Das Zielbundesland ist dabei auch relevant.
Der Beitrag von Yestoerty ist wirklich wichtig und den unterschreibe ich sofort.
ABER: Im "Idealfall" kann eine gute Schulleitung (wenn der Personalschlüssel passt usw...) auch mit deinen Fächern die Arbeitsbelastung steuern. In NRW ist EK schon eine Entlastung, da nur in der Oberstufe mit Arbeiten versehen und da schreibt nie der ganze Kurs (LKs ausgenommen, versteht sich von selbst).
Da sind also 1-2 Mittelstufenkurse (4 Stunden) anstatt einer Englischgruppe schon eine Entlastung.
Aber: es könnte trotzdem sein, dass du 20 Stunden Englisch und 5 Stunden Deutsch hast.
Oder auch (weil das so viele nicht bedenken und es mich als Vollzeitlehrkraft immer aufregt): auch mit Vollzeit kann es sein, dass du 16 Stunden nur deine Korrekturfächer unterrichtest.
Ein Drittfach hat also (leider) nicht zur Folge, dass du Anspruch auf das Fach hast und dass du einen Drittel Deputat drin hast.
Nebenbei: EK in Kombi mit Englisch ist aber super für den bilingualen Unterricht ![]()
Beiträge von chilipaprika
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ich bin irgendwie schockiert über das Bild der "anderen Schulformen". Ich hoffe sehr (und bin auch überzeugt), dass man an Haupt- und Realschulen (und allen anderen Mischformen außerhalb des Gymnasiums) auch Sachen lernt "die man nicht braucht". Nur, weil Maximilian die 5. Klasse auf der Realschule besucht, heißt es nicht, dass er Klempner wird und also nur noch berufsunterstützende Sachen lernt. Und was ist mit Johanna, die in der selben Klasse ist, aber Tierpflegerin wird?
Wir unterrichten an allen Schulformen "unnötige" Sachen, die uns helfen, die Welt zu erschließen und auch auf der Hauptschule (was für eine bescheuerte Formulierung) ist es wichtig, Mozart gehört zu haben, genauso wie man am Gymnasium auch mal Rap analysiert.Vielfalt.
Vielfalt der Reize, Vielfalt der Interessen, usw.. weil: Vielfalt der Schüler*innen und Menschen. WIR sorgen dafür, dass die SuS die Wahl haben, weil sie möglichst viel kennengelernt haben und die Kompetenzen erworben haben, sich mehr anzueignen, als wir jemals in 45 Minuten - Stunden beibringen können. -
... diese (direkte, sofort sichtbare) Verwertungslogik ist das, woran das System krankt (und die oft falsch verstandene, inhaltlose Kompetenzorientierung).
Ich hatte ganz oft Elternteile, die unterschwellig (oder überschwellig) klar machen, was sie von meinem Fach halten (aber auch viele, die sooooo gerne in die Bretagne fahren). Mein prägenstes Erlebnis war diesbezüglich ein Vater, der mich fragte, warum der Filius (5 in Französisch) Französisch lernen soll, er wolle kein Übersetzer werden. Dass er will, dass Filius Abitur macht, war das richtige Argument. Dass das Auswendiglernen von Vokabeln durchaus auch Gehirnteile trainiert, die man auch brauchen kann, dass die Kombinationsfähigkeit beim Konjugieren Legosteinen und einfacher Mathematik (in welcher er angeblich so gut war, drei Minus) ähnelt, dass man kein "Sprachgefühl" für eine 3 in der Mittelstufe braucht, usw.. alles egal. Das einzige Argument für ihn: Französisch ist immerhin besser als Latein. (Zu dem Zeitpunkt war ich ob der Probleme des Sohnes unsicher, wegen der von Catania vorgebrachten Argumente).
Fun fact an der Geschichte? Besagter Filius studiert katholische Theologie (Diplom/Priesteramt, also EinFach-Studium). Ich muss jedes Mal innerlich lachen, wenn ich sein Gesicht in der Zeitung in Kombi mit dem Fach lese (Lokalpolitisch engagiert und auch in der Kirche). Ich bin sicher, er war/ist im Studium froh, auf irgendwelche trainierte Gehirnteile zurückzugreifen, wenn es an Latein, Altgriechisch und Hebraisch geht.
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Die gibt es auch in NDS.
Aber an MEINEM Seminar (Achtung, ich weiß, dass es nicht repräsentativ ist) wurde immer betont, dass unser Kerngeschäft das Unterrichten ist. Das, was in NRW (zumindest zum selben Zeitpunkt) "normal" war, dass Reffis zum Beispiel eine AG anbieten, versuchen, Wandertage und/oder Klassenfahrt zu begleiten, selbstverständlich Aufsichten führen, usw.. , gab es nicht. Die Schulleitungen, die es gewagt haben, den Reffis eine Aufsicht aufzudrücken, wurden zurückgepfiffen. Ich musste eine Sondererlaubnis einholen, um bitte bitte eine AG zu halten, beim Austausch durfte ich nicht helfen.
