien und Theorien der spzialen Ungleichheit, die ich jetzt kurz zweckentfremde) und der erste Eindruck müssen stimmen.
Darüber hinaus: ein Netz an Kontakten zu halten ist einfacher, wenn man in 30-60 Minuten vor Ort ist, um einen Geburtstag zu feiern, als wenn man 3-6 Stunden braucht.