Welchen Schutz bietet es Abiturienten, wenn der Lehrer den Schüler auf dem Kicker hat und er der Prüfer ist (ob Prüfer oder Vorsitzende spielt da kaum eine Rolle). Es gibt nunmal 2 andere Leute, die ihre Meinung geben können und selbst, wenn der Vorsitzende anders entscheidet, gibt es Aktennotizen im Protokoll und es hilft für einen Widerspruch. Sorry, aber wir leben immer noch in einem Rechtsstaat. und wenn die zwei anderen Prüfer am liebsten eine 5minus aus Nettigkeit gegeben hätten, hilft ja nichts, aber eine 3 oder 4 wird es wohl kaum gewesen sein, dass sie eine 6 ohne zu murksen akzeptieren.
Beiträge von chilipaprika
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Warum glaubst du, dass ich / wir die Schuld bei der Referendarin gesucht habe / haben.
Okay: einigen wir uns darüber, dass es unter allen gesellschaftlichen Gruppen Psychopathen und Mörder gibt? Soll ich jetzt davon ausgehen, dass jeder Mensch, der mir begegnet, einer ist?
Wenn ich weiß, dass es in jeder Prüfungsordnung solche Schutzmechanismen wie 4-/6-Augenprinzip gibt, dann muss ich davon ausgehen, dass sich nicht 3 Psychopathen dadrin befinden. Wenn ich anfange, das ständig als Beispiel zu nehmen, dann kann ich nicht einen solchen Beruf ausüben. Sorry.
Ich möchte nicht, dass die Eltern meiner SchülerInnen ständig glauben, dass ich nur Spass an meienr Notengebung habe, dass ich tendenziell Jungs betatsche oder gar vergewaltige, dass ich Kinder erniedrige und schlage, dass ich meine Arbeit nicht tue, weil ich eh nur auf Ferien aus bin. Und ja: zu jedem dieser Beispiele gibt es sicher solche Kollegen... -
In meiner Seminargruppe hat jemand eine 6 für die erste Prüfungsstunde bekommen, sodass die Examensprüfung direkt abgebrochen wurde. In unserer Gruppe waren wir schon ziemlich entsetzt, da es sich um eine Referendarin handelte, die bereits im Rahmen des Seminars sehr guten Unterricht gezeigt hatte, eine gute dienstliche Beurteilung vorweisen konnte und auch schon eine Zusage für eine unbefristete Stelle hatte. Man sieht eigentlich doch recht schnell, ob jemand das Zeug zur Lehrkraft hat oder nicht. Ich glaube daher schon, dass es Seminarleiter gibt, die ab und zu einfach eine 6 raushauen müssen um sich mal wieder richtig wichtig fühlen zu können.
Oh, es gibt in SH kein 4-Augen-Prinzip?
Musstest du noch nie eine 6 vergeben? Hast du dich dabei richtig wichtig gefühlt oder warst du traurig für den Schüler, der nunmal in der Aufgabe gezeigt hat, dass er den Stoff gar nicht kann und es nicht danach aussieht, dass er es in angemessener Zeit anders / besser kann?
Ja, auch einer ganz tollen Lehrerpersönlichkeit mit super Fachkompetenz darf es nicht passieren, die Schutzbrille im Chemieunterricht zu vergessen, die Kreissäge abzusichern oder in Sport ein Sprunggerät zu nah an der Wand aufzubauen.
"Bewertungsmappe zu, aufstehen, die Stunde ist beendet" ist dabei die einzige richtige Antwort. -
ich zitiere: (Quelle: https://www.lehrerfobi.nrw.de/fobisys/muenster/24/2018.1-88.htm)
ZitatFür alle Maßnahmen gilt:
Die Teilnahme an einem Zertifikatskurs zur Erlangung einer
Unterrichtserlaubnis setzt zwingend eine Lehramtsbefähigung (2.
Staatsexamen) der jeweiligen Schulstufe voraus!Ich kenne keine Ausnahme und es wäre ehrlich gesagt ein nicht nachvollziehbares Unding!