Das sind also keine Punkte, die die Note "nach oben heben" können, wie ich es in NRW erlebe. Klischeehaft "schlecht und 4er-Unterricht aber im Prinzip doch engagiert, hat Flyer für den Tag der offenen Tür gefaltet und verteilt, war auf der Skifahrt, wird doch mitbewertet". Was ehrlich gesagt bei 50% der Ausbildungsnote schon ziemlich krass ist. Bevor ein SL eine 4 oder 5 verteilt, muss echt was passieren... -
NDS: Fach 1, Fach 2, Allgemeinpäd., SL + Examensarbeit (ich glaube, doppelt): zusammen ergeben sie die Ausbildungsnote (50% des Refs)
Das SL-Gutachten ist also 1/10 oder 1/12.
Zumindest an meinem Seminar wurden die SL daran erinnert, dass sie den Unterricht zu bewerten hätten und keine anderen Sachen (an denen wir eh kaum offiziell teilnehmen durften). -
Humblebee in NRW, zumindest in Gym/Ges, nimmt man EINE*N der zwei Fachleiter*innen mit. Man kann keine zwei nehmen, auch nicht keinen nicht, eine*r muss mit. Die Schulleitung ist auch kein Teil der Prüfungskommission (war glaube ich in NDS bei mir der Fall), sondern ein fremder dritter Mensch (oft Schulleiter*in, oder "anerkannter Mensch" aus welchem Grund auch immer (ein A15-Kollege von mir hat das mehrmals gemacht und war nicht SL). Hat Vor- und Nachteile.
Die Fachleiter*innen zu Beginn des Refs kann man sich natürlich nicht aussuchen. -
Zumal es ein gewaltiger Unterschied ist, zwischen jemandem, der IMMER Prothesen trägt und jemandem, der für ein paar Wochen Gehhilfen hat.
Es waren gerade Paralympics, man sieht, was Menschen machen können, denen Glieder fehlen. -
was heißt das konkret, was steht zb in einem Vertrag zur Stundenzahl?
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ich glaube, es gibt ein Missverständnis. Nee, das mit dem Frachtverkehr wusste ich nicht und ich habe nirgendwo anders eine Bahnstrecke gesehen, aber: ich bin ein Mensch und keine Ware, durfte also in den Personenzug und hauptsächlich eh Bus fahren.
Über den Rest brauchen wir nicht reden, ich bin für staatliche Bahn, die über die notwendigen Mitteln verfügt und nicht aus Kostengründen alles nur macht, was sich einzeln lohnt.
Chili, Eisenbahnerkind in in mindestens 5 Generationen, weiblich/männlich.
Ich habe quasi die väterliche Linie unterbrochen. Sorry. Not. Ist über dem Rhein nicht besser. -
Was ist denn das für eine Frage: du bist doch selbst ein Mensch mit Verstand: findest du es komisch, Menschen mit Verletzung zu sehen, die du für "fit" gehalten hättest?
Solange du deinen Job richtig ausführen kannst (was ich persönlich im Sportunterricht zumindest hinterfrage), gibt es keinen Grund, dass ein Schüler es komisch findet. Wenn du allerdings den SuS sagst, dass du erstmal auf der Bank sitzst und sie jetzt nur noch vor dir Hampelmänner oder Stadienrunden machen, weil es für dich bequemer bist (Moment, es war mein Sportunterricht der Mittelstufe...), dann werden sie es komisch finden.
[Klar ist mir bewusst, dass eine gewisse Anpassung notwendig sein wird] -
Stell dir mal vor, es gibt Leute, die genau dafür sind. Es heißt nicht, dass man in der Zwischenzeit ein Auto haben MUSS. (Dass man bei Streiks eine Alternative suchen muss, ist ja klar und wurde hier auch ausreichend erklärt, aber man darf auch ohne Auto leben, auch solange die Bahn privat ist.
und nebenbei: die neuseeländische Bahn als Beispiel anzuführen, ist schon ... lustig. (das dunkelblaue ist natürlich eine Fähre)[Blockierte Grafik: https://www.greatjourneysofnz.co.nz/assets/uploads/images/nz-final__ScaleWidthWzQwMF0.png]
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Tja, dein Kollege ist schön doof, dass er die Stunden nicht als Deputat abrechnet. Selber schuld.
