Beiträge von chilipaprika

    Ok. Ich fange gerade erst an, mit Découvertes zu arbeiten.
    Für ein anderes Lehrwerk hätte ich dir ein paar Sachen schicken können.

    Hast du auf der Klett-Seite geguckt? Da gibt die Stoffverteilungspläne und ziemlich viele Materialien (zumindest die Investition im Online-Zugang, kann interessant sein. Kostet glaube ich 12 Euro (oder 20?) und du hast unbegrenzt Zugang (für ein Jahr). Es sind sehr viele Sachen, die auch an den Lehrwerken angepasst sind. (und an den Abiturthemen, usw..)
    und wenn du unsicher bist, gibt es auch die Lehrerhandreichungen mit sehr gut ausgearbeiteten Stundenabläufen, usw.. Kostet natürlich alles Geld.

    Chili

    Du brauchst keine bestimmten Wörter.

    Du redest, langsam und deutlich, ganz normal. Wenn man bestimmte Wörter immer wieder deutlich verwendet, werden sie den SchülerInnen irgendwann klar.

    "Klassenbucheintrag" gibt es meines Wissens nicht als Wort, und garantiert nicht in einer Liste für FranzösischlehrerInnen ;)
    Aber du kannst zum Beispiel sagen "j'écris ton nom dans le cahier de textes", und wenn du entsprechend zeigst, wird es klar.

    Wenn ich neue Französischklassen bekomme, mache ich in der ersten Stunde immer eine Liste von "classroom sentences". Die SchülerInnen müssen selbst ausfüllen und dann vergleichen wir die Ergebnisse.
    Alle wichtigen Sätze wie "Bonjour! Au revoir! Bon week end! À la prochaine fois!", aber auch "Pardon, j'ai oublié mes devoirs." "Excusez-moi d'être en retard" oder "Je n'ai pas compris", "Comment on dit XY en francais?", etc...

    und einfach fragen "Was sagt der Lehrer für "Öffne dein Buch Seite 50", "Wer will lesen?", "Sei still, hör auf zu reden"...

    Du kannst also direkt festlegen, welche Sätze du gerne hören möchtest und sagen wirst. Gleichzeitig ist es eine Wiederholung für die SchülerInnen, eine Reaktivierung nach den Ferien und du kannst abchecken, welche besonderen Sätzen in den Klassen herrschen.
    Der Rest kommt nach und nach...

    Viel Erfolg!

    Chili, die sich gerade bedankt, weil sie daran erinnert wird, das Arbeitsblatt zu aktualisieren ;)

    Hallo!

    Die Anfrage geht hier insbesondere an Nele, aber es haben sich in den entsprechenden Threads immer genug Leute beteiligt, vielleicht können andere etwas beisteuern.

    Ich habe demnächst eine Prüfung in (vergleichender) Erziehungswissenschaft (also nicht das Lehramtsstudium begleitende Studien, sondern das Hauptfach Erziehungswissenschaft) und mein Thema ist "Trennung von staatlicher Schule und Kirche (in Deutschland und Frankreich)".
    Ich habe einige Bücher aus Frankreich, in der historischen Chronologie stehe ich zur Zeit in einem (sehr dicken und ausführlichen) Vergleichsbuch gerade bei 1848, weiß aber, dass ich mit der deutschen Seite mehr Probleme bekomme als für die französische Seite.

    Hätte jemand ein paar Literaturtips für mich? Insbesondere Artikel wären super, da ich sonst nur Monografien habe, die einfach viel zuviel werden. Ich nehme aber alles an!

    Themen, die mich besonders interessieren (zur Erläuterung):

    - warum hat man sich nie vom Reliunterricht gelöst? (im Vergleich zum Beispiel mit Frankreich, das einen ganz anderen Weg eingegangen ist)
    - Die Nazi-Zeit und deren Folgen: also der Moment der Verankerung vom Reli-Unterricht im Grundgesetz.
    - Konkordatslehrstühle, Bezahlung von RelilehrerInnen, Kosten von Ersatzsschulen

    Ich bin dankbar für alle Hinweise, seien es Artikel, Bücher, Internetlinks oder eigene Ideen.

    Allerdings: bitte hier keine kontroverse Debatte darüber, ob ich eine böse Verfassungsgegnerin sei.

    Chili

    was heißt denn, Deutsch als 2.Fach ist lächerlich?

