Beiträge von Flipper79

    "Gleiche Arbeit! gleicher Lohn." Im Prinzip richtig. Es ist allerdings offensichtlich, dass Grundschullehrer und Gymnasiallehrer nicht die gleiche Arbeit verrichten. Tatsächlich gibt es sogar unter Gymnasiallehrern verschiedener Fächer große Unterschiede. Das zeigen die unterschiedlichen Einstellungsbedingungen je nach Fach. Der Mangel an Nachwuchs in den MINT-Fächern könnte etwa mit einer der drei oben genannten Maßnahmen behoben werden.

    Naja:

    Grundschullehrer müssen viel mehr als Gymnasiallehrer pädagogisch arbeiten und differenzieren. Wenn ich sehe, wie liebevoll eine Nachbarin (Grundschullehrerin) das Material für ihre SuS erstellt: Da wird laminiert, da wird wird geschnibbelt, da wird Material individuell auf die Bedürfnisse ihrer SuS erstellt. Dann kommt das Erstellen von Zeugnissen hinzu. Da ist in den ersten beiden Jarhren nicht damit getan Ziffernoten zu geben. Da werden Wortbeurteilungen erstellt .... deutlich aufwändiger.
    Da ist deutlich mehr Elternarbeit ...

    Diese Nachbarin sitzt auch ganz oft draußen / in ihrem Arbeitszimmer und korrigiert Hefte von ihren Kleinen ...

    Und während des Lockdowns hatte sie noch viel mehr zu tun als ich, da sie viel mehr auf die Kleinen eingehen musste und sie begleiten musste ...

    Und sie arbeitet NICHT an einer Brennpunktschule, sondern an einer Schule mit einem "guten" Schüler-/Elternklientel. Dennoch hat sie viele viele Gespräche mit Eltern und Schülern geführt. Für die Kleinen war diese ganze Zeit viel mehr beängsigend als für unsere "Großen", die es anfangs "cool" fanden nicht zur Schule zu müssen. Als die Kleinen wieder zur Schule kamen, musste sie so viel aufarbeiten. Mehr als wir ... gerade bei den Großen.

    Sie arbeiten vll. fachlich (für einen Außenstehenden) auf einem nicht so hohen Niveau wie Gymnasiallehrkräfte. Aber sie müssen den lieben Kleinen auch alles von Grund auf beibringen: Lesen, Schreiben, ...

    Hinzu kommt Inklusion (was an Gymnasien nicht in dem Maße gemacht wird. Teils gibt es Schwerpunktgymnasien für zieldifferentes Lernen. Zielgleich wird auch an Gymnasien gemacht) oder die Integrationsleistung von nicht deutschsprachig aufgewachsenen Kindern. Damit haben wir Gymnasiallehrer nichts zu tun (außer bei der großen Flüchtlingswelle.

    Wie gesagt: GS Lehrkräfte arbeiten anders.

    Hallo zusammen,

    viele Freunde, die nicht Lehrer bzw. im öffentlichen Dienst sind, sind durch Corona in Kurzarbeit bzw. haben ihren Job verloren.

    Wenn sie jetzt ihren Job verloren haben / in Kurzarbeit sind:

    Mach ihnen doch den Vorschlag, dass sie umschulen könnten und selbst Beamte werden. Am Besten Lehrer. Soll ja mit dem Quereinstieg funktionieren. Dann haben sie auch gleich viele Ferien.

    https://www.waz.de/thema/coronavi…d229454190.html

    Homeschooling soll normal bewertet werden. Schulen können Geld für digitale Endgeräte nutzen.

    Ob jedoch alle Schulen bis zum Schuljahresende (!!!!) mit kompletten Klassensätzen ausgestattet werden sei fraglich ... (ich dachte erst, dass ich einen Artikel von einem falschen Datum in der Hand hatte. ... Oder meinten die das SJ Ende in Bayern und BW?

    Nicht jeder Schüler erhält Endgerät.

    Wer sind denn bitte "die Lehrer"?

