Beiträge von chilipaprika

    Ich glaube, ein großer Denkfehler der (Bildungs)Politik ist bzw. wäre (ein Fehler, der vll zur Öffnung der Schulen führt):
    "Die SuS" sind eine geschlossene Klassengemeinschaft, es sind also nur 25-30 Kontakte mehr am Tag.

    Schließen wir mal alle Pausen auf dem Hof aus, und vielleicht erstmals auch die Mensa (also ein to-Go- auf dem Hof, es geht nur um das Aufzeigen der Absurdität) und gehen wir mal von einer durchschnittlichen 7. Klasse meiner Schule, hat jeder durchschnittliche Schüler nicht nur seine 25 Mitschüler*innen, sondern auch in Reli und 2. Fremdsprache die anderen Schüler*innen des Jahrgangs.

    Damit wären wir an einem durchschnittlichen Tag schon bei 25. In einer Woche bei 70...
    Ab der 8. Klasse kommt die 3. FS / der Wahlpflichtbereich dazu, es bringt das Ganze sicher auf 80/90.

    Selbst die 5er haben bei uns Reli, Teilungen und Profile, die mindestens 2-3 mal die Woche Durchmischungen erfordern.

    Es ging um die Frage, dass man ja nie weiß, ob jemand symptomfrei krank ist.

    Tröpchen gibt es nicht nur beim Niesen.

    Ich unterrichte an einem „normal langen“ Tag mindestens 60-80 SuS und es ist wenig. Mit Aufsicht habe ich Kontakt zu mindestens 100 weiteren. Plus einfach so auf den Gängen. Und das Lehrerzimmer.

    Wenn ich /wir mindestens alle ‚nebenher-Kontakte‘ ausschalten und im Unterricht soweit es geht (räumliche Voraussetzungen? Haha..) dann situationsabhängig entscheiden, ist zumindestens ein Großteil der Infektionswege gekappt.

    Ich kann zumindest in meinem Raum, wenn wir schon drin sind, mindestens ein Meter Abstand einhalten, mehr wenn die SuS ihre Tische verrücken. Je nach Lerngruppe mit Einzeltischen sind innerhalb der Gruppe 50-70cm Abstand gewährleistet... aber es sind fast nur Oberstufenschüler*innen.

    Meine Mittelstufengruppen sind größer, da brauchen wir noch mehr Abstandsregeln. Und sei es auch nur für das Bewusstsein, dass nicht alles in Ordnung ist.

    Tja, es gibt eine Menge Sachen, an die sich Kinder auch gewöhnen können, wenn sie es müssen.

    Ich glaube, die Erwachsenen sind oft das größere Probleme. Je älter, desto uneinsichtiger. Meine 10 Finger reichen nicht mehr für die doofen Blicke oder doofen Gespräche mit Ü-70jährigen, die mich für hysterisch halten, weil ich ein Tuch vor der Nase habe oder einen Bogen auf dem Spazierweg mache.

    Also: ja, angenehm ist das Ding nur bedingt, weswegen ich persönlich eher Tücher trage, aber wir werden hoffentlich nicht drum herum kommen.

    Man sollte meiner Meinung nach eine Maskenpflicht einführen.
    Ja, es sieht doof bzw. ungewöhnlich aus.
    Aber dann fühlt man sich zumindest ein bisschen sicherer UND Menschen vergessen nicht, dass wir gerade in einer Notsituation bin.
    Maskenpflicht in Supermärkten, in den Schulen, eigentlich überall, wo man Menschen mit weniger als anderthalb Meter Abstand begegnet. (Ja, ich trage draußen ein Tuch, das über Nase / Mund überziehe, wenn ich auf dem Weg jemanden sehe oder in ein Geschäft reingehe.)

    Ernährung ist alles, aber Bewegung ist der (mein) Schlüssel.
    Ich versuche also gerade, schon jetzt den Schalter umzustellen und bin wieder mit Joggen angefangen, es tut weh zu sehen, wie schlecht ich geworden bin (ich hatte schon vor Corona eine schlechte Phase).

    und du? übers Essen oder über Bewegung zur normalen Form zurück.

