Beiträge von chilipaprika

    Und stellt euch mal vor, ich habe als Vollzeitlehrkraft eine 10-stündige Pflichtfortbildung, obwohl ich an dem Tag nur 2 Stunden hätte, an den 4 weiteren Tagen also tatsächlich 24 Stunden...
    Meine 12-Stunden-Kollegin hätte an dem Tag 6Stunden. Immer mehr Präzens, aber verhältnismässig viel weniger Arbeit/ Unterricht in der Woche.

    Pflichtdienstveranstaltungen und -fortbildungen haben Nachteile, aber das Ganze immer so zu schildern, dass es ausgerechnet immer der freie Tag aller Teilzeitkräfte ist und Vollzeitkräfte gar besser rauskommen, löst das Problem nicht und hilft nicht dabei, das Verständnis der Kollegen für die tatsächlich (auch dadurch) entstehenden Probleme zu schärfen.

    chilipaprika: Naja, Urlaub muss man sich leisten können. Es gibt bestimmt genug Familien, die es sich finanziell nicht erlauben können, 6 Wochen auf Gehalt zu verzichten.


    Dir ist schon klar, dass die allermeisten "normalen Menschen" nicht als studentische Honorarkräfte arbeiten (von Selbstständigkeit spreche ich rein gar nicht, weil da ist es eh kein Urlaub), sondern in einem Angestelltenverhältnis, wo man selbstverständlich Anspruch auf den gesetzlich festgeschriebenen Urlaub im Jahr hat sowie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall usw...

    Lest ihr den ganzen Beitrag?
    Es geht doch nicht um einen normalen Geburtstag, sondern um ein Adoptivkind mit problematischem Bezug zum Geburtstag?

    Wenn ein Kind einen Terroranschlag in der UBahn miterlebt hat, sagt ihr auch nicht ein paar Monate später, es soll sich nicht so anstellen und kann doch den Klassenausflug in der UBahn einfach so machen, wenn bis dahin die Trauerarbeit nicht vorbei ist.
    über das Einfühlungsvermögen einzelner Kollegen irritiert.
    chili

    Es ist ein Forum, kein psychologisches Gutachten.
    Wenn jemand im Seiteneinstieg-Kontext sagt "du bist nichts Besonderes, überlege es dir lieber zwei mal mit dem Verkürzen", ist es keine Abwertung, sondern ein nett gemeinter, guter Rat. Solche Verkürzungsregelungen bieten sich zum Beispiel eher an, wenn man seit Jaaaaaaahren an einem ähnlichen Schultyp gearbeitet hat und trotzdem sicher ist, dass man nicht in Mustern komplett festgefahren ist. Das A und O der Ausbildung ist: das machen/zeigen, was von einem erwartet wird. Für die persönliche weitere Entwicklung des Unterrichtsstils hat man weitere 30 Jahre. Erstmals die Basis grundlegend und sauber erlernen.

    In der Referendarsabteilung bzw. im Referendarsforum werden ähnliche Diskussionen geführt, weil durchaus einige Refs die Voraussetzungen zum Verkürzen (Erfahrung) erfüllen. So der Fall bei mir damals. Ich habe zwar nie ernsthaft ans Verkürzen gedacht, kann aber nur sagen: ich hatte drei Jahre schon mindestens 80% unterrichtet, Erfahrung in 3 Fächern, Unter-, Mittel- und Oberstufe, war sicher nicht die beste Lehrerin, kein Naturtalent aber ich habe immer eng mit Kollegen gearbeitet und es war also sicher alltagstauglich, was ich gemacht habe. Ich habe meine 18 Monate Ref gemacht und immer wieder gesagt: hätte ich nur 24 Monate gehabt.
    Das Ref bzw. der Seiteneinstieg (der noch mehr!) sind eine stressige Zeit. Einerseits ist man froh, wenn es vorbei ist, aber für eine sinnvolle Ausbildung ist die Zeit notwendig. Als SeiteneinsteigerIn mit vollem Gehalt sollte man eher die "Zeit genießen" und das beste daraus machen.

