Beiträge von chilipaprika

    Bourdieu ist in meinem Bundesland nicht Pflichtbestandteil des Lehramtsstudiums.

    Warum machst du jetzt das Fass "soziale Ungleichheit" zu dieser Umfrage auf?

    Das bezweifle ich sehr.
    Oder macht ihr weder Sozialisation(stheorien), redet über die Funktion von Schule, noch über die Mehrgliedrigkeit des Schulsystems und der ungleichen Verteilung von Chancen? Arme (angebliche) hessische Grundschulstudis....

    Ich glaube, Bolzbold hat es gut erklärt.
    Wenn ich Kinder hätte, hätten sie von Anfang an Bücher im Kinderzimmer gehabt, wir wären zur Stadtbibliothek gegangen, vermutlich auch zur musikalischen Früherziehung. Meine virtuellen Kinder hätten ganz zu deiner Freude mehr Papier/Kartonbücher als Videospiele gehabt, im Grundschulalter hätten sie vielleicht eine kleiner Nachrichtenzeitung für Kinder gehabt, die Kika-Nachrichten geguckt, sie hätten zuhause gehört, wie sich deren Eltern über Gott und die Welt unterhalten.
    Wenn mein virtuelles Kind mit Problemen aus der Schule zurückgekommen wäre, hätten wir darüber gesprochen, und eruiert (Achtung, ich spreche auch mit meinem virtuellen Kind mit Fremdwörtern), ob das Kind kognitive Probleme hat oder zuviel gequatscht hat, zu wenig geübt hat und so weiter. Bei "unangemessenem" Verhalten hoffe ich, dass gutes Zureden geholfen hätte, bei kognitiven Problemen hätte man vielleicht eine alternative, "schützende" Lösung gefunden. Im Unterschied zu den Eltern meiner SuS hätte ich nicht gesagt "Geil, eine 3 in Deutsch in der 5? Super! Hatte ich selbst noch nie!!"
    Ich wäre vermutlich im virtuellen Elternbeirat gewesen, hätte mich für die Schulkirmes engagiert, oder was auch immer. Wenn es irgendwann dazugekommen wäre, dass mein nicht so schlaues Kind auf die bei uns sehr beliebte Gesamtschule oder seeeeehr beliebte Realschule kommen will und sich bewerben muss, dann hätte ich ein rotes Los bekommen und sein Name wäre gezogen worden.
    Weil: mein virtuelles Kind hätte ziemlich sicher ein schönes, braves, Akademikerhabitus.
    Nicht vollständig, weil man mir sicher ganz / zu oft ansieht, dass ich selbst von einer Trampelfamilie komme, aber: es hätte gereicht, um im Benehmen eine gute Note zu bekommen.

    PS für mögliche empfindliche Menschen / Eltern: ich rede von meinem virtuellen Kind und genauso ist es: Kinder sind Menschen und auch "unerzogene" Kinder sind ganz oft sehr wohl erzogen, die Eltern konnten aber keine Wunder machen. und Intelligenz ist nicht genetisch und eh ungleich verteilt.
    Ich weiß es, mein Hund ist viel weniger intelligent als ich, ich liebe ihn trotzdem über alles ;)

    [Achtung, Sarkasmus]
    Weil man den muslimischen Mitbürger*innen gebeten hat, das Ende vom Ramadan bitte nur in der eigenen Familie zu feiern und nicht wie den Höhepunkt ihres religiösen Kalenderjahrs, dann kann man wohl selbst mit gutem Beispiel ... oh warte, nein ...
    10 Erwachsene, ohne die Kinder zu zählen, DAS ist die deutsche Einschränkung. Da ist man wohl von der normalen deutschen Familie ausgegangen: Opa, Oma, Tante, Onkel, Papa, Mama, und je 2 Kinder. Perfekt. und wnn die Kinder noch klein sind, dann dürfen weitere Großeltern oder Onkel/Tante dazu. Praktisch, nee?

