Beiträge von chilipaprika

    dort schaut man sich dann Klassen von Mentorinnen an bzw. unterrichtet diese?

    bei zwei Langfächern wären doch prinzipiell 3 Klassen möglich? Grundsätzlich ist es also so, dass 10Stunden vorgesehen sind, man aber durchaus gerne mehr übernehmen kann in Rücksprache mit der Schule? Musst du denn mehrere Klassenstufen zeigen oder ist das dein persönlcher Antrieb wegen der Klassensituation?


    überleg mal scharf.. Tut mir leid für die scharf formulierte Frage, aber bist du gerade auf die chilligste Ausbildung aus? oder willst du was lernen?
    Was bringt es dir, wenn du Englisch nur in 6 und 7, Deutsch nur in 8 und 9 untertichtest? ja, du musst alles zeigen.
    im Ausbildungsunterricht darf ich nie die selbe Lerngruppe zweimal haben und der selbe Jahrgang geht nur mit guter Begründung und sie ist bei deinen Fächern nicht gegeben. Du sollst auch genug Oberstufe haben und zeigen...
    und ich muss doch für mich auch üben können. in NDS habe ich quasi alle 2 Wochen einen UB. Da ich nicht den Eindruck habe, ein Lehrergenie zu sein, freue ichmichüber jede Stunde, die ich mit Fachkollegen im Ausbildungsunterrichtvorbereiten, halten und nachbesprechen darf.

    chili

    du hast aber mehr als 1 Denkfehler:

    1) im Quartal meines Examens werde ich auch vermutlich 14 Stunden haben. und du mindestens auch wenn du in NDS bist. ich mache nicht aus Spass 12 Stunden, weil ich eine Streberin bin. Wenn du ein Langfach hast, kriegst du kaum Praxis wenn du nur 10 Stunden hast. mit F habe ich schon 10 Stunden. Wenn ich PW nehme, dann hab ich ein Quartal französischfrei. ich muss aber Praxis in vielen Stufen erhalten, meine Klasse wikl ich nicht ständig in UBs zeigen (ich hab schliesslich da keine Betreuung).

    Meine Examenskurse werden im AU sein (-> Betreuung!!), also hab ich mindestens 6 + 4 + 2/4, je nachdem wo meine Oberstufenlerngruppe ist.

    2) mit 2 Langfächern wirst du nie 6/6/6 haben, guck dir die Stundentafel an.
    du wirst vll in einem Quartal unter 10 sein, aber auch mal weit drüben. und selbst wenn bei uns das Seminar meinte, nicht zuviele Stunden machen, ICH wikl nicht nur ein einziges Mal in der Oberstufe sein und dann ausgerechnet in der Lehrprobe... also freue ich mich nicht unbedingt über die 10 Stunden. Klar, wenn ich im LK ab Februar gehe, freue ich mich und mache nur 10 Stunden, werde aber ein Quartal lang in einem Fach nur meine eigene Klasse zeigen können, die große Defizite hat und wo ich keine Hilfe bekomme.

    Chili

    ja.

    die BDU/UieV-Zahlen sind aber eine Zahl für die gesamte Ausbildung. Insgesamt also 18 Stunden. In NRW auf 2 Halbjahre. in NDS auf 3 Halbjahre.

    Zumindest in NDS ist die 10 Stunden gesamt eine Mindestzahl. Wer zum Examensanmelden keine 60 Stunden in 6 QUartalen hat (ja, verwirrend, manchmal in Quartalen, manchmal in Halbjahren...) vorzuweisen hat, kann nicht abschliessen.

    Chili

    im ersten Quartal ist man nur unter Anleitung, ab dem 2. Quartal hast du natürlich in deinen AU-Stunden Anleitung, aber sie hängt stark vom Betreuungslehrer ab.

    in NDS sind die 4 Stunden "Ausbildungsunterricht" auch keine Hospitation. Hospitieren in dem Sinne von Beobachten dürfen wir grob maximal 2 Wochen zu Beginn eines Quartals in den Ausbildungslerngruppen. Dann geht es aber los ;)

    14 Stunden finde ich auch viel, wobei ich 10 ehrlich gesagt wenig finde.
    Klar hat man viel vorzubereiten, aber je weniger Stunden, desto weniger Lerngruppen. Ich habe freiwillig 12 Stunden gehabt, werde es im nächsten Quartal weiterhin haben, weil ich sonst in einem Fach nur eine Lerngruppe hätte und ich die Korrektur der Betreuungslehrer haben möchte. Insbesondere im Hinblick aufs Examen später ist es gut, viel Erfahrung zu haben und auch viele Lehrerpersönlichkeiten kennengelernt zu haben.

