Beiträge von chilipaprika

    oh das ist schön. Eine gute Erklärung für meinen absolut fehlenden Zugang zu Chemie in der Sek1 (und danach, weil hassen gelernt). Ich war einfach naturwissenschaftlich kognitiv nicht soweit :) Die Schuld an den Lehrplänen.

    Aber Scherz beiseite. Es klingt für mich schlüssig. Aber zählt es nicht für soviele Fächer? Ich zweifle manchmal daran, ob meine 8.-Klässler*innen für den Imparfait/passé composé-Zweieck bereit sind. Da verschwinden sie alle und ich bekomme nur noch ein Drittel zurück. (Das mir dann im Subjonctif-Loch abhanden kommt.) Soviel Abstraktionsfähigkeit haben sie nicht.

    Hat keinen Einfluss.
    (aus erster Hand. Hier mehrfachgeschrieben, hab mein Ref in den Fächern B und C gemacht, zu Vorstellungsgesprächen bzw. eingestellt wurde ich auch für C und D, bzw. A und C. Ich darf alles in der Oberstufe unterrichten. in NRW (Achtung! NICHT BaWü und Bayern) hat die Sek1/Sek2-Sache mit dem Studienabschluss, nicht mit Drittfach im Ref / nach dem Ref zu tun.)

    Ja, verständlich.
    Ich sag nur so: Physik ist an ziemlich vielen Unis auch ein Drittfach, vielleicht an deiner Uni auch? Wechsel doch die Reihenfolge deiner Fächer. Mathe/Sport mit Physik als Drittfach geht doch... Ja, verlängert das Studium, das haben halt Drittfächer an sich. Ist aber am Ende sicher eine sehr schöne, spannende und abwechslungsreiche Kombi.

    Bei meiner Recherche kam heraus, dass die Ü-Lizenz C nicht mal für eine Aufsichte / Vertretung in der Halle ausreicht, wenn man selbst Lehrkraft ist. (zu unterscheiden von der externen, außerunterrichtlichen AG, wo oft nicht mal wirklich überprüft wird, wer vom Verein etwas anbietet).
    Der Rettungsschwimmer Silber erlaubt der Lehrkraft, Badeausflüge zu begleiten (vereinfacht ausgesdrückt, es gibt ganz viele unterschiedliche Regelungen je nach Badeort und Schwimmkenntnisse der SuS).
    Du kannst natürlich das Drittfach woanders machen ;)

    eben. Warum wurden also Schützenvereine-Zahlen als Beweis herangezogen, wieviele Jäger man kennt?

    Aber egal, ich kenne beides, ich kann mittlerweile nachvollziehen, warum Jäger*innen eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe mitübernehmen, bei den Schützenvereinen bleibe ich noch skeptisch. Aber solange die Leute Spaß haben und mich nicht stören, können sie ruhig Tontauben abschießen, ganz viel trinken und merkwürdige Musik hören.

    okay, ich hatte das Gefühl, es ging am Anfang um Jäger (kennt man welche oder nicht?) Jetzt um Schütze...
    Es mag sein, dass ich ein sprachliches Problem habe (zu meiner Verteidigung mein Mann auch), aber ich kenne wesentlich mehr Menschen in einem Schützenverein als Menschen, von denen ich weiß, dass sie jagen. Und von den meisten, von denen ich weiß, dass sie in einem Schützenverein sind: sie saufen.

    Genau. Es hat viel mit der Haltung zu tun.
    Keine Frage, das Studium IST verschulter und es wird den Studis auch mehr als "Schule" verkauft. Aber es gab auch zu meiner Zeit (ganz toll auf Staatsexamen) Musterstudienpläne. Und ja, die Bafög-Empfänger*innen sollten sich eher daran halten.
    Aber heute glaubt jede*r, dass er/sie rausfliegt, weil er/sie einen Kurs schiebt.
    Auch ich musste im Studium Vorlesungen besuchen. Nur weil ich nicht direkt am Ende eine Klausur geschrieben habe, war es nicht minder relevant. Der Stoff von 2 Vorlesungen (die ich je 2 mal besucht habe, beim ersten Mal waren meine Aufzeichnungen doch nicht weit genug, ich brauchte die Wiederholung vor der Endprüfung) wurde in 15 Minuten in der Endprüfung abgeprüft. Neben den anderen Themen. Klar, ich hätte auf viele Vorlesungen verzichten können ("das schöne Leben im Staatsexamen / Diplom"), dafür hätte ich am Ende noch mehr Bücher lesen müssen.

