Beiträge von Sissymaus

    Und wenn es für mich den Anschein hat, dass es für die meisten aus der Mitte der Gesellschaft selbstverständlich geworden ist, einen großen 50-100+k SUV zu fahren, man als Lehrer aber im Traum nicht daran denken könnte, derart viel Geld für einen Konsumartikel auszugeben

    Sehr oft sind das Leasing-Fahrzeuge und noch viel öfter Firmenwagen. Kaum einer legt diese Summen für solche Karren bar auf den Tisch.

    Meine Güte, ich habe weder die Entscheidungsgewalt, noch die Ahnung von all diesen Bereichen. Ich kann lediglich sagen, dass Inklusion nur mit mehr Personal funktionieren kann, da ich hier aus beruflicher Erfahrung spreche.

    Und: Warum können wir nicht alles haben? Durch weitere Digitalisierung, KI, Autonomisiserung werden die meisten einfachen Jobs zukünftig wegfallen.

    <User-Modus> Wieso löscht man hier neue User, wenn diese nicht gegen die Foren-Regeln verstoßen und sich an die Netiquette halten? Da wäre es schicker, man würde ein Gespräch suchen und ggf. auf Missstände hinweisen, ehe man den Betroffenen löscht und ihm keinerlei Möglichkeit gibt, sich dazu weiter zu äußern (zumal der Beitrag noch bleibt und man ihm/ihr die Möglichkeit nimmt hier noch Änderungen oder gar eine Löschung vorzunehmen!).

    Man mag mich löschen, bannen, wie auch immer, aber dann sollte man fair bleiben und im Zweifel alles löschen, auch meine geistigen Ausdünstungen... Keine Ahnung wem ich hier auf die Füße getreten bin, aber die Lust auf eine Teilnahme an dem Forum ist damit gänzlich verschwunden.

    Danke@k_19

    Aber bitte gerne dann auch alles löschen, wenn man mich schon sperrt... Auf meine E-Mail an den Webmaster habe ich im übrigen auch keine Rückmeldung erhalten. SCHADE!

    Schönes Leben noch, StanSmith

    Sag einfach Deiner Frau, sie soll sich hier anmelden und schon kann ihr geholfen werden. Du darfst einfach hier nicht mitschreiben, so sind die Forenregeln.

    Ein weitsichtiger Blick auf Bedarfe in der Jobwelt verlangt immer zugleich "Welche Stellen werden gebraucht?" und "Sind diese humanen Ressourcen überhaupt vorhanden?".

    Wir haben aktuell 3,9 mio. Bürgergeldbezieher, was natürlich immer noch viel zu hoch ist. Da wäre die Frage, ob ein Teil derer die nötigen Basisqualifikationen mitbringt, um ggf. durch Weiterqualifikation in Schulen eingesetzt werden zu können.

    Ein mittelfristiges Ziel könnte sein, dass diese Zahl auf ein absolutes Minimum reduziert wird.

    Langfristig sollte aber auch bedacht werden, dass bei einer gleichbleibenden Bevölkerungsanzahl und einer zunehmenden Anzahl an Senioren nicht unendlich viele neue Stellen geschaffen werden können, sondern eher geprüft werden sollte, ob neue Stellen wirklich notwendig sind und wenn ja, ob diese so wichtig sind, dass sie anddre ersetzen können. In den letzten Jahren wurden da doch sehr viele neue Stellen geschaffen, z.B. in den Bereichen frühkindliche Betreuung, Pflege, IT, Migration, Politik/Beratung, Energiewirtschaft, Onlinedienstleistungen und Unterhaltung.

    Was genau willst Du damit sagen? Dass wir prüfen müssen, ob mehr Personal im Schulwesen notwendig ist?

    Einverstanden. Und nahezu 100% der Beteiligten werden sagen: Ja, wir benötigen mehr Personal. Insbesondere, wenn Inklusion erfolgreich sein soll.

    Und nun?

    Wäre es für dich OK, wenn das Personal dann an anderer Stelle fehlt? Denn darauf würde es hinauslaufen.

