Beiträge von Sissymaus

    Ach wie schön es wäre, wenn das wirklich überall selbstverständlich wäre... und nicht Konferenzen grundsätzlich erst 30 Minuten nach dem Nachmittagsunterricht angesetzt würden 🤗

    Das ist übrigens ein Argument, was dann für mich tatsächlich auch gegen einen späteren Schulanfang spricht. Stelle ich mir vor, Lehrerkonferenzen dauern nicht mehr "nur" bis 19h und Fachkonferenzen nicht mehr "nur" bis 21h oder so, sondern noch länger, würde es mich vermutlich auch anfuchsen.

    Um Gottes Willen! Undenkbar in meiner Abteilung. Maximal 16 Uhr. Dann gehen alle heim. Unterricht fällt dann aus.

    EDIT: Die 16 Uhr Konferenzen sind dann Ausnahmen! Meistens sind wir um 15 Uhr fertig und konferieren sowieso nur höchst selten. Hoch lebe das BK!

    Du hast natürlich Recht, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass bei irgendeinem Schulleiter der lange auf z. B. die Mathe Französisch Besetzung gewartet hat, keine "Freude aufkommt", wenn die Kandidatin bereits schwanger ist und wahrscheinlich gar nicht eingesetzt werden kann.

    Nicht Schulleitungsproblem, wenn die Personaldecke durch den Dienstherr unter 100% liegt, obwohl sie bei 110-120% liegen müsste. Ist ein Mangel wie jeder andere. In unserem männlich geprägten Kollegium fallen ebenfalls öfter mal welche lange Zeit aus (Sportverletzungen, Elternzeit, Abordnungen, Herzinfarkt....). Das muss der Dienstherr einpreisen. Macht er aber nicht, von daher sind SL es gewohnt, den Mangel zu verwalten. Dann ist eben auch mal eine Mutter dabei. What shalls?

    Schulleitungen, die damit "ein Problem" haben, empfinde ich als umprofessionell. Und die Diskussion, ob schwangere Frauen eine Planstelle annehmen dürfen ebenso! Und auch ein bißchen widerwärtig.

    Interessant bei der Diskussion finde ich, dass ich immer einen falschen Begriff von Lerche und Eule hatte. Mir war wirklich nicht bewusst, dass es Menschen gibt, die gern erst um 1-2 Uhr nachts schlafen gehen und nach 22 Uhr Sport machen. Da ich auch sehr schlecht rauskomme, hab ich mich immer zu den Eulen gezählt, zwar keine extreme Form, aber eher Eule als Lerche. Aber eindeutig bin ich das dann nicht. Ich muss um 5:45 Uhr meine Wecker stellen (Folter) und stehe dann gg 6 Uhr auf. Neuerdings kann ich auch wieder am Wochenende länger schlafen. Bis 10/11 Uhr war noch vor einigen Jahren dank Kindern undenkbar. Nun schläft der Teenie auch lange und wir genießen es, am WE auszuschlafen.

    Trotzdem würde ich mich nach Euren Schilderungen hier nun eher zu den Lerchen mit Tendenz zur Eule zählen.

    Trotz allem: Ich fange gern früh an, erledige alles in Windeseile und bin früh fertig. Kann aber auch verstehen, wenn man es auf Jugendlich ausrichtet und später anfängt. Jedoch wird das auf gar keinen Fall geschehen. Dazu sind die Bediensteten aller Art an Schule sicher nicht bereit. Und die Jugend hat keine Lobby.

    Und: An unserem technisch geprägten BK haben wir viele industrielle Berufe, die morgens um 6 starten. Je nach Witterung (Hitze) auch schon um 5. Da ist der Schulanfang um 07:50Uhr schon nahezu ausschlafen.

    Man müsste dann halt eine Betreuung VOR Unterrichtsbeginn einrichten.

    Was ja dann wieder heißt, dass die Kinder früh raus müssen. Also unsinnig, dann kann man auch direkt mit dem Unterricht starten.

    Als Quereinsteiger hat man normalerweise eigentlich bei voller Stundenzahl ein Gehalt, von dem sich leben lässt. Oder ist das in Sachsen-Anhalt anders? Am Rande, ich hatte schon Quereinsteigerkolleginnen und -kollegen, die noch einen Nebenjob hatten, einfach um den Kontakt in die alte Berufswelt zu halten, sollte das Lehramt nix sein. Meine Empfehlung geht auch dahin als Quereinsteiger mit vielleicht der halben Stundenzahl einzusteigen und die Brücke zum alten Berufsleben nicht abreißen zu lassen. Selbst wenn man keinen Nebenjob hat, sollte man nur mit ca. 2/3 der Stundenzahl einsteigen und im Laufe des Berufslebens langsam steigern. Ich halte es mitnichten für eine Frage der Organisation, 26 bis 28 von jetzt auf gleich gewuppt zu bekommen. Als Quereinsteiger wird man ja auch selten an Schulen mit entspannter Personaldecke entsandt, plötzlich darf man sich als unmusikalischer Klotz noch mit Musikstunden für 1a und die 3b plagen und für Werken in der 4c hatte man auch noch niemanden. (Später erfährt man dann, dass niemand Werken in der 4c machen will und alle mit Kündigung drohten, sollte man dort eingesetzt werden.) In solche Strukturen muss man hineinwachsen.