    Mein Gott, das hieße für "meinen" LAA, dass er komplett neue Stunden planen müsste, weil in beiden Stunden eine Fernbeschulung absolut unmöglich wäre (wahrscheinlich wie bei fast jeder UB/UPP-Stunde).

    Die LAA sind nicht in E-Learning/Blended Learning ausgebildet, das ist doch eine ganz andere Didaktik!!

    Ja, das meine ich doch nicht. Maylin sprach von "ein paar Wochen später" die Zeugnisse ausstellen.
    Wenn wir in NRW die Zeugnisse zb am 20. Juli ausstellen, dann kann die Landesregierung vielleicht die Unis dazu zwingen die Bewerbungsfrist bis zum 30. Juli zu verlängern. Aber die bayrischen und sächsischen Unis werden weiterhin den 30. Juni bzw. 15. Juli haben. und warum sollten sich die sächsischen Unis so einen Stress in August machen, nur weil NRW das Ganze nach hinten verschiebt.
    Ohne von den mittlerweile sehr üblichen zentralen Verfahren bei Hochschulstart. Das wäre nicht mehr möglich...

    (nicht, dass ich es an sich schlimm fände, aber manchmal ist ein Dominostein eben mehr als ein kleines Steinchen. Ich fände eine Lösung ohne schriftliche Prüfungen wesentlich einfacher. und vielleicht für die Hessener eine Möglichkeit, sich ein neues Zeugnis ausstellen zu lassen, falls die schriftlichen Prüfungen den Schnitt nach unten ziehen, keine Ahnung, irgendwas Kreatives. Ich _verstehe_ den Einwand der Vergleichbarkeit der Abiturschnitte zwischen den Jahrgängen, aber seien wir mal ehrlich: sie sind schon jetzt zwischen den Bundesländern nicht gerecht vergleichbar, zwischen den Jahrgängen noch weniger)

    Es ist glaube ich viel einfacher, das Ref an der Gesamtschule zu machen und dann ans Gym zu gehen (wo es zur Zeit eh keine Stellen gibt), als umgekehrt, da zur Zeit auf allen Gesamtschulausschreibungen steht, dass "Gesamtschulerfahrung vorausgesetzt / erwünscht" ist.

    Bei uns sind es geschätzt eine Handvoll verpflichtende Abweichungsprüfungen. Der Rest sind Bestehens- (wenige) und freiwillige. Ich schätze zwar, dass es dises Jahr weniger sein werden (die Kids sind froh, wenn es endlich vorbei ist), aber trotzdem noch genug.

    Dass du jederzeit wechseln kannst, bedeutet nicht, dass du ALLES identisch machst, sondern dass die Leistungen gleichwertig sind und du sie also zumindest nicht nachmachen musst.
    Beispiel: Analysis 1 LA Gym hat 5 ECTS, Analysis 1 BSc auch 5 ECTS. -> Die Punkte werden absolut anerkannt. Weil du vermutlich genau dieselbe Prüfung abgelegt hast und das Niveau identisch ist.
    Womöglich wirst du aber (Achtung, ich komme nicht aus dem Bereich, es sind nur Beispiele!) nur Analysis 1 und 2 im LA machen, während der BSc Anlysis 1, 2 und 3 hat. Dafür hast du zb ein Modul Fachdidaktik. Diese Module (Ana 3 oder Fachdidaktik) gingen also bei einem Wechsel verloren.

    Realschullehrämtler belegen höchstwahrscheinlich auch Analysis 1 und 2, sitzen womöglich auch in Analysis 1 mitdrin, schreiben aber eine andere Prüfung (womöglich einfacher, womöglich ohne komplexere Inhalte, aber kombiniert mit schulrelevanten Elementen, die in einer anderen Übung vermittelt wurden, usw..), oder wurden nach der ersten Hälfte des Semesters getrennt. Der Kurs heißt also gleich (Analysis 1), hat womöglich genauso viele ECTS-Punkte (5), kann aber nicht in beide Richtungen anerkannt werden. Analysis 2 wird zb komplett getrennt abgehalten...