    Ich habe ein Erweiterungsfach mitten im Bachelor-System studiert. Klar gab es auch super Diskussionen. Wenn aber einige (zum Glück nicht alle!) Studierende sich in dieser Geschichte des armen überarbeiteten Bachelor-Studis gefallen, dann wird alles vermieden, was nach Arbeit riechen könnte. Das führt zum Teil zu Abwärtsspiralen, wenn Dozent*innen dann "entgegenkommen" und dann sagen "eine Hausarbeit von 5 Seiten" (haha).
    Ich habe NICHT in der Regelstudienzeit studiert. Erstmals hatte ich den Spass meines Lebens soviel Bildung aufzusaugen wie möglich, aber: ich musste arbeiten. Und es ist jetzt ebenfalls so: 30 ECTS pro Semester sind 40 Stunden pro Woche, 5 Wochen frei im Jahr.
    Wer arbeiten muss, ist entweder gut und super organisiert, oder braucht länger. Es war schon vorher so. Aber ich schweife ab, es ist wieder die BA/MA-Geschichte.

    Ach, über Bachelor/Master bzw. Verschulung des Studiums können wir uns gerne unterhalten, aber: ich habe im Studium (zum Glück!) keine zukünftigen Schulinhalte durchgenommen. Ich hoffe ja, dass es bei den Sek1-Leuten auch nicht der Fall ist.
    Ich habe ja nicht eine Ausbildung gemacht, um die Zeitformen noch mal zu pauken, bevor ich sie unterrichte.

    CDL

    Es ist mir völlig egal, wie lange du studiert hast und was du schmalspur findest.

    Es geht darum, dass ein Sek1-Studium mi BA/MA so lange dauert wie ein Sek1+2-Studium in der gleichen Studienform.

    Das macht keinen Sinn, da Sek1+2-Kräfte logischerweise genauso für die Sek 1 qualifiziert sind, und auch noch zusätzlich für die Sek 2. Warum sollte also das Studium gleich lange dauern?

    Vielleicht ist dir mal im Studium aufgefallen, dass du nicht die Inhalte im Schnelldurchgang machst sondern dich grundsätzlich mit dem Fach beschäftigst.

    soll also der Kollege, der an dem Sonntag einen freien Tag hat, kommen und 5 Stunden arbeiten? und wann macht der wählende Kollege seine fehlenden 5 Stunden? Beide Kollegen verzichten also ein paar Wochen lang auf ihren ebenfalls gesetzlich gesicherten Ruhetag? Glaubst du, es erhöht die Wahlbereitschaft?
    Ich bin Politiklehrerin UND interessiert. Ich habe wirklich schon mal gekämpft, um wählen zu gehen (wie gesagt 2002 einen ganzen Tag "geopfert", um zum Konsulat zu fahren). Aber seitdem: nee. Wie gesagt, so oder so möchte ich jetzt nicht mehr für Frankreich wählen, aber meine Alternativen sind: 2-3 Stunden Autofahrt hin zum Konsulat (und Warten und zurück), oder eine Vollmacht. Das war schon vor meiner Entscheidung eine Hürde und die Folge war: ich habe nicht mehr gewählt. und das OBWOHL ich wirklich interessiert und demokratieüberzeugt bin.
    Jetzt wirst du sagen "aber normalerweise sind es keine 3 Stunden Fahrt".
    Nein, aber ein Tausch von Stunden, der mir meinen freien Tag wegnimmt? Obwohl ich schon Schichtarbeit arbeite?

    In deiner Theorie wäre eine Erweiterung der Öffnungszeiten der Wahlbüros auf 2 Tage vielleicht gut. Aber wer soll es stemmen? Es ist GUT, dass in Deutschland die Wege zu den Wahlbüros kurz sind. So soll es auch bleiben. Ich will kein Riesenbüro mit langer Warteschlange (Hürde), das weit weg von meinem Zuhause ist (Hürde).

    Jetzt hat sie ertmal beschlossen ein FSJ zu machen. Wenn es noch klappt an einer Grundschule, ansonsten ist ein FSJ in einer KIta schon mal gesichert. Das verschafft ja erstmal Zeit um sich Gedanken zu machen und schadet ja sonst auch nicht ;).

    Eine sehr gute Entscheidung. Gibt Erfahrung, Wartesemester, bei einigen Studiengängen Pluspunkte, das kann auch in einigen Studiengängen als Praxisphase anerkannt werden...

    Ich habe früher selber neben meinem BWL-Studium als "Externer" alle Mediziner Scheine bis zum Physikum gemacht (hat dann aber doch nicht mit einem Medizin Studienplatz geklappt). Das war zwar nervig aber ging. Ich glaube aber das sowas heutzutage nicht mehr so einfach ist zumal meine Tochter wohl Bafög bekommt.