(wir sind uns sicher einig, dass diese Zetrifikatskurse ganz gut sind, aber ein notwendiges Übel und nicht dem Niveau eines entsprechenden Studiums entsprechen.)@ AnnaLisa: wie werden denn jetzt diese Sek1-Kollegen bezahlt? A13?
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Dann verstehe ich aber dieses extreme Druckspiel nicht, dass man also die Leute ewig in der Luft hängen und regelrecht zappeln lässt bis zum allerletzten Moment.der Buntflieger
ja... wegen dieser Intransparenz (die in NDS bis Ende des 14. (!!!!) Monats geht), habe ich sehr viele Zusammenbrüche und Heulkrämpfe gehabt.
Ich habe mein Ref am 1. August begonnen und Ende September im Schuljahr darauf erfahren, was meine Ausbildungsnote ist. Davor: kein einziges Notenfenster (wie zb in NRW ab dem 3. UB verpflichtend), keine einzige Andeutung. Die Seminarleiterin hat sich nur einmal in einer Nachbesprechung im 10. Monat erbarmt, als ich danach in Tränen ausbrach und meinte, ich käme gar nicht damit klar, ob ich gerade auf einer 1 oder auf einer 5 stünde, eine 1 würde ich ja ausschließen, aber eine 5 könnte ich gar nicht einschätzen..., mir zu sagen, dass ich nicht so negativ denken würde, eine 5 würde sie nicht sehen, aber natürlich könnte sie es ja nicht wissen, ich hätte noch ein paar UBs (und 6 Wochen Sommerferien dazwischen...). Ende vom Lied, eine 1,9 als Vornote. KEIN EINZIGER MENSCH kam je auf die Idee, mich zu beruhigen. (außer die Mentoren, aber sie geben ja keine Noten...)
JETZT denke ich mir: ja, hätte ich besser gewusst, was das Ziel ist, wäre mir klar gewesen, dass viele der Kritikpunkte sich nicht auf einer 5 bewegen sondern zwischen 3 und 2... (1 gab es an meinem Seminar nur bei Gottähnlichkeit und passendem Parteibuch)
Versuche, realistisch zu sein und zu gucken, was tatsächlich alles an Kriterien gilt. und was man an dir "bemängelt". Denk daran: deine Mentoren und Fachleiter wollen, dass du eine 1,0 hast.PS: Wenn du SchülerInnen hast, die eine 1 minus haben, beräst du sie auch, was sie machen könnten, um eine 1 glatt zu haben. (Zugegeben, der Vergleich hinkt insofern, dass der Schüler _weiß_, dass er eine 1minus hat und entscheiden kann, ob er auf eine 1glatt will.
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in RLP heißt es wohl zur Zeit offiziell "Wechselprüfung". Ich hatte aber definitiv schon den Begriff "Aufstiegsprüfung" gesehen...
https://bm.rlp.de/fileadmin/mbww…/UEberblick.pdfSo als mögliches Stichwort für deine Suche für dein Bundesland.
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Nein. Der Zugang für die Zertifkatskurse Sek II setzt einen 2. Staatsexamen in der Sek II voraus.
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Danke Schmidskatze. Sowas habe ich mir gedacht (sonst wäre SH der Ort der Glückseligkeit), wollte aber in Unkenntnis nichts in Frage stellen...
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Vertretungsbereitschaft in den ersten 2 Stunden und dann nach Hause gehen? (ich habe keine eigene Klasse).
Gut, realistisch: ich werde noch 3 Stunden im Lehrerzimmer rumhängen...und du?
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aber selbst dann: es ist nicht nur aufwändig zu begründen, warum sie jemanden NICHT wollen, sondern sie verlieren auch geschenkte Stunden. Ich meine: ich kann mir nicht vorstellen, dass es überhaupt ein Bundesland gibt, wo die Schulleitungen denken "uh, was soll ich denn mit diesen ganzen Stunden anfangen, keine Ahnung, wo ich Kurse teilen könnte, AGs anbieten könnte, usw.."
