Beiträge von Flipper79

    In Bayern sagt man zwar auch "heuer" und nutzt anderes exotisches Vokabular, aber der Hauptunterschied zu anderen Ländern dürfte der sein, dass Kollegen dort nicht alle Einfamilienhäuser mit Keller und Extraräumen für Proben und Schulaufgaben bewohnen, sondern ordinäre Mietwohnungen:flieh:

    Where is the problem? Zur Not mietet man ne Garage, einen Schrebergarten an oder verbuddelt diese im Grünstreifen irgendwo vor dem Haus oder in der Nähe des Hauses (zur Konservierung in eine Metallschatulle tun, die luftdicht abgeschlossen wird)

    Dann können Archälogen in zig Jahren wenigstens diese alten Proben ausbuddeln und können Rückschlüsse auf das Niveau der Proben im Jahr 2020 ziehen und mit den Proben im Jahr 5300 vergleichen. Hätte doch auch was ... Denn: Früher soll das Abi / ein bestimmer Abschluss ja schwerer gewesen sein ... also kann man dann gleich etwas Forschung betreiben.


    War mein Abitur zu einfach, weil ich keine mathematisch-naturwissenschaftliche Bildung hatte? Vielleicht. Aber dafür hatte ich 8 Stunden Philosophie die Woche, 4 Fremdsprachen, zwei davon wurden schriftlich und mündlich geprüft, zusätzlich die Muttersprache schriftlich, mündlich plus noch dazu Literaturwissenschaft als Fach. Hinzu natürlich noch ein paar Fächer. "Mein" Abitur gilt / galt als das "Mülleimer-Abitur", das jeder macht, der kein Mathe kann. Kann sein. Aber 3-4 Fremdsprachen muss man aber auch können.

    Naja inwiefern manches Abitur als "Mülleimer-Abitur" gilt, sei mal dahin gestellt.

    Päda hat z.B. den Ruf, dass man ja nur "labern" muss. DAS versuchen wir unseren SuS bereits in Klasse 9 auszureden, wenn sie sich für oder gegen bestimmte Fächer entscheiden müssen. Glauben einige, andere wiederum nicht. So geht es dann in die EF ... und sie bekommen einen ersten Eindruck, dass man in Päda sehr wohl 5en schreiben kann ... [und das obwohl die Themen, die man dort behandelt, im Vergleich zu den Theorien in der Q-Phase "leicht" sind. ]

    Bei einigen dringt es immer noch nicht durch ... und sie wählen teils trotz mäßiger Leistungen Päda als LK oder möchten Päda als 3. oder 4. Abifach nehmen. Also kommen sie so in die Q1 ... da werden dann nach und nach die "schwereren" Theorien behandelt (ja, es sind auch "dankbare" Themen dabei).

    Jedenfalls stellen sie dann fest, dass man trotz des vermeintlichens Rufs des Laberfachs doch nicht die 1 oder 2 vorprogrammiert ist, sondern dass auch Defizite dabei sein können.

    Manche SuS bekommen es bis zum Ende nicht hin

    a) ein gewisses Textverständnis zu zeigen (merkt man direkt in Aufgabe 1, wo es um eine "Textzusammenfassung" geht.)

    b) Theorie + Text aufeinander zu beziehen (merkt man dann bei Aufgabe 2). Jaja so eine Theorie kann schon mal verfremdet werden ... :autsch: oder irgendein Müll beim Bezug geschrieben werden.

    c) den eigenen Text ordentlich aufzubauen (Darstellungsleistung), wenige Orthographiefehler zu machen (manche schreiben wie Kraut und Rüben und man versteht nicht, was sie einem denn sagen möchten)

    Geschichte hat den Ruf, dass man ja so viele Daten auswendig lernen muss ... dass das nicht stimmt, merken die SuS dann irgendwann ...

    Bio hat bei SuS manchmal den Ruf, dass man das ja auch irgendwie hinbekommt. Dennoch gibt es auch da Reinfälle ... es gibt SuS, die "wegen" den vermeintlichen "Luschifächern" durchs Abi rasseln / nicht zugelassen werden ...

    Deutsch? Kann ja jeder! Ist ja die Muttersprache!

    Physik? Och wird schon gehen! Wir haben ja eine Formelsammlung. (Ernsthaft, wird von manchen SuS gedacht) 1. Klausur (EF): Upps! Man muss ja wissen WIE man WELCHE Formeln anwenden muss! Oh! Doch ne 5! Shit!

    Contra: EF-Vorstellung: Man macht genauso viele Experimene wie in der SI. Ja ... Experimente spielen schon ne Rolle ... aber es wird halt auch formaler (mehr Formeln, mehr Theorie, ... doch nicht so leicht).