    Sei mir nicht böse, aber so wie es sich hier darstellt, ist dein Deutsch nicht so gut, als dass ich mir dich als Deutschlehrerin vorstellen könnte :(


    Ich hatte das so verstanden, dass sie eben weiß, dass sie keine Deutschlehrerin wird. Oder?

    Falls du tatsächlich meintest, Deutsch, klar hast du genug Stunden: ich bin als Nicht-Muttersprachlerin sicher keine gute Ansprechspartnerin, aber ich würde mich von der Idee verabschieden. Habe dich allerdings eben anders verstanden.

    Chili

    Hallo!

    Du musst bei OBAS ca. 20 Stunden in dem 2. Fach haben, du könntest eine Anfrage bei der Bezirksregierung stellen.
    Was für eine Pädagogik hattest du denn in Russland? War das die Schulpädagogik, wie die LehrämtlerInnen es hier in Deutschland haben? Oder war das die reine Fachwissenschaft, wie das Unterrichtsfach Erziehungswissenschaft / Pädagogik?

    Was sagt dein Schulleiter? Würde er dich zum Beispiel nehmen, wenn er Englisch ausschreiben würde? Hätte er Interesse? (so dass er zum Beispiel bei Bedarf Englisch / Päda ausschreiben würde?)

    Pädagogik ist auch kein großes Mangelfach.

    Chili

    Das Problem ist nur, dass dein Deutsch eventuell nicht gut genug für eine Deutschlehrerinkarriere ist.
    Russisch nachmachen dauert natürlich ziemlich lange. Und soooviele Stellen gibt es für Russisch auch nicht.

    Ich würde es an deiner Stelle eher mit der PE versuchen. Oder sogar mit OBAS? Hast du schon 2 Jahre Arbeit nach dem Abschluss? Oder du machst eben die PE und dann OBAS (mit Deutsch als zweites Fach). Da du nach der PE einen Vertrag angeboten bekommst, steht es dir frei zu entscheiden, ob OBAS dir zuviel wäre (wegen Deutsch)

    Chili

    oh, das klingt gut! Ich glaube, genau danach habe ich gesucht.
    Gut, wenn die Schwiegereltern einen Bauernhof haben, da kann ich es sicher irgendwann machen und in sowas wie einer Scheune (bin Stadtkind...) trocknen lassen...

    Chili

    Die Papiere kenne ich, aber es ist eben nicht schön. *Line* meinte aber, sie hat Papier gefunden, das auf der einen Seite weiß ist, und auf der anderen Seite nicht.


    Meine Idee, um meine schon bestehenden Memorys, Quartetts, Dominos, usw.. blickdicht zu machen, war sie einfach alle mit der Rückseite nach oben auf den Tisch zu legen und sie in einem Bastelnachmittag alle zu bemalen. Also einfach dickeren Pinsel nehmen und alle (schon laminierten) Rückseiten des einen Spiels blau, grün oder rot zu machen. Hätte auch den Vorteil, dass ich nicht mehr alles penibel abzählen muss, weil ich die eben unterscheiden kann.
    Ich war aber bis jetzt noch nie genug motiviert, um eine Probe zu machen.
    Glaubt ihr, es geht? Es muss nicht perfekt aussehen, also es dürfen ruhig Pinselspuren drauf sein.

    Chili

    also ich wäre gerne an dieses zweifarbige Papier interessiert. Hast du ein Link?

    Bei Memory oder Kartenspielen ist es wichtig, dass es nicht durchscheint, sonst sehen die Kinder das Bild / Wort von der Rückseite aus und suchen sich dann das passende Bild aus (bei Memory oder bei Quartett zum Beispiel)

    Chili

    Mein Freund ist auch in ein eher hysterisch-verzweifeltes Lachen ausgebrochen, als ich ihm den Beitrag vorlas. ;)

    Ja, ich finde den Stundenplan - wenn auch nicht optimal - erträglich, manchmal liegen die Hohlstunden so, dass man jeden Tag 2. - 8./ 9. Stunde hat, da finde ich mal sehr lange, mal sehr kurze Tage, viel besser.

