Daher auch meine Erläuterungen zu den damaligen Unterrichtsthemen des Faches "Wirtschaft und Recht" zu meiner Schulzeit vor über 20 Jahren am damaligen G9 in Bayern. "Uns" wurden im Fach Wirtschaft und Recht Grundlagen wirtschaftlichen Handelns beigebracht: Was ist überhaupt Bedarf? Was sind Bedürfnisse? Welche Güterarten gibt es? Welche Ziele verfolgen Unternehmer (und dabei durchaus eine kritische Auseinandersetzung mit Dingen wie Gewinnmaximierung), welche Zahlungsarten gibt es? Ökonomische Zielgrößen wie Gewinn, Kosten, Rentabilität, Wirtschaftlichkeit. Betriebliche Grundfunktionen, Rechtsformen.
Einen großen Anteil hatte Recht, also wie bereits erwähnt: Kaufvertragsrecht, Rechts- und Geschäftsfähigkeit, Arbeitsrecht, Jugendarbeitsschutzbestimmungen, Jugendschutz. Alles Dinge, die meines Erachtens nach unbedingt an jeder Schulform und in jedem Bundesland verpflichtend behandelt werden sollten.
Wie sollen wir denn mündige, kritische Verbraucher und Bürger werden, wenn wir nicht einmal wissen, wie man einen Kaufvertrag abschließt und welche Rechte und Pflichten sich daraus ergeben? Nur ein Beispiel.
Das sind alles (!) Themen, die ich in NRW in der Sek1 (Gym) schon behandelt habe. Vielleicht nicht in der Tiefe von ‚Recht‘ (recht amüsant übrigens, das Konstrukt SoWi zu ‚kritisieren‘ (die Kritik nachvollziehen), vom ‚Fach‘ Wirtschaft und Recht zu sprechen. Die zwei Fächer haben doch noch weniger miteinander zu tun? (Natürlich hängt alles zusammen, aber eben: es hängt alles zusammen)
Ich sehe es wie ElCaputo: mir unterstellen, dass ich mein studiertes Fach nicht mehr unterrichten kann, hat irgendwie (überspitzt gesagt) den Beigeschmack von Berufsverbot aus ideologischen Gründen. Nur wenn ich wieder durchveinen neuen Lehrgang gehe, bin ich gut genug? Ein Lehrgang, der Geld (Moderation, also dem Land) und Zeit / Deputatsstunden für die Schulen, der eh ohne Prüfung abschließt und den ich nur absitzen müsste?! Wo ist die Logik dahinter, ausser wem auch immer eins auszuwischen?!