Beiträge von chilipaprika

    oh mein Gott. Und ich bin manchmal über das Tempo am Gym genervt (und gelangweilt).
    Gut, dass ich nicht an der Hauptschule bin.
    (und deswegen kann ich wenig zu deiner Reihenplanung und Stunde sagen, weil es wirklich zwei verschiedene Welten sind (und das obwohl mein Gym wirklich schlecht ist)

    Der Umfang ist die Ableitung der Kreisfläche. Der Oberflächeninhalt ist die Ableitung des Kugelvolumens.

    Formeln werden in der SI für Klassenarbeiten auswendig gelernt, danach hat das Land was anderes entschieden (Formelsammlung).

    ich habe zu langsam getippt, also noch vor deinem Beitrag.
    Da ich nur in der Sek I diese ganzen Formelfächer hatte, kann ich die Entscheidung des Landes nicht beurteilen, aber zumindest meine Mit-SuS mit Mathe, Physik, Chemie in der Oberstufe hatten keine Sammlungen. Auch nicht im LK.

    Da mein Mathe-Unterricht grob da aufgehört hat, wo es anfängt spannend und schwieriger zu werden, kann ich es nicht beurteilen, aber:
    Wenn ich einige Sachen nicht auswendig gelernt hätte, hätte ich sie vermutlich nicht im passiven Arbeitsspeicher und kann sie nicht erkennen und also auch nicht danach suchen.
    Also grob ganz viele Sachen aus der Geometrie / Trigonometrie, Seitenlängen, Winkelberechnung, usw..
    Sind es nicht die Basis für irgendwas später, das ich wissen MUSS, weil ich selbst nicht mal darauf komme?

    Auch in Physik (?) (Ich habe es im Technikunterricht gelernt, glaube aber, es war Physik) die ganzen Berechnungen zu Strom und co, P=UI, U=RI (krass, ich habe es nachgeschlagen, wusste es aber noch, und ich habe es vor 30 Jahren gelernt), kommt man auf die Idee, irgendwo nachzuschlagen, wenn man es nicht vorher gelernt hat?

    Wie gesagt: ich versuche, offen für die Position zu sein, ich komme aus einem Bereich, wo es anders sein muss. So sehr ich den Ablatus Absolutismus verstanden habe, wenn ich im Vorfeld die Deklination nicht gelernt habe, wird es schwer mit dem Erkennen. Und greifbarer: Ja, der Engländer versteht mich vielleicht, wenn ich Vokabel nicht gelernt habe und kein einziges Verb konjugiere, aber es ist einfacher, wenn er auch versteht, ohne dass ich Pantomime mache und ob es in der Vergangenheit oder Gegenwart ist, da sind die unregelmäßigen Formen lernen nicht schlecht.
    Es ist für mich wie der Unterschied aktiv/passiv. Ich kann passiv echt viel in Italienisch oder Spanisch. Meine Kommunikation in Italien oder Peru war ... schwierig, weil ich nie Vokabeln gelernt habe und beide Sprachen verwechsle. In Italien kein Problem: Deutsch oder Französisch sprechen. In Peru war ich die ersten Wochen lost und hungrig.

