Beiträge von Sissymaus

    Wirst Du auch in NRW tätig werden? Davon hab ich noch nie gehört. Was ist man denn dann hinterher genau? Welche Gehalts/Besoldungsstufe winkt Dir damit und welche Vorbildung hast Du?

    PS: Bitte arbeite an Deinen Rechtschreibkenntnissen.

    … so lange alles funktioniert. Mit ’nem kaputten Computer ist man auch nicht weiter als mit ’nem kaputten Kopierer.

    Ich ergänze: Wir haben einen externen Dienstleister, der sich innerhalb kürzester Zeit um die Behebung der Probleme kümmert.

    EDIT: Vor einigen Jahren hätte ich übrigens noch ganz anders geredet. Da waren wir so schlecht ausgestattet, dass ich mich wie in den 80ern gefühlt habe.

    Du liebe Güte. Was man hier lesen muss. Leute, das tut mir leid.

    Wir haben 3 Kopierer für aktuell 140 KuK. Das klingt wenig, aber die sind meistens frei. Wir haben nämlich jeder ein gutes Endgerät und WLAN-Beamer in jedem Raum. Die Endgeräte verbinden sich drahtlos mit dem Beamer im Klassenraum. Kopieren mache ich wirklich selten, da ich alles meinen Schülern per Teams/One Note zur Verfügung stelle. Alle Schüler haben einen PC in meinem Klassenraum. Da steht auch ein A4-A1-Drucker in Farbe. Zudem kann ich von meinem Endgerät direkt auf einen der 3 (Farb-)Kopierer schicken, wenn ich das unbedingt mal machen will. In der ganzen Schule haben wir gut funktionierendes WLAN.

    Alle Schüler haben eine Office-Lizenz.

    Zudem bekommen wir bald eine große Anlage (Industrie 4.0-Lernfabrik) für knappe 1,4 Mio. Gerade gabs einen Roboterarm. Wir haben 5 3D-Drucker und warten gerade auf die bestellten VR/AR-Brillen.

    Sorry, für die Angeberei, aber ich wollte mal ein gutes Beispiel liefern.


    Chemikus:

    Ja ich habe zwei Kinder, aktuell 4 und 7 Jahre alt. Ich hätte keinerlei Ambitionen den Schulleiter o.ä. zu machen. Entgeltgruppe 10 ist natürlich zu dem was ich derzeit verdiene ein gewaltiger Schritt zurück. Laut google von 3.400-4.800€. Mit letzterem könnte ich mich dank Vorarbeit arrangieren, insbesondere wenn man Aufwand/Nutzen gegenüberstellt. Aber nochmals die Frage, wo kann ich denn hinfahren/anrufen, um schwarz auf weiß verbindliche Aussagen einzuholen? Arbeitsamt? BIZ? Direkt an der entsprechenden Schule vorsprechen?

    Sissymaus:

    Ich glaube nicht das du eine verantwortliche Position in der freien Wirtschaft mit dem Arbeitsprofil eines Lehrers vergleichen kannst. Mit allem was dazu gehört. Nicht umsonst verdiene ich hier deutlich mehr Geld, aber Geld ist nicht alles.

    Ah. Ok. Danke für deine unnötige Belehrung! Und was genau qualifiziert dich dazu, dass du dir ein Urteil über das Arbeitsprofil eines Lehrers erlauben kannst? Glaub mir: ich habe beide Seiten kennengelernt und darf daher darüber urteilen. Dir fehlt die Qualifikation. So einfach ist es. Du kannst auch nicht plötzlich Pilot werden, nur weil du schon öfter geflogen bist.

    Sorry, dass sind genau die Leute, die man an Schule nicht gebrauchen kann.

    Rechtliche Rahmenbedingungen habe ich dir verlinkt. Da steht alles drin.

