Beiträge von chilipaprika

    Ein Großteil der Diskussion geht am eigentlichen Anliegen vorbei.

    Wenn ich mich als Schulleitung nicht komplett vom Kollegium entkopple, bekomme ich eine Menge Dinge mit und kann dann beispielsweise auch KollegInnen mit gesundheitlichen Einschränkungen gezielt ansprechen und fragen, welche Unterstützung sie benötigen oder ggf. direkt konkrete Angebote machen. (Und nein, man fällt selbstredend nicht mit der Tür ins Haus sondern initiiert das Gespräch entsprechend behutsam...)

    ... auch wenn die Mehrheit der gesundheitlichen Einschränkungen nicht sichtbar sind und es also als Kolleg*in wichtig ist, das selbst anzusprechen (WENN man möchte, dass darauf Rücksicht genommen wird).

    Was ich vermisse ist zu fragen, wie es dem betroffenen Kollegen geht.

    Es wird hier zumeist nur gesagt: er muss, er muss…

    Es könnte doch auch sein, dass er zB krank ist, morgens manchmal einfach länger braucht, Schlafstörungen hat oder einfach psychisch nicht gut drauf ist. Offenbar ist das hier nicht erfragt worden.
    Übrigens alles Aspekte, die durch die Schule noch gefördert werden. Wenn dann noch ein Schulleiter um die Ecke kommt und sagt: „Schon wieder 4 Minuten zu spät, jetzt werde ich mal eine Meldung an die Schulbehörde machen.“… wie soll sich der Kollege dann fühlen?

    er soll sich wie jemand im Angestelltenverhältnis außerhalb der Schule fühlen und nach einer Abmahnung sein Verhalten ändern oder das Weite suchen.

    Mein Vater hätte zwar sowieso gerne länger gearbeitet (Er war französischer Eisenbahner und durfte/musste wegen Umstrukturierung) tatsächlich zum gesetzlichen, frühen Alter gehen, ohne Möglichkeit der Verlängerung), bekam dann auch von meiner Mutter sehr viele Aufgaben, auch ohne (offiziellen) Vorgesetztenstatus :D

    oh Danke!

    Ich finde es aber interessant, dass man tatsächlich einen Perso/Pass haben MUSS (und nicht nur sich ausweisen muss).
    Ich hatte über zehn Jahre lang keinen gültigen französischen Ausweis und es war definitiv kein (legales) Problem. Bei der Erneuerung hat keine*r was gesagt (lustigerweise sogar nicht mit dem Wissen, dass ich meinen Wohnsitz in Deutschland habe).
    Aber ein Führerschein reicht in Frankreich auch zum Ausweisen, ein Perso ist nur notwendig, um über die Grenze zu gehen.

    Wie könnte ich denn mit dem Rechner für den öffentlichen Dienst mein Gehalt mit einem TVH Vertrag ausrechnen?

    Öffentlicher-Dienst.Info - TV-H
    Dreisatz von der gearbeiteten Stundenzahl (TV-H-Vertrag) zur Vollzeit der Schulform, um die Prozentzahl zu erhalten.

    Ich erhalte als Beamtin Dienstbezüge mit A13, Stufe 5.

    Das spielt doch gar keine Rolle? Du erhälst das, was du auch als irgendjemand anders bekommen würdest.

    Ernsthafte Off-Topic-Frage: Habe ich die PFLICHT, einen deutschen Ausweis (Perso oder Reisepass) oder habe ich die Pflicht, mich ausweisen zu können?
    (Ich frage mich, inwiefern ich in ein paar Monaten Lust habe, diese 46 Euro zu bezahlen). Mein deutscher Perso wäre zwar abgelaufen, aber naja, so ganz anders sehe ich ja nicht aus. Ich laufe nicht mit Reisepass rum (und er hat nur noch 2 Jahre) und habe einen frischen französischen Ausweis.
    Müsste ich beim Wählen einen GÜLTIGEN deutschen Ausweis vorlegen? (FALLS ich überhaupt danach gefragt werde...)

    Die Ausstellung eines Personalausweises ist auch kostenpflichtig für den Empfänger (m/w/d), obwohl sie eine staatliche Verpflichtung darstellt.

    und es ist übrigens auch eine Schweinerei.
    Durfte ich vor ein paar Monaten feststellen, als mir das bewusst wurde (also bewusst wurde es mir, weil mein Mann neben mir beim französischen Amt saß und irritiert war, dass ich nichts bezahlen muss. (Also doch, eine Verlustgebühr, aber es ist eine andere Geschichte)

    Die 1% Bestverdiener (m/w/d) im Land benötigen auch kein Kindergeld, wobei niedrigere Einkommensschichten von einer Erhöhung profitieren würden.

