Beiträge von chilipaprika

    ja, natürlich, keine Frage, der Stress im Stundenplan ist aber unverhältnismäßig (wann besuchst du denn deine Reffis, wenn du eh am Seminartag frei im Stundenplan hast aber die Reffis logischerweise an dem Tag keine Schule haben).
    Es ging nicht um "ist es ein interessanter Schritt", sondern "Erklärung, warum es für bestimmte Schularten einen Mangel gibt". Manchmal die mangelnde finanziell attraktive Beförderung, manchmal eine Abwägung der Bedingungen.

    Gilt das in Sachsen für alle Fachleiter?

    Wie ist das in NRW? kleiner gruener frosch weißt du das?

    Würde mich im Vergleich tatsächlich mal interessieren.

    Ich habe eine "Fortbildung/Vorbereitung" der BR zum Bewerbungsverfahren für FL besucht (die Hälfte ist schon im Verfahren oder kurz davor, die andere möchte gerne gucken, ob der Job was für einen ist).
    Mangel an Bewerber*innen gibt es (oh Wunder) an Grundschulen und Sek1-Schulen. Denn (oh Überraschung): dafür gibt es keine Beförderung.
    Ein Beförderungsamt ist es nur bei Gym/Ges und BK, selbst bei Förderschule bin ich noch unsicher, da war nur einer dabei. und Überraschung: am Gym/Ges gibt es keinen Mangel an Bewerber*innen, am BK schon. Neben dem "Grundmangel" an Fachkräften in bestimmten Fächern, gibt es 1) genug andere Beförderungsmöglichkeiten vor Ort UND (hängt zusammen) 2) der BK-Fachleiter fährt wirklich viel viel mehr als am Gym durch die Gegend UND 3) durch die kleine Anzahl an betreuten Reffis bzw. OBASler*innen fällt die Zahl an ENtlastungsstunden zu knapp, so dass man selbst noch viele Stunden unterrichtet (bis man irgendwann doch ganz viele andere Jobs übernimmt: der FL hat dann auch Leute im PS, vielleicht auch Schulungen und FoBis, usw.. aber bis dahin heißt es vll 20 Stunden unterrichten, 2 OBASler*innen 60km weit weg und ein Seminar vorbereiten.

    Ja, es ist Arbeit, aber du BRAUCHST die Stunden.
    Es ist im Beratungsumfeld wirklich sehr sehr üblich. Warum sollte jemand für den Azubi bezahlen? Oft wird die erste Stunde frei und bei weiteren Beratungen ein günstigerer Satz angeboten (bei Systemie kann auch 1 Stunde reichen, es ist generell eher ein kurzweiliges Angebot.). Die hier angeführte Begründung ist ein bisschen romantisiert und sicher eine Selbstlüge, ist aber vermutlich eher notgedrungen, weil es wirklich üblich. Eine Investition in die Zukunft.

    Das Praxissemester ist das 2. oder 3. Semester des 4-semestrigen Masters. Im ungünstigsten Fall liegen aber immer noch 2 Jahre.

    und weil wir vielleicht nicht die ganze Geschichte nur aus einer Perspektive beurteilen können: man muss nicht unterwürfig auftreten, aber auch lernen, bestimmte Äußerungen nicht zu tätigen. Ich wünsche dir viel Erfolg!

    alles klar. Bei 20 Stunden ist es ja normal. Du darfst als Studentin familienversichert bleiben, wenn du maximal 50% der Zeit arbeitest. Bei 20% bist du bei ca. 80%, ein bisschen weniger an einer anderen Schulform.
    Dann viel Erfolg!

    Eben. Du warst vorher bei einer GKV familienversichert, jetzt wirst du einfach deinen eigenen Beitrag dazu zahlen. Aber du "merkst" es nicht, es wird automatisch von deinem Lohn abgezogen ;)
    Warum kannst du nicht mehr familienversichert sein und wirst du mehr als 450 Euro verdienen?

