Wir haben in jeder Klasse einige Stunden Doppelbesetzung in der Woche. Natürlich plant man da auch Vertretungskräfte ein. Wie sonst sollen sie denn den Umgang und Unterricht mit unseren SuS lernen, wenn nicht am Beispiel erfahrener Kolleg:innen?
Beiträge von Plattenspieler
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wir und Zauberwald nur das Minimum
Wir auch.

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Mein Smiley bezog sich auf:
Wie immer, seitdem sie in der Schule sind.
Dass Erstklässler und Zweitklässler Schule gar nicht anders als unter Pandemiebedingungen kennen (und Drittklässler auch nur im ersten halben Schuljahr anders kennengelernt haben), finde ich tatsächlich traurig.
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Lass mich versuchen, dir zu erklären, warum wir etwas kritisch oder empfindlich auf deine Anfrage reagieren:
Ob ich von den Fächern Mathe, Deutsch und Sachunterricht und deren didaktischer Vermittlung irgendeine Ahnung habe, kann hier doch keiner wissen. Möglicherweise habe ich selber Kinder intensiv durch die Grundschulzeit begleitet und meine damit nicht 2 Jahre häusliche Lernzeit oder die Ausarbeitung eines Plakats, vielleicht habe ich auch schon als Vertretungslehrer in der Unterrichtsversorgung gearbeitet?
1. Wenn du hier über Kenntnisse verfügst, wäre es eventuell sinnvoll gewesen, dies gleich zu erwähnen.
2. Praktische Erfahrungen sind sicherlich wertvoll, ersetzen aber nicht die wissenschaftliche Ausbildung in den Fächern und ihrer Didaktik.
Mal einfach so komplett das Grundschullehramt nachzustudieren passt vielleicht auch nicht in die Lebenswirklichkeit von manchen Menschen.
Es ist aber grundsätzlich die Voraussetzung dafür, als Grundschullehrkraft zu arbeiten. Wenn jemand Arzt werden will, muss er auch Humanmedizin studiert haben, unabhängig davon, ob es zu seiner Lebenswirklichkeit passt und welche Vorerfahrungen er vielleicht hat. Oder wenn jemand Anwalt werden will, muss er Jura studieren. Der Quer- und Seiteneinstieg vermittelt teilweise eben genau das Bild, dass Lehrer doch jeder könne, und kann dadurch zu einer Deprofessionalisierung des Berufs führen, vor allem wenn Studieninhalte sehr flexibel anerkannt werden, ohne dass die notwendigen Kompetenzen erworben wurden.
Was ich mich außerdem frage:
da wurde gesagt "maximal Förderschule", da hierfür die Erziehungswissenschaft anerkannt werden würde. Nun muss ich gestehen, dass ich mir hier den Einsatz überhaupt nicht vorstellen kann.
Warum kannst du dir das nicht vorstellen, wenn das eventuell besser zu deinem Profil passt? Hast du auch Erfahrungen an Förderschulen gesammelt oder entspringt deine Ablehnung hier eher Vorurteilen über diese Schulform? An der Förderschule hast du i. d. R. bessere Rahmenbedingungen (Ausstattung, Klassengröße, päd. Freiheiten) bei höherer Besoldung und geringerem Stundendeputat.
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die Busse nur noch im 15- statt im 30-Minuten-Takt
Verstehe ich nicht. 15-Minuten-Takt ist doch häufiger/dichter als 30-Minuten-Takt.
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[leise] "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!"
Wer hat uns verraten?
Ihr habt beide BW im Profil. Ich dachte, in BW sei die Besoldung im Vergleich gar nicht so schlecht (nur in Bayern noch höher?)? Gut, man müsste die tendenziell höheren Lebenshaltungskosten im Vergleich zu anderen Ländern rausrechnen.
Hat sich durch die Föderalismusreform die Situation für Beamte in BW verschlechtert?
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Oberstufenlatein ist freilich eine ganz andere „Hauslänge“. Mir graust es heute immer noch vor Caesars „Commentarii de Bello Gallico“.
Caesar ist aber i. d. R. der Einstieg bei der Originallektüre. Das macht man eher in der Mittelstufe (na ja, je nachdem, ab welcher Klassenstufe man Latein hat). In der Oberstufe haben wir außer Cicero noch Tacitus, Seneca, Vergil, Ovid, Horaz, Catull gelesen, wenn ich niemanden vergessen habe. Also auch viel Dichtung.
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Hat mein Kind vor, es meinte, dann könne es gleich noch eine Sprache am Gym lernen.
Kann man bei euch nur eine dritte (vierte) Fremdsprache hinzunehmen, wenn man eine andere abwählt?
Gerade in der Oberstufe wird Latein doch am spannendesten, wenn man verschiedene Autoren und ihre Werke im Original kennenlernt (im Latinumskurs an der Uni vermutlich nur Caesar und Cicero?).
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Die Asterix-Bände sind tatsächlich hinsichtlich der Anspielungen anspruchsvoll, aber das Schöne an ihnen ist, dass man Spaß beim Lesen haben kann, selbst wenn man eine Reihe von lustigen Stellen gar nicht versteht (geht auch meinem Grundschulkind so).
Ich glaube, das geht mir immer noch so, dass mir manches entgeht. Da stecken auch so viele Anspielungen auf politische und gesellschaftliche Ereignisse drin, die in der Entstehungszeit und/oder in Frankreich zu verorten sind. Manche Wortspiele gehen durch die Übersetzung verloren. Usw.
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Des Weiteren gibt es natürliche Aufgaben mit natürlicher Differenzierung: offene Matheaufgaben, freie Schreibanlässe, ...
Außerdem würde ich dir empfehlen, ein System für individuelles Lernen (z. B. Lernwege, Wochenpläne, Portfolios, ...) zumindest am Anfang relativ konsequent umzusetzen, wenn du eine sehr leistungsheterogene Klasse hast.
Gute Möglichkeiten zur Differenzierung noch "oben" und "unten" bieten außerdem viele Apps auf digitalen Medien.
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Schreibberechtigung?
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Ich hab ihm auch erklärt, dass ich das Latinum an der Uni in 6 Monaten nachgeholt habe, wofür es an der Schule mehrere Jahre braucht, aber das interessiert das Kind nicht.
Ich nehme an, wer 5, 7 oder 9 Jahre kontinuierlich Latein in der Schule gelernt hat, hat für das Leben deutlich mehr davon als derjenige, der das Latinum im Schnellkurs an der Uni nachgeholt hat.
Ich würde mich an deiner Stelle freuen, dass dein Kind Latein lernen will, und es ermutigen, als dritte Fremdsprache noch Altgriechisch hinzuzunehmen.
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wenn er gerne liest, ist vielleicht auch die Cicero - Trilogie von Robert Harris (Titan, Imperium, Dictator) anzuraten
Ich habe den ersten Teil als Oberstufenschüler gelesen. Fand ihn gut. Weiß allerdings nicht, ob es schon für Fünft-/Sechsklässler passend ist? Aber erinnere mich jetzt auch nicht mehr im Detail.
Warum will Kind denn Latein nehmen? Hat das überhaupt etwas mit dem alten Rom zu tun? Vielleicht will Kind Heilberuf ergreifen? Biologie oder Juristerei studieren? Tüftelt gerne?
Für Heiberufe oder Naturwissenschaften braucht man jetzt ja weniger Latein. Die Fachterminologie kann (muss) man auch so lernen. Für Geisteswissenschaften ist es sehr sinnvoll und teilweise noch erforderlich.
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Sorry, ich unterrichte ja weder Mathe noch an der GS, daher kenne ich mich damit nicht aus und habe logischerweise auch noch nie in die entsprechenden Lehrpläne geschaut.
Kein Problem, war nicht böse gemeint.
Konnte mir nur so auf Anhieb nicht vorstellen, was es da groß zu diskutieren gibt...

