Beiträge von Flipper79

    Aus welchem Grund hat dein SL 10 zusätzliche Unterrichtsbesuche angeordnet? Vll. möchte er dich besser kennen lernen. Wenn du 10 UB (mehr) machen musst, hat er sicherlich mehr Gelegenheit dich gerecht zu beurteilen, als wenn er nur 4 Unterrichtsbesuche z.B. sieht.
    Unterrichtsentwürfe muss ich immer abgeben, auch wenn man sie auf Beförderungsstellen bewirbt, muss man solche Unterrichtsentwürfe abgeben. Wie ausführlich sie sein sollen, kann jeder SL entscheiden. Sinnvoll wäre es sicher, wenn er Alle gleich behandelt. Liegt das vor?

    Wenn du diese nicht abgibst, läufst du Gefahr eine schlechtere Note zu bekommn.

    Warum sollte es nicht Rechtens sein? Kollegen kommem auch eher (Bereitschaft, Frühaufsicht, Pausenaufsicht vor dem eigentlichen Unterricht) oder bleiben längern (Pausenaufsicht nach dem eigentlichen Unterricht). Wir dürfen aber untereinander Pausenaufsichten tauschen, wenn die Betroffenen einverstanden sind. Wir müssen es dann nur der Verwaltung mitteilen. Geht das bei euch auch?

    Gilt für die Oberstufe in NRW:
    Wenn eine Klausur nach den Ferien geschrieben wird, muss laut unserem Klausurplaner mindestens eine Unterrichtsstunde nach den Ferien gelaufen sein, bevor die Klausur geschrieben wird.
    Heißt: Wenn Di eine Klausur geschrieben wird, müsste am Montag mind. 1 U-Stunde gelaufen sein. Wir schreiben aber alle Klausuren / Klassenarbeiten frühstens in der 1. Mai-Woche, sodass die SuS eine Schulwoche zwischen Ferien und Klausur hatten (mal abgesehen vom 1. Mai).

    Wenn man schon in der Oberstufe diese "Regel" hat, dann in vorherigen Jahrgängen doch erst Recht ...

    plattyplus:
    Das Arguemnt mit Schule/Uni hast du gut gekontert.

    Das Argument mit PKW nicht: Klar kann sich das für eine Firma rechnen, insbesonderen, wenn das Fahrzeug täglich benutzt wird.
    Aber bei Lehrern ist das schlicht und ergreifend nicht der Fall.
    Wenn ich an unsere Schule denke: An kanpp 2 Wochen pro Jahr brächten sehr viele Lehrer gleichzeit einen DIenstwagen. Ansonsten fast nie. Sprich: Sehr viele Dienstwagen stehen ungenutzt an 350 Tagen im Jahr herum. Das ist einfach unsinn.
    An Frappers Schule könnte das evtl nicht ganz so schlecht aussehen, wenn die Lehrer den Wagen mit nach Hause nehmen, weil sonst der Wagen "nur" an 280 bis 320 Tagen pro Jahr unbenutzt wäre, sondern wenn sie unnötigerweise noch immer zwischen Schule und Daheim hin und her fahren uns so auf eine Auslastung von kanpp 200 Tagen pro Jahr zu kommen. Aber selbst das ist weit entfernt von der Wirtschaft mit über 280 Tagen pro Jahr.

    Das kann aber kein Argument sein, dass man als Lehrer keinen Dienstwagen für Fahrten
    - zwischen 2 Schulen (2 Dienstorten)
    - Abordnungen
    - andere Dienstfahren wie bei Frapper

    bekommt. Wie plattybus schreibt: Dann mietet die Schule (oder der Schulträger) eben für die Zeit, wo ein Dienstagen benutzt wird einen solchen an.
    Wo ein Wille, da ein Weg. Auch mein Vater ist nicht täglich auf Dienstfahrt gegangen, brauchte also nicht täglich einen Dienstwagen. Brauchte er aber einen, stand ihm einer selbstverständlich zur Verfügung. Selbiges wäre sicherlich auch bei Lehrern möglich. Die Politik muss es nur wollen. Aber wir Lehrer sind ja oft genug die Melkkuh der Nation, die Lobby von Vorstandschefs & Co ist eine ganz andere. Leider! Wenn wir mit der gleiche Selbstverständlichkeit wie andere Arbeitnehmer unser Arbeitsmaterial (Dienstlaptops / DienstiPads/ Diensttablets, Rotstifte, Arbeitsmaterial) und v.a. geeignete Räumlichkeiten (Arbeitszimmer in der Schule mit entsprechender Ausstattung) zur Verfügung gestellt bekämen - ebenso wie Dienstwagen, dann wären wir einen großen Schritt weiter.