    Ich spare und habe immer gespart, habe dieses Jahr aber auch schon sehr viel konsumiert. Gerade eben ein neuer Schlafsack für 300 € und diverse Fahrradteile im Einzelhandel vor Ort, freue mich schon auf den ersten Einsatz nächste Woche.

    Sparen:

    Nerven, da man nicht mehr im morgendlichen Stau stand.

    Gummiabrieb von Reifen (egal ob PKW, Fahrrad) oder Absätze von Schuhen, da man morgens nicht mehr zu Schule fahren / laufen muss und im Schulgebäude durch die Flure laufen musste.


    Dem möchte ich aber entgegenhalten, dass ich sonst morgens / mittags / früher Nachmittag auf Kosten der Schule (bzw. der entsprechenden Stadt) aufs Klo gehen konnte & das Klopapier auf Kosten der Schule nutze). Zum Glück war's wenigstens nicht zu kalt, dass ich dei Heizung nicht mehr nutzen musste.

    Strom brauchte ich auch mehr (da ich meinen Laptop öfter laden musste).

    Ich kann dem Frosch nur zustimmen: Es wurde bewusst allgemein gehalten, dass es ggf. von jeder Schule / jedem Schulträger entsprechend angepasst werden kann. Man kann z.B. nicht an jeder Schule ein echtes Einbahnstraßensystem errichten. Es gibt Schulträgern, die allen am Schulleben Beteiligten Mund-Nasen-Schutze gratis zur Verfügung gestellt haben, andere nicht (ggf. gegen eine Kostenbeteiligung). Es gibt an jeder Schule unterschiedlich viele SuS, die einer Risikogruppe angehören, ebenfalls unterschiedlich viele KollegInnen, die einer Risikogruppe angehören. Bei Schule A ist die Digitalisierung weit voran geschritten, an Schule B aus technischen Gründen nicht, an Schule C scheitert es daran, dass sich die SuS bzw. deren Eltern kein digitales Endgerät anschaffen können.

    Selbst an einer Schule kann immer nur auf Sicht gefahren werden. Wie soll es dann von ganz oben möglich sein?

    Die Schulen sind viel zu unterschiedlich.

    Eine Grundschule mit "nur" 4 Klassen (einzügig, kleine Dorfschule) ist ganz anders als eine Grundschule mit 16 Klassen (4 Parallelklassen)

    Ein BK ist ganz anders als eine drei- oder vierzügige weiterführende Schule.

    Eine Förderschule ist noch mal ganz anders.

    Es gibt Schulen, die sehr viel Inklusion anbieten ... da werden noch andere Räumlichkeiten benötigt ...

    Eine drei- oder vierzügige Schule in Stadt X kann ganz anders sein als eine drei- oder vierzügige Schule in Stadt Y: Bei der einen herrscht ein Sanierungsstau, Räume werden ggf. im laufenden Betrieb saniert, Containerlösungen müssen her, da die Zahl der Räume schon im Regelbetrieb kaum ausreicht.

    Die andere Schule hat moderne Räume ...

    Selbst ich hatte es, dass mir in Corona-Zeiten in aller Eile ein Raum zugewiesen wurde, der dann für meine Schülerzahl mit den geltenden Hygieneregeln nicht passend war (da das Schulminsterium ja die Mails mit einer so geringen Vorlaufzeit verfasste). Da musste dann eine Alternative her (ging).

    ....

    Herr Richter wird es schon richten kurz vor Schulbeginn ... mit etwas konkreteren Handlungshinweisen ... die die Schulleitungen weiter konkretisieren werden müssen ...

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    Edit: Wir haben kurz vor den Ferien (letzter Schultag) eine vorläufige UV erhalten ... mit der Info, dass diese ggf. auch kurzfristig wieder über den Haufen geschmissen werden kann.

    Naja ich muss ja nicht dafür "bluten" weil Vater Staat sich berechtigter Weise für den Lockdown entschieden hat.

    Möglichkeiten zu sparen gäbe es genug. Wie oft wird das Geld der Steuerzahler einfach nur heraus geschmissen?

