Beiträge von chilipaprika

    wir haben auch (auch bei WebUntis) nichts von den negativen Punkten.
    WebUntis hat definitiv viele unterschiedliche Module und Einstellungen, wir haben auch einige Module "ausprobiert" in den letzten Monaten.
    Und der "WebUntis-Admin" muss /kann sich immer wieder an WebUntis melden, um Wünsche zu erläutern, so verbessert sich das System, denn schließlich müssen sie für 16 deutsche Systeme programmieren / planen (Notenberechnung, Notenabbildung sei da nur ein einzelnes Beispiel...)

    Das die dennoch nicht ertrinken liegt schlichtweg daran, dass das Freizeitverhalten unserer Jugendlichen ein gänzlich anderes geworden ist. Man trifft sich seltener um schwimmen zu gehen.

    Meine Stadt hat seit ein paar Sommer eine "Sommerschwimmbadkarte", jede*r Schüler*in der Stadt kann sich eine Karte für 10 Euro holen. Jetzt weiß ich nicht mehr, ob 10 Euro 10 mal Eintritt oder 10 Euro ganzer Sommer (ich glaube "ganzer Sommer", bin aber unsicher).
    Die Zahlen im Schüleralter sind seit Einführung dieser Karte kaum gestiegen.
    Wenn ich nach dem Sommer in meinen Klassen frage, was sie im Sommer gemacht haben (und zum Teil mit "Ankreuzsätzen" / Sprachanlässen, komme ich auf 1-2 Kinder in der Klasse, die mal im Schwimmbad waren, und es sind in der Regel - oh was eine Überraschung - zur Hälfte welche, die eh im Schwimmverein sind. Die anderen hatten "keine Zeit", "mögen es nicht", usw..
    Beliebte Aktivitäten nach 6 Wochen Sommerferien: gechillt, Netflix, einmal grillen mit der Großfamilie, gechattet, Videospiele, usw.. Viele dieser Aktivitäten MIT Mitschüler*innen, aber virtuell... (also Netflix jede*r bei sich, aber dabei gechattet, Videospiele jeder bei sich, ...).
    Liegt vielleicht / sicher an meiner Schülerschaft aber ich kann sagen: Selbst in den Sommern, wo ich 3-4mal die Woche im Freibad war (ist ein paar Jahre her :( ), kann ich an einer Hand abzählen, dass ich einen Schüler gesehen hätte.

    Nicht umsonst wurde in NDS bei altsprachlichen Schulen bei der Ausschreibung von Schulleiter-Stellen immer erwähnt: Erwünscht ist die Lehrbefähigung ist mindestens einer alten Sprache. Um die wahrscheinlich zu erhöhen, dass diese Sprachen nicht sterben weil wahrscheinlich ein solcher Schulleiter eher mal kleine altsprachliche Kurse genehmen wird als einer mit Mathe / Physik

    oder weil ein SL sehr wenige Stunden unterrichtet und man sich also jemand einkauft, der flexibel das Fach abdeckt, ohne dass er unbeschäftigt bleibt?

    Gibt's da einen Trick? Schreibt ihr euch richtige Trainingspläne?

    Oh ja, ich bin für Tricks.
    Ich weiß nicht, wie viele Trainingspläne ich schon mal ausgedruckt habe.
    Keinen einzigen habe ich mehr als zwei Trainingstage nacheinander eingehalten.
    Ich bin in dem Alter angekommen: ich mache, was mir Spass macht, auch wenn eine gewisse Disziplin gut wäre.
    Chili, die Stabi-Übungen machen müsste, damit sie nicht wie ein Pudding läuft und eine Verletzung einfährt.

    Wobei Fachlehrkräfte hier auch nicht zu beneiden sind, wenn sie an einem Vormittag 5-6 verschiedene Klassen "durchschleusen" und dem Tagebuch nicht hinterher rennen wollten. Da kann das digitale Klassenbuch durchaus von Segen sein - falls es erst nach einem Durchatmen bemüht wird.

    Genau das.
    Und als Lehrerin mit Teilgruppen genieße ich es wie CDL sehr, dass ich nicht nur Zeit(aufschub) habe, sondern auch nicht mehr diese zusätzlichen Hefte tragen muss oder diejenige bin, die das Buch der 8a hat, aber der neue Klassenbuchbeauftragte hat Latein also habe ich jede 2. Stunde doch kein Klassenbuch dabei, weil keine*r daran glaubt, usw..