    Das wäre aber eine Kernfrage. Wo kann man sich darüber denn informieren, bzw. wer kann eine verbindliche Entscheidung geben? Grundsätzlich galt bei uns 2005 der Dipl.-Ing. einiges mehr als der Bachelor. Der Bachelor hatte den Charakter eines Grundstudiums. Wäre schade wenn das heute gleichgestellt wird.

    Naja, du willst dich aber auch gleichstellen mit jemandem, der einen Bachelor + Master hat (= 10-12 Semester). Mein FH-Diplom hatte 7. de facto nicht das gleiche.

    Ich bin mit meinem FH-Diplom in der FH-Maßnahme gelandet. Das heißt nachstudieren (ich hab 2 Jahre gebraucht, mit aktuellem Erlass dauert es mindestens 3), währenddessen mit E11 13 Stunden unterrichten und anschließend OBAS (=berufsbegleitendes Referendariat). Das ist der Weg für dich, um an ein BK zu kommen.

    Der andere ist unattraktiver: auf eigene Faust nachstudieren und in ein normales Ref einsteigen.

    Du meinst finanziell benachteiligt? Oder gibt es noch weitere Punkte? Die Möglichkeit des dualen Masters kenne ich. Dies würde 6 Semester dauern, plus 18 Monate OBAS, dass sind in Summe 4,5 Jahre. In vergleichbarer Zeit könnte ich promovieren.

    Das ist schön für dich, aber was soll diese Aussage? Du hast nun mal keine Qualifikation, um unterrichten zu können und musst diese nachholen. Das dauert, kostet Mühe und Geld. Das ist so. Warum immer alle denken, unterrichten kann jeder, ist mir ein Rätsel.


    Wir haben in dieser Maßnahme schon viele Leite ausgebildet. Viele davon waren vom Arbeitsaufwand überrascht und einige davon haben abgebrochen. Andere kann man in der Praxis eigentlich nicht gebrauchen Bitte komm nur an ein BK, wenn du ernsthaft darin arbeiten willst. Alles andere erzeugt nur Mehrarbeit bei allen anderen.

    Hallo alle Mitstreiter*innen,

    also im Vorgespräch war ich auch total überzeugt von meiner Schule- was mich besonders positiv gestimmt hat war, dass es bereits andere Seiteneinsteigerinnen gab. Es gab direkt einen Plan für die Dauer der Hospitation, ich habe Merkzettel dazu bekommen und eine Mentorin. Also alles was man so hören möchte, wenn man neu anfängt.

    Umso enttäuschter war ich dann auch von den Reaktionen im Lehrerzimmer- was erschwerend hinzukommt ist, dass vor mir zwei Seiteneinsteigerinnen angefangen haben, die exakt die gleiche Fächerkombi wie ich mitbringen. Vermutlich kamen deshalb auch direkt Sprüche in Kombi "Was haben Sie für Fächer? Ach das was jeder hat. " Wie ich so von den anderen gehört habe, ging es ihnen am Anfang ähnlich und "man muss da durch" bis man sich bewiesen hat und die Kommentare und das Misstrauen nachlassen.

    Trotzdem super schade, aber ich werde mich erstmal nicht abschrecken lassen und versuche das Beste aus der Situation zu machen!

    Für dich auf jeden Fall ein Lehrstück: mach es besser, wenn jemand nach dir kommt und zeig den anderen, wie man sich professionell benimmt.

    Ich weiß nicht genau, was Du meinst. In Niedersachsen bewirbt man sich nicht konkret für eine Schule. Man kann nur das Wunschseminar angeben und bewirbt sich für den Quereinstieg in den VD an BBS. Ich weiß, daß das z.B. in Hessen anders ist, dort kann man sich nur auf konkrete Stellenangebote bewerben.

    Über die möglichen Schulformen an Berufsbildenden Schulen in NDS habe ich mich natürlich informiert. :)

    Ok, dann kann ich da nicht weiterhelfen. In NRW bewirbt man sich an der Schule.

    Viel Erfolg.