    Wenn man so manchen Steuergroschen sinnvoller anlegen würde, ...

    Politiker könnten ja auch auf Teiles des Gehaltes verzichten ... machen sie nicht ... die nächste Diätenerhöhung wird kommen ...

    Wenn die Beamten einmal sagen: "Wir sind bereit auf Teiles unseres Gehaltes zu verzichten", was passiertin Zukunft? Müssen wir Beamte dann immer wieder auf Teile unseres Gehaltes verzichten, weil z.B. Vater Staat nicht haushalten kann?

    Der Vorschlag ist schon älter ... lies dir mal die ersten zwei Seiten des Threads hier durch. Dort haste schon Usermeinungen.

    Und nein! Einen so großen Einschnitt würde ich nicht akzeptieren (mal ganz vom Rechtlichen abgesehen). Gearbeitet habe ich genug ... teils mehr als üblich. Auch KollegInnen.

    Und so viel spart man durch die Mehrwertsteuerabsenkung nun auch nicht ein ... es sei denn man macht ne größere Anschaffung ... FALLS der Händler diesen an den Kunden weitergibt.

    Allerdings gibt es leider eine Menge Eltern, die Einträge im Schulplaner nicht ernst nehmen oder einfach nicht verstehen (weil sie nicht gut genug Deutsch können), so dass es entsprechen auch eine Menge SuS gibt, denen so ein Eintrag herzlich egal ist.

    Oder es gibt Eltern, die es nicht interessiert und sagen: "Mein Kind macht so etwas nicht!" Alternativ: "Muss er auch nicht wegmachen"

    Unterschiedliche Schulformen, unterschiedliche Bedürfnisse und Anforderungen. Daher finde ich eine Petition "XY für alle" nicht zielführend.

    Unterschiedliche Anforderungen ja. Heißt aber nicht, dass die Lehrkräfte unterschiedlich verdienen müssen. Ein GS Lehrer ist genauso viel Wert eie ein Gymlehrer, zumal das Studium zumindest in NRW gleich lang dauert. Es wäre auch ne Möglichkeit den Mangel an GS Kräfte zu beheben.

    Gleiche Arbeit! gleicher Lohn.

    In Bayern sagt man zwar auch "heuer" und nutzt anderes exotisches Vokabular, aber der Hauptunterschied zu anderen Ländern dürfte der sein, dass Kollegen dort nicht alle Einfamilienhäuser mit Keller und Extraräumen für Proben und Schulaufgaben bewohnen, sondern ordinäre Mietwohnungen:flieh:

    Where is the problem? Zur Not mietet man ne Garage, einen Schrebergarten an oder verbuddelt diese im Grünstreifen irgendwo vor dem Haus oder in der Nähe des Hauses (zur Konservierung in eine Metallschatulle tun, die luftdicht abgeschlossen wird)

    Dann können Archälogen in zig Jahren wenigstens diese alten Proben ausbuddeln und können Rückschlüsse auf das Niveau der Proben im Jahr 2020 ziehen und mit den Proben im Jahr 5300 vergleichen. Hätte doch auch was ... Denn: Früher soll das Abi / ein bestimmer Abschluss ja schwerer gewesen sein ... also kann man dann gleich etwas Forschung betreiben.


    War mein Abitur zu einfach, weil ich keine mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung hatte? Vielleicht. Aber dafür hatte ich 8 Stunden Philosophie die Woche, 4 Fremdsprachen, zwei davon wurden schriftlich und mündlich geprüft, zusätzlich die Muttersprache schriftlich, mündlich plus noch dazu Literaturwissenschaft als Fach. Hinzu natürlich noch ein paar Fächer. "Mein" Abitur gilt / galt als das "Mülleimer-Abitur", das jeder macht, der kein Mathe kann. Kann sein. Aber 3-4 Fremdsprachen muss man aber auch können.

    Naja inwiefern manches Abitur als "Mülleimer-Abitur" gilt, sei mal dahin gestellt.