    Wobei es bei Garmin (sicher alles Uhren) auch mit Vorsicht zu geniessen ist.
    Wenn ich zum Beispiel denselben Workout als Cardio oder als Kraft speichere, kriege ich unterschiedliche Werte.
    Bei Kraft/Cardio bin ich immer vorsichtig, aber es geht eh nicht um die einzelnen Kalorien.
    Beim Joggen gibt es eine Formel mit der Kilometeranzahl (Kalorienzahl pro Kilo *10, also 10 Kilometer 600kcl bei 60kilos), egal wie schnell, da richte ich mich grob, ist für den Hobbybereich sicher passend, nicht jede*r macht Burpees mit Gewichtsweste alle 500 Meter ;)
    Hauptsache Bewegung, die eine*n glücklich macht.

    ich sehe es jetzt pragmatisch, und die Schulform spielt definitiv eine Rolle.
    Als Klassenleitung an der Grundschule mit 14 Stunden + x in der Klasse hat man einen anderen Überblick und kann in seinem Büchlein auf einer Seite pro Kind einiges aufschreiben.
    Als Fachlehrkraft mit 6 Lerngruppen (und es ist wenig!) à 18-25 SuS (und auch DAS ist wenig!) bin ich sehr dankbar für diese schnell "Notiermöglichkeit", wo die Klassenlehrkraft (die manchmal selbst nur 3 Stunden in der Klasse hat!) auf einem Blick hat, in wievielen Fächern Justin die Hausaufgaben nicht hatte, ob Rosalie weiterhin ständig zu spät kommt oder ob Youssef seit 3 Wochen Lob-Einträge hat, weil er nach dem Elterngespräch die Kurve kriegt und alle Hausaufgaben hat und im Unterricht über sich hinauswächst.
    Es ist nur eine zentralisierte Stütze, eine gute Rückmeldemöglichkeit an die Eltern und entbindet mich nicht von meiner pädagogischen Freiheit. Ganz sicher schreibe ich Justin nicht beim ersten Mal HA nicht gemacht im digitalen Klassenbuch auf, sondern - je nach Fach - beim 2. oder 3. Mal (dann aber mit dem Hinweis der jeweiligen Tage). Auch Rosalie darf mal zu spät kommen, aber nicht jede Woche/jede Stunde. Wenn der Klassenlehrer am Ende des Halbjahres mit einem Klick gucken kann, dass es in mehreren Fächern gehäuft vorkam, läuft das Gespräch anders, als wenn es nur 1-2 mal war.

    Rauskommen geht bei uns immer, nur reinkommen eben nicht. Mir leuchtet auch wirklich nicht ein, warum eine Lehrkraft unbedingt am Wochenende oder spät abends in die Schule müsste. Wie gesagt: gerade auch aus Fürsorgeerwägungen mit Blick auf Arbeitszeiten heraus sollte das gar nicht erst möglich sein.

    Aus Fürsorgeerwägungen bräuchte ich einen physischen, trennbaren Arbeitsplatz in der Schule, wir alle nehmen aber (zum Teil sehr gerne!) die Flexibilität der Tagesgestaltung hin. Da der Arbeitgeber auch davon ausgeht, dass wir 45-46 Stunden in den Schulwochen arbeiten, ist es realistisch, dass ein paar Stunden am Wochenende liegen.

    In meiner Refschule konnte jede*r jederzeit rein. Ich wohnte sehr nah und kam samstags, während mein Mann den Haushalt oder so gemacht hat, in die Schule. Den Tipp hatte ich von einer Kollegin bekommen, die dies seit Jaaaahren machte (trotz viel längerer Anreise). Es war ihr großer Vorbereitungsblock, weil sie unter der Woche viel mit den eigenen Kindern machte.

    Das ist kein Plädoyer für Samstag-Arbeit und Samstag-Zugang, aber ich habe es sehr genossen. Ich habe heute ein eigenes Arbeitszimmer, in das ich mich zurückziehen konnte, fand es im Ref aber wirklich schön, die Arbeit in der Schule zu machen (dort gab es aber auch tatsächlich einen großen Arbeitsraum mit Computern und Laptopplätzen, wo immer wieder mehrere KuK gearbeitet haben, mit absolutem Stille-Gebot).