    Welche Bereiche innerhalb der Berufswelt binden derzeit deiner Meinung nach zu viel Personal, sodass diese Jobs mit weniger Personal zurechtkämen und die x Stellen, die in diesen Bereichen nicht benötigt werden stattdessen in Schulen geschafft werden können?

    Woher soll ich das wissen? Bin ich Arbeitsrechtler? Ist mir letztendlich auch egal. Es herrscht Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt, also müssen sich alle Arbeitgeber anstrengen.

    Soll die Pflege auch sagen: "Wir können nicht mehr Personal rekrutieren, dann fehlt es an anderen Stellen."?

    Ich finde es haarsträubend, was du hier schreibst. Glaubt du ernsthaft, das Burnout-Risiko sei bei Ärzten höher als bei Lehrern? Viele Lehrer, die ich kenne, arbeiten 7 Tage die Woche.

    Ich bin einer davon.

    Und warum machst Du das? Lass es doch!

    Ich weiß: Jetzt kommt wieder die alte Leier von: ich muss aber das, ich muss aber jenes. Jaja.

    Du musst Unterricht halten, sowie Vor- und Nachbereiten (am besten nach Pareto!).

    Dann noch Konferenzen und DB. Oft auch noch Vorbereitungen. Wenn die Arbeitszeit dann aufgebraucht ist, dann lässt man alles andere eben. Und sagt: Sorry, schaffe ich nicht (mehr), muss später erfolgen oder eben gar nicht. Wenn man dann "Ärger" bekommt, schreibt man eine Überlastungsanzeige und stellt dar, dass Aufgabe x und Aufgabe y nicht erfüllbar sind.

    ine schwierige Forderung, weil sie so klingt als säßen nennenswerte Menschenmengen gerade ohne Arbeit zuhause, die nur darauf warten, dass von Kultusministerien verkündet werde, dass mehr Personal eingestellt werde, und sich dann freudestrahlend auf den Weg in die Schulen machen.

    Nein, die gibts nicht. Also lassen wir es gleich sein, das zu fordern?

    Ich finde dieses: Wo soll das Personal herkommen, immer etwas befremdlich. Ja, es gibt grad keins. Trotzdem muss das doch langfristig das Ziel sein. Wie das geht? Ich wüsste einiges: zB bessere Bezahlung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen etc. Geht nicht von jetzt auf gleich, aber wenn da nicht mal irgendwann begonnen wird, ändert sich nie etwas.

    Ich versuche den Mittelweg: Alle ansprechen auf neutrale Art. Die Klasse als Ganzes spreche ich gern mit "Leute" an.

    Und ja: Schmidt Ich "leide" an der Weiblichkeit, wie Du so schön sagst und fühle mich als Ingenieur nicht angesprochen, da ich Ingenieurin bin. Wenn es für alle Frauen so selbstverständlich ist, dass auch sie Ingenieurin sein können, warum werde ich bis zum heutigen Tag immer noch gefragt, wie man denn als Frau Maschinenbau studieren kann? Wer redet ihnen das denn ein? Meine Mutter zum Glück nicht. Sie hat mir vermittelt, dass Frauen alles machen können, was sie wollen, so dass ich nie auf die Idee kam, das als Frau nicht zu "können".

    Ich spoilere mal: Es ist ein gesellschaftliches Problem.

    Empfehlung zur Sensibilisierung: https://rosa-hellblau-falle.de/rosahellblaufalle/

    Dafür reicht ein Anruf. Aber ich bezog mich auf die Aussage, dass man ihn immer wieder nerven muss bist etwas passiert. Das ist Schwachsinn. Beispiel: Dezernet fragt Lehrkraft: Warum bist Du so oft krank? Lehrkraft weist darauf hin, dass er akute Erkrankung XY hat und voraussichtlich in 1-2 Jahren wieder voll dienstfähig ist. Dann brauche ich als SL nicht jede Woche wieder beim Dezernenten anrufen und mich beschweren.

    Das ist kein Schwachsinn, sondern ein Erfahrungswert. Aber du musst mir das auch nicht glauben.

    Unsere SL regelt sowas immer kurz und schmerzlos. Sie sagt der Sekretärin, dass sie einen Termin vereinbaren soll, dann wird der Kollege gebeten, drei Termine anzubieten, zu denen er kann, aus denen sie dann einen auswählt.