    aber du hast selbst geschrieben, dass die Krankheitszahlen trotzdem drunter sind.
    Es ist also davon auszugehen, dass die Person auch krankgeschrieben wäre, wenn sie nur angestellt wäre.
    Dass man den positiven Punkt, dass Beamte kein Krankengeld haben, in Kauf nimmt und nutzt, heißt nicht, dass man ihn ausnutzt. Mein Mann hat ständig Mitarbeiter*innen im Krankengeld und regelmäßig Fälle, wo versucht wird, Lösungen zu finden, damit sie eben NICHT aus dem Krankengeld fallen (nach 78 Wochen).
    Ob ich (ich kann nur für mich sprechen) früher arbeiten gehen würde, hätte ich keine Lohnfortzahlung? Vermutlich. Wäre es gut? Nein. Wäre es gegen jeden ärztlichen Rat? Ja. Würde ich danach vermutlich noch stärker erkranken und vermutlich noch mehr Wochen ausfallen, als vielleicht geplant? definitiv.
    Rückseite der Medaille: der angestellte Mitarbeiter, der nur auf Ausnutzung des Krankengelds aus war (den gibt es sicher auch. Nach Abzug vieler arbeitsgebundenen Kosten kann das Krankengeld auch ganz nett sein,) kann bei Androhung der Aussteuerung nach 78 Wochen wieder gesunden, der Beamte kann schon viel früher in die DU geschickt werden.
    Ähnlich bei scheiternder Wiedereingliederung: dann ist man als Angestellter einfach weiter krankgeschrieben, beim verbeamteten Lehrer droht sofort der Amtsarzt und die DU. Glaub mir: DIE Angst ist nicht förderlich für den Wiedereinstieg, weil es eben kein Trial & error gibt.

    Ich stimme zu: das System kann ausgenutzt werden (und wird es sicher auch), aber ich hab im Krankenhaus genug Leute getroffen, die seit über 6 oder 12 Monaten im Krankengeld waren, zum Teil mit mehreren Unterbrechungen durch Arbeit und trotz finanzieller Einbüsse es von außen beobachtet vielleicht genossen.
    Oder vielleicht hatten sie sich damit abgefunden, weil der Körper einfach nicht anders konnte.

    So verrückt, hier in vielen Beiträgen zu schreiben "krank ist krank, NICHT antworten" und gleichzeitig von den einfachen Missbrauchsmöglichkeiten zu sprechen.

    Also muss die Deutsch/Philo-Lehrkraft, die Klassenlehrerin ist, überhaupt schwimmen können?
    Und eine gewisse Tiefe tauchen?

    Dieses "jede*r" von mir oder Valerianus (vermute ich) bezieht sich auf Sportlehrkräfte oder Leute, die das wollen.
    Wenn ich mich als Nicht-Sportlehrerin an eine Schule bewerbe und eine solche Bescheinigung nicht Bewerbungsvoraussetzung ist, dann nicht.

    Sorry, es ist eine Dienstpflicht, auf Fahrten zu fahren, aber ich reagiere langsam allergisch auf Kolleg*innen, die so viele tolle Ideen haben, aber nicht die Voraussetzungen im Vorfeld klären (habe ich das passende Personal dafür?).

    na schon. Wenn ich eine Quelle habe, die nach bestimmten Ereignissen entstanden ist, spielt es eine Rolle. Und natürlich bringt eine Datensammlung nichts, wenn ich nicht weiß, was der "Warschauer Pakt" ist, aber zu wissen, WANN es war, ist schon eine Hilfe und das sollte man im Kopf haben.

    Es kann aber auch nicht sein, dass Kollegen eine solche Fahrt (SPORT) planen und erwarten, dass Kollegen dafür die Voraussetzungen erfüllen.
    Das muss man schon von Anfang an haben.
    Und zwischen: in der Lage sein, diese Rettungsfähigkeit für Schulen zu schaffen und sich auf eine solche Fahrt einzulassen, ist auch ein Unterschied.

    Ich überlege die ganze Zeit schon, was allgemeine Rettungsfähigkeit heißt?

    Nur gültiger Erstehilfekurs, Rettungsschwimmschein Silber?

    Ergänzung, gegoogelt, feststehender Begriff in NRW bei Wassertiefe über 1,35 Meter.

    ein derart abgeschwächtes Rettungsschwimmschein Silber, damit alle Lehrkräfte ihn auch schaffen, die den brauchen.

    Das stimmt. Wie einfach man sich Wochen und Monate (bei Beamten) mal eben krankschreiben lassen kann, wurmt mich auch.


    Zitat von Dr. Cagliari

    Heftig, dass jedem direkt ein paar Beispiele einfallen.


