Meine Frage wäre auch: welchen Bereich geht es? Technik, Soziales, Gesundheit…
Über welche Schüler sprechen wir? Fachschule? Berufsschule?
Wenn du grundsätzlich eine Lernsituation planen kannst, ist das doch eine super Voraussetzung. Wenn die Schüler sich zu erwachsen sind für Methoden wie Gruppenpuzzle: noch besser. Dann kannst du sie in die Pflicht nehmen.
Nimm dir einfach die nächsten Ferien und plane eine ausführlich Lernsituation mit Schwierigkeitsgrad. Dabei sollte es sich um ein Problem aus dem betrieblichen Alltag handeln. Im Bereich Metall wäre das zB ein immer wieder auftretender Lagerschaden an einem Getriebe.
Ich mache das immer so:
Geplant wird zu Beginn noch gemeinsam. Zuerst: Analyse-die Zeichnung verstehen. Sind die Schüler ungeübt, stelle ich Leitfragen dazu. Sie sollen recherchieren und sich Dinge ablesen.
Dann Ursachenforschung: woher kommt der Schaden? Da muss man manchmal etwas helfen, aber pfiffige Klassen mit Studierenden kommen schon mal drauf. Auch hier lasse ich sie zuerst selber überlegen und recherchieren.
Dann geht’s an die Umkonstruktion. Zuerst Varianten skizzieren, die besprochen werden. Dann Bewertung. Anschließend die beste Variante am CAD auskonstruieren. Das ist manchmal etwas aufwändig und benötigt Zeit.
Ergebnis wird benotet.
Dabei habe ich selbst den kleinsten Anteil, da ich nur noch beratend zur Seite stehe. Dieses Schema und diese Vorgehensweise führe ich bereits im ersten Jahr ein, so dass ich mich im dritten Jahr teilweise einige Wochen lang kaum kümmern muss.
Und genau das will ich erreichen: dass sie im Beruf ein Problem lösen können.
Was ich nicht mache: ich mach’s vor und alle anderen nach. Ist mir viel zu anstrengend. Und der Lerneffekt ist viel kleiner.