    Chili

    Das hat wiederum zuviele Konsequenzen. Und dann müssten sich ALLE Bundesländer bereit erklären, dass dies kein Nachteil für die Bewerbung an Unis hat. und zwar an jeder Uni in Deutschland.
    Und den Zugang zu Ausbildungen zum 1. August (falls die "paar Wochen" später bis in den August hinein ragen würden).
    Da ist es einfacher, es auf die Lehrkräfte abzuwälzen.

    und bei aller Liebe, ich (selbst betroffen) werde zwar in diesem viel zu engen Korridor lieber verrückt, als dass man mich verpflichtet, bis Mitte Juli noch Prüfungen (die Abweichungsprüfungen, in denen ich auch jedes Jahr sitze) abzuhalten. Davon abgesehen verlangt die Durchführung dieser Prüfungen sehr viel mehr Manpower als nur die Fachlehrer*innen, die Kolleg*innen wollen auch nicht noch über den 27. Juni hinaus in den Schulen weilen...

    Muss die Abiturklausur vom Kurslehrer korrigiert werden? Vermutlich nicht, der könnte ja auch von Aliens entführt werden.

    Müssen alle Klausuren eines Kurses von gleichen Lehrer korrigiert werden? Vermutlich nicht, die Aliens könnten ja zuschlagen, nachdem der halbe Stapel korrigiert ist.

    Ernstgemeinte Frage: Kennt jemand eine belastbare Rechtsgrundlage (NRW) für oder gegen Nicht-Kurslehrer-Korrekturen?

    https://bass.schul-welt.de/9607.htm#13-32nr3.1p22

    APO-GOst, § 34 ->

    "§ 34

    Beurteilung der schriftlichen Arbeiten

    (1) Die schriftliche Prüfungsarbeit wird von der zuständigen Fachlehrkraft in einem vorgegebenen kriteriengeleiteten Beurteilungsverfahren [..] korrigiert"

    Es muss die jeweilige Fachlehrkraft sein.
    Aus irgendeiner Verfügung oder so weiß ich, dass seit 1-2 Jahren die Stappel eben nicht mehr auf verschiedene Zweitkorrektor*innen verteilt werden dürfen.

    Wenn die Aliens kommen, dann wird wohl der ZAA über eine Lösung debattieren müssen (falls die Aliens überhaupt die schon ermittelteten Noten gelassen haben)

    Allerdings bereitet es mir etwas Sorge „nur mit FHR“ an einer Uni gymnasiales Lehramt zu studieren, da ich ja keine Erfahrungen über den Stoff der Oberstufe habe.

    Hallo!
    Der SToff der Oberstufe wird aber beim Studium vorausgesetzt, egal ob du auf Gym oder Realschule studierst. Wenn du bereit bist fürs Studium, dann ist der Stoff der Oberstufe (hast du Angst / Respekt vorm Schulstoff später beim Unterrichten oder jetzt im Studium?) ein Kinderspiel. Ich hatte einen guten Teil meiner Fächer nicht in der Oberstufe, das klappt auch ;) (Allerdings rede ich vom geistes-/sozialwissenschaftlichen Bereich!)

    Informatik / Wirtschaft klingt doch nach einer netten Kombi für BK / Berufsschule.
    Was ist mit Realschullehramt? (Selbe Kombi ist sicher auch gut, wobei ich nicht weiß, ob die Kombi zulässig ist. Die Delta-Prüfung klingt nach BaWü, das müsstest du recherchieren.)

    Aber recherchiere Berufsschullehramt / Berufskolleg. Vielleicht lässt sich doch das Praktikum aus deiner Ausbildung bzw. aktuellen Berufstätigkeit ableiten?

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