    Tja. Wie wird immer so gesagt: Alimentationsprinzip. Das Beamtentum sieht eben vor, dass Leute nicht auf die Straße landen, wenn sie krank sind.
    und glaub mir: Ich hätte SEHR GERNE Krankengeld, um mich weniger unter Druck zu fühlen.
    (nein, ich bin nicht doof, ich "genieße" es auch, dass mein Geld weiterhin kommt.)


    Kein Mensch ist aus Spass wochen- oder monatelang krank.

    Ich konnte noch nie gut auswendig lernen. Vokabeln und Gedichte waren für mich immer eine Qual.

    Ich verstehe das, ich kann auch nicht so gut beschließen, was sich mein Gehirn merkt oder nicht.
    Aber ist es auch nicht eine Kompetenz, die man schulen soll? (ernsthafte Frage, weil ich auf die Schnelle gerade keine gute Begründung gebe, wann auswendig Lernen einen Vorteil hat. Also: schon, aber keine, wo ich weiß, dass "ihr" sofort was à la "kann man nachschlagen" entgegnet)

    Ich kann schon unterscheiden zwischen der Tatsache, dass ich fürs Abitur "alle" Städte und Flüsse Chinas, die geografische Verortung der Landwirtschaft und Industrie, usw. auswendig lernen musste (für Russland ähnlich) und es nicht unbedingt die logischste Kompetenz des Abiturienten ist und einige Geschichtsdaten auswendig können. (Oder gibt es in Geschichtsklausuren mittlerweile auch "Datensammlungen"?)
    Lege ich in der Englischklausur die Liste der irregular verbs aus?

    Damit das Gehirn das kann, muss man es ja trainieren..

    darf ich nach drei Tagen doch nachfragen, es ist nicht komplett weg von den letzten Beiträgen.
    Von welchen "Formeln" aus der Sek1 reden wir, die man nicht mehr auswendig lernen soll (weil Formelsammlung dabei). Flächenrechnungen? Volum? Pythagoras? Binomische Formeln?
    Ist es tatsächlich so?

    Ich verstehe immer mehr, warum die Schüler*innen kein Französisch/Latein mögen und auch nicht lernen können. Sie lernen nie irgendetwas auswendig, sondern "verstehen" es nur (bzw. glauben).

    (Mein Mann war letztens irritiert, weil mein 4jähriger Neffe, 2. Vorschuljahr, zum Muttertag ein Gedicht aufgesagt hat (mit Hilfe, wie man im Video meiner Schwester sieht). Dann haben wir uns über Gedichte auswendig lernen unterhalten, er kannte es gar nicht aus der Schulzeit, ich musste es bis zur 9. Klasse machen. Bis zur 5. Klasse quasi jede Woche, 6.-9- Klasse viel unregelmäßiger.
    Dass meine Deutschkinder keine Gedichte lernen, wusste ich logischerweise, aber ich dachte, in Mathe würden die Formeln erst in der Oberstufe zu kompliziert sein.

    Ich war diese Woche in der Schule ein Dokument abgeben (ich wohne vor Ort, es ist nur ein Spaziergang) und bin SuS begegnet. Neben einigen. die mich gefragt haben, ob sie mich wieder haben können, hat mir einer der schwierigsten 8. Klässler (der schon kein Schleimer ist, wenn man ihn unterrichtet), dass er eine 3 hat. Auf meine Frage, ob es an mir lag, dass ich zu streng sei, weil er bei mir 4 bis 5 stand, hat er mir erklärt, dass nein, er hätte bei mir abgefangen zu lernen, weil es bei mir so wichtig sei, dass alle lernen, und immer wieder geholfen wurde, knd es hätte ihn wieder auf Spur gebracht.

    Ich hab den Weg nach Hause in Tränen verbracht (bin gerade ziemlich emotional), ich halte mich bei weitem nicht für eine sehr gute Lehrerin und das erste Halbjahr war gesundheitlich sehr schwierig, ich hab mich in dieser Klasse seeeehr abgearbeitet, insbesondere an diesem Kind.

    Ich vermisse die Schule. Und freue mich, wenn icv wieder dahin darf und kann.

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