    Nee, das geht leider nicht mehr.
    Die Unis sind so auf "digitale Verwaltung" umgestiegen, dass man oft nur Kurse buchen kann, die für einen Studiengang freigeschaltet sind, man kann nur höchstens "außercurriculare" Studienleistungen, aber keine Prüfungsleistungen (wie eine Modulprüfung, benotet) machen... Einerseits sicher, um solche Tricks zu vermeiden, andererseits schränkt es finde ich sehr das "freie Studieren", wie ich es auch kennengelernt habe. und so bin ich auch an meine Fächer gekommen...

    Und wenn Bafög im Spiel ist, ist es umso wichtiger, aufzupassen.

    Außerdem stimmt Frapper s Hinweis schon: Was wäre, wenn z.B. in einem Altersheim einfach die Heimleitung die Stimmzettel ankreuzt und abschickt, weil die Senioren sich nicht persönlich ausweisen müssen? Da fehlt doch eindeutig eine Kontrollinstanz an der Stelle.

    Das ist einer der Gründe, warum es in Frankreich verboten ist. (seit 1975, unter anderem aus Angst vor den "linksversifften" Postboten (das Wort ist wahrscheinlich das passende, weder meine Sprache noch meine Argumentation).
    Es wurde letztes Jahr wegen Corona überlegt, dies wieder einzuführen, aber vom Senat abgelehnt.

    naja, zu unserer kollektiven Entlastung: die meisten von uns unterrichten ja auch kein Arbeitsrecht ;)

    Und wenn ich bei einigen KuK sehe, wie wenig sie zB. zu Themen wie Studium, NC und so, obwohl sie selbst durchgegangen sind, woher sollten sie / wir solche Details wissen?
    Ich habe schon mehrfach (an der selben Schule) einen Vertrag zwei-drei Tage nach Beginn der Vertretungstätigkeit. Mir war die Regelung bekannt aber ernsthaft, das war mir klar, dass ich gerichtlich ohne 2. Staatsexamen nicht weit komme. Und ich mochte den verschuselten Schulleiter.
    An einer anderen Schule hat die dortige SL mir aber sowas von klipp und klar verboten, auch nur einen Zeh in einem Klassenraum oder Lehrerzimmer zu tippen, bevor ich im Sekretariat unterschrieben habe, das fand ich nett.

    Im Studium bzw. vor der Planstelle habe ich ziemlich alle Sorten von Beschäftigungsverhältnissen gehabt, da blickt man manchmal auch nicht mehr durch (Mini, Midi, "normal", Mini mit freiwilliger Rente (größter Fehler meines Lebens, aber egal), Honorar, bar auf die Hand, "ach wir nennen es Stipendium", ... :-D)

    Es ist nicht per se ungerecht. Es gibt vielleicht an deiner Schule eine*n Fortbildungsbeauftragte*n und eine Fortbildungsplanung.
    Es soll nicht einfach jede*r etwas besuchen, was ihm/ihr Spass macht, sondern generell soll es der Schule zu Gute kommen. Also zum Beispiel (Bsp. Allgemeinbildendes Gym/Sek1): die Lernstandserhebungen in Klasse 8 zeigen große Defizite in Lesefähigkeit. Die Fachschaft Deutsch nimmt sich also vor, sich in dem Thema fortzubilden. Entweder geht eine Lehrkraft zu einer Fortbildung und gibt ihr Wissen weiter, oder eine externe Fortbildung wird ins Haus für die Fachschaft geholt, usw...
    Oder es gehört zum Schulkonzept, dass eine Skifahrt angeboten wird und es gibt nicht genug KuK mit Skischein, so dass immer auf externe Skilehrer*innen zurückgegriffen werden muss, da ist die Schule vielleicht interessiert, einer neuen Kollegin den Skischein zu bezahlen, was auch den Vorteil hat, dass die Geschlechterverhältnisse bei der Betreuung der SuS auf der Fahrt wieder ausgeglichener sind.

    Also: vielleicht passt "dein" Projekt in das Projekt der Schule ;)

    Dann warst du wohl in der Steinzeit und ich schon in der Bronzezeit?
    Aber ich habe damals auch keine Marktstudie gemacht. Es war der Wagen, der in die Siedlung kam und hupte. Auch ein Erlebnis an sich für mich. Damals kosteten aber die Eis Kugeln über die Grenze schon 2-2,50 DM.
    Wenn ihr glaubt, Franzosen lernen Deutsch wegen der großen Autos und so... Nee... Für das günstige Eis und die günstige Schokolade!

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