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Ok, ich wusste nicht, dass 1) es in BaWü eine so lange "Einführungsphase" gibt, und 2) dass du noch so am Anfang bist (dafür kommst du sehr "ich weiß, wie es geht" rüber)...
Ich hab mein Ref in NDS gemacht: ab dem ersten Tag 6 Stunden eigenverantwortlich und 4-8 Stunden Ausbildungsunterricht bei anderen FachlehrerInnen.
In NRW, wo ich jetzt bin, haben die Refs 3 Monate Einführungsphase mit Hospitationen und viel Ausbildungsunterricht, dann 1 Jahr lang 9 Stunden eigenverantwortlichen Unterricht (heißt hier "BDU - bedarfsdeckenden Unterricht") und dann 5-6 Stunden AUsbildungsunterricht bei FachlehrerInnen. Also ohne Beobachtung.im Ausbildungsunterricht sitze ich natürlich mit dabei, im BdU "meiner" Referendarin selbstverständlich nie.
Ich bin in der Lage zu verstehen, dass es _auch_ Schulen gibt, die furchtbar sind. Wenn du _wirklich_ glaubst, dass man dir vielleicht keinen eigenverantwortlichen UNterricht gibt (ich weiß: aufgrund der mangelnden Transparenz dreht sich jeder eigene Horrorfilme im Kopf, aber versuch mal realistisch zu sein), dann hast du ganz andere Probleme als Details. Keine vernünftige Schule verzichtet auf die Unterrichtsstunden des Refs. Die Stunden sind in der Schulrechnung mitgerechnet. Sprich: das Kollegium muss es dann auffangen.
chili
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Soweit ich weiß, bleibt nur der Weg über die Uni. Erststudium im Zweitstudium "anerkennen lassen" und den Rest nachmachen.
Allerdings gibt es auch (von den Prüfungsämtern der Unis organisiert) mal "Aufstiegsprüfungen". Das kenne ich von RLP. Ich weiß aber auch nicht, ob sie zb die Prüfung für jemanden aus einem anderen Bundesland abnehmen würden.Verständnisfrage: deine Schule hat das Fach Physik nicht in der Oberstufe?!!
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Habt ihr keinen eigenverantwortlichen Unterricht? Kriegen die Mentoren soviel Entlastung, dass sie (fast immer) bei euch sitzen...?
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Und in Ozeanien eindeutig Hokey Pokey

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zur Zeit: (aus dem Standardkühlschrank) Walnuss, selbstgemacht: Tonkabohnen, Eisdiele: zur Zeit das Himbeer-Cheesecake-Eis.
und du?
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Hallo chilipaprika,
das ist es doch genau, weshalb sich das "System" so hartnäckig selbst erhält: Warum soll es der Referendar besser haben? Ich musste doch auch kämpfen und leiden, um Lehrer/in zu werden.
Ich glaube, du hast eine schlechte Phase und kannst nicht gerade denken.
Das hat gar nichts mit einem Einführungsritual zu tun. Ich schließe ja die Fälle von Mobbing aus und gehe erstmal von einer "normalen" Drucksituation aus. Es ist klar, dass der Druck hoch ist. Von diesen 18 Monaten hängt deine gesamte zukunft ab...Im Ref habe ich mich am Anfang das eine oder andere Mal gefragt, warum ich denn alles so früh haben müsste, reicht doch am Abend davor. Ich habe gelernt, mich zu organisieren, das große Ganze zu sehen und verstanden, dass Reihen geplant werden müssen, dass ich besser weiß, wo ich nächste Woche hinwill, damit ich die passenden Hausaufgaben aufgeben kann, usw..
