Beiträge von Plattenspieler

    Genau, historisch-kulturell konditioniert wurde ich mit Eierstöcken geboren und steh' auf Männer.

    Genau das sagt der Vatikan doch. Es gibt eben nicht nur "historisch-kulturelle Konditionierung", sondern es gibt wesentliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

    Können sie nicht mal lieber Dekrete zu Herzenswärme, Nächstenliebe, Miteinander, Toleranz, privater Seenotrettung, CO²-Steuer, Sex, Drugs and Rock'n'roll veröffentlichen?

    Zu den meisten dieser Themen gibt es mehr als genug Stellungnahmen und Publikationen seitens des Vatikans. Die werden nur nicht in den Medien so rauf und runter diskutiert, weil man sich dadurch ja nicht über die vermeintlich "altmodische" Sichtweise der Kirche aufregen und entsprechend Stimmung machen kann.

    Und was will der Verfasser damit betonen?

    Ich will gar nichts betonen, nur auf ein weiteres Puzzleteil des Linksrucks der CDU hinweisen. Weiterhin ohne Bewertung desselben.

    Hexenverbrennung ist auch verboten, trotz "christlich" im Parteinamen.

    Das hingegen scheint mir nur plumpe Polemik zu sein. Herzlichen Glückwunsch.


    Man darf die Liste wohl ergänzen um ein Verbot sogenannter Konversionstherapien. Nicht nur unter einer CDU-Kanzlerin, sondern auch auf Betreiben eines CDU-Gesundheitsministers hin.

    Nachtrag für PalimSonderpädagogische Unterstützung: Kurzfristig, damit ggf. das Klassenziel noch erreicht werden kann (lernzielgleiche Beschulung, ggf. mit Nachteilsausgleich)
    Sonderpäd. Förderbedarf: Das Kind wird ein "Förderschulkind" und kann von nun an als Inklusionskind die Grundschule ODER eine Förderschule (wenn noch vorhanden.....) besuchen: lernzieldifferente Beschulung

    In etwa wie bei uns (siehe mein Beitrag).

    Sonderpädagogischer Förderbedarf heißt aber nicht zwangsläufig lernzieldifferente Beschulung, sondern nur in den Förderschwerpunkten Lernen und Geistige Entwicklung (Hessisches Schulgesetz § 50).

    Für welches von beiden brauchst du jetzt das Einverständnis der Eltern? Für die Überprüfung auf Sonderpäd. Förderbedarf m. E. nicht (Hessisches Schulgesetz § 54).

    In BW gibt es mittlerweile abgestuft:

    1. Anspruch auf ein Sonderpädagogisches Bildungsangebot

    (Schüler am SBBZ (früher Sonderschule) oder in inklusiv, also das, was anderswo "Sonderpädagogischer Förderbedarf" genannt wird)

    2. Anspruch auf ein Sonderpädagogisches Beratungs- und Unterstützungsangebot

    (Betreuung durch den Sonderpädagogischen Dienst, Schüler mit geringeren Auffälligkeiten, die nur sporadisch Unterstützung bzw. die Lehrkräfte und Eltern Beratung erhalten, je nach Förderschwerpunkt auch nur einmalig)

    rein theoretisch nicht, aber Lehrer sind nur bedingt ausgebildet, für IQ-Tests (Durchführung und Auswertung) brauchts schon jeweils eine gute Fortbildung und Übung.

    In meinem Bundesland ist Diagnostik wesentlicher Teil der Ausildung in Studium und Referendariat. Fortbildungsangebote zu neuen Testverfahren werden regelmäßig angeboten. Die Auswertung ist dank Computer heute bei den meisten Tests kein Aufwand mehr. Eher die Interpretation, aber auch da sollte man, wenn die wissenschaftliche Diskussion halbwegs verfolgt, auf dem Stand sein. Dass man für die Durchführung einigermaßen Praxis haben sollte, sehe ich ein. Ich habe aber genug Gutachten zu schreiben, so dass ich mich damit regelmäßig befasse, keine Sorge. Ich bezweifle, dass der durchschnittliche Psychologe die einzelnen Testverfahren häufiger durchführt.

    Und es ist auch ein Unterschied, ob es zwei Gutachten gibt (vom Psychologen und vom Förderschullehrer) oder wenn du alleine alles machst und eine Entscheidung triffst. Ich fand die Lösung gut, dass Psychologen ihre Einschätzung schreiben und wir unsere schulischen Förderempfehlungen erstellen. Die Diagnostik deckt sich zwar in 99% der Fälle aber auch das ist gut so in der Begründung.