    Bei einer Vertertungsstelle müsstest du selbstverständlich pflichtversichert sein. Oder verdienst du da so wenig, dass du in irgendein Loch fällst? Das überrascht mich sehr.

    Mit einer ersten Auszahlung kannst du zum 1. Juni rechnen, ggf. früher mit Abschlag, wenn sie von selbst dran denken oder du nachfragst / Druck machst.
    Die Auszahlung am Monatsende/Monatsbeginn benötigt Daten, die vom System am 11. des (Vor)Monats gelesen werden müssen. Bis deine Daten von der Schule über die Bezirksregierung bis zur LBV kommen, reicht es für die reguläre Zahlung Ende Mai, früher nicht.

    Entweder bist du noch Studentin und arbeitest wenige Stunden und verdienst wenig, dann kannst du natürlich noch ohne Sozialversicherungsbeiträge in der Versicherung deiner Eltern bleiben (wenn das Alter passt), oder du arbeitest eh "genug", dann wird es alles von deinem Lohn abgezogen.


    Wer im Leben mehr als einmal das Geld umdrehen musste, findet es vielleicht schon erstrebenswert, mehr als nur Nudeln mit Butter oder geriebenem Käse zu essen.

    Zitat

    werde ich vermutlich nie machen, weil ich die Tomatensoße zu meinen Nudeln gerne mag (es ist ein Bild, ich halte mich für superreich und habe das Gefühl, dass ich jeden Tag sogar Hackfleisch in meinen Nudeln haben könnte!)

    ... und extra für CDL: ich will Butter im Spinat :D

    Lehrer A studiert Lehramt für einen sicheren Arbeitsplatz und guten Verdienst -> Das Ziel ist mit der Verbeamtung erreicht -> Die Erreichung des Ziels führt unausweichlich dazu, dass Lehrer A faul ist und keinen guten Unterricht gibt

    Für Lehrer A dient der Beruf lediglich zur Beschaffung des Lebensunterhalts.


    Ich hasse diese Extrembeispiele. Einen "gut bezahlten, sicheren Arbeitsplatz" zu wollen (muss ja keine Verbeamtung sein, zumindest krisensicher...) ist oft verpönnt als Grund, Lehrer*in sein zu wollen.
    Wer im Leben mehr als einmal das Geld umdrehen musste, findet es vielleicht schon erstrebenswert, mehr als nur Nudeln mit Butter oder geriebenem Käse zu essen.
    und können trotzdem gute Lehrer*innen sein (es ist ein Handwerk wie fast jedes andere)

    und auch Menschen mit Idealen brauchen ein Dach über den Kopf, nicht jede*r (die allerwenigsten) sind mit einer Milliarde auf dem Konto geboren, dass sie ein Leben lang frei von Lohn arbeiten können.



    Ich bin leidenschaftlich gerne Lehrerin und konnte mich früher nichts Anderes als Berufswunsch vorstellen, wusste aber auch, dass ich es nicht unbedingt mein Leben lang machen könnte. Ich bin gleichzeitig - und jetzt eben - leidenschaftlich gerne bei anderen Tätigkeiten dabei.
    Wäre ich in meinem Herkunftsland Lehrerin geworden, wäre ich es vermutlich längst nicht mehr, weil das dafür erhaltene Schmerzensgeld meine Leidenschaft nicht tragen könnte. Also nein, ich bin nicht WEGEN der festen Stelle und des Geldes Lehrerin aber Dozentin an der VHS will ich trotzdem nicht werden.

    Ich könnte mir soviele Tätigkeiten vorstellen, die auch nah am Lehren sind, aber in selbstständiger Tätigkeit sind: das werde ich vermutlich nie machen, weil ich die Tomatensoße zu meinen Nudeln gerne mag (es ist ein Bild, ich halte mich für superreich und habe das Gefühl, dass ich jeden Tag sogar Hackfleisch in meinen Nudeln haben könnte!)

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