Beiträge von chilipaprika

    Die Kollegen (m/w/d), die für die Praktikumsbetreuung/Berufsorientierung zuständig sind, sollten sich dessen auf jeden Fall bewusst sein und es nicht für selbstverständlich nehmen, dass jemand so leicht einen Praktikumsplatz findet - gerade in der momentanen Wirtschaftskrise.

    ... und deswegen ist eine gute lokale Vernetzung wichtig.
    Dafür ist auch eine gute Vorbereitung der SuS wichtig, damit sie sich benehmen und die Betriebe nächstes Jahr nicht abwinken.
    Schulen (insbesondere Gymnasien!) sollen aufhören, autark zu leben. Wir sind Teile einer Stadt und auch wenn viele Lehrkräfte pendeln, es ist wichtig, sich auszukennen (und manchmal auch gewisse Befindlichkeiten zu kennen). (Deswegen ist die KAoA-Nachfolge der lokal wohnenden, jetzt pensionierten Lehrkraft an zwei Lehrkräfte gegeben worden, die 40 km weit weg wohnen, vermute ich. Viele wissen nicht, wieviel Netzwerkarbeit (sei es: ab und zu selbst beim Bäcker eingekauft haben...) hinter Kooperationen stehen und halten es für einfach Gott gegeben.).

    Betriebe werden für das Durchspielen eines nicht benötigten Bewerbungsprozederes schlicht keine Zeit und Nerven haben. Nutzen haben sie von 1-Tages-Praktikanten sowieso kaum und man sollte sich lieber über jeden freuen, der sich überhaupt dazu bereit erklärt😊

    Ich bezog mich dabei eher auf Klasse 10 (2 Wochen). Und klar.
    Aber wenn die Betriebe das nicht "ernst" nehmen (da beziehe ich mich eher auf die Aufgaben in der Praktikumszeit), später einbestellen, früher nach Hause entlassen, mehr Entertainment als normalen Alltag anbieten, dann brauchen sie sich nicht wundern, was die falschen Vorstellungen von zukünftigen Bewerber*innen sind.
    Ja, Teufelskreis.

    Wie habt ihr das denn früher gemacht? Ich hab mir ein Telefonbuch genommen und Firmen angerufen, keine Eltern haben da überhaupt gar nichts gemacht. Meine Freundin ist persönlich hingegangen und hat geklingelt und angefragt, ich hab um die Ecke gewartet.

    Das ist toll, aber Survivor Bias.
    Und vielleicht hattest du das richtige Elternhaus, das dir (bewusst/unbewusst) die Mittel gegeben hast, diese Haltung und Mut zu haben.
    Viele Schüler*innen haben Eltern, die nicht mal selbst ein Bewerbungsgespräch als solches kennen.

    Das ist mit heutigen Informations- und Kommikationsmöglichkeiten doch alles 1000x einfacher.

    Das ist eben zuviel. Wir wissen doch alle, dass die Generation Digital Natives überhaupt nicht "digital native" ist. Dasselbe für die Informationsmöglichkeiten.
    (Nicht falsch verstehen: Für das alles bräuchte man Zeit, Ressourcen, einzelne kleine Gruppen. Ich habe an der Uni (!) noch Muster rausgegeben und monatliche Gruppensprechstunden (Webinare) gemacht, wie eine Bewerbung aussieht. und Ähnliches bräuchte man auch an Schulen...

    Okay, hagelnde Absagen sind natürlich ein Problem.

    Ansonsten bin ich mir recht sicher, dass die meisten unserer Schüler gar keine Lebensläufe geschrieben haben (was soll da bei 8./9.klässlern auch drinstehen), sondern mündliche Anfragen reichten.

    und es ist doof. Ich rege mich über Unternehmen auf, die bewusst sagen "nö, brauche ich nicht" (bis in die Q1 hinein). Wenn schon, könnte man das Spiel spielen. Wir üben das im Deutschunterricht. Sowohl der Lebenslauf als auch das Anschreiben sind Bestandteil des Deutschunterrichts (Leider erst in der 10 vertieft, glaube ich, in G9).
    Rollenspiele im WiPo-Unterricht und Deutsch. Sich richtig hinsetzen, sich seiner Wirkung bewusst werden, usw.

    Ich bin eher andersrum betroffen: kein Chaos produziert und trotzdem Raumverbot kassiert... Ist aber schon ne Weile her.

    Tja, jeder pingelige Mensch sieht "Chaos" anders.
    Wie gesagt, bei uns stören sich die Künstlerinnen an der Ordnung der anderen. (Und es ist auch ein jahrelanges Machtding gewesen. Mittlerweile glaube ich besser, aber eine jahrelange Kollegin hatte - gewohnheitsrechtsmäßig - den schöneren Raum. Dieser wurde bei ihrer Pensionierung sofort in Anspruch genommen :D

    Keinen Platz für sein Zeug haben ist wirklich doof.