    Ich frage mich bei der ganzen Diskussion:

    Warum müssen wir Lehrer bei solchen Fahren unseren Privatwagen einsetzen? Ok müssen nicht, da es ja rein theoretisch die Öffis gibt. Der große Haken an der Sache: Die Orte, die der TE errreichen muss, ist mit den Öffis halt nicht / nur schlecht zu erreichen.
    Jedem normalen Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft (sehe es ja bei meinem Nachbarn und auch bei meinem Vater war es früher so) wird ein Dienstwagen für seine dienstlichen Fahrten zur Verfügung gestellt (mein Nachbar darf den Wagen sogar privat nutzen).
    Wenn ich mit meinem Privatwagen während einer dienstl. Fahrt einen Unfall baue, habe ich erst mal die Rennerei und wie der TE schreibt die ganzen Kosten an der Backe (nur Zahlung des Zeitwertes, Höherstufung in der Versicherung). Würde ich mit einem Dienstagen einen Unfall bauen müsste ich wenn überhaupt nur eine Selbstbeteiliungung der Vollkasko zahlen müssen. Der Rest ist das Risiko meines Arbeitgebers. Würde irgendein Politiker mit seinem Privatwgen während einer dienslichen Fahrt mit seinem Privatwagen von A nach B fahren? Würde dieses der Vorstandschef von einer großen Firma machen? Würde ein Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft dieses tun? Ich würde sagen: Genau diese Personen würden mir (wenn ich es von ihnen verlangen würde und die Entscheidungebefugnis hätte) mir einen Vogel zeigen (als Lehrer kann ich das zwar auch meinem Schulleiter, nur kommt das nicht so geil an)

    Die Übernachtung zahlt mir dann wer?

    Diejenigen, die meinen, dass man NIE zu spät kommt als Lehrer und man ja einfach nur eher losfahren soll.
    Zur Not pennste im Auto oder stellst dir 'nen Campingwagen auf einen ggf. nicht vorhandenen Schulparkplatz.
    Hat dann auch den Vorteil, dass du zur 1. Stunde kommen kannst, wenn Kollege xy eben nicht am Vortag anreist und vertreten werden muss (da er im Stau steht), aber die ggf. vorhandene Bereitschaft nicht ausreicht.

    Ich bin auch einmal zu spät gekommen, da eine Straßensperrung wegen eines Unfalls vorlag. Dort durfte man nicht wenden (Kraftfahrstraße). Selbiges kann auch auf der Autobahn passieren. Auch im Winter kann es vorkommen, dass man wegen Glätte ganz einfach nicht schneller fahren kann, auch wenn man um 5 Uhr los fährt.
    WEnn die Züge ausfallen, kann man noch so viel Puffer einplannen ... zu spät ist dann zu spät. Unser Schulleiter macht da auch kein großes Drama draus, solange es nicht jeden Tag passiert. Man kann auch mal verschlafen (ist Kollegen schon mal passiert). So what? Shit happens!
    Ich bin ja schon kulant, wenn Schüler wegen eines liegen gebliebenen Rollers zu spät kommen, solange sie mir den Grund des zu spät kommens plausibel begründen (wenn dieser Schüler mir das dann aber zum 4. Mal sagt, dann bitte ich die Eltern mal zum Gespräch solange der Schüler nicht volljährig ist. Alles kein Drama!
    Dafür weiß ich aber auch, dass meine Schüler dafür Verständnis haben, wenn ich selbst mal zu spät zu einer Klausur erscheine (für diese Fälle habe ich die kopierten Klausuren immer im Fach liegen, sodass die Schüler schon mal anfangen können).

    V.a. darf ich in einem nicht selbst verschuldeten Zuspätkommen nicht unterscheiden zwischen "ist sonst zuverlässig" und "kommt und geht wie er will".
    Wir hatten einen solchen Fall auch schon mal: Der Schulbus hatte Verspätung, Fahrer rief an Schule an und die Schüler, die zu spät kamen, durften einfach länger schreiben. Es wurde sogar extra noch eine Aufsicht spontan organisiert. Ich wäre nie auf die Idee gekommen dem Schüler nicht die Möglichkeit zu geben den Hörverstehensteil nachzuholen.

    Es ist genau wie bei einem Attest für eine Klausur: Solange das Attest nicht nachträglich ausgestellt wird (also rückwirkend) müssen wir die Atteste akzeptieren, auch wenn der Schüler erst unmittelbar vor der Nachschreibeklausur damit anrückt.

