Beiträge von chilipaprika

    Ich merke (schon wieder), was ich für ein Glück in meiner ‚kleinen‘ (60000 EinWohner*innen) Stadt habe.

    Zwei mal Markt, Bioladen mit Biokiste (haben wir aber abbestellt, das war uns zu stressig, weil wir unter der Woche nicht genug dafür kochen und zu oft Sachen drin waren, die gerade nicht passten), aber auch ein paar Hofläden, wenn wir möchten (sie kommen aber zum Markt...)

    Mir ist Bio nicht sooo wichtig, ich mag es aber ‚regional‘, wo es geht, und das weiss ich auf dem Markt und größtenteils im Bioladen.

    Wir kaufen aber viel auch beim Discounter, es muss nicht immer alles vom Markt und Bioladen sein ;-)Shampoo und so zb..

    Es ist bei uns Mittwoch / Samstag und ich möchte meinen Samstagmarktgang um nichts in der Welt missen (und jeder "Tag der offenen Tür" oder Fortbildung macht mir sehr zu schaffen ...), kenne es aber von meinen Eltern, dass der Markt dort Mi/Fr ist.
    Die Verkäufer müssen nunmal gucken, wo sie verkaufen können, und einige Städte lohnen sich mehr als andere. Dadurch sterben einige Wochenendmärkte, weil man auch nicht mehr dahin geht, wenn es nur einen Käsewagen und einen Gemüseverkäufer gibt.

    Angebot und Nachfrage halt.

    ... die Schüler*innen, wo die Eltern auch mal froh sind, wenn sie 4-6 Stunden aus dem Haus sind, weil sie besonders anstrengend / kreativ / beschäftigungsbedürftig sind... bzw. wo die Eltern wissen, es wäre wichtig, dass man sie vom ipad / computer löst aber selbst nicht die Kraft haben, Angebote zu schaffen.

    Wenn ich als Schulleitung nicht will bzw das Risiko minimieren will, dass der LK einen Lehrerwwchsel hat, dann wird es NICHT mit einem Vertretungslehrer besetzt. Ein Vertretungslehrer ist per Definition nur eine Vertretung und eine solche Mehrbelastung an befristet angestellte Leute zu übertragen, während Stammkolleg*innen womöglich lieber ihr korrektufreies Fach unterrichten, ist nur solange in Ordnung, wenn man bereit ist, genauso gleich behandelt zu werden, und es bedeutet: rücksichtslos bzw. nicht mit höchster Loyalität.

    Es GIBT schon Vorgaben.
    Aber die werden nicht eingehalten.
    und wer bei Aldi (exemplarisch) Nackensteak für 1,99 das Kilo kauft, kann nicht ernsthaft glauben, dass alle beteiligten Mitarbeiter*innen den Mindestlohn bekommen haben, keine unbezahlten Überstunden machen und so weiter.
    Oder glaubt man etwa, dass es eine Minute (und keine eingesetzten Geräte und so...) braucht, damit aus einem Schwein (der auch Platz brauchte, das kostet auch Geld) ein Steak wird?

    Nein, die Discount/Rammschpreise können nicht so bleiben, auch wenn die „Chefs“ auf ihr Geld verzichten. Klar versickert Geld in der Lieferkette, aber: das Schwein (exemplarisch für alle Tiere, die wir essen wollen) braucht Platz, braucht gutes Futter, braucht Zeit. DAS kostet GELD. Der Landwirt braucht und verdient Geld für seine Arbeit. Alle anderen Beschäftigten (Schlachthof, Metzger, LKW-Fahrer, Verkäufer) verdienen Geld.

    Und das geht NICHT bei 1,99 das Kilo.

    Zitat

    Ernsthaft? Ich dachte, die kämen ohne Familie.

    das ist interessant, der Satz offenbart sehr viel über den Diskurs / Gedankengut unserer Mehrheitsgesellschaft (und ich habe absichtlich den Usernamen rausgenommen, weil die Mehrheit von uns wohl solche spontanen Gedanken hat).