- Lösungsstrategien / Rechenwege
- Fachbegriffe / Fachsprache
- Anschauungsmittel / Darstellungsformen
- mathematische Zusammenhänge
- Sachaufgaben / Lebensweltbezug sowieso
Natürlich gibt es auch reine Übungsstunden, in denen nicht diskutiert wird. Aber die gibt es wohl in den meisten Fächern (Ethik, Politik u. ä. vielleicht ausgenommen - da kenne ich mich jetzt zu wenig aus).
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Mathe in der Grundschule?
In den Bildungsstandards der KMK für die Primarstufe (und entsprechend in den Lehr-/Bildungsplänen der Länder) finden sich neben den "inhaltsbezogenen mathematischen Kompetenzen" folgende "allgemeine mathematische Kompetenzen":
- Problemlösen
- Kommunizieren
- Argumentieren
- Modellieren
- Darstellen
Kommunizieren und Argumentieren stellen ja gerade diese Diskursfähigkeit dar, nach der ich fragte; die anderen drei Punkte hängen zumindest eng damit zusammen.
Wen es näher interessiert: 2004_10_15-Bildungsstandards-Mathe-Primar.pdf (kmk.org)
Bei mir wird im Mathematikunterricht der Primarstufe viel diskutiert (so gut unsere SuS es halt können, aber genau deshalb müssen sie es lernen).
Aber ohne Fishbowl.

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Die Methode eignet sich gut für Themen oder Fächer, bei denen man diskutieren kann und unterschiedliche Standpunkte vertritt.
Gibt es Fächer, bei denen man nicht diskutieren und keine unterschiedlichen Standpunkte vertreten kann?
Argumentations- und Diskursfähigkeit sollte meines Erachtens in allen Fächern Lernziel sein.
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