Jetzt habe ich eine junge Referendarin, die das partout nicht einsehen will, mir ihre Planung für den nächsten Tag einfach nur zu spät abgibt oder einfach glaubt, dass sie es sich leisten kann, ohne vorbereitetes Tafelbild in die Stunde zu kommen. Ich habe als Grundsatz, dass ich nicht in die Stunde eingreife, weil ich nicht will, dass die SchülerInnen meine Meinung sehen. Mein Grundsatz ist aber auch, dass meine SchülerInnen saubere Notizen im Heft haben. Von einem schlechten Tafelbild ist noch nie jemand gestorben. Von einem katastrophalen, konfusen Tafelbild lernt man aber in den unteren Klassen nicht, also greife ich ein.Es gibt bestimmte Sachen, die man im Laufe des Refs und im Laufe der ersten Jahren erst begreift.
Zitat
In Zeiten, in denen Lehrerüberschuss herrscht, kann man das vielleicht noch als notwendige Selektion ansehen; derzeit aber wirkt das eher wie ein deplatzierter Automatismus. Man müsste die Reffis stark machen und auf den Beruf bestmöglich vorbereiten, stattdessen sind wir alle am Limit unterwegs und nicht wenige quälen sich täglich in die Schule, weil sie von ihren Mentoren drangsaliert werden.
Tja, wenn "strukturierten UNterricht lernen" = drangsaliert werden, ja, gerne. Ich sage es mal so: Einige müssen es auch mal härter gesagt bekommen, weil sie die netten Worte nicht verstehen.
Und nur, weil es einen hohen Lehrermangel gibt, heißt es nicht, dass die Qualität sinken darf.ZitatEs ist die Haltung und Grundeinstellung gegenüber den Berufsanfängern, was das Referendariat so sehr als Ausbildung belastet und in Misskredit bringt. Aber was rede ich mir den Mund fusslig.

1) Referendare sind keine Berufsanfänger, sie lernen noch.
2) sehr viele der Mentoren sind selbst Berufsanfänger. Sie wollen also genau das beibringen, was man braucht, um a) die Prüfung zu bestehen, b) bei der anschließenden vollen Stelle überleben zu können.Aber was rede ich mir den Mund fusselig...
chili
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Aber dann sollte man auch die Stärke haben, das Ref woanders fortzusetzen.
Aber das Spiel "ich bin nicht stark genug, dem Druck des Refs Stand zu halten, bin aber gut genug (und habe genug Spaß), eigenständig eine Vertretung zu übernehmen, ist widersprüchlich (und ich hatte im Ref echt einige Zusammenbrüche, obwohl ich vorher schon 80% reine Korrekturfächer schon unterrichtet hatte.) Ich weiß, dass der Druck anders ist. Aber es gibt Regeln, und einige muss man halt einhalten, wenn man dem System angehören möchte. Man kann sich leider nicht nur die Rosinen rauspicken. Vieles, was im Ref unverständlich im Ref erscheint, erklärt sich später (und dann versucht man auch, seinen eigenen Ref dahingehend auszubilden.) -
Dann geht man in Elternzeit oder wird krankgeschrieben? In NRW ist die Prüfungsphase verhältnismässig kurz, man gilt als endgültig abgebrochen/durchgefallen erst sehr spät. (Ich kenne es eher so, dass viele, die vorher woanders abgebrochen haben, nach nrw wechseln) Warum nicht durchziehen? Je nachdem wie lange der Abbruch auch ist, ist es die Frage, inwiefern die persönlichen Gründe beseitigt sind.
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Ich hab noch keine Karten aber hoffentlich ein Konzert von Giora Feidmann im Herbst. Gut, und die Aufführungen des Schulorchesters und der Musikschule im Sommer.
Du?
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Hallo Marina!
Ich war selbst als Oberstufenschüler dort und erinnere mich, dass wir typische Programmpunkte [..] abgelaufen (!) sind.
Ja, das ist nicht nur mein Geheimnis mit Schulklassen (schon 3 mal), sondern mit all meinen FreundInnen / Gästen, mit denen ich in Paris war. Ist günstiger und man sieht wirklich viel mehr.
(ich habe bei meinem letzten Paris-Besuch meinem Mann vorgerechnet, dass ich zum 11. Mal auf dem Eiffelturm war (schon das 2. Mal mit ihm) und ich es ab jetzt nur noch mit Schulklassen machen, ich KANN es NICHT MEHR sehen
)chili
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