    Päda hat z.B. den Ruf, dass man ja nur "labern" muss. DAS versuchen wir unseren SuS bereits in Klasse 9 auszureden, wenn sie sich für oder gegen bestimmte Fächer entscheiden müssen. Glauben einige, andere wiederum nicht. So geht es dann in die EF ... und sie bekommen einen ersten Eindruck, dass man in Päda sehr wohl 5en schreiben kann ... [und das obwohl die Themen, die man dort behandelt, im Vergleich zu den Theorien in der Q-Phase "leicht" sind. ]

    Bei einigen dringt es immer noch nicht durch ... und sie wählen teils trotz mäßiger Leistungen Päda als LK oder möchten Päda als 3. oder 4. Abifach nehmen. Also kommen sie so in die Q1 ... da werden dann nach und nach die "schwereren" Theorien behandelt (ja, es sind auch "dankbare" Themen dabei).

    Jedenfalls stellen sie dann fest, dass man trotz des vermeintlichens Rufs des Laberfachs doch nicht die 1 oder 2 vorprogrammiert ist, sondern dass auch Defizite dabei sein können.

    Manche SuS bekommen es bis zum Ende nicht hin

    a) ein gewisses Textverständnis zu zeigen (merkt man direkt in Aufgabe 1, wo es um eine "Textzusammenfassung" geht.)

    b) Theorie + Text aufeinander zu beziehen (merkt man dann bei Aufgabe 2). Jaja so eine Theorie kann schon mal verfremdet werden ... :autsch: oder irgendein Müll beim Bezug geschrieben werden.

    c) den eigenen Text ordentlich aufzubauen (Darstellungsleistung), wenige Orthographiefehler zu machen (manche schreiben wie Kraut und Rüben und man versteht nicht, was sie einem denn sagen möchten)

    Geschichte hat den Ruf, dass man ja so viele Daten auswendig lernen muss ... dass das nicht stimmt, merken die SuS dann irgendwann ...

    Bio hat bei SuS manchmal den Ruf, dass man das ja auch irgendwie hinbekommt. Dennoch gibt es auch da Reinfälle ... es gibt SuS, die "wegen" den vermeintlichen "Luschifächern" durchs Abi rasseln / nicht zugelassen werden ...

    Deutsch? Kann ja jeder! Ist ja die Muttersprache!

    Physik? Och wird schon gehen! Wir haben ja eine Formelsammlung. (Ernsthaft, wird von manchen SuS gedacht) 1. Klausur (EF): Upps! Man muss ja wissen WIE man WELCHE Formeln anwenden muss! Oh! Doch ne 5! Shit!

    Contra: EF-Vorstellung: Man macht genauso viele Experimene wie in der SI. Ja ... Experimente spielen schon ne Rolle ... aber es wird halt auch formaler (mehr Formeln, mehr Theorie, ... doch nicht so leicht).

    Also: Sind Päda, Deutsch, Bio leichter als Mathe oder Physik? Nö! Anders halt! Es werden andere Kompetenzen "abgefragt".

    Dennoch: Ich reiche SuS in meinen Fächern immer mal wieder (wenn es mal passt) eine alte Abiklauusr (oder zumindest Teilaufgaben hiervon) rein. Damit sie ein Gefühl dafür bekommen, welche Anforderungen an sie im Abi gestellt werden ...

    Wir sagen den SuS zwar nicht, dass das Abi am BG leichter ist, aber es wird zumindest (eilweise) kollegiumsintern gesagt, dass Schüler x das Abi doch auch bei uns geschafft hätte ... [das Argument "Am BG ist es leichter" kommt eher von Schülerseite) und es wird mit Unverständnis reagiert, wenn Schüler y zum BG wechseln möchte (ohne dass dieser einen "echten" Grund angeben möchte.) Es sollen/ werden Anstrengungen unternommen werden, damit mehr 9er / EF'ler bei uns das Abi machen ... durch Beratungen etc.

    Daher hatte ich ja die Frage. Ich informiere mich gerne ... und möchte nicht in das "Wie kann der Schüler bloß? " mit einsteigen.

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