    Also: Sind Päda, Deutsch, Bio leichter als Mathe oder Physik? Nö! Anders halt! Es werden andere Kompetenzen "abgefragt".

    Dennoch: Ich reiche SuS in meinen Fächern immer mal wieder (wenn es mal passt) eine alte Abiklauusr (oder zumindest Teilaufgaben hiervon) rein. Damit sie ein Gefühl dafür bekommen, welche Anforderungen an sie im Abi gestellt werden ...

    Wir sagen den SuS zwar nicht, dass das Abi am BG leichter ist, aber es wird zumindest (eilweise) kollegiumsintern gesagt, dass Schüler x das Abi doch auch bei uns geschafft hätte ... [das Argument "Am BG ist es leichter" kommt eher von Schülerseite) und es wird mit Unverständnis reagiert, wenn Schüler y zum BG wechseln möchte (ohne dass dieser einen "echten" Grund angeben möchte.) Es sollen/ werden Anstrengungen unternommen werden, damit mehr 9er / EF'ler bei uns das Abi machen ... durch Beratungen etc.

    Daher hatte ich ja die Frage. Ich informiere mich gerne ... und möchte nicht in das "Wie kann der Schüler bloß? " mit einsteigen.

    @ Kinetto: Kann ich dir sagen (vielleicht)

    Die normalen Gymnasialllehrer müssten anderenfalls zugegeben, dass

    - es eben auch echte Alternativen zum klassischen Abitur gibt

    - die Schüler eben "echte" Gründe für einen Wechsel haben / das Gym eben nicht das Non Plus Ultra ist

    - man diese deswegen nicht mit "aller Macht" alten kann

    Mit einer bestimmten Schülerzahl ist eine bestimmte Lehrerzahl verbunden. Wenn zu viele SuS abgehen, stehen der Schule weniger Stellen zur Verfügung. Wie es immer so ist: An jeder Schule wird es Mangelfächer geben und Fächer, in denen es genügend / zu viele Lehrkräfte gibt (was ggf. durch die Fächerkombi etwas abgemildert wird).

    Also mosern bestimmte Lehrkräfte "Ich muss ja so viele Korrekturkurse", so viele Stunden, so viele Stunden in Fach x, aber nur wenig in Fach y. Könten mehr Lehrkräfte eingstellt werden, hätte ich weniger Korrekturkurse ... könnte ich mehr in Fach y unterrichten, hätte ich weniger Stunden.


    Makroebene:

    Die Bayern könnten dann ggf. nicht mehr damit "prahlen" dass das Abi bei ihnen ja mehr Wert ist als in BL x.

    Und bayr. Abiturienten können sich dann ggf. ja nicht mehr "beschweren", dass sie in Bl x ja einen besseren NC erreicht hätten.

    Wer ist denn man? Und was hat das damit zu tun was die Polizei darf? Erschreckend, wie lax du unsere Grundrechte verkaufen würdest.

    Wenn es um die Aufklärung von Straftaten geht, soll die Polizei meine Daten, die ich im Restaurant dagelassen habe, gerne nutzen dürfen. Und dafür braucht es bestimmte Vorraussetzungen ... Im Gegensatz zu Facebook und Co.

    Als Angehöriger oder Opfer wäre ich froh um eine zügige Aufklärung. Die suchen ja nicht nach den Daten um mein Bewgungsprofil nur mal so eben zu erstellen ohne Grund. DAS wäre ein Eingriff in meine Grundrechte.

    Bleiben wir bei Päda und fächerübergreifendem Lernen

    Ein Thema ist die Erziehung im NS. Natürlich sind da gewisse Querverbindungen zu Geschichte vorhanden (man muss halt Kenntnisse über diese Zeit haben), nur haben wir einen anderen Schwerpunkt als die Geschi-KollegInnen. Und wir ziehen immer einen Quervergleich zu rechtsradikalen Gruppierungen der Gegenwart. Dann ist man sehr schnell beim Thema AFD, Rechtsradikalismus in der Gegenwart etc.

    Ich fände es z.B. einfacher, über die Boston Tea Party zu diskutieren als über Geschlechterrollen, da ersteres deutlich enger Umrissen werden kann und weniger kontrovers ist (außer vielleicht, man ist Brite ^^).

    Aber genau das ist doch ein Argument dafür, dass ein E-Abitur am BG nicht weniger Wert sein muss , ist als am AG und erst Recht nicht leichter (s. Gerücht "Am BG ist es ja alles viel leichter")

    Und wie soll ich einen "comment" verfassen, wenn ich ein Problem / ein Thema nicht differenziert angehe, d.h. auch kontrovers diskutiere.

