Beiträge von chilipaprika

    Das ist dann in NRW z.B. anders als in Berlin, da sind die nicht mehr immer dabei, den ganzen Sommer durch hatten sie parallel Freibadbetrieb und hatten nebenan die Aufsicht, in der Halle war niemand.

    Mit "Vor Ort" meinte ich: irgenwo im Schwimmbad. EBen nicht als Aufsichtsführender.
    und: ein "Meister für Bäder" ist eben kein Rettungsschwimmer. Wie ich vor kurzem erfuhr: unser Meister hat vor Jaaaaaaaaaaaahren den Rettungsschwimmer in der Ausbildung gemacht, muss aber jetzt nur noch regelmäßig den Erste-Hilfe-Kurs nachweisen.

    Irgendwie hatte ich deinen Beiträgen, @Lehramtsstudent, entnommen bzw. implizit angenommen, dass du dich im Studium hochschulpolitisch engagiert hattest (klingst manchmal so, Fachschaft Lehramt oder so...), dann sollten dir doch Sachzwänge mehr als bekannt sein? Man kann doch nicht mal so mal so Studienplätze schaffen, Menschen einstellen, eine Wiederbesetzungsfrist drastisch verkürzen, nur, weil wir der Meinung sind, dass es ein dringendes Fach sei, usw...
    und die qualifizierten Leute wachsen nicht auf Bäumen, nur weil man plötzlich Leute in einem "neuen" Gebiet braucht (Fachdidaktik zb)

    Noch ein Gedanke: beim Schwimmunterricht, bei dem es organisiert zugeht, braucht man schon einen Rettungsschwimmerschein. warum sollte beim weniger geregelten freien Schwimmen im Freigewässer, also einer schwierigeren Situation, weniger reichen?

    nur, damit es sogar deutlicher wird: man braucht beim Schwimmunterricht keinen Rettungsschwimmerschein sondern die Rettungsfähigkeit. Es ist (deutlich!) weniger umfangreich und anspruchsvoll. (Sonst würden es vermutlich die LehrerInnen nicht schaffen, denen man den Schwimmunterricht aufzwingt.)
    "Vor Ort" ist immer ein Meister für Bäder dabei, er hat aber nicht die Aufsicht, weil in der Regel kein öffentlicher Betrieb abläuft.

    Der NC hat nichts mit dem Bedarf in der "freien Welt da draußen" zu tun, sondern mit den Kapazitäten der Uni. Wenn die Uni nicht mehr Geld / Stellen vom Land bzw. (durch Hin- und Herverschiebung) das Institut von der Universitätsleitung bekommt, dann kann man auch keine Studienplätze zaubern.

    und mit 80 Menschen in einem Seminar zum Schreiberwerb bei Erstklässlern möchte keiner sitzen...

    Auf dem Dorf bzw. kleinen Städtien wird es schwieriger. Alle Autowerkstätte, die mir in meiner Stadt einfallen, werden von einem aktuellen / ehemaligen Elternteil betrieben. Der Leiter meines Fitnessstudios hat seine Tochter bei uns eingeschult, irgendwann habe ich sie vielleicht im Unterricht (wie die OberstufenschülerInnen, die ich auch mal da sehe, ...) Mein Hausarzt hat Kinder, zufällig nicht an meiner Schule.
    und ganz ernsthaft: wenn ich einen Handwerker finde, der gute Arbeit macht, keine Unpreise hat UND sich auch noch zurückmeldet (sprich: Kunden annimmt), dann gehe ich wahrscheinlich lieber zur Schulleitung, um eine Klasse abzugeben, als auf neue Fenster zu verzichten :D (für die Spassbefreiten: es war nicht ernst gemeint. Aber nach 6 Monaten Suche habe ich das Gefühl: es wird vermutlich nicht ein weiterer Winter mit undichten Fenstern, sondern auch ein weiterer Sommer...

    Genauso.
    Klar waren es sehr intensive Ferien und Wochenenden, um die Wirtschaftsreihe zu planen, aber doof bin ich auch nicht, man schafft es. Selbst mit einem Master.


    Es ist übrigens DER AStA (der Allgem. StudierendenAusschuss). Sollte man wissen, wenn man dort viele Sachen kritisiert hat.

    und stell dir mal vor: ich habe ein altes Staatsexamen im Fach Sozialkunde und hatte noch nie VWL! und der "Wirtschaftspolitik"-Anteil war sehr klein.
    Noch schlimmer: da ich Drittfachstudierende war (das ging ja bei den alten Studiengängen) habe ich sogar nur ein einziges Hauptseminar machen müssen.

    und ich halte mich für eine gute SoWi-Lehrerin. Die auch mit großem Spaß "Wirtschaft" unterrichtet.

