Wenn du Sonderpädagogik studiert hast, wirst du normalerweise an einer Förderschule eingesetzt
So wie ich anitkatut verstehe, will sie ja nicht Sonderpädagogik studieren, sondern "Grundschullehramt mit integrierter Sonderpädagogik", wie es beispielsweise als Modellstudiengang an der Universität Bielefeld möglich ist.
Wenn ich das auf die Schnelle und zur aktuellen Uhrzeit richtig sehe, ersetzt da die Sonderpädagogik ein Unterrichtsfach. Mit dem normalen Bachelor und Master darin kann man Grundschullehrer werden. Will man Sonderschullehrer/Förderschullehrer/Lehrer für Sonderpädagogik werden, muss man an den Master noch einmal einen einjährigen zusätzlichen Master für Sonderpädagogik anschließen.
Evtl. könnte man auch nach dem Bachelor in einen Sonderpädagogik-Master an einer anderen Uni wechseln, die diesen anbietet, evtl. müsste man dazu auch gewisse Inhalte nachstudieren - das weiß ich nicht.
Wenn man sich beide Optionen offenhalten will, dann mag das durchaus sinnvoll sein. Ansonsten würde ich aber einen reinen Sonderpädagogik-Studiengang oder einen reinen Grundschullehramtsstudiengang wählen. Zumal bei diesem Modellversuch auch die Wahl der Förderschwerpunkte sehr eingeschränkt ist.
Wie das an Grundschulen ankommt, wenn man sich bewirbt und zwar gewisse sonderpädagogische Inhalte, dafür aber ein Unterrichtsfach weniger studiert hat, weiß ich nicht. Wie würdest du das z. B. sehen, kleiner gruener frosch ?
Persönlich würde ich natürlich Sonderpädagogik empfehlen: spannenderes Studium, höhere Besoldung (wobei: soll in NRW ja für Grundschulleute angeglichen werden, aber wer weiß, wann/wie das kommt), geringeres Stundendeputat, kleinere Klassen mit meist besserer personeller und sachlicher Ausstattung, ... Aber das muss natürlich jeder selbst wissen. Ein Praktikum im sonderpädagogischen Bereich kann auf jeden Fall nie schaden, um das mal kennenzulernen. Zumal man im Rahmen der Inklusion ja Schüler mit Förderbedarf auch an Grundschulen haben wird.
Was, anitkatut , die Fahrt anbelangt: Zum Studium zu Hause (ich nehme an, du wohnst noch bei deinen Eltern?) auszuziehen ist keine Option? Gehört imho eigentlich auch zu diesem Lebensabschnitt dazu. Aber natürlich gibt es auch Konstellationen/Situationen, in denen das aus verschiedenen Gründen nicht möglich ist.
Edit: Sehe, zum Umziehen hattest du ja schon etwas geschrieben.