    Und ich würde dringend davon abraten, Stunden zu reduzieren (wenn es nicht aus familienpolitischen Gründen geschieht). Als Lehrer muss man als erstes lernen, sich zu organisieren und zwar in der Stundenzahl, die einem wöchentlich zur Verfügung steht (+evtl. Vorarbeiten für Ferienzeiten, wobei ich tatsächlich kaum Ferien hatte, während meines Quereinstiegs).

    Beispiel vom BK: Ich erlebe immer wieder Leute, die Stunden für die Erzeugung eines Arbeitsblattes benötigen, das nur Lückentexte beinhaltet und in 15 Minuten ausgefüllt werden kann. Das ist unnötige Arbeit und lässt sich auch nicht für Vertretungsstunden oder ähnliches verwenden. Ertrag und Aufwand stehen in keinem Verhältnis.

    Auch die Suche nach dem perfekten Bild muss man nach 5-10 Min aufgeben, sonst verliert man sich.

    Ich rate dringend dazu: Volle Stelle und Pareto-Prinzip.

    Der Verdienst ist in NRW-Programmen ausreichend, um damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, aber es gibt natürlich auch BL, bei denen man ins normale Ref einsteigt. Das könnte natürlich etwas wenig sein, dürfte aber auch mit weniger Stundendeputat einhergehen, was einem Luft zu Nebenjobs lässt.

    Hast du eine genaue Quelle, mich interessieren die Stufen. Wann soll es für uns "Alte" so weit sein? Mich interessiert vor allem die Anrechnung für die Pension. Man muss ja (als Grundschulklehrerin) mindestens 2 Jahre A 13 bekommen, bevor es Grundlage für die Pension ist. Ich habe nur noch ein paar Jahre... Aber wahrscheinlich gibt es für uns sowieso Sonderregelungen.

    Gilt das nicht nur für die Tarifangestellten? Ich bin jedenfalls von A13 auf A14 in der Stufe geblieben.

    Ich habe gegen meine Rückstufung erfolgreich Widerspruch eingelegt. Ich wurde zunächst von 11/4 in 13/3 eingestuft. Da sich meine Tätigkeit ja nicht geändert hat, sondern nur der Sachgrund für E11 weggefallen ist, wurde dem stattgegeben. Allerdings nur durch die Vorweggewährung von Stufen. Ich hab auch kurz überlegt, ob hier ein weiterer Widerspruch Sinn ergibt, hab es aber dann nicht gemacht, da ich auf die Verbeamtung gepokert habe. Hat dann auch geklappt.

    Ehrlich gesagt finde ich die Rückstufung in diesem Fall eine Unverschämtheit! Als würde sich die Berufserfahrung plötzlich in Luft auflösen. Neue Verantwortungsbereiche hat man auch nicht. Also womit ist hier die Rückstufung begründet, wenn keine Beförderung im klassischen Sinne vorliegt?

    ich finde, gerade das Unterrichtsgespräch ist wirklich eine Höchstschwierigkeit. je diffuser oder offener die Frage, desto größere Schwierigkeiten in der Auswertung. ich kann auch nur dazu raten, immer vorher die Fragen aufzuschreiben und selbst auszuprobieren, welche Antworten Du geben würdest. wenn es nicht die sind, die Du hören willst, dann ändere die Frage/ den Impuls ab. Die Komplexitiät des Ganzen wird hier ein bisschen deutlich: Gesprächsführung (rlp.de) Für mich hat es sich bewährt, die Anforderungsbereiche hintereinander abzuklappern; so kann jedeR was beitragen und die schwächeren SuS haben zumindest eine Chance im AFB3 mitzudenken. dieses Vorgehen hat zudem den Vorteil, dass die Beiträge schon irgendwie geordnet ankommen.

    Das wollte ich auch gerade vorschlagen. Oft bemerkt man dann an der Fragestellung schon Stolpersteine.