    Chili

    Ah, ok. Gut, dass du das richtig stellst. Dann ist es ja auch fast wie in Bayern -- nur halt besser verteilt.
    Ich fasse also zusammen:
    1. Quartal: 14 Std hospitieren
    2. bis 5. Quartal: ca. 9 Std eigenverantwortlich + 14 Std ausbildungsbezogen unterrichten.
    6. Quartal: 14 Std unterrichten + Abschlussprüfungen.
    Stimmt das so?

    1. und 6. Quartal: die 14 Stunden sind kein "Hospitieren". Im ersten Quartal hat man schon sehr schnell ein paar Stundenphasen zu übernehmen, dann Stunden, dann Reihen. Im 6. Quartal hast du 14 Stunden Ausbildungsunterricht. Also eben Unterrichten, aber immer unter "Anleitung".
    Unter Anleitung bedeutet übrigens, dass du sehr schnell alles selbst machst, nur ist ein anderer Lehrer immer im Raum, der davor und danach mit dir bespricht, ob deine Planung okay war, dein Tafelbild, dein Lehrerverhalten, usw...


    Zitat


    Bei uns gab es im ersten Halbjahr Seminare in Schulrecht/Schulkunde, Staatsbürgerkunde, Fachdidaktik, allg. Päd und Schulpäd.
    Die ersten beiden gibt es in NRW gar nicht?

    Was ist mit der schriftlichen Hausarbeit zum Ende hin? Gibt es die?

    Nee, Schulrecht und Staatsbüergkunde ist glaube ich etwas besonders Bayrisches...

    Das mit der schriftlichen Hausarbeit wurde geändert und ich will keinen Quatsch (ich selbst bin nicht mehr in NRW). Also ohne Gewähr: es gibt auf jeden Fall keine Arbeit mehr. Dafür glaube ich eine Art Portfolio. Wie dieses Portfolio zu führen ist, benotet wird, usw... weiss ich nicht.

    Ich würde aber das mit einer Arbeit unabhängig der Entscheidung belassen. Diese Arbeiten sind nämlich in jedem Bundesland so anders, dass man sich kaum etwas darunter vorstellen kann.
    Als es noch Arbeiten gab, durfte es zb in NRW kein Gegenstand aus dem Unterricht sein und nicht aus dem (Fach)Lehrplan entwachsen sein. Sondern zum Beispiel Themen wie "Schüler-Firma", "Entwicklung zur Ganztagsschule", usw... behandeln.
    In NDS schreiben wir auch noch beim "verkürzten" Ref eine Examensarbeit. Sie soll aber explizit 2-3 Unterrichtsstunden behandeln und reflektieren.

    Chili

    was sollst du dabei lernen, wenn du "nur" hospitierst?
    Natürlich kann es vom Betreuungslehrer abhängen, vielleicht will er ab und zu selbst Sachen machen und die Richtung korrigieren, aber nein, du sollst 14 Stunden unterrichten.
    Es waren vorher (24 Monate-Ref) 12 Stunden. Es sind jetzt 14.

    Chili

    Also: du unterrichtest selbstverständlich fast durchgehend 14 Stunden in NRW!

    nur hast du halt 9 Stunden alleine eigenverantwortlich, und den Rest mit einem anderen Lehrer. Du gehst in seine Klasse, beobachtest / hosptitierst ein paar Stunden und dann übernimmst du.

    Chili

    Ja, natürlich gilt es für Gymnasien, danach hast du schliesslich gefragt ;)

    Ja, 18 Stunden sind deine "Schuld", auf 2 Halbjahre verteilt. Da die Ausbildung in NRW nicht mehr zum Halbjahr beginnt, ist das erste Quartal zum Hospitieren und Einsteigen. Das letzte Quartal ist für die Prüfung vorgesehen, da hat man keinen eigenen Unterricht mehr, sondern "nur" noch 14 Stunden Ausbildungsunterricht.

    Chili

    Hallo!

    Ob du in einem neuen Bundesland von Beginn an wieder einsteigst oder eine Anerkennung hast und dann eine Kürzung der Ausbildungsdauer (aber wo ist die Kürzung?), musst du ja selbst bei den KMs ermitteln.

    hier Beschreibung:

    NRW:
    14 Stunden an der Schule (in Klassen, also nicht die Freistunden, natürlich :-D), über 18 Monaten
    Ref-Beginn in Mai oder November
    ab Aug/Sept bzw. Februar dann auch eigenverantwortlicher Unterricht 9 Sunden. (je nach Fächerkombi kann es 8-10 werden. Hauptsache, du hast über 2 Halbjahre 18 Stunden).
    Es ist dein BDU (bedarfsdeckender Unterricht). Daneben hast du noch 5 Stunden (bzw. bis 14 Stunden) AU (Ausbildungsunterricht), in dem du hospitierst (kurz!) und dann Stunden / Reihen hälst.
    Über die Zeit der Ausbildung hast du 10 Unterrichtsbesuche. 5 pro Fach. einige sind unbenotet, andere ja.
    Am Ende hast du an einem Prüfungstag die UPP (unterrichtspraktische Prüfung) in deinen 2 Fächern und eine mündliche Prüfung (Kolloquium).
    Da das Ref 18 Monate dauert, bist du Ende Oktober oder Ende April fertig.