    Was bei der Arbeitszeit zumindest exakt erfasst werden sollte, sind Konferenzen. Wir haben unendlich viele, unendlich schwachsinnige, unendlich ineffektive Konferenzen, in denen ein Teil der Belegschaft gerne redet um zu reden und die keinerlei ernsthaften Mehrwert haben. Ich bin überzeugt, dass das SO nicht stattfinden würde, wenn wir eingestempelt nach anwesenden Minuten bezahlt werden würden.

    Sowas gibts in meinem Bereich überhaupt nicht. In Konferenzen wird gearbeitet, diskutiert, abgestimmt. Protokoll habe ich bereits vorher fertig und ergänze nur und die Sachen, die wir beschlossen/erarbeitet haben. Reine Info-Veranstaltungen benötigt kein Mensch, da kann ich ne Mail schreiben. Man sollte eigentlich auch vermuten, dass ohne Arbeitszeiterfassung erst recht effizienter gearbeitet wird, weil man dann eben frei hat, wenn die Arbeit erledigt ist. Komisch, dass bei manchen das nicht so ist.

    Und dann kommt ja immer noch etwas oben drauf. Aber nichts fällt weg. Schulentwicklung, Selbstlernen, elektrischer Unfug (vulgo Digitalisierung), KAoA, neue Bildungsplaninhalte, neue Zeugnisformulare, Liste hier, Formular da, hier ein Bisschen Verwaltung, da ein Bisschen Konferenz.

    Da gebe ich Dir recht. Aber bei uns schaffen es reichlich Kolleg:innen, alles gekonnt zu ignorieren. Wie man solche neuen Vorgaben umsetzt und auch in welchem Umfang, hängt natürlich auch stark von der Schulleitung ab.

    Das klingt bei dir fast ein Bisschen vorwurfsvoll. Wenn ich dich aber vorher richtig verstanden habe, haben die gleichen Kolleginnen sich, als sie noch jünger waren, den Hintern wund gebuckelt. Letztendlich verteilen sie ihre Überstunden nicht aufs Jahr, sondern aufs Leben.

    Ich möchte sie nicht dazu drängen, mehr zu arbeiten. Wenn sie krank werden und ausfallen, ist keiner geholfen. Wer sich um sich selbst kümmert, kümmert sich auch immer ums Ganze.

    Vorwurfsvoll? Nö, ist ne Tatsache. Wobei ich jetzt nicht sehe, dass man sich wegen der ersten 2 Jahre im Beruf mit Mehrarbeit, die restlichen 30 so viel weniger gönnen darf. Unterricht weiterentwickeln gehört dazu. Wenn aber immer noch jemand seine Overheadprojektoren-Folien rauskramt, ist da in den letzten 20 Jahren wenig gelaufen. Wir haben schon seit einigen Jahren flächendeckend Beamer in allen Räumen.

    Es gibt auch in Berufen mit Arbeitszeiterfassung genug Leute, die ihre Zeit absitzen und rumdödeln. Je nach Unternehmen gibts da auch nie Konsequenzen, bis sie irgendwann in Rente gehen. Immer jammern sie rum, die Arbeit wäre nicht zu schaffen und alle im Unternehmen wissen, dass sich da nur die Eier geschaukelt wird. Die gibts in allen Bereichen. Jeder arbeitet anders.

    Die Annahme, dass Lehrkräfte einfach effizienter arbeiten sollten, damit sie die Aufgaben schaffen können, ist schlicht falsch: Die aufgetragenen Aufgaben sind nicht zu schaffen, nicht mit einer 40 Std. Woche und 30 Tagen Urlaub und auch nicht mit einer 48 Std. Woche und freien Ferien.

    Das wiederum glaube ich nicht. Das hängt sehr stark vom Lehramt und von den Fächern ab. Wenn ich sehe, wie bei uns der Bereich Erziehung und Soziales Konferenzen abhält und dagegen der Metall-Bereich betrachtet wird, sind da deutliche Unterschiede in der Effizienz zu sehen.

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