Beiträge von chilipaprika

    spontan:

    - höheres Brutto für ähnliches aktuelles Beamtennetto
    - arbeitsrechtliche Regelungen zur Arbeitszeit und Mehrarbeit durch besondere Projekte (Klassenfahrten, Projekttage, usw..)
    - angemessene Bereitstellung von Arbeitsmaterialien
    nur als erste spontane Ideen ...

    Wisst ihr was? Ich freue mich, dass hier "alle" (naja, die Schreibenden) entsetzt sind.
    Natürlich sind auch 30 Jahre seit meiner eigenen Schulzeit vergangen, aber ich habe auch schon Schulaustausche in den letzten Jahren gemacht und hatte genau das Thema dort mit-aufgeschnappt, weil es einen konkreten Fall gab und einen Fortschritt seit den 90ern konnte ich kaum sehen, die Deutschlehrerin (in Deutschland sozialisiert) war außer sich.

    Ich kann also zum Teil (kaum an den hiesigen Fall angepassten) O-Töne wiedergeben:
    "das Mädel soll sich nicht aufregen, war nur blödes Rumalbern".
    "wenigstens hat ihr jemand Zuneigung gezeigt".

    "war auf den Klamotten, ist doch alles in Ordnung".
    die viel schlimmeren Antworten der Schulerzieher*innen der 90er gebe ich lieber nicht wieder.

    Selbst, wenn Schulregelungen einem nicht viel Freiheit lassen, müssen wir immer zeigen, dass sowas nie geduldet wird. NIE. und da kann / soll man eben alle Bandbreiten besagter Regelungen ausnutzen.

    Auch eine geringe Nebentätigkeit muss angemeldet und genehmigt werden.

    WillG tatsächlich ist mein Ärger nicht auf die Beurlaubung bezogen, ich bekäme sie nie, sondern auf Teilzeit und/oder Nebentätigkeit-Regelungen.

    Und ja, ich verstehe deren Absichten und meine Benefits, ich halte aber das System für veraltet.

    Nur weil ich von etwas profitiere, heißt es nicht, dass ich es gut finden muss.

    Und eyh… ich habe brav so lange Vollzeit gearbeitet, bis ich einen anerkannten Grund hatte. Zuerst Leute brechen, dann mal gucken.

    Daher der momentane Sarkasmus. Mein Vertrauen, dass der Staat das ganze Bild von glücklichen Lehrer*innen hat, ist gebrochen.

    PS: 3 verbeamtete Freunde in Frankreich sind zur Zeit tatsächlich beurlaubt und arbeiten woanders (In- und Ausland.) Ergibt für mich auch keinen Sinn aber sie haben wohl noch 1% Hoffnung, dass sie zurückkehren.

    Ja, aber gegenüber US-amerikanischen Präsidenten hat ein deutscher Staatsbürger ein soziales Netz und eine Rente / Pension (haha. Als ob Trump ja arbeiten müsste :D )

    Ja, wäre durchaus in Ordnung, wenn besagter Bundeskanzler Platz für die jungen Arbeitskräfte machen würde, es hilft nicht der Arbeitslosigkeitsquote, wenn die Alten noch an ihren Plätzen kleben.

    Das hat nichts mit räumlichen Kapazitäten zu tun.

    Wenn eine Klasse die Höchstgrenze erreicht hat, kann sie kein zusätzliches Kind aufnehmen, weil man dann für EIN Kind vll eine neue Klasse aufmachen müsste, was in Lehrerstunden zuviel bedeutet und das System durcheinander bringt.

    Sie haben auch ihre eigenen Wiederholer.

    und bei uns (Gym) können die Kids eben gar nicht weg, weil Realschulen und Gesamtschulen voll sind, es gäbe also nur noch eine Hauptschule weit und breit (die übrigens einen sehr guten Ruf hat). Sie wiederholen also bei uns, rutschen dann wieder hoch und so weiter.
    Dieses "Durchrutschen" ist in NRW allerdings viel einfacher als in BaWü und Bayern, mir tun die Kids leid, weil ich weiß, dass sie heillos überfordert sind und mich nur wie Brot angucken, egal in welchem Fach. Aber eyh, den Hauptschul- oder Realschulabschluss kriegt man schließlich auch am Gym.

    zu den langen Gesichtern und schlechten Anmerkungen sage ich nichts aber aus der Sicht einer ausfallenden Kollegin: Ich bin womöglich auch nicht "professionell genug", aber die Mail mit Nachfrage eines Kurses, ob es mir gut geht und wann ich zurückkomme, fand ich sehr nett und NICHT gegen den Vertretungskollegen (also nicht "oh, sie sind gerade unglücklich"). Und das würde ich bei einem LK nach anderthalb Jahren Unterricht 5 Stunden die Woche wirklich als normal ansehen, dass da eine gewisse Bindung existiert.
    Nur so als Perspektivwechselangebot.

    Was allen gemeinsam war ist, dass sie [...] massiv unterschätzen, wie viel Lernaufwand dahintersteckt, um Französisch korrekt schreiben zu können. [zu unterrichten]

    Zitat durch mich angepasst.
    Ich kämpfe seit über 20 Jahren dagegen, aber: ich bin nicht Französischlehrerin, weil ich zufällig von Muttersprachler*innen aufgezogen wurde, sondern, weil ich Grammatik echt spannend fand, immer schon eine gute Rechtschreibung hatte und stets nachvollziehen konnte, warum es so ist (historisch, lexikalisch, grammatikalisch), französische Literatur grob okay fand, ein ziemlich vielseitig interessierter Mensch bin und deswegen landeskundtechnisch und historisch mithalten kann.
    Ein Sprachstudium mag nicht so anspruchsvoll wie ein NaWi-Studium sein (unterschreibe ich leider, erst recht, wenn ich sehe, wer "nachkommt".), aber meinen Abschluss habe ich nicht in der Überraschungstüte bekommen. (und passend zum Thema: Ich habe von der Schule ein Latinum und durfte Altfranzösisch lernen, sowie altfranzösische Literatur "untersuchen". (Und selbstverständlich auch Althochdeutsch und Mittelhochdeutsch im Germanistikstudium, komischerweise waren alle Deutsch-Muttersprachler*innen da auch keine Genies)

    Das verstehe ich auch nicht ganz. Wenn Französisch die Erst- oder Zweitsprache ist, kann ich sie doch schon und muss sie nicht in der Schule lernen? Klar, dann wird es vielleicht irgendwo interessant, wenn man zu Camus oder Baudelaire kommt, aber davor langweilt man sich doch jahrelang während des Sprachaufbaus im Unterricht?

    Haha… du kannst kein Französisch, oder?

    Zwischen zuhause sprechen und richtig sprechen bzw. noch mehr richtig schreiben existieren auf Französisch Welten (gesprochene und geschriebene Sprache -Unterschiede aber vor allem eine extrem komplexe Rechtschreibung)

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