    eben! Da haben sie nicht hingehört, kamen aber auch oft.
    Dann ist also der gelegentliche Fehler eines Kollegen verschmerzbar (ich oute mich, ich habe einen sichtbaren Eintrag in meiner zweiten Woche gemacht. Der Schüler hat einen Skandal gemacht, es ist immer noch nicht erklärbar, wie es dazu kam, weil ich den Eintrag genauso angelegt habe, wie andere, aber sei es drum. Der Admin hat es angepasst und gut).
    Als Nicht-Klassenlehrerin kann ich nur die Einträge der Schüler*innen sehen, die ich in dieser Woche habe und nur die Einträge der Woche.
    Ich gehöre zu den wenigen Kolleg*innen (wurde mir von KuK rückgemeldet), die auch positive Klassenbucheinträge machen, sowohl kollektiv als auch einzeln. Ich kann keine Einträge für Schüler*innen machen, die ich NICHT unterrichte und DAS regt mich durchaus auf (Fehlverhalten auf dem Schulhof, verschmierte Möbel, wenn ich im Klassenraum ankomme, usw..) und ja, ich ärgere mich, wie einzelne Schüler*innen durch die Lappen gehen, weil einige KuK das Ganze sehr lasch sehen. "Oh, es ist doch normalerweise ein lieber Junge".
    Wenn, dann ist doch der EINE Eintrag egal, wenn man am Ende des Jahres gucken würde...
    Wenn nein, dann ist es eben gut, dass man es dokumentiert hat. (Da habe ich mehrere SuS im Blick, die schon MIR mehrfach aufgefallen sind, aber noch keinen Eintrag haben, weil die Klassenlehrerin sicher einen Bias hat).

    Es wurde zumindest weiter oben beschrieben, dass Lehrkräfte bei der Zuordnung der Rechte regelmäßig Fehler machen. Wenn die gesamten Klasseneltern erfahren, dass Fritzchen einen Tadel erhält, habens alle erfahren, das lässt sich auch nicht mehr zurücknehmen.

    Und bei Papierbüchern wurde nie etwas Datenschutzrelevantes eingetragen? In das Buch, das von JEDEM Schüler fast jederzeit eingesehen werden konnte?

    Ja, in der Oberstufe ist sowas unvermeidbar. Aber:

    1) ich sprach von WP1 und nicht LK

    2) ich möchte den Latein- oder Französisch-LKler sehen, der wiederholen muss (aus Leistubgsgründen. Also jenseits eines Krankheitsbildes)

    3) aber interessant, wie Schulen unterschiedlich damit umgehen (wobei ich noch nie an einer Schule war, wo ein WP1-Kurs derart drohte zu sterben)

    Ihr Glücklichen.

    Die Mindest-Schülerzahl zur ‚Gründung’ eines Kurses an meiner Schule hängt vom Fach, der Laune der SL und womöglich der Connection zur selbigen.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein WP1-Kurs in einem Jahrgabg spontan rausfliegen kann. Was macht man beim Sitzenbleiber zwei Jahre später: Sprachwechsel?

    Oder einfach einsehen, dass es prozentual in der Gesellschaft weniger Latinisten als Mathematiker bedarf bzw. die Begabungen unterschiedlich verteilt sind.

    Chili, Latein-LKlerin als Einzige (!) ihrer Schule, was sage ich… Einzige des ganzen Bezirks. Im Prinzip war ich Schülerin eines Hukepack-Kurses (nur dass ich den Stoff alleine lernen musste. Der Rest waren nur Abdecker für Bonuspunkte)

    ja, das klingt für mich gerade nach einem Luxusproblem.
    Irgendwann muss immer die Fachschaft der "kleinen Oberstufenkurse" auch einsehen, dass sie ihren Teil dazu leisten muss.
    Und dass alle ihren Teil leisten, ist klar.
    Ich nehme SEHR GERNE den "SoWi-Abdeckerkurs" mit 30 SuS (sie sind in NRW separat, Zusatzkurs), ich profitier(t)e im System mit dem kleinen Französischkurs. Präteritum, weil die Bedingungen so geschraubt wurden, dass keine*r mehr das Fach wählt und wir also gar keinen Kurs mehr.
    Für einen Huckepackkurs hätte ich alles gemacht (habe ich auch, vor knapp 10 Jahren, er kam nicht zustande, es war das Ende vom LK, jetzt sogar der GK weg). Genießt es!

    (Meine Ref-Schule hatte (zum Teil jahrgangsübergreifende) Huckepackkurse in drei Fremdsprachen. Selbst im Ref fand ich es genial. eA, gA, Abdecker im selben Kurs, die Vorbereitung und Organisation war es uns wert, um den 4 SuS mit eA eben das eA zu ermöglichen.)

    Die mangelnde Kommunikation ist doof, aber cool, dass deine SL alles versucht, das Fach am Leben zu halten und den SuS nicht sagt ‚Pech, Latein gibt es nur als GK oder gar nicht‘

    Wenn ich mich nicht täusche, sind die Abiturvorgaben in Latein in NDS so, dass ein jahrgangsübergreifender Kurs sehr gut zu lösen ist, weil Autoren, Werke und Themen immer je 2 Themen gelten, mit einem jährlichen Wechsel.

Werbung