    Es sind schlimme bzw. nicht besonders angenehme Arbeitsbedingungen, aber es sind Jobs. Warum gehen wir denn nur davon aus, dass sie nur von Menschen geleistet werden, die aus einem anderen Land ohne Familie kommen?

    und: wenn wir es wirklich wissen: warum tun wir nichts dagegen? (und ich rede nicht davon, eine Demonstration vorm Schlachthof zu veranstalten, sondern einfach kein Fleisch essen. und ja, das tun einige, aber nunmal nicht die "Mehrheit".)

    Mir hat übrigens tatsächlich die SL meiner Refschule gesagt, dass sie mir kein Angebot machen würde, da ich fest gebunden, kinderlos und im Alter sei, Kinder zu bekommen.
    Mensch hat sie immer wieder doof geguckt, wenn sie mich die nächsten Jahre gesehen hat und ich kein Kind bekommen habe. Es kamen sogar zwei Mal die Frage, ob ich jetzt in XXY "gefangen" sei oder wechseln könnte / würde, sie hätten ja Bedarf.

    Menschlich in Gedanken nachvollziehbar: alleine in meinem Ref gab es innerhalb eines Jahres 6 "Rückkehrerinnen" aus der Elternzeit (natürlich alle paar Wochen eine) und mehrere Schwangere.
    als Führungskraft und laut überhaupt... das geht gar nicht.

    (ach übrigens: es war eine Frau)

    "zuverlässig" kann für eine Schulleitung auch sein: "Hauen Sie uns bitte nicht bei einer Planstelle ab".

    Heißt das, dass eine Schulleitung nur Vertretungslehrkräfte einstellen sollte, die furchtbar schlechte Fächerkombis und schlechte Noten haben, damit man sicher ist, dass sie nicht zum Halbjahr wieder weg sind?

    chili

    Fakt ist: Studien belegen, dass das Wiederholen in den allermeisten Fällen nichts bringt. Allerdings beziehen sie sich oft auf 15jährige SuS und deren Schullaufbahn davor. (Untersuchungen zb bei PISA und beim IQB-Bildungstrend).
    Aber: 1) es gibt auch Fälle, wo es was bringt.
    2) in NRW ist ein Schulwechsel "nach unten" spätestens nach der 8. Klasse möglich. Ein Schüler, der also jetzt mit einer Menge Defiziten (egal ob als Noten (die 5er) oder als Kompetenz (zum Teil 4er) versetzt wird, könnte in der 9. Klasse womöglich gar keinen Fuss fassen (überraschenderweise), am Ende aber sitzenbleiben MÜSSEN (darf nicht zur Realschule), eventuell noch einmal sitzenbleiben und dann entweder den Abschluss "geschenkt" bekommen, weil alle Mitleid haben oder eben ein Riesenproblem haben. Und wir reden vom Hauptschulabschluss...

    ich rede hier nicht von Defiziten in Latein / Französisch, wo es sich spätestens durch das Abwählen erledigt, oder einem Fach der Fächergruppe 2, das man in der Oberstufe durch einen anderen Schwerpunkt umgehen kann, sondern von SuS, die überall am unteren Rand sind und dann in Mathe/Französisch oder Mathe/Englisch oder Mathe/Englisch/Französisch im Defizit sind.

    falls der Beitrag an mich ging:ich finde die 2 Stunden Entlastung absolut gerechtfertigt. Bei uns haben die Klassenlehrer keine Entlastung. Am Ende des Jahres über ein Abrechnungssystem je nach Klassengröße vielleicht eine halbe Stunde.

    Ich finde es halt nicht in Ordnung, dies an Fächern (Fächergruppen) zu koppeln. Weder in der Sek1 am Hauptfach, noch (und noch weniger) in der Sek2 an einem Fach der Fächergruppe 2.

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