    Im Gespräch wird er dann zusammengefaltet und gefragt, was er denkt, was die SL denn so den ganzen Tag tut, mit Beispielen. (Im Sommer: Am See sitzen, im Winter: Auf der Couch sitzen).

    Resultat: Dauerkranker Kollege oder Versetzungsantrag. :D

    Kein Witz.

    Wir haben etliche KuK, die mehrere Wochen da sind und immer wieder zwei Wochen fehlen, weil sie krank sind, psychisch am Ende sind, das Pensum nicht schaffen etc. Das fällt dann nicht so sehr auf und man hat kein Gespräch mit der SL.

    Meine Güte. Komm zu uns!

    Ok, welche Maßnahmen? Stand der Dinge ist bei uns, dass wir in der Summe der Schulen deutlich unterversorgt sind. Ausgeschriebene Stelle werden teilweise nicht besetzt, da es keine Bewerber gibt. Feuerwehrlehrkräfte gibt es auch nicht genug. Abordnungen aus dem Sek 1+2 Bereich nebst Unterrichtsausfall haben wir natürlich auch schon genug. Was soll er noch machen?

    Hab ich doch schon gesagt: weitere Maßnahmen einleiten. Amtsarzt etc.

    er soll doch keinem neuen Kollegen zaubern, sondern erstmal schauen, was mit dem ist, der bereits da ist. Es muss doch geschaut werden, warum er nur die Hälfte seiner Arbeitszeit schafft.

    Wenn ich ihm heute melde, dass Kollege A langfristig ausfällt, brauchen ich ihn nächste Woche nicht noch mal anrufen und das gleiche melden. Dann sagt er mir zurecht, dass er das bereits weiß und sich meldet, wenn sich etwas ergibt. Ich kann natürlich nach drei Wochen das dritte Mal anrufen aber dann ist der Ton wahrscheinlich nicht mehr so freundlich. Es hilft auch nichts. Er macht seinen Job und kann auch keine Lehrkräfte herzaubern. Die Dezernenten können genauso wenig etwas für den Lehrermangel wie Lehrkräfte oder Schulleitungen. Wenn ich natürlich den Eindruck habe, dass das untergegangen ist oder ein Rückmeldung ausbleibt, melde ich mich irgendwann mal. Aber Telefonterror hilft niemanden weiter.

    Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Meine SL ist bei Missständen sehr hartnäckig und damit sehr erfolgreich.

    Und wieso kann er nichts machen? Er kann sehr wohl den Amtsarzt einschalten, damit klar ist, warum der Kollege so regelmäßig ausfällt. Jemand, der bei einer Vollzeitstelle nur die Hälfte der Zeit im Dienst ist, hat ein gesundheitliches Problem und es ist im Sinne aller, dass das angegangen wird.

    Mit dem Verhalten wird das System noch mehr unterstützt .

    Es gibt ganz tolle IGSen. Mein Sohn ist auf einer und wenn ich könnte würde ich die Zeit zurück drehen und meine Tochter nicht nochmal aufs Gymnasium schicken, sondern auch da hin.

    In dieser IGS ist aber auch eine Schulleitung mit Haltung und ein (Großteil) des Kollegiums, dass Inklusion lebt und jedes Kind da abholt, wo es steht. Von Kindern mit Downsyndrom bis hin zu Gymnasialempfehlungen ist da alles vertreten. Das funktioniert aber nur, weil die Menschen aus dem was geht das Beste machen und auch Eltern, die ihr Kind ins Gymnasium schicken könnten, lieber an der IGS anmelden.

    Das klingt dann so, als würden sich die anderen Schulen keine Mühe geben.

    Meiner Meinung nach haben diese Schulen dank systemischer Rahmenbedingungen kaum Möglichkeiten, diese Mammutaufgabe (Inklusion, alle Niveaustufen gemeinsam und zieldifferent usw) zu stemmen.

    Zu große Klassen, fehlendes zusätzliches Personal (Sozialarbeiter, Sonderpädagogen und und und), zu viele Stunden, zu viel Verwaltung.

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