Beiträge von chilipaprika

    Ich bin - zum Glück / leider / keine Ahnung - noch nicht von der Prä-Menopause betroffen, allerdings von den schlimmen monatlichen Beschwerden. So ca. 3 Wochen im Monat mit einer echt schlimmen Woche.
    Früher habe ich es viel besser weggesteckt, zur Zeit fällt es mir deutlich schwerer, weil ich viel stressanfälliger und dünnhäutiger geworden bin.
    Ich habe es im Büro sehr genossen, eine Wärmflasche auf dem Bauch / Unterleib haben zu können.
    Und dann kam ich in die Schule zurück und ganz ehrlich? Die Wärmflasche tut mir gut. Dann habe ich eben eine Wärmflasche. Bisher hat mich keine*r gezielt angesprochen, und wenn, würde ich genauso das sagen, was es ist. Sichtbarkeit ist für alle gut. Mir wäre 15 Jahre meines Lebens einiges erspart geblieben, hätte ich erfahren, dass diese höllischen Schmerzen nicht bei JEDER so sind und ich mich also nicht anstelle, sondern halt viel Pech habe und ich also das Recht habe, mich (innerlich) zu beschweren.

    Ich erhalte es Stand jetzt nicht für realistisch, dass die Arbeitgeberin allen Beamten ein Deutschlandticket zur Verfügung stellt. Das Höchste der Gefühle wäre vielleicht ein günstigerer Preis zum Erwerb besagten Tickets.

    Bist du nicht in dem BL mit Landesticket? Rein technisch ist das Landesticket günstiger/weniger wert als das Deutschlandticket. Aber vermutlich ist es so, dass das Land einfach beschlossen hat, dass die Menschen kostenlos fahren dürfen und sich nicht um die Kosten kümmert?

    aber was hälst DU denn davon?
    Die Fantasie der Ärztin soll doch nicht über deine Zukunft entscheiden. Siehst du dich tatsächlich in der Lage (und auch kompetent, so dass du nicht in einen Zusammenbruch gleitest), die Schulform zu wechseln, kleine Kinder zu unterrichten, die lernen, einen Stift zu halten, 10 Minuten am Stück zu sitzen, ganz laut sein können, alle auf den unterschiedlichsten Niveaus, für die du individuelle Förderung anbieten musst, usw.. (im Prinzip die Kids der Gesamtschule, nur ab der 1. Klasse)
    Klingt nicht nach einem erholsamen Spaziergang und ich wüsste nicht, inwiefern die Schulform eine Depression heilen könnte. Da musst DU schauen, warum DU glaubst, dass es was bringt.

    chilipaprika: dass in Deutschland die standesamtliche Hochzeit vor der kirchlichen kommt, hat historische Gründe. Bis 2007 musste man diese Reihenfolge sogar einhalten: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Verbot_de…n_Voraustrauung

    Dass es historische Gründe hat, war mir nicht klar.
    Dass man auf die Idee kommt, es anders zu machen, wusste ich nicht.
    Die Reihenfolge ist ja nicht der Ursprung meiner Irritation, sondern die Zeitdauer zwischen den zwei Trauungen.
    In Frankreich habe ich es nie erlebt, dass es mehr als 36 Stunden gab (selber Tag oder Tag darauf).
    Aber in Frankreich wird auch überall samstags (SELBSTVERSTÄNDLICH! ohne Einschränkung) und sogar sonntags ("Nach Absprache", was also heißt: immer wieder und überall möglich) getraut.
    Ich kenne keinen einzigen Franzosen, der an einem Werktag (Montag-Freitag) geheiratet hat. Für mich undenkbar und erst in meinen eigenen Vorbereitungen geschnallt, dass das wirklich sehr viele Deutsche machen.

    jup.

