Beiträge von Sissymaus

    Ich sage mal ganz frech: Das ist der vorgesetzten Behörde im Zweifel egal, die wird sagen: "Doch!". Und mit ungeschriebenen Gesetzen ist es so eine Sache: Es gibt einen Grund dafür, dass sie nicht schriftlich fixiert sind - weil sie in der Regel gegen irgendeine andere Regel verstoßen.

    Das ist richtig. Aber eine Schulleitung tut gut daran, sich es nicht mit seinen Leuten zu verscherzen. Geht so eine Sache bis zur oberen Behörde, hat man sich die Unterstützung seines Kollegiums womöglich versaut.

    Ich sehe absolut ein, dass solche Vorschriften auch genutzt werden können, aber bei einer Änderung muss man angemessen und sinnvoll handeln und das Kollegium mitnehmen. Als Schulleitung ist man darauf angewiesen, dass das Kollegium mitzieht. Deswegen kann ich das nicht verstehen, wenn eine Schulleitung handelt nach dem Motto: was in der ADO steht, darf ich anordnen.

    Ich gehe gern Entscheidungen mit, aber nur, wenn ich den Sinn/nutzen dahinter erkennen kann. Habe ich das Gefühl, dass meinen Schulleitung mich zum rumsitzen in der s Jule zwingt, ohne dass das notwendig ist, dann kann sie sich demnächst irgendwelche Arbeiten zusätzlich zum normalen sonst wo hin stecken.

    Ich kann doch nicht alles, was im Schulgesetz steht, aber seit 1979 nicht angewendet wird, jährlich in meiner Planung berücksichtigen. Jede Schulleitung weiß, dass es auch ungeschriebene Gesetze in Schulen gibt. Will man die die ändern, muss es Gründe geben und diese müssen von allen mitgetragen werden. Ansonsten schafft man nur Unmut.

    Mir wäre das ebenfalls zu kurzfristig. Ich habe bereits Urlaub in den letzten beiden Wochen gebucht und gehe davon aus, dass bei uns so gehandelt wird, wie in den letzten Jahren!

    Außerdem finde ich es schon frech, wenn hier 10 statt 7 Tagen geblockt werden.

    Also wir waren jetzt 5 Wochen in Wechselunterricht, da sehe ich den Sinn von Präsenzunterricht jetzt schon. Aber die Unterschiede sind halt doch deutlich zwischen den Städten.

    Aber was ich nicht verstehe ist, dass Yvonne doch extra vor 2 Tagen gesagt hat, dass wir weiter im Wechselunterricht bleiben, damit die Schulen Planungssicherheit haben. Verstehe nicht, warum das jetzt wieder anders ist.

    Ich habs nicht genau auf dem Schirm, aber ich meine wir waren vor 10 Tagen noch nahe der 200. Wir sind seit Dezember nicht unter 200 gekommen. Teilweise gab Kommunen mit über 450 im LK. Das ist noch nicht lange her, es war auf jeden Fall weit nach Ostern so. Deswegen gab den ersten Wechselunterricht diese Woche für die allgemeinbindenden. Wir hatten keinen wegen Prüfungen, hätten aber gedurft. Und nun heißt es in 10 Tage: HELAU, 30 Leute in einer Klasse und dass, wo sich die zahlen so gerade unter hundert einpendelt. vorgestern war es 99,7!

    Ich finde das fahrlässig. Wir dürfen hier seit gefühlten Ewigkeiten nichts mehr machen, jetzt kommen die ersten Möglichkeiten und was machen wir? Öffnen ein BK mit täglich 1500 SuS, die ALLE nicht geimpft sind! Das kann doch nicht klappen!

    Also, ich bin auch dafür, dass meine Schüler wiederkommen. Auch mein Sohn muss dringend wieder in die Präsenz. Ich frage mich nur: Ist es notwendig, das übers Knie zu brechen? Wir gehen von 90% Distanz in 100% Präsenz! mit vollen Klassen! Heiß also: Die unter 100, die wir wirklich ganz knapp haben, sind doch ruckzuck wieder überschritten. Wir hätten jetzt gut die letzten 6 Wochen Wechselunterricht machen können, als ein Gehampel zwischen "alle da" und in der Woche drauf Wechselunterricht. Wie soll man denn da Unterricht planen?

    Ich plane nur noch ad hoc! Mir ist ein ganzer Tag flöten gegangen, weