Professoren, die in ihren Fachbereichen mit schwierigen Leistungsanforderungen gezielt Hürden setzen, gibt es in anderen Fächern auch: weniger Studierende zu betreuen, weniger Arbeiten zu korrigieren, weniger Prüfungen abzunehmen, vermutlich mehr engagierte Studierende, die übrig bleiben und höheres Niveau insgesamt
Das mag für die Professor*innen attraktiv sein, das ist aber kurz gedacht, weil: weniger Studis -> weniger Stellen, sowohl auf der professoralen Ebene als auch im Mittelbau. und wer macht einen Teil des Jobs der Profs? -Richtig, der Mittelbau, insbesondere der befristete.
Eine Freundin von mir ist im unbefristeten Mittelbau, ihr Institut muss jedes Jahr nachweisen (tricksen), was sie anbieten. Sie haben zuviele unbefristete Stellen und immer weniger Studis (ist halt so. 1) das Fach ist immer weniger attraktiv, 2) es gibt wirklich bessere Unis dafür). Da man die Dozent*innen nicht grundlos feuern kann, wird immer wieder aufs Neue geschaut, wie man sie sinnlos beschäftigen kann, weil man sich gleichzeitig gedacht hat, dass man deren Lehrstundenzahl erhöhen könnte. (Fast) Alle befristeten Leute sind weg, die festen Leute müssen jetzt institutsfremd Kurse anbieten, irgendwelche Workshops für SuS, Tutorien, usw.. alles Sachen, die keiner in Anspruch nimmt, weil nicht in den Studienordnungen vorgesehen. und es wird nur gewartet, dass einer weggeht und die Stelle nicht ausgeschrieben wird. (Halbierung der Stellen in den letzten 10 Jahren)