(sorry, ich kann auch unempathisch sein). -
du strotzst aber wirklich vor Empathie für andere Lebensmodelle bzw. für andere Menschen, ohne dir vorstellen zu können, dass es Gründe für Situationen gibt, die dir nicht nachvollziehbar sind, und / oder dich nichts angehen.
Ein Streik alle 2 Jahre ist wirklich kein Grund, den Führerschein zu machen, ein Auto zu besitzen oder neben der Schule zu wohnen.Dass deine Schule eine besondere Art und Weise hat, Stunden ausfallen zu lassen, weil ein anderer Kollege zu spät käme, ist nicht die Regel.
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was soll der Quatsch?
Die Argumentation mit Herberge oder Mietwagen, okay, aber nur, weil man sich (nach deinen Kriterien / nach den Kriterien von wem auch immer) ein Auto leisten KANN, heißt nicht, dass man ein Auto kaufen WILL oder ein Auto fahren kann.
Und ein Auto kaufen / halten für einen Streik alle 2 Jahre, nur damit es da zur Verfügung steht, ist doch albern. Mimi hat nicht geschrieben, dass sie kein Geld für ein Auto hätte, sondern dass sie keins hat. Und da sie nicht aus dieser Tatsache heraus fordert, eine Planstelle vor der Tür zu haben (wie soviele Menschen hier immer wieder), sondern sonst eine praktikable Lösung hat, muss nur für diese eine Woche (oder mehr) gefunden werden.
Ich habe leider keine Lösung, ich war letzte Woche dankbar, dass mein Mann Home Office an dem Tag machen konnte, wo ich dann streikbedingt das Auto brauchte. -
Egal, was man davon hält, sollte man sich allerdings mit den Bedingungen bis zu einem bestimmten Teil abfinden. Das Schulgesetz richtet sich nicht nach Adorno, sondern nach:
Zitat von §2 (2) des NRW-Schulgesetzes:Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung
Also ja, viele staatlichen (!!) Schulen haben Kreuze im Eingang, an den Wänden und was weiß ich noch. Die meisten KuK merken sie nicht mal mehr, während ich jahrelang in jeder Schule im Münsterland einen Herzinfarkt bekam. Und dann sieht man, dass es nie so heiß gegessen wird, wie es gekocht wird.
Ja, ich möchte diese Kreuze weg haben, ja, ich möchte den Einfluss der katholischen, ggf. evangelischen Kirche im staatlichen Bildungswesen mindern, aber ich habe auch geschworen, das Schulgesetz zu respektieren.
Also in meiner Freizeit kämpfe ich für die Streichung des Satzes (oder eben nicht mehr, ich habe keine Zeit und Lust und Kraft für Politik), als Beamtin tue ich so, als wäre ich ehrfürchtig (und aus meinem Mund klingt es nicht nur inhaltlich lustig, sondern auch phonetisch auch
) -
Die Anerkennung ist sicher nicht so einfach wie dachgestellt. Es gibt an der FU einen Bachelor in Kulturwissenschaften, man kann in den Master von vielen Fächern (Powi, Soziologie...) zugelassen werden, wenn man 2 Module mindestens nachholt. Damit ist man auch schon ein volles Semester beschäftigt. und ob der Rest trotzdem ausreicht...
und das zweite Fach fehlt. -
und deine 2-jährige Berufserfahrung muss NACH ABschluss des Masters sein. Außer du willst "nur" die PE machen.
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Es zwingt ja niemand die Großeltern, sich so viel/überhaupt um die Enkel zu kümmern. Ist heute auch oft nicht mehr nötig wegen Kitas und Hort (wo es leider oft Platzmangel gibt).
Ich habe Platty zitiert und auf seinen Beitrag geantwortet!
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Die Kindererziheung haben dann zum Großteil die Großeltern übernommen. Also das Hausfrauenmodell ist mir komplett unbekannt.
Die Großeltern, die selbst jederzeit vollzeit gesrbeitet haben? Wie alt waren dann die Mütter? 40, damit die 65-jährige gerade verrentete Oma das Enkelkind versorgt?
Und auch ganz nett, man hat sein Leben lang gesrbeitet, Vollzeit, ziemlich sicher den Haushalt und die Kinder die ganze Zeit gehabt, mehr sls der Ehemann, da kommt endlich die Rente… juhu.. die Enkelkinder versorgen…
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Was mir irgendwie nie bewusst war: Bei der gesetzlichen Rente greift ja die Beitragsbemessungsgrenze und da wird es faktisch unmöglich, mehr als 2.800 € (brutto) Rente zu bekommen.
dafür wurde es ja auch nur eingezahlt. Sprich: auch die Beiträge davor wurden gekappt.
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