    Dann bräuchte man kein Kindergeld mehr (das dem KIND zusteht), sondern eine Steuerreform, die Abschaffung des Kindergelds (oder eines Teils) und steuerfinanzierte Angebote, die allen Kindern zukämen.

    Mit einem vernünftigen Vertretungskonzept sollte das eigentlich nicht der Fall sein.

    Hätte ich dir vor 8-10 Jahren vollumfänglich zugestimmt. Da hatte ich "Optimierungsbedarf" an unserem Vertretungskonzept.
    Aktuell würde ich sagen: das beste Vertretungskonzept bringt nichts ohne das Personal. Und entsprechend flicken wir. Meine Schule ist bildlich diese Sequenz von Cartoons, wo das Wasser aus Löchern rausspringt und man nur zwei oder vier Hände hat. Wenn man irgendwo ein Loch zumacht, dann läuft es woanders aus. Aus 18 anderen Löchern.

    "unnötige Fächer" ist natürlich wertend, aber ihr einen Kollegen mit "Französisch/Spanisch" (habt ihr das als 3. FS zb. nur in der Oberstufe und schon 3 KuK), dann ist es eben "unnötig".
    Französisch ist bei uns sowohl mit Tendenz zum Mangelfach als auch nur für ein paar Stufen gebraucht. Man braucht also 3 KuK, sie können aber maximal 12-15 Stunden im Fach machen. Wenn das zweite Fach dann Latein ist (immer parallel zu Französisch) ist es eine total unnötige Kombi.
    Und ja, GENAU eine solche Kombi haben wir zugewiesen bekommen.

    Mein Gott, 16 Franz-KuK, ich bin ein bisschen froh, nicht im Grenzbereich gelandet zu sein. Hat sicher auch seine Nachteile, seinen Platz zu finden, in so einer großen Fachschaft (aber ihr seid sicher wesentlich größer, bei uns hat nicht mal Deutsch oder Englisch soviele Leute).

    "... und wenn gar nicht mehr geht..."

    Die Verlegerei spielen wir ca. 4-6 Mal im Jahr (Rückkehr von Elternzeit, Schwangerschaft, usw..). Die hatte ich schon eingeplant. Nein, es gibt tatsächlich Leute, die einfach ZWEI (allgemein oder momentan) nutzlose Fächer haben.
    Wir haben zur Zeit mehrere Fächer, die so überbelegt sind, dass zur Beschäftigung der Lehrkräfte Förderangebote und Gruppenteilungen (in den einstelligen Bereich) vorgenommen werden.
    Meine Beispielfächer sind lustigerweise falsch, Mathe ist kein großes Problem und den Überhang an Geschichte haben wir okay im Griff. aber es gibt Leute, die kann man halt nicht mehr schieben. Auch wenn die BR der Meinung ist, sie zu uns zu schicken.

    Was ist denn eine Fachlehrkraft für dich? Bei uns gibt es den Begriff nicht. Naja ich unterrichte aktuell nur 12h, weil ich zu 70% abgeordnet bin. Die sind eben nur in einer Klasse in 3 unterschiedlichen Lernfeldern.

    20€? Wow das ist echt wenig. In meinen Nebentätigkeiten rechne ich +- 40€ je Stunde ab.

    Ja, es sind mehr... 25 vielleicht?
    Auf jeden Fall ein Witz, worüber sich nur Studierende im Nebenerwerb total freuen können (keine Versicherungen, keine Rente, usw..). Und selbst die machen es jetzt immer weniger.

    Du hast vergessen, dass in der Zwischenzeit herausgefunden wurde: "Ja, eure Mathe-Lehrkraft ist langfristig erkrankt und alle anderen Mathe-LuL sind am Rande ABER ihr habet eine über 100%ige Versorgung. Eure 8 Geschichtslehrkräfte, die Däumchen drehen, werden halt mitgezählt. Also nein, keine Vertretung"

    Wir haben in NRW keine mobile Reserve und selbst am Gym und für mehrere Monate (Halbjahr mit Aussicht auf Verlängerung oder bis nach Sommerferien) mit einer 2/3-Stelle haben wir mehrmals ausschreiben dürfen.
    Und die Elternzeit beginnt bekanntlich nicht mit dem Mutterschutz, so dass es ja dauert und dauert ... und dann lohnt sich das manchmal nicht mehr :-/

    und für grob 20 Euro pro gehaltene Unterrichtsstunde, die dann gesammelt am Ende des Semesters bezahlt wird, kann man mit A13 echt gut mithalten.
    Feste Stellen an Hochschulen für Fremdsprachenkurse sind wirklich der Sandkorn im Strand.

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