    In Päda muss man bei bestimmten Operatoren (z.B. Beurteile) eben Pro- und Contraargumente entwickeln und dann "gewichtend und abwägend" zu einem Urteil kommen. Leider vergessen das SchülerInnen immer wieder gerne und notieren nur IHRE Meinung (von mir aus auch unter Einbezug der geforderten Theorie, teilweise auch ohne Theorie oder diese wird nur oberflächlich eingebunden). Das aber wiederum ist AFB III (was vielen SuS schwer fällt). Ich kenne mich jetzt mit den Operatoren in E / Fremdsprachen nicht aus, aber ich kann mir vorstellen, dass es dort ähnlich ist.

    Man muss das Thema Umweltschitz ja nicht auf Basis bestimmter zeitgenössischer politischer Strömungen unterrichten, sondern kann dieses durchaus kontrovers disktuieren bzw. fernab dieser Strömungen diskutieren und sollte es auch tun.

    Was ich z.B. im neuen G9 KLP Physik vermisse: Eine ernsthafte, ausführliche und verbindliche (!) Diskussion über alternative Antriebsformen im KFZ Verkehr. Man könnte hieran z.B. zeigen, dass die so hochgelobten E-Fahrzeuge doch nicht so schadstoffarm sind wie in der Politik gerne diskutiert wird. Was ist mit der Herstellung der Fahrzeuge? E-Autos benötigen nun mal Strom. Was ist, wenn dieser eben nicht grün ist, sondern aus Kohle, Kernkraft etc. produziert wird? Was ist, wenn plötzlich alle Deutschen (gesetz den Fall die Rahmenbedingungen wie der Preis, wie die Reichweite etc. stimmen) ein E-Fahrzeug besäßen? Vorher kommt der Strom? Was ist mit den Batterien / Akku im E-Auto? Diese sind mitnichten gut für die Umwelt. Gäbe es weitere Alternativen zu E-Autos`(die nicht auf Verbrennungsmotoren basieren)?

    Thema Plastik: Welche Alternativen zu Plastik gibt es? Welche Vor- und Nachteile haben diese Alternativen?

    Thema Nachhaltigkeit: Wie wird unsere Kleidung produziert? Wo wird sie produziert? Wie kann man erreichen, dass die Kleidung nachhaltiger produziert wird? Sind wir bereit mehr Geld dafür auszugeben? Unter welchen Umständen müssen Arbeiterinnen in den entsprechenden Ländern arbeiten? Würden wir das wollen?

    Grundrechte werden nicht angeblich beschränkt, sondern wurden oder werden tatsächlich beschränkt:

    Zum Beispiel: Versammlungsfreiheit, freie Entfaltung der Persönlichkeit, Freizügigkeit, freie Berufsausübung, freie Religionsausübung, ...

    Diese Grundrechte wurden beschränkt, ja! Aber doch nur um die Allgemeinbevölkerung zu schützen.

    Gerade in die Kirche gehen eher ältere Menschen = Risikogruppe.

    Auch bei der Versammlungsfreiheit verzichte ich gerne auf diese Freiheit, wenn ich mich und andere vor Ansteckung schützen kann.

    Was bringt es denn wenn der Senior / die Seniorin in die Kirche gehen darf und sie dann stirbt oder Langzeitfolgen hat?

    https://www.n-tv.de/wissen/Hirnsch…ab-global-de-DE

    Toll, wenn ich neurologische Schäden habe,aber ich in meinen Grundrechten nicht beschränkt wurde! Coole Alternative! Wirklich!

    Und mittlerweile sind viele Beschränkungen wieder aufgehoben oder deutlich milder ...

    Und obwohl ich jetzt wieder zum Ballermann fahren könnte, mache ich es nicht ... da ich keine Lust habe, mich bei unvernünftigen Menschen, die nur Party feiern möchten und alle Abstandsregeln vergessen infizieren möchte ...

    Weil das eine Allgemeinwissen ist und das andere Spezialwissen? Weil man ihm Rahmen der wissenschaftspropädeutischen Orientierung des Abiturs auch etwas von Klassikern der englischen Literaturgeschichte gehört haben sollte?

    Naja in der heutigen Zeit kann man auch genau Umgekehrt argumentieren! Nachhaltigkeit, gesunde Ernährung, gender roles sind wichtiger denn je für den Alltag ... sowas sollte man auch mehr an AG anbieten. Würde Schülerinnen und Schüler evtl. auch mehr interessieren ...(würde mir zumindest als Englischmuffel so gehen)

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