    Man kann selbstverständlich problemlos von einer Gesamtschule zum Gym wechseln.
    Doof ist es, wenn die neue SL viel mitsprechen darf und sie Vorbehalte hat.
    Und natürlich geht es nur, wenn es sich um eine Sek2-Stelle handelte und nicht um eine Sek1-Stelle. Der Laufbahnwechsel ist da eine ganz andere Nummer.

    PS: niemand wird gezwungen, eine Planstelle anzunehmen. Wenn man nicht über die Folgen (kein Einsatz im Fach, zb) nachdenkt, selber schuld.

    Es gibt aber auch Welten zwischen 10 Euro für eine ganze Lerngruppe und 24 Euro pro Schüler.

    Ich habe nicht nachgerechnet, gebe aber jetzt zu: das Geschenk, das ich vor ein paar Jahren von Abiturienten bekommen habe, lag garantiert über 10 Euro insgesamt (aber trotzdem im Bagatellbereich von vermutlich 2 Euro pro SchülerIn).
    15 SchülerInnen, von denen ich ca. 10 seit 5 Jahren in 2-3 Fächern durchgängig im Unterricht hatte.

    Ich verstehe absolut alle Regeln und es ist nunmal mein Job (und ich bin sehr knäuserig, was Trinkgeld angeht, weil ich anders sozialisiert wurde: Trinkgeld = ich bin wirklich besonders zufrieden, und nicht selbstverständlich), aber ich verstehe auch das Bedürfnis von Menschen, sich durch ein Geschenk zu bedanken.
    Weil nein: SuS, die ein Geschenk machen, sind nicht die, die sich 2 Jahre lang über das Fach beschweren. von denen habe ich noch nie was bekommen und es ist auch gut so. Da weiß man den Rest besser zu schätzen.

    Ich antworte nicht auf der gesetzlichen Ebene sondern auf:


    Denn, der Grund, warum die Eltern schon die allerjüngsten als Mittel zum Zweck nutzen, liegt wohl auf der Hand!!!

    Sollte dies öffentlich angesprochen werden?

    Liegt es wirklich auf der Hand?
    Ich habe meine ganze Grundschulzeit zu Weihnachten und am Ende des Jahres irgendwas meinen GrundschullehrerInnen etwas geschenkt. Nie etwas Großes und auch keinen Gutschein, sondern selbst gemachte Weihnachtssüssigkeiten, einen Blumenstrauß, ein Buch.
    Und es gab tatsächlich einen Grund: meine Eltern (und ich) waren dankbar, eine tolle Lehrerin zu haben, bzw. dass diese eine Lehrerin einen tollen Job machte.

    Ich bin jetzt Gymnasiallehrerin, wurde bei Vertretungsstellen (am Gym) mehrmals von SchülerInnen mal mit kleinen Geschenken, einem Blumenstrauß und Schokolade verabschiedet. Auch von 2 SchülerInnen einzeln.
    Das typische "kleine Ding". und ich habe mich wirklich gefreut.

    Vor ein paar Jahren habe ich (am Gym) eine AG für GrundschülerInnen gegeben und bei der Stunde vor Weihnachten kam eine Mama und hat mir eine kleine Figur und ein kleines Schoko dazu geschenkt. Ich musste mich an meine eigene Grundschulzeit erinnern und habe gedacht: ach, DAS ist wirklich rührend und schön.

    Man soll ja nicht immer das Schlechte sehen, es ist auch mal einfach ein "DANKE!".

    chili

    PS: und wenn ich meiner Klasse Kuchen oder Waffeln bringe, dann will ich sie nicht bestechen, sondern es ist oft tatsächlich eher ein "Danke, dass ihr lieb seid". Also keine Belohnung für eine Selbstverständlichkeit, aber einfach eine Geste, weil ich die Lerngruppe mag. (und wie eine Schülerin letztens zurecht meinte "früher ind Klasse XY haben WIR nichts bekommen", Jup, es kriegt nicht jeder Geschenke im Leben ...)

    PPS: zum Rechtlichen wie gesagt habe ich mich nicht geäußert. Aber mir gefällt es nicht, dass du ganz offensichtlich nicht betroffen bist und quasi jemanden anschwarzen willst, weil sich ein Kind / eine Familie bei einem Lehrer (Kollegen) bedankt / gefreut hat.

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