    Allerdings darf man bei dem Vergleich mit anderen Vollzeit-ArbeitnehmerInnen nicht vergessen, dass wir nur die Hälfte von unserem Job in diesem Zeitraum erledigen. Und dass die wenigsten von uns einen realen Arbeitsplatz in der Schule haben. Ich hatte letztes Halbjahr 9 Hohlstunden (bei 14 Stunden Unterricht, insgesamt an 2 Schulen), 5-6 davon habe ich immer gut gefüllt, aber auch nur, weil ich als Vertretungslehrerin eh keinen großen Anstand gemacht habe, das Kollegium kennenzulernen und ich also immer in die Bibliothek zum Arbeiten verschwunden bin. Sonst hat man immer Gespräche (die auch wichtig sind), Kontaktpflege, usw.. Es bedarf also schon großer Disziplin, seine Freistunden so zu organisieren, dass man nicht die Zeit vergeudet.
    Chili

    Hallo!

    9 Hohlstunden sind natürlich ganz viel, aber: dir wäre auch nicht viel geholfen, wenn du um 16uhr30 statt 17uhr30 fertig wärst oder?

    Ich sehe das so: 3 mal pro Woche kannst du die Kinder zur Kita / Schule bringen und 2 mal pro Woche abholen bzw. zu Hause sein. Für einen Vollzeitstundenplan gar nicht sooo schlecht, oder?

    Chili

    Bei der PE bräuchtest du doch auch ein zweites Fach oder? Wäre es denn bei dir Russisch?
    Solltest du sonst ein Sachfach (also ein Nebenfach von deinem Anglistik-Studium) nehmen, sehe ich Probleme aufgrund der deutschen Sprache auf dich zukommen.

    Chili


    Naja, meine Kindheit habe ich nicht im deutschsprachigen Raum verbracht, kann also nichts dazu sagen. und: ich unterrichte und lebe nunmal im Hier und Jetzt, weswegen die jetzigen Diskriminierungen mir jetzt wichtig sind.

    Ich lasse dir gerne deine Erfahrungen, möchte sie aber leicht anzweifeln.
    Aus der Diversity-Literatur (alternative Schlagwörter: Pädagogik der Vielfalt, Interkulturelle Pädagogik (ja, Kultur ist nicht national gedacht), vorurteilsbewusste Erziehung, Anti-Bias, Social Justice ...) ist mir das mit dem Einzelkind nie vorgekommen.
    Sollte ich es aber zum Beispiel in meinem Klassenraum oder auf dem Pausenhof hören, würde ich (fast) genauso energisch dagegen reagieren, als wenn Schüler sich "Behindert" oder "schwul" an den Kopf werfen. Aus meinem Klassenraum ist mir auch "Jude" nicht geläufig, es ist aber zur Zeit in einigen Schulen aktuell, das würde ich genausowenig dulden wie "Opfer" oder Ähnliches.

    Chili

    Natürlich kann "Du Einzelkind" als Schimpfwort verwendet werden. Gerade in Kontexten, in denen einer Person Egozentrismus, mangelnde soziale Fähigkeiten oder fehlender Wille etwas mit jemandem zu Teilen unterstellt werden soll, kann dieser Vorwurf sehr gut mit "Du Einzelkind" untermauert werden. Wird also oftmals eindeutig abwertend und negativ besetzt verwendet.

    Silicium: es macht doch einen Unterschied, ob ich mit einer anderen Mutter tuschle, dass der Kevin von Frau Müller echt unmöglich ist, das liegt sicher daran, dass es ein Einzelkind ist, oder ob Marcel dem Lukas sagt "bist du schwul oder was?", weil Lukas sich neben Martin hinsetzt. "Dein Stift ist voll Einzelkind" ist auch nicht so häufig wie "Dein Stift ist voll schwul" (weil der Stift nicht schreibt, kapput ist, oder runtergefallen ist, usw...)

    Chili

    (Alternative: "Dein Stift ist voll behindert")

    mir ist es persönlich ziemlich egal, was coco denkt.

    Aber es gibt doch einen Riesenunterschied zwischen "Einkind-Familie" und "schwule Partnerschaft", schon alleine, weil "du Einzelkind" kein Schimpfwort ist.

    und weil nicht alle Kinder in solchen toleranten Familien aufwachsen wie unseren, wo regelmässig Kontakte zu andersaussehenden, anderslebenden, usw.. stattfinden (ernst gemeint, ich weiß, dass meine Kinder diesbezüglich nie Probleme haben sollten), bedarf es _auch_ von Kinderbüchern, weil Kinderbücher nunmal eine Sozialisationsfunktion haben. Damit Kinder etwas von der Welt erfahren, die sie vielleicht nicht kennen.

    Chili

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