    Es gibt Sitzungen am Seminar, an 1-2 Tagen bzw. Nachmittagen: Allgemeinpädagogik, und die Fachdidaktik deiner 2 Fächer.


    NDS:
    auch 18 Monate.
    Ref-Beginn zu August oder Februar (ca. 20. Januar in der Regel, um die Intensivtage zu haben, bevor du an der Schule bist)
    Von Beginn an UieV (Unterricht in eigener Verantwortung). In der Regel 6 Stunden. Prinzip: über 3 Halbjahre auf 18 Stunden kommen. das sind deine Klassen, da bist du alleine.
    Zusaätzlich dazu gibt es Ausbildungsunterricht, insgesamt bis 10 Stunden.
    Der Ausbildungsunterricht wechselt zu jedem Quartal (Februar, Mai, August, November).
    In jedem Quartal hast du pro Fach 2-3 Unterrichtsbesuche.
    Im 3. und 4. Quartal gibt es da auch Lehrproben, eine pro Fach (also insgesamt 2 in den 2 Quartalen), da musst du in den Entwürfen viel ausführlicher darstellen, was deine Planung ist. (bei den anderen Entwürfen hast du "nur" den Stundenverlauf zu dokumentieren).
    Einige Seminare bieten im 2. Quartal Übungslehrproben an. Sie sind von der PO nicht zwingend, die Seminare können, müssen sie aber nicht anbieten.

    Es gibt Sitzungen am Seminar. an meinem Seminar sind es 2 Nachmittage pro Woche, keine Ahnung, ob alles es so regeln.


    Sowohl NRW als auch NDS ist deine Bezahlung fix. Klar gibt es Familienzuschläge, in NRW auch Weihnachtsgeld (in NDS nicht!).
    Anders als in Bayern hast du aber nicht diese regelmässige Möglichkeit, durch deine Stundenerhöhung auf 16-17 Stunden deutlich mehr zu verdienen.
    In NRW können zusätzliche Vertretungsstunden bezahlt werden, aber die Regeln sind so, dass ich niemals darauf zählen würde. Von der Bezahlung her ist Bayern also eindeutig am Höchsten.


    In NRW machst du dein Ref in 2 Fächern, du kannst sie von deinen 3 Fächern auswählen (also kann das Erweiterungsfach eins der 2 Fächer sein).
    In NDS auch. Offiziell gibt es auch die Möglichkeit, 4 zusätzliche Stunden zu machen, so dass du auch in einem 3. Fach ausgebildet wirst. Es hat aber keinen Einfluss auf die Einsatzfähigkeit später.

    Chili

    Politik/Wirtschaft ist _jetzt_ ein "semi-hartes" Mangelfach. Also kein richtiges Mangelfach aber gesucht.
    In NDS. Mit Geschichte in der Kombi glaube ich nicht, dass es interessant bleibt.

    Wenn du weißt, dass du nächstes Wintersemester neu beginnst: geh doch jetzt ins Ausland. Mit oder ohne deine jetztigen Fächer. Mach Au-Pair, Praktikum oder Sprachkurs... (ich würde eher für Au-Pair oder Praktikum, auch außerhalb der Schule!!, werben)

    Chili

    Sagen wir es mal so:

    du studierst zur Zeit ein nicht besonders gefragtes Hauptfach, dafür muss aber jeder Schüler jedes Jahr 3-5 Stunden Deutsch in der Woche haben.
    Dein zweites Fach ist _eigentlich_ ein Fach, wo es rein theoretisch nicht genug LehrerInnen an den Schulen gibt. Liegt aber daran, dass Schulen oft Politik fachfremd unterrichten lassen, insbesondere in der 5/6. oder es über Vertretung regeln. Wenn ich die Sicht einer Schulleitung übernehme, kann ich es verstehen, denn zuviele SoWi-LehrerInnen an einer Schule machen einiges in der Stundenplanung kapput, da sie fast ständig ihr zweites Fach unterrichten müssen. (wenigstens hast du nicht SoWi mit Geschichte oder Erdkunde kombiniert).
    Mit Französisch würdest du ein Hauptfach nehmen, erhöhst somit deine Einstellungschancen. 2 Hauptfächer und 1 Nebenfach ist schon besser als 1 Hauptfach und 1 Nebenfach. Mit einem Nebenfach würdest du nicht deine Chancen verbessern, es sei denn, es wäre Physik :D

    du sollst dir die eintscheidende Frage stellen: Kannst du dir vorstellen, 18 Stunden die Woche Französisch zu unterrichten? auch in der Oberstufe? (wenn du die Sek II-Erweiterung machst). Wird deine Sprache gut genug sein. Ich bin froh, dass du den Auslandsaufenthalt einplanst.