    (ich feiere als Haushalt dieses Jahr. Vielleicht mal zwischen den Jahren die Schwiegereltern besuchen, wenn die Inzidenzzahlen passen. Alles Andere ist zu risikoreich. Oder werden die Quarantänenauflagen auch zu Feier unseres Christentums aufgehoben? [sorry, bin nur noch für Sarkasmus zu haben])

    Bis wann gilt dann der Lockdown light? Ab wann öffnen die Hotels wieder für touristische Reisen? Ab dem ersten ‚unterrichsfreien Tag‘ oder ab dem 23.? Dürfen die Kids (&Lehrer*innen) noch vor Weihnachten ins Fitnessstudio? Ins Kino einen Weihnachtsfilm gucken? Daran wird sich eine Menge Heuchlerei sehen...

    Also würdest du eher dazu raten, dort drei Jahre auszuharren?

    Falls nicht, wie würdest du die Versetzung begründen?

    ich würde nicht ausharren sagen. Es gibt sicher KuK, die das nicht so toll finden und etwas verändern wollen.
    Vielleicht ist der Weg durch die Elternzeit eine Möglichkeit, verschiebt es aber nur.

    und bevor ich tatsächlich den Weg der Versetzung angehe, würde ich einige Sachen vor Ort ausprobieren (die Anzeige gehört auch dazu), mich vernetzen, usw.. und ganz wichtig: mich erkundigen, WO ich dann landen könnte. Schulen mit paradiesischen Zuständen warten selten auf Versetzungen. Da muss man stark aktiv werden, auch die SL auf seiner Seite haben, usw...
    Sorry, habe leider keinen konstruktiven Ratschlag. Genau aus dem Grund haben ich eine Weile gewartet und einige Schulen kennengelernt, bevor ich die Planstelle bekommen habe. Da wusste ich, was ich nicht wollte. Deswegen: gucke, was dir nicht passt und was du vielleicht ändern kannst. Wenn es nicht geht: gucke schön, wo du hinkommst, damit es nicht dasselbe ist.

    eyh, meine Antwort ging nicht an die TE sondern an den Vorschlag von samu, der sich auf die "Klientel" bezieht. Es ist was Anderes als EIN Zwischenfall und andere (durchaus schwerwiegende) Probleme.
    Dass eine "Kinder dort einen drüber sind", gut, ich gebe trotzdem zu bedenken, dass alle SuS Lehrer*innen verdienen und ICH (!!) würde nicht im ersten (!!) Schuljahr eine Versetzung begründen wollen mit dem Verhalten der SuS. Punkt.
    und wie gesagt, es ging um den Weg der Schlafstörungen und Migräne.

    Du wohnst doch nicht bei der Schule, warum ist deine Pendlerpauschale 0? Oder hast du dein SeTi wegen Studium angegeben? (Ist eh egal, du pendelst ja mit dem Rad oder ggf. Auto?)

    Lass dir von deiner SL bescheinigen, dass ihr die Geräte braucht (eingeführt habt? Keine für Lehrer habt...) das wurde mir zu 100% akzeptiert, und dabei war /ist mein Sachbearbeiter mehr als pingelig.

    Hast du vll sogar ein zweites Gerät, das du nur privat nutzst? (Ist bei uns für den Drucker zb relevant gewesen)

    ist das so?

    Die Turnerin ist gut im Volleyball?

    Der Fußballer gut im Schwimmen?

    Der Hochspringer gut am Reck?

    Jup... mein Leben. So in etwa 3-4 auf dem Zeugnis mein Leben lang (ich HASSE Ballsportartn und Ausdauer war nie mein Ding), nur in dem einzigen Zeitraum, wo wir Turnen hatten, hatte ich eine 1...

    @TE: ich halte das für eine ganz schlechte Idee. Abgesehen davon, dass die Ausgangsvoraussetzungen so unterschiedlich sind (und seltsam, dass du scheinbar davon ausgehst, dass die Musikschulbesucher eine 1 haben werden), sind die Anforderungen auch so unterschiedlich. Der eine, der gar nicht singen kann (sich zum Beispiel kein Lied merken kann, seine Stimme nicht kontrollieren kann...), hat vielleicht Glück, weil er Posaune spielt? Machst du auch den Unterschied zwischen dem begabten Cellospieler, der seit 4 Jahren spielt und dem durchschnittlichen Lerner, der erst seit 3 Monaten Horn lernt?