    Heißt das, bei euch gibt es zu jedem sonderpädagogischen Gutachten auch eine psychologische Begutachtung?!

    Da kann ich nur sagen:

    Schuster bleib bei deinen Leisten...

    Denn für die Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs bin ich ausgebildet, und nicht ein Psychologe.

    Die Entscheidung treffe bei uns trotzdem nicht ich (allein), sondern die Entscheidung trifft das Schulamt auf der Grundlage meines Gutachtens.

    Früher sagte man ja, Diagnostik ist das, was den Sonderpädagogen vom Regelschullehrer unterscheidet. Auf das reduzieren würde man das heute vermutlich nicht mehr. Aber ein wesentlicher Aspekt ist die diagnostische Kompetenz nach wie vor, und dazu gehört nun einmal auch Intelligenzdiagnostik.

    div. Mathe (HRT, ERT...) und auch Deutschtests (SLS, BISC,...) sind ohne IQ Info auch oft nutzlos

    Sie sind dann nicht ausreichend, wenn es rein um eine Diagnose "Legasthenie/LRS" oder "Dyskalkulie" geht.

    Sie sind nicht nutzlos, wenn es um eine Feststellung des Lern- und Entwicklungsstandes und mögliche Förder- und Therapiemaßnahmen geht, wenngleich je nach Fragestellung, Profil etc. auch hier weitere Überprüfungen erforderlich sind. Aber wenn wir wieder im Kontext sonderpädagogisches Gutachten sind - da führt doch niemand rein Schulleistungstests durch, da gehört doch sowieso viel mehr dazu. In der Beratung im mobilen Dienst ebenso.

    Vielleicht sollte man den AfD-Wählern nahelegen, auszuwandern, da es ihnen hier ja nicht gefällt.
    Ungarn, Italien oder Polen vielleicht... da haben sie doch "Freunde" in der EU...

    Und den Linken legt man nahe, nach Nordkorea auszuwandern? Dort ist der Kommunismus doch umgesetzt.

    :rolleyes:


    ad 1: äh. ernsthaft? vielleicht kann man das als mann leichter übersehen, keine ahnung. wir haben allüberall neue polizeiaufgabengesetze, stimmenhoch für eine partei, die rechtsextreme in ihren reihen mindestens duldet und ein autoritäres staatsverständnis verbreitet, das so eigentlich nicht mit dem gg kompatibel ist, wir haben immer weniger ärzte, die abtreibungen vornehmen, wir haben einen staat, der überwachungsfanatsien kolportiert, stoiber ist immer noch innenminister (der typ, der sich freute, 69 leute an seinem 69. geburtstag abgeschoben zu haben und sich mit orban, einem autoritären herrscher, fotografieren lässt, aber es unmöglich findet, wenn türkischdeutsche fußballer sich mit erdogan fotografieren lassen), wir hatten ein zeit-cover, das ernsthaft pro/contra "darf man leute ersaufen lassen?" diskutieren wollte (menschenwürde, was ist das?), wir haben eine rechtsradikale verschwörung in weiten polizei- und armeekreisen aufgedeckt (und kaum wen kmmert's), wir haben eine "vertraue den reichen, die armen sind selbt schuld"-haltung wie schon lange nicht mehr (die reichen dürfen dann auch kriminell agieren, siehe panama-papers, kein problem), wir haben aktuelle ine cdu-vorsitzende, die zensur-forderungen verbeitet und einen ju-bundestagsabgeordneten, der rassistische parolen auf video von sich gibt. wir haben soviele übergriffe auf linke, juden und migranten oder sonstwie nicht ins arische weltbild passende leute wie schon lange nicht mehr. wir haben einen verfassungsschutz, dem das ziemlich wurscht zu sein scheint... muss ich weitermachen?

    Teilweise sind die Argumente imho Zirkelschlüsse. Zum Beispiel das Stimmenhoch für die AfD als Beleg für einen "Rollback" anzuführen, obwohl es eigentlich die Reaktion auf den Linksruck ist.

    Teilweise zeigt die Aufregung über eigentlich nicht aufregenswerte Ereignisse, wie weit wir schon nach links gerückt sind. Zum Beispiel die Argumente im Zusammenhang mit Seehofer (nicht Stoiber). Dass ausreisepflichtige Menschen ausreisen müssen, sollte doch selbstverständlich sein, und kein Anzeichen für einen Rollback.