    Ich sage es mal so: Wenn es mir so wichtig ist, in einer Kirche / vor Gott zu heiraten (und vermutlich also denke, vorher bin ich nicht "richtig" verheiratet..), warum warte ich dann nach der staatlichen Hochzeit (oder schiebe nicht diese bis kurz vor der kirchlichen.

    und pragmatisch gesehen: mir ist die staatliche Ehe nicht so nebensächlich, dass ich dort nur mit einem daher gelaufenen Zeugen auftauchen möchte. Dann würde ich die selben Leute zwei Mal einladen müssen.

    ich verstehe wirklich nicht, was die ganzen Bewertungen soll. Fragt ihr euch auch, ob es beim Bäckereiverkäufer gerechtfertigt ist, wann er seinen Urlaub einsetzt? Keiner will was geschenkt bekommen, es ist nur ein Nachteil im Lehrerjob, dass man eben gar keine Flexibilität hat (und ja, es gibt auch andere Jobs mit ähnlichen doofen Einschränkungen).

    Naja, zum Unterlagen einreichen ein ganzer Tag...?

    Wir wollten einen bestimmten Tag, mein Mann hat tatsächlich für die Anmeldung des Termins einen halben Tag Überstunden genommen, um den Termin bekommen zu können (6 Monate im Voraus kann man anfangen, sich einzutragen, 10 Minuten nach Eröffnung des Standesamts war der Tag voll).

    Dass ich in den letzten Jahren mit Überstunden oder Urlaub meine Arzttermine legen konnte, habe ich als Luxus pur empfunden. Kein schlechtes Gewissen, einfach meine Sache (natürlich im Rahmen der zu erledigenden Arbeit), keine doppelte Arbeit mit Vor-/Vertretungsaufgaben, usw..

    Wie meinst du das?

    Dass man im Regelfall nicht zum Amtsarzt muss? Ja.

    Dass es sei kann, dass man bei vielen Fehlzeiten wieder zum Amtsarzt gehen muss? Ja. (Dafür auch "Probezeit"). Aber in der Regel ist es mit "Sorry, zwei mal Corona, einmal Grippe" abgetan und muss vielleicht nicht mal auftauchen, aber die Möglichkeit existiert. Der Amtsarzt entscheidet dann, ob die Fehlzeiten Einzelfälle waren (körperliche OP, wochenlanger Ausfall), oder zum Beispiel regelmäßige Verlängerungen von Wochenenden oder eigenständiges Ausgleichen von vermeintlichen Überstunden.

    ich habe vom rechtlichen keine Ahnung (bezweifle allerdings, dass man dir eine andere Stelle woanders anbieten würde), verstehe aber einiges nicht:
    Wenn dein aktuelles Attest nicht verlängert wird:
    - wann wurde dein Attest an die BR geschickt? das alte?
    - Gibt es von deiner Seite Bedenken zu deiner Dienstunfähigkeit, dass du direkt über alternative Stellen denkst? Wie lief die Wiedereingliederung?

    Es ist vielleicht pietätslos, aber vielleicht bin ich durchaus arbeitsfähig (also: nicht krank), aber ich muss eine Menge organisieren und würde dafür Urlaub nehmen, weil es gemacht werden MUSS.
    Wenn ich nicht arbeitsfähig wäre, würde ich nicht an den Ort des Geschehens reisen und mit Menschen über die Räumung eines Hauses, die Farbe einer Grabplatte oder so.

    Oder ohne den Tod naher Angehöriger zu nehmen:
    Meine Schwester war eine Zeit lang sehr krank, es gab medizinisch notwendige Familientermine, ich war zum Glück im Studium und konnte das Semester in den Sand setzen, weil ich mehrmals dahin gereist bin (war mir wert), ich hätte heutzutage in meinem Beruf keine Möglichkeit, alle 3-4 Wochen für 2 Tage dahinzureisen.
    Mein Vater war vor ein paar Jahren an Krebs erkrankt, meine Mutter war der Meinung, ich müsse vorbeikommen, ich bin übers Wochenende mit Flixbus gereist. Weder gab es Werktagtermine, noch war es mir das wert, meiner SL meine Lebensgeschichte zu erzählen, ich weiß rückblickend nicht, ob ich für den Fall Urlaub genommen hätte. Eine Krankschreibung und mich dann in einen Nachtbus zu setzen, naja...

    Und ja, ich hab den Deal als Lehrerin eingekauft, darf aber trotzdem doof finden, dass es so ist und MUSS es nicht als gegeben ansehen, es gibt Länder, wo es anders ist.
    (und nein, ICH hätte keine Probleme, auf Zuruf im August Tätigkeiten zu übernehmen).

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