    Meiner Meinung nach ist die Kombi eine wunderschöne Kombi. Im Idealfall bei guter Gewichtung im Stundenplan schön abwechslungsreich ;)

    aber ich würde sie nur nehmen, wenn du für das Fach brennst. Wenn du "nur" deine Einstellungschancen erhöhen willst, dann mache Zusatzqualis und konzentriere dich auf die bestmögliche Abschlussnote.

    Chili

    IUnd wenn es denn nicht "erniedrigend" ist, Chili, wieso dann doch einen Brief an die Eltern? Was ist es denn dann? Eine nicht-erniedrigende, aber dennoch mindestens mittelschwere Beleidigung? Solche Unterscheidungen führen doch zu nichts.

    Aber ich will diesen 'Richtungsstreit' entlang erotischer Etikette auch gar nicht weiterführen, meine Meinung ist damit klar.

    SchülerInnen bekommen von mir auch Klassenbucheinträge und Briefe an die Eltern, wenn sie "nur" Quatsch, Störungen, unpassendes Verhalten, usw... veranstalten. Nicht nur für erniedrigend.

    Ich bin übrigens die ganze Zeit davon ausgegangen, dass es irrelevant ist, ob es einen Wahrheitsgehalt hat oder nicht. Es ist unpassend, vulgär und ich dulde es nicht. Punkt.
    Wenn er geschrieben hätte "Nachbar ist schwul" würde ich den Eltern auch einen Brief senden, dass der Junge den Unterricht stört und versucht, andere Schüler zu beleidigen. Von "erniedrigend" würde ich aber die Finger lassen, weil ich sonst die bei putertierenden Jugendlichen existierende latente Homophobie übernehmen und unterstützen würde.
    und vulgäre Sexualität hat nichts im Klassenzimmer zu suchen, egal ob es Realität, Tratsch oder Lüge ist.

    Chili

    Hallo!

    Nein, so sehe ich das nicht. Ich versuche es klar zu erklären, auch wenn ich es scheinbar schwer verständlich mache.

    Der Sachverhalt "Ordner anlegen, unsachliche Beschriftung, vulgäre Sprache" ist einfach gar nicht in Ordnung und ich würde es auch mit einem Brief an die Eltern mit Besinnungsaufsatz mit genauem Wortlaut versehen.
    Sexuelle Sprache / Geschichten über sexuellen Praktiken haben nichts in meinem Unterricht zu tun, und noch weniger in einer vulgären Sprache.

    Wenn man die sexuellen Sachen umformuliert "X macht eine Fellatio", frage ich mich, wo das "erniedrigende" (einzig und alleine um dieses Wort geht es mir hier. Mit dem ganzen Rest gehe ich konform) ist.

    1) es ist erniedrigend, weil es ein Junge ist.
    -> dann übernehmen wir die homophobe Handlung des Schülers

    2) es ist erniedrigend, weil es ein Mädchen ist (nach dem Motto, "es ist eine Schlampe")


    Ist eine Fellatio erniedrigend? für wen?

    Wie schon gesagt: ich würde es in meinem Unterricht nicht dulden. Aber erniedrigend ist es für mich nicht. Sonst übernehme ich damit die beleidigende unreflektierte Absicht des Täters.

    Chili

    hm, es mag eine sprachliche Sache sein, aber selbst nach Durchblick im Wörterbuch ( bin nicht Muttersprachlerin), finde ich es nicht erniedrigend.
    Unpassend, ja. Fehl am Platz und Verletzung der Privatsphäre oder Ähnliches, aber erniedrigend wäre es für mich, wenn ich etwas peinliches erzählen würde, was man nicht machen darf.

    Chili

    Würdet ihr dann das Ganze auch als "erniedrigend" / "herabwürdigend" einstufen, wenn es sich um eine Nachbarin handeln würde?
    Ich meine, keine Frage, das Verhalten ist nicht zu dulden und hat nichts in einem Klassenzimmer zu suchen, aber ich habe mich gefragt, ob da nicht gleichzeitig eine latente Homophobie (Homoangst) ist, die vom Schüler ausgeht und man als Lehrkraft dann übernimmt.

    Chili

    und selbst, wenn du dann eine Sondergenehmigung hast: wer stellt dich an, wenn die Schulen Angebote mit HauptfachlehrerInnen auf dem Markt haben... (und bei der derzeitigen sich anbannenden Übersättigung am Gymnasialbereich gibt es genug von den LehrerInnen...)

    chili

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