    Und was glaubst du, was die Foto-Aktion von Özil und Gündogan vor 10, 20, 30 Jahren ausgelöst hätte? Damals wären die Spieler sicherlich nicht mit zur WM gefahren. Heute ist es schon eine 'rechte' Einstellung, wenn man es unmöglich findet, dass die Herren Erdogan Wahlhilfe leisten?!

    Teilweise ist es sachlich falsch, was du schreibst. Die Zeit fragte nirgends, ob man Leute "ersaufen lassen" sollte, sondern stellte zur Diskussion, ob private Hilfsorganisationen staatliche Aufgaben übernehmen und dabei quasi gemeinsame Sache mit Schleppern machen, indem sie die Menschen fast direkt von diesen übernehmen und somit deren Geschäft befördern, sollen.

    Teilweise sind es subjektive Gefühle. Ich nehme keine "Vertraue den Reichen ..." - Stimmung wahr.

    Antisemitismus gibt es übrigens mindestens gleichermaßen von links wie von rechts, und auch in der sogenannten bürgerlichen Mitte. Martin Schulz bezeichnete eine Rede im EU-Parlament, in der den Juden Brunnenvergiftung vorgeworfen wurde, als "inspirierend".

    Zur Abtreibung wurde jetzt ja bereits geschrieben. Das Argument mit dem "Zellhaufen" ist keines. Wir alle sind Zellhaufen. Mit der Argumentation wäre kein Menschenleben schützenswert. Sowohl aus biologischer als auch aus rechtlicher Perspektive entwickeln wir uns nicht zum Menschen, sondern als Menschen. Auch Embryos und Föten haben schon die unantastbare Würde, die im Grundgesetz verankert ist.

    Welche tatsächlichen Entwicklungen gab es hingegen im letzten Jahrzehnt, die allesamt Gesellschaft und Politik weiter nach links befördert haben (ohne das jetzt bewerten zu wollen):

    - Aussetzung der Wehrpflicht
    - Frauenquote
    - Mindestlohn
    - Festhalten an doppelter Staatsangehörigkeit
    - Ausstieg aus der Atomkraft
    - Einführung der "Ehe für alle"
    - Einführung des dritten Geschlechts
    - Lockerung des Werbeverbots für Abtreibungen
    - ...

    Alles unter einer CDU-Kanzlerin.

    ...die cdu wandert nach "links". nein. der das behauptet, hat den allgemeinen rollback der letzten drei/vier jahre aber gewaltig verschlafen.
    [...]
    "wir haben ein christliches menschenbild, aber ganz große probleme mit den basics von nächstenliebe, egal, ob es um wirtschaftspolitik, schwangerschaftsabbrüche, homosexuelle oder flüchtlingsfragen geht"


    Erstens: Worin soll dieser "Rollback" denn bestehen? Keine Polemik, ernstgemeinte Frage, ich kann in den letzten drei bis vier Jahren keinen solchen erkennen.

    Zweitens: Der Kurs der Unionsparteien wird von der Bevölkerung zumindest als Linksruck empfunden. Das zeigen Umfragen, und anders ließen sich die Wahlerfolge der AfD auch nicht erklären.

    Drittens: Bezüglich der anderen Punkte kann man gerne diskutieren, aber willst du hier ernsthaft Schwangerschaftsabbrüche, also das Töten eines unschuldigen und wehrlosen Kindes, als Nächstenliebe bezeichnen?!

    Ich weiß nicht, wie man das in der Landespolitik ausnutzen kann, vielleicht weiß das ein Gesellschaftswissenschaftler hier. Ich könnte mir z.B. vorstellen, dass kommunal an der kulturförderung rumgekürzt wird, um Theater und Kulturzentren auszutrocknen. Man kann auch, wie erwähnt, in Lehrplänen rumstreichen und austauschen und wir als Lehrer sind dann direkt davon betroffen, welches Familienbild wir zu propagieren haben, fehlt nur noch die Rassenlehre in der Biologie, (war da nicht kürzlich erst ein altes Lehrwerk aufgetaucht?) Freie Schulen mit besonderen Konzepten kann man sicher auch aushöhlen, in dem man die staatliche Förderung, die bisher nach 4jährigem Bestehen anspringt, einstellt.
    Weiß der Teufel, was ihnen noch einfällt, mir widerstrebt schon der Tonfall in ihren öffentlichen Auftritten. Und dass es gebildete Menschen gibt, die das alles gut heißen.

    Ich glaube, der Terminus "diffuse Ängste" von Wollsocken trifft den Absatz schon relativ gut.

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