Beiträge von chilipaprika

    Sag ich doch: ist der Weg tatsächlich für alle zu gefährlich? Bei mir in der WetterApp stehen 20% Wahrscheinlichkeit Böen. (gegenüber 80-100% für die Nacht). Solange 90% der Menschen ganz normal arbeiten gehen, gibt es keinen Grund, dass es nicht für uns gilt. Wenn es draußen nunmal anders ist, dann ist es halt so.

    Man sollte aber als erwachsener Berufstätiger den Unterschied machen können, zwischen "Schulen schließen, weil der Weg für Schulkinder (!) zu gefährlich ist" und "der Weg ist für ALLE (!) zu gefährlich".

    Klar ist es nervig, den Weg zur Arbeit fahren zu müssen. Ich bin auch dafür, dass die Kolleg*innen, die weiter weg wohnen, lieber zu Hause wohnen. ABER: wir sind Arbeitnehmer (ich weiß: Beamten) und sind nichts Besonderes, nur weil wir Lehrer*innen sind. Wenn unsere Schulleitung uns freistellt, zu Hause zu bleiben und von dort aus zu arbeiten, meinetwegen (und sehr gerne). Aber sich darüber aufregen, dass man zur Arbeit gehen muss, zeugt echt von Weltfremdheit und hilft uns nicht in der breiten Öffentlichkeit.

    Dass dabei alle Eltern mit Kindern, die wegen fehlender Betreuung zu Hause bleiben müssen, ausgenommen sind, ist für mich ja selbstverständlich.

    Da meine Schule netterweise als vermutlich einzige Schule der Stadt vom Sturm verschont wird, während die Städte nördlich, südlich und drum herum zur Schließung der Schulen aufrufen, werde ich morgen freudestrahlend zur Schule fliegen. ;)

    Ich habe ebenfalls Examen im Winter gemacht und ein paar Examenstage mussten auch wegen Sturm-/Schneetag verschoben werden. War echt nicht spassig, wurde aber zum besten aller so schnell wie möglich nachgeholt (damit die Themen nicht neu vergeben werden müssen....).
    Es war in NDS und die ENtwürfe lagen ein Tag vorher schon vor, es wird aber in NRW nicht viel anders sein...

    Okay, ich habe beide Erweiterungsfächer vor dem Zweiten Staatsexamen abgelegt. Aber auf beiden Urkunden steht nur "Erweiterungsprüfung und nichts von Unterrichtsbefähigung oder -Erlaubnis.
    Ich frage mal bei Gelegenheit bei meiner Schulleitung, sie wird es ja wissen (müssen), so wichtig ist es mir nicht. Wäre ja aber lustig zu erfahren, dass dadurch eine Menge Prüfungen "illegal" waren :D

    Gegenwärtig ist es in NRW auch noch so, dass Lehrkräfte mit Zertifikatskursen eine so genannte "unbefristete Unterrichtserlaubnis" erhalten, womit sie im Falle von Sek II Zertifikatskursen nicht automatisch im Abitur prüfen dürfen und damit auch nicht automatisch in der Q-Phase als Lehrkraft einsetzbar sind. Das muss in jedem Einzelfall bei den Bezirksregierungen rechtzeitig beantragt werden.

    Die Begrifflichkeit finde ich im Übrigen auch interessant.
    Ich habe nämlich letztens auch gesehen, dass man bei einem (regulär studierten und abgeschlossenen) Erweiterungsfach "nur" die Unterrichtserlaubnis erhält. Woher weiß man, was man eigentlich hat und was man ggf. nachbeantragen kann? (Ich habe ein Erweiterungsfach aus einem anderen Bundesland und überhaupt in diesem Erweiterungsfach mein 2. Staatsexamen gemacht...) und ich werde dieses Jahr nicht zum ersten Mal in meinem anderen Erweiterungsfach im Abitur prüfen. Bisher hatte ich mir nie Gedanken darüber gemacht, dass ich nicht die volle Fakultas hätte...

    Es hängt davon ab, wofür du die Personalabteilung brauchst.

    In den meisten Fällen meinst du jdn bei der Bezirksregierung. Bei der LBV geht es nur um die Abrechnung und so weiter, und sie arbeiten mit den Daten, die sie von der Bezirksregierung haben.

    ja, müsste passen.
    Warte aber wirklich auf den Brief. Nur, dass 02/2020 darauf steht, heißt nicht, dass es nur das ist. Es wird wahrscheinlich mit dem nicht perfekten Abschlag von Januar verrechnet.

    Ich glaube nicht, dass du das Geld der Krankenkasse vom Arbeitgeber bekommst. Du musst es wahrscheinlich (?!) mit der krankenkasse selbst klären. Sie weiß ja, dass du nicht mehr Angestellte bist, wird dich also irgendwas unterschreiben lassen und du bekommst das Geld zurück, das du gar nicht hättest zahlen brauchen.

    Ich bin im Gegenteil dankbar dafür, was unsere gesetzlichen Krankenkassen alles bezahlen, wie verdammt teuer jeder ärztliche Handschlag und jede Labortätigkeit ist sieht man ja jetzt erst.

    jein.

    Ich bin, wie schon oben geschrieben, eine Verfechterin des gesetzlichen Systems.
    Allerdings wäre ich dafür, dass die Menschen mindestens eine Papierquittung bekommen, um zu sehen, was die Krankenkasse jedes Mal bezahlt. 1) wenn man Zahlen sieht, nimmt man es vielleicht auch ernsthafter: es ist eine Dienstleistung, es kostet Geld, diese Menschen haben eine AUsbildung und eine Menge Kosten, für die Leistung, die wir in Anspruch nehmen (Praxis, Mitarbeiter, Möbel, usw...) 2) Gleichzeitig würde man sehen, wie wenig ein Arzt / Mensch im Gesundheitswesen bekommt.