    So ist es. Und auch ein bisschen die Macht über Sitzordnung, Gestaltung der Wände, usw..

    Ich vermute: Nein. Es ist ja nicht DEIN Raum. (Auch wenn bei uns die Künstlerinnen selbst unter sich zicken... Jede ihren Raum...)
    Du kannst - wie hier schon angesprochen - der Schulleitung rückmelden, dass es Schädigungen im Raum während der Aufsicht von jemandem gab. Wenn keine sachgemäße Nutzung eines Raums sich wiederholt, könnte die Schulleitung auf Ideen kommen.

    Ich bin allerdings an einer Schule, wo die Klassen einen Raum haben, nicht die Lehrkräfte (außer besagte Künstlerinnen...). Aber ich hätte soooo gerne meinen eigenen Raum. Habe ich auch schon genauso argumentiert: Wenn es mein Raum wäre, würde ich jede Woche putzen, etc.. (wozu (Jahresputz) ich mich zur Zeit noch deutlich weigere), auf alles achten und DEFINITIV eine ganz andere Lernatmosphäre haben.
    Aber Hauptsache die Klassen haben einen Raum in dem sie ihren eigenen Müll werfen können.
    Ja, frustrierter Ton.

    Dann hast du das Ziel bzw. den Sinn und Zweck der Schulform Gymnasium nicht verstanden. Aber vielleicht prallen hier auch Welten aufeinander, du scheinst an einer beruflichen Schule unterwegs zu sein. Da ist der Bezug zum Beruf ja schon viel eher gegeben.

    Bist du in den 50ern stecken geblieben, wo nur ein Teil der Bevölkerung zum Gym geht und danach in einem Büro arbeitet oder sowieso studieren geht?
    Die Quoten haben sich massiv verändert (zum Glück!) und wenn "unsere" Schüler*innen keine Ahnung von der Berufswelt und ihren Möglichkeiten erfahren, scheitern sie massiv im ersten Studienjahr. Brechen ab und wechseln den Studiengang bzw. wechseln eben zu einer Ausbildung oder dualem Studium (seltener). Das erlebe ich bei unseren (ehemaligen) SuS so oft. Diejenigen, die direkt ein duales Studium anfangen (und nicht unbedingt zu Ende machen, aber zumindest die Ausbildung in der Tasche haben...), handelt es sich um diejenigen, die die Berufsorientierung WIRKLICH ernst genommen haben (oder die Eltern). Und bei so vielen anderen ("Mach Abitur mein Kind, ich weiß nicht wofür, du hast einen 3er Schnitt aber du bist der erste der Familie und studierst dann") führt das oft zu einem Abbruch. Das Jahr hätte man sich sparen können, um DIREKT zu einem dualen Studium oder Ausbildung lotsen zu können (und DANACH studieren).

    man muss auch nicht im Museum gearbeitet haben (auch wenn es der Sinn des Berufsfeldpraktikums im Lehramtsstudium in NRW war, wo dann aber gefühlt 90% ein Praktikum in der Kita oder OGS gemacht haben), bei vielen KuK merke ich: sie haben eindeutig nie sozialversicherungspflichtig gearbeitet oder sagen wir es mal so: deren Jobs waren Taschengeld und sie haben nie aufgepasst, was Urlaubsanspruch, Krankheitsmeldung, Rentenbeiträge usw. waren.

    Arghhhhh....
    Das war nicht gestern (Rosenmontag), sondern letzte Woche (Studientag wegen Kollegiumsfortbildung). Sorry sorry, ich habe meine 9 ausgerechnet an keinem dieser Tage.
    Sorry sorry (meiner Schule wäre es vielleicht zuzutrauen gewesen und ich habe mir nur gemerkt, wie meine 9 so genervt war, dass "alle Anderen frei haben" (hatten die nicht, sondern Aufgaben. Hust Hust)

    ich habe auch vor 2 Tagen erfahren, dass am "Studientag" (unser pädagogischer Tag) Vera 8 ist, und die ZK fällt auch auf einem anderen, als Studientag markierten Tag (Abitur).

    ich habe als Lehrkraft, die keins dieser Fächer unterrichtet, nicht mal Zugang zu diesen Räumen und nur die jeweiligen Fachkolleg*innen können darein (Bio/Ph/Ch, Kunst, Musik, Sporthalle, Aula). Also muss auch Vertretung verschoben werden, manchmal mit klaren Anweisungen mit besonderen Kleingruppen des Faches (und jemand anders muss den Raum öffnen) (nur Kunst/Musik, nie NaWi)

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