    Was machen eigentlich die Väter und Mütter, die bei VW am Band oder Rewe an der Kasse stehen?

    sie arbeiten nach der Adoption womöglich teilzeit oder ein Elternteil nicht mehr.
    Ich bin absolut gegen solche Sachen wie "oh, mein Kind wird heute 14 Monate alt und muss auf mich bis 13uhr warten"-Jammereien, aber mit der Aufnahme eines Pflege- bzw. Adoptivkinds kommen ganz andere Begleitprobleme als mit einem gesunden Kind einher.
    ich gehe mal davon aus, dass FrauCitas den Begriff "besondere Bedürfnisse" nicht einfach so gewählt hat und Geburtstagsfeier sind nicht für alle Kinder / Menschen einfach nur ein Hütchen aufsetzen, Kuchen essen und Geschenke bekommen, sondern kann auch durchaus seeeehr viele problematische, dramatisierende Erinnerungen hervorrufen.

    @Frau Citas:
    wenn ihr nicht gerade eine ziemlich unkollegiale Fachschaft seid, wird wohl ein Kollege / eine Kollegin gerne für dich einspringen, oder? Die Situation mit deinem Kind wird sicher halbbekannt sein, rede im Vertrauen mit einem Kollegen.
    Abgesehen davon: zumindest bei uns bedeutet "Fachvorsitz" zum Glück nicht, dass man alles machen muss / darf. Ich bin zum Beispiel NICHT Fachvorsitzende, habe schon einige Fortbildungen gemacht,wo der Termin mir besser passte, als meiner Fachvorsitzenden, oder zum Beispiel, weil ich auch inhaltlich mehr davon habe (Oberstufenarbeit). Ich habe dann auf dem Kurzweg meine Fachschaft informiert, was wir alles gelernt haben und gut.

    Ich wünsche dir eine ruhige, zufriedenstellende Lösung und dir und deinem Kind eine gute Entwicklung!
    chili

    In der 7. sind womöglich einige nicht 100% sicher 12?
    Der Film hat FSK 12, ich kann den wirklich empfehlen, ich würde ihn auch mit einer Lerngruppe gucken, wenn es sich anböte, aber für ne 7. Klasse zu jung.
    9. Klasse eher.
    Und: es ist "frei nach Horvarth"

    Verschweigen wird sie eh nichs, da sie schon auf Probe verbeamtet ist und sicher genau aus dem Grund zum Amtsarzt muss, dass sie eben so lange ausfällt.

    Nur als "Mut machen", auch, wenn ich es unglaublich irritierend fand und mir an deiner Stelle nicht viele Hoffnungen machen würde (lieber positiv überrascht sein...): ein Kollege von mir ist wegen Burn-Out 6 Monate lang ausgefallen, inklusive Klinikaufenthalt, das Halbjahr drauf in der Wiedereingliedrung und knapp darauf die Revision zur Lebenszeitverbeamtung und diese auch bekommen.

    Ich bin im letzten Refmonat ausgetreten, das Land wusste das aber erst später, ich habe dann eine spätere Nachzahlung mit neuem Lohnzettel bekommen.
    Wenn man eine "freiwillige Steuer" nicht mehr zahlt, hat man selbstverständlich mehr Geld im Portemonnaie, ist doch logisch?

    und die TE hat nicht geschrieben, dass sie Geld sparen will, sondern dass sie Geld sparen will, WEIL sie nicht religiös ist und keine religiösen Angebote wahrnimmt.

    Also es geht eher um Tage, als um 2 Stunden und so rechnet man das nicht ab. Vorletztes Schuljahr habe ich glaube 6 oder 7 volle Schultage gefehlt und 2 oder 3 Nachmittage.
    Letztes Jahr einen Nachmittag und mal in meiner Freiteit aber generell sehr wenig Fortbildung (keine interessanten Angebote bzw. andere Prioritäten)
    Dieses Jahr habe ich schon zwei Anträge auf insgesamt 3 Tage eingereicht... (wird genehmigt, und es ist erst bis November, es KÖNNTE also mehr werden...)

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