    Die GÖA wird alle paar Jahrzehnte angehoben, um Centbeträge, oft kann man nur einen Teil der Leistungen oder einen Teil der Besuche eines jeweiligen Patienten in Rechnung stellen, usw... Nur bei Privatpatienten geht es.

    Ich bin kein Fan von überteuerten Sätzen und habe mich schon mit dem einen oder anderen Arzt gezankt, dass er den Abrechnungssatz begründen muss (ich habe eben nicht den Tarif, der alles nach oben absichert), aber dass ein Arzt das 1,8fache für Privatpatient*innen abrechnet, gehört leider zum kaputten Spiel des Gesundheitswesens in Deutschland.

    @samu: du _musstest_ nicht in die PKV. Es war halt durchaus viel günstiger. DAS ist tatsächlich eine Unverschämtheit.
    Verträge lesen (was wann abgerechnet werden kann), muss man aber schon. Wie überall im Leben.

    Ich habe mich bewusst (naja) gegen die Übernahme von Heilmitteln und Kuren entschieden, weil es bei mir entweder nicht ging bzw. nur bei einer speziellen Versicherung gegangen wäre, die viiiiel teurer gewesen wäre.
    Schlechter Vergleich aber doch: ich habe mich bewusst dafür entschieden, dass mein Hund keine Krankenversicherung hat. Dafür lege ich mal Geld zur Seite. Wenn man den Kompromiss einer günstigen Versicherung abschliesst, dann muss man leider mit den Nachteilen leben. Irgendwo gab es schliesslich einen Vorteil (Kostenpunkt).

    CDL: die LKs werden tatsächlich gerade jetzt (bis Ostern) angewählt. Es ist keine endgültige Wahl, in der EF (10. Klasse, 1. Jahrgang der Oberstufe) kann man noch umwählen, aber zumindest ist es eine Planungshilfe für alle Beteiligten (Schule und Schüler*innen). Damit wird die Laufbahn geplant (notwendige Kurse, notwendige Kurse in der EF, Schriftlichkeit / Mündlichkeit (ja, das NRW-Konstrukt, das es nirgendwo anders gibt)

    Aber der ist ja hausgemacht. Man könnte mehr Lehrer einstellen.

    ‚Haushemacht‘ kann in NRW die schlechte Fächerabdeckung sein, eine Entscheidung, OB man überhaupt ausschreiben darf, unterliegt aber nicht der Schulleitung... und wenn die BR eine reinrechnerische über 100%ige Unterrichtsabdeckung sieht, dann kann man nichts machen, außer viel schieben...

    und Daumen drücken...

    meine liebe Sonderschulkolleg*innen...
    meine allergrößte Anerkennung, euren Job könnte ich nie machen. Als ich über ein Aufbaustudium Sonderschullehramt nachgedacht habe, kam nur eine Richtung in Frage (oder zwei, die man aber eher nicht kombinieren sollte), und ich wusste: GB kommt nicht in Frage, vor LB habe ich echt Respekt, SES ist glaube ich so eine "Lüge" (eyh, da packen wir alle Kids rein, die wir nicht beschulen wollen), es schliesst echt einiges aus. Eure Bandbreite und Einsatzfähigkeit ist wirklich unglaublich!!

    was kann ein geistig behinderter erwachsener Mensch leisten und was kann ein lernbehinderter Mensch leisten?
    Ich hätte getippt: geistig behinderte: kaum alleine leben, arbeiten in Behindertenwerkstätten, usw... Lernbehinderte (und ja, die Standardabweichung ist da echt groß) _können_ vll mit Glück auf dem normalen Arbeitsmarkt unterkommen?

    . Aber mir hilft es (z.B. bei der Allergiker-Bettwäsche für meinen Sohn zu 200€, welche die GKV übernommen hätte, Beihilfe aber nicht) zu wissen, dass ich jeden Monat mindestens 150€ spare.

    Ja und nein.
    Den Gedankengang habe ich auch grob, weil ich einfach so dankbar bin, 1) verbeamtet (tut hier wenig zur Sache, ist aber die Voraussetzung für) und 2) privat versichert zu sein. [Zweiteres eigentlich nicht, ich bin gegen das System und all das, was damit zusammenhängt, sage nur ungern, dass ich privat versichert bin, aber irgendwie könnte es leider doch Vorteile haben, WENN es notwendig wäre]

    ABER: der Beitrag ist nur soviel günstiger als die GKV, weil man (außer mittlerweile Hamburg und vll woanders?) sich komplett selbst versichern muss und der Staat (!) seinen ANteil in die staatlich organisierte, gesetzliche Krankenkasse nicht bezahlen will und lieber eine private (!) Organisation unterstützt, indem der Beitrag dadurch viel attraktiver ist.
    Hätte ich mich zur Hälfte gesetzlich versichern können, hätte ich es sofort gemacht. Weil dann läge es fast gleichauf.

    Darf ich leicht ins OT?

    Was sind Unterschiede (im Berufsalltag, Unterricht, ...) zwischen Schulen für Kinder mit Ggistiger Behinderung und Schulen für Kinder mit Lernbehinderung? Ich hätte spontan im Kopf, dass der IQ den Unterschied für die Etikette macht, aber ehrlicherweise habe ich gar keine Ahnung, wie sehr es einen Unterschied auf die kognitive Fähigkeit, Lernprozesse und so macht.

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