    @dzeneriffa: Und ich dachte immer, wenn man aus der EZ zurückkommt (v.a. wenn diese mehr als 1 Jahr dauert), hat man es leichter versetzt zu werden als Otto-Normal-Lehrer? (bzw. dass man nach > 1 Jahr auch gar kein Anrecht mehr auf die Schule hat?)

    Ich drücke dir die Daumen, dass du trotzdem noch deine Freigabe bekommst.

    ? Ich glaube, du hast Flipper missverstanden. Er/Sie wollte sagen, dass Korrekturen nicht zur spaßigen Seite des Lehrerberufs gehören. Eventuell findet sich also ein netter Mensch, der sich was zuschicken lässt und drüberguckt. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand zusätzliche Nachmittage für noch mehr Klausuren fremder Leute Kinder zu investieren bereit ist, ist aber gering. 1000 EUR hin oder her.

    Genau das meine ich.
    Dass die SuS für ihre Klausuren selbst Altklausuren üben (und dann selbstständig mit der Musterlösung vergleichen) ist im Eigeninteresse. Es ist aber nicht mein eigeninteresse noch mehr Klausuren "fremder Leute Kinder" korrigieren.

    Ich möchte auch das Argument von Friesin unterstützen:
    Wir haben es gerade in den GW-Fächern immer wieder, dass Kollegen die gleiche Klausur unterschiedlich bewerten. Sicherlich nicht extrem unterschiedlich, aber um ein oder zwei Notenpunkte kann so etwas ggf. schon mal abweichen.
    Wenn also dem freiwilligen Korrektor viele Daten nicht so wichtig sind, so kann es bei dem Korrektor der Abiklausur schon ganz anders aussehen. Wir haben auch schon mal Klausuren einer anderen Schule in den GW-Fächern fremdkorrigieren dürfen und wir waren erstaunt über die unterschiedliche Sichtweise (was wird erwartet um eine best. Punktzahl zu bekommen) vom Erstkorrektor (der fremden Schule) und der von unserem Zweitkorrektor. Unserem Zweitkorrektor reichten das Geschreibsel der SuS nicht, um die vom Erstkorrektor vergebene Punktzahl ebenfalls zu bestätigen, sodass es teils sogar zum Drittguachter ging.

    ich glaube auch nicht, dass man mit Probeklausuuren Schülerbauf 15 Punkte heben kann.
    In der Abiklausur kommt es ja auch auf das Thema an. Was nutzt es, wenn die Übungsklasurenn toll sind, aber die echt Klausur nicht.

    Auch wenn Kollegen jetzt keine Abiklausuren haben, so haben sie doch normale Klausuren. Selbst wenn ich pro Klausur 1000 Euro bekommen würde, wäre mir meine Lebenszeit zu schade dafür.

    Das ist eine verdammt steile These, bei der du viele Punkte wie Wohnortnähe, Karrierechancen, Fachkombinationen usw. schlicht und einfach außer Acht lässt. Zusätzlich steckt noch die Fehleinschätzung drin, dass Arbeit an Brennpunktschulen per se schlechter/minderwertiger/anstrengender sei. Von einer Lehrkraft erwarte ich eigentlich mehr als oberflächliches Stammtischdenken.

    Vor allem gibt es leider nicht so viele Stellen, die ausgeschrieben werden, sodass sich auch die 1er Kandidaten eine Schule in einer Großstadt in der besten Lage aussuchen können, wo es nur Eltern gibt, die einen gut bezahlten Job haben. Eine bekanne Referendarin hat sich bewusst für eine Schule entschieden, in der es eben nicht ein solches gutes Klientel gibt. Für einige Kollegen ist eine solche Schule mit einem erlesenen Klientel auch nichts. Bei mir in der Stadt gibt es auch ein solches Gymnasium. Und ich würde dort nie unterrichten wollen.

    "Nicht so toll" - Stimmt. Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf:
    nehmen wir an, sie liest hier mit und liest deinen Beitrag ... dann wird sie den direkt mit dem Gespräch in Verbindung bringen, welches sie heute geführt hat.
    Und bei allem Entgegenkommen - wenn ich so eine Rückmeldung im Netz dann lesen würde, wüsste ich auch, dass im kommenden Jahr kein Gespräch mehr stattfinden muss.

    kl. gr. frosch

    Vll. lehnen dich auch so manch andere Schulleiter ab. SL kommunizieren gerne untereinander ...
    Anonymiserie deinen Beitrag wenigstens, sodass du nicht so leicht identifiziert werden kannst. "Ich habe die Freigabe erhalten, aber derzeit keine aufnehmende Schule" reicht vollkommen. Das geht im Zweifel noch so manch anderem Kollegen so.

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