    Ich hatte Probleme mit unklaren Aussagen. Ich habe mir daher meine Formulierungen vorher notiert. Im Grunde habe ich das zu erwartende Unterrichtsgespräch und den Verlauf aufgeschrieben und währenddessen fallen einem Dinge auf, die die Schülerschaft nicht sagen kann, weil die Frage dafür falsch gestellt wurde.

    Sie hatte auch bezüglich der Gesprächsführung etwas gesagt, u.a., dass die Impulse vorher feststehen müssen oder das ich die Schülerbeiträge mehr aufgreifen muss.

    Das sind doch eindeutige Hinweise! An diesen Baustellen kann man doch sehr gut arbeiten.

    Wenn ich immer "Impulse" lesen: Was genau ist damit gemeint? Ein Bild? Ein Text? Ein Hinweis? Aus dem technischen Unterricht an BKs ist das eher unbekannt. Es kam nur irgendwann im Seminar mal auf, dass man einen "Stillen Impuls" als Einstieg in eine Stunde/Reihe machen könnte. Also einfach ein Bild oder sowas auflegen und abwarten. (Solche Ratespiele sind mir übrigens ein Graus!!) Ist sowas gemeint?

    @ Sissymaus

    "Aufstieg bis maximal A11 möglich"

    Nicht korrekt - zumindest in Bayern.

    Aufstieg bis A12 als Fachbetreuer, Systembetreuer oder Dozent am Staatsinstitut möglich.

    Aufstieg bis A13 als Fachschulkonrektur möglich.

    Ich hatte ja auch extra dabeigeschrieben: NRW

    Und das was Humblebee schreibt, gilt ähnlich auch für NRW: 28 Stunden Deputat und maximal 16 SuS, da oft Labor/Praxisunterricht

    die meisten hatten nur einen Bachelor im Bereich Recht/Wirtschaft/Politik etc (oft nach einer Ausbildung im Bereich) oder waren vorher als Juristen tätig.

    In welchem BL war das? Meines Wissens ist es nur in Ausnahmefällen möglich, mit einem Bachelor zu unterrichten. In NRW z.B. ist der Master zwingend, wenn auch die Regel entschärft wurde. Der Master darf nun auch an der FH erlangt werden.

    Deine Ausgangsfrage wurde ja schon beantwortet: Keine Studium --> kein Berufsschullehramt, mit Techniker/Meister maximal Einstellung als Praxislehrer/Werkstattlehrer (je nach Bundesland). Geringer besoldet und mehr Deputatsstunden, dafür kleinere Lerngruppen (NRW). Aufstieg bis maximal A11 möglich.

    Glückwunsch! Ich finde es erstaunlich, dass ihr alle keine Konkurrenten habt, bei uns wird sich regelrecht um die Stellen gekloppt.

    Danke.

    Das hängt natürlich stark davon ab, wieviele mit A14 gegangen sind. Wir waren lange Jahre ein sehr altes Kollegium. Und in den letzten Jahren sind so viele gegangen. Jetzt wird die Luft langsam dünner und es gibt Konkurrenz. Ein Jahr vor meiner Beförderung ist eine Stelle sogar leer gelaufen.

    Ne Du, lass mal. Die von mir skizzierte Reform wird ja so nie kommen können, weil dafür eine Menge an Gesetzesartikeln geändert bzw. neu geschaffen werden müsste fernab des bekannten politischen Spiels. Selbst wenn man das tatsächlich anginge, werde ich wohl nicht lange genug leben, um die Ergebnisse einer solchen Reform noch erfahren zu können. Dafür würde alleine der Prozess an sich Jahrzehnte in Anspruch nehmen.

    Ist mir klar, aber du hast so wunderbar viel genannt, an dem es krankt. Wenn das schon mal erkannt würde und erste Schritte eingeleitet würden… ich wäre happy.

    Doch, ich nutze schon Materialien des Öfteren 1:1 (ebenso meine KuK), nämlich gerade dann, wenn wir parallel in zwei oder mehr Klassen eines Bildungsgangs dieselben Themen unterrichten - egal ob in Wirtschaft oder in Englisch - oder ich mehrere Schuljahre hintereinander in einem Bildungsgang dasselbe unterrichte. Da ist m. E. nicht jedesmal eine Anpassung der Materialien erforderlich.

    Da ich in einem sehr kleinen Berufsbild (immer einzügig) mit zwei beruflichen Fächern unterrichte, muss ich eigentlich immer anpassen. Zudem kommt dazu, dass meine Schülerschaft nahezu 100% Abiturienten aufweist. Die andern Berufe sind da eher mit Haupt- und Realschülern bestückt. Ich muss daher auch immer stark das Niveau anpassen.

    Aber bei allgemeinbildenden Fächern und Parallelklassen kann man sicher gut 1:1 übernehmen.

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