als Politiklehrerin bin ich ja dran gewohnt, in der siebten Klasse das Wort "Freizügigkeit" einzuführen, ist ja kein Ding.
Dass ich mir vor 10 Tagen in meiner 11. Klasse Französisch (Thema: Europa) anhören musste, dass meine Vokabelliste einen Fehler hat, weil das Wort nicht existiere (und wenn dabei daneben "liberté de circulation" steht, kann ich davon ausgehen, dass es auch verborgene Wörter aus den Gehirnwindungen reaktiviert...), fand ich ... interessant. Zum Glück nur ca. ein Drittel des Kurses...
Vor 2 Monaten im selben Kurs: irgendwas war ein "Grand écart entre x et y ...", ich übersetze und sage, dass der Spagat wie auf Deutsch doppeldeutig ist. Eine (!!) Schülerin von 15 kannte die übertragene Bedeutung von Spagat. der Rest hielt es für eine Verrücktheit meinerseits.
Als Nicht-Muttersprachlerin bin ich es eh gewohnt. Das hatte ich vor 2 Jahren in einer Deutsch-EF-Lerngruppe. Ich schreibe an der Tafel irgendetwas mit "ob und einem Nomen im Genitiv". 10 Minuten Diskussion, Herausholen des digitalen Wörterbuchs, Nichtglauben... in der Pause gingen dann (abgesprochen) ca. 5-6 SchülerInnen zum Kollegen im Nachbarraum, um ihn zu fragen. Zum Glück kannte er das Wort und unterstützte mich .... mit dem Nebensatz, dass es veraltet sei und man sowas nicht kennen müsse.
Vielen Dank...