    Ich dachte immer, Sport, Musik, Kunst sollen heutzutage prozess- und entwicklungsorientiert bewertet werden...

    Man muss ja auch nicht unbedingt während des Semesters jobben, man kann ja auch in den Ferien jobben. Ich habe da viel Verständnis für die jungen 20-jährigen Studenten, aber mit 32 sollte man halt auch mal in die Hufe kommen. Dann kann man sich halt ein entspanntes Studium nicht mehr leisten, das hätte man sich aber mit 22 leisten können. Und da hätte man auch Zeit zum Strecken gehabt, und Geld von den Eltern, um nur in den Ferien jobben zu müssen.

    Ich würde meinen Job auch nicht neben einem Studium schaffen. Deswegen habe ich zuerst studiert mit leichten / zeitweisen Jobs wie oben beschrieben und danach dann gearbeitet. Sie könnte ja mal schreiben, warum sie jetzt noch studiert und was sie vorher so gemacht hat, vielleicht hätte man dann mehr Empathie und Verständnis.

    Ich habe zwar Verständnis für deine Sicht und irgendwann beim vierten Fach habe ich auch A...backen zusammengezogen und bis spät abends Kurse besucht. Aber: ich weiß auch, dass ich ein lächerliches Glück hatte, wie lächerlich niedrig die Erwartungen in meinem Fach waren (UND ich von meinen anderen Fächern profitierte). Ich habe da 3 ECTS für eine 5seitige (!) "Hausarbeit" mit dem Thema "Bildungsungleichheit" (in 5 Seiten, haha, und ich durfte nicht mal eingrenzen, weil ich sonst zu sehr in die Tiefe gehen würde und es ja eine Grundstudiumleistung sei).
    Aber nur weil ich rückwirkend 2 Jahre lang 180% Leistung gebracht habe (natürlich nicht! Es wurden mir nur Leistungen bescheinigt, die ich dank sehr guten Vorkenntnissen und guter Taktik (alle Blockseminare mitgenommen...) angeblich geleistert habe), heißt es nicht, dass ich es erwarte.

    Ich habe lange studiert, spät mein Ref gemacht, spät meine Stelle bekommen, und ich lebe noch.

    Solche subtilen und nicht subtilen Erwartungen sind der soziale Druck, der einen zum Einbrechen bringt. Wie die vollzeitarbeitende alleinerziehende Mutter von Drillingen, die nebenbei noch promoviert und den anderen Müttern in Teilzeit vorwirft, sie sollen sich nicht anhaben. Einige Menschen SIND Supe(wo)man, andere leisten "nur" 100%, andere halt in einigen Lebensphasen auch mal weniger.

    Ich möchte anmerken, dass die Fähigekit, 60 ECTS im Semester neben Nebenjob und Pendelei zu machen, kein Maßstab ist (und auch nicht erstrebenswert!) und Menschen, die das nicht schaffen, nicht automatisch "nicht belastbar" sind. Dieses Wettbewerb in "aber ich hatte doch 14-Stunden-Tage, lief im Schnee 10km zur Schule usw.." ist süss bei den Kriegsgeschichten von Opa, hilft aber nicht bei der Beratung von Studierenden.
    Ja, das Ref und die Vollzeitstelle können nicht gestreckt werden und es wichtig, Zeitmanagement zu lernen. Aber es ist auch wichtig, sich nicht selbst zu übernehmen. und jemand, der "nur" 40-50 Stunden die Woche (evtl auf Uni und Nebenjob aufgeteilt) arbeitet, ist nicht schlechter als jemand, der das schafft, angeblich 80 Stunden Pensum auf 4 Tage zu haben, plus Pendeln...

    Wenn eine Uni die ECTS großzügig vergibt, muss man es auch berücksichtigen. Manchmal gibt es auch Fächer, die einem liegen, oder durch Vorkenntnisse viel einfacher fallen, es ist aber nicht allgemein aussagekräftig.

    Schmidt bei Aller Liebe, die TE fühlt sich total unter Druck und ist ganz offensichtlich überfordert. Solche Sätze wie ‚42 ECTS sind machbar‘ sind faktisch falsch. Normale Menschen sind nicht dafür geschaffen, 140% des Pensums 5 Semester lang zu arbeiten.

    Es kann sein, dass deine Uni die ECTS locker vergeben hat. Wenn man sich aber an die Vorgaben hält, sind 30 ECTS der Richtwert für ein Vollzeitstudium. Dafür ohne Nebenjob und nicht alle Nebenjobs lassen sich nachts oder am Wochenende schieben. Wenn man also Schlaf braucht, familiäre Verpflichtungen, finanziell nicht 100% abgesichert ist, dann sollte man lieber 25-30 Punkte machen, die man gut und ohne Burnout schafft, als zuviele versuchen, die Hälfte nur im zweiten Versuch geradeso schaffen und schon vor dem Examen am Ende sein.

    Da die TE Berufschule als Schulform hat, könnte die berufliche Fachrichtung beim Bachelor ein 1-Fach-Bachelor gewesen sein, ein Uniwrchsel mit unterschiedlicher Studienstruktur führt auch zur bedingten Einschreibung im Master, ein Lehramtswechsel ebenfalls. Bis zu X ECTS können fehlen (hab den Richtwert vergessen), man darf trotzdem im Master studieren, weil das Nachholen entweder zu wenig ist oder zu lange dauert, obwohl es verhältnissmäßig wenig ist (zb ein 2semestriges Modul mit nur 8ECTS...)

    Es gibt wirklich viele Situationen.

    Aber: „nimm dir Zeit und belege weniger Kurse“ bleibt trotzdem die Quintessenz unserer aller Ratschläge.

    du kannst aber den jetzigen Dozent*innen nicht vorwerfen, dass die früheren Dozent*innen zu lasche Anforderungen hatten, selbst wenn es die Mehrheit war.

    Was machst du später, wenn DU beschließt, dass in DEINEM Unterricht die Anforderung ist, dass die Schüler*innen zu jeder Stunde bestimmte Hausaufgaben machen, du aber sehr viele Kolleg*innen hast, die der Meinung sind, HA sind out. Sagst du "Kinder, sorry, aber eine Übung schafft ihr", "Meine Lieben, einmal die Tagesschau pro Woche gucken ist echt kein Hexentrick" oder doch "ups, stimmt, wir sind mittlerweile so weit gesunken, ich beuge mich dem Druck"?

    6 ECTS = 8 Stunden Arbeit und wenn die Texte nicht ellenlang sind, bist du ganz gut dabei.

    und ja, tatsächlich gibt es bestimmte Fächer und bestimmte Dozent*innen, wo man schneller die ECTS bekommt als woanders, aber dafür gibt es normalerweise eine Studienordnung. und es würde mich überraschen, wenn in der Studienordnung steht, dass man für 6 ECTS nie die Kombi HA+Referat anfordern kann (umgekehrt: es würde mich überraschen, wenn man für 6 ECTS nur eine HA ODER ein Referat hätte)

    aber für 6 ECTS ist es doch absolut gerechtfertigt! 6 ECTS sind 150 bis 180 Zeitstunden, die du in den Kurs hineininvestieren sollst.
    30 ECTS sind eine 40 Stunden-Woche (Vollzeitstudium), das heißt, du sollst für DIESES eine Seminar 8 Stunden die Woche aufwenden.

    Ich glaube, dein Denkfehler (und allgemein überhaupt Fehler) ist, dass du deinen Stundenplan zu voll gepackt hast und nur auf SWS bzw. Präzenskästchen in deinem Stundenplan geguckt hast. Wahrscheinlich hattest du in früheren Semestern Kurse, die mit weniger Aufwand (=ECTS) vorgesehen waren, oder wo die Dozent*innen dem gegenwärtigen "Ach, die Studis haben soviel zu tun, ich senke die Anforderungen, obwohl der Aufwand pro Kurs vorgegeben ist" verfallen sind.
    Du darfst maximal nur 5 solche Kurse in deinem Stundenplan haben. Ein Vollzeitstudium ist nunmal Vollzeit. Wer arbeiten muss, so schade es ist, wird 1-2 Semester länger studieren. Guck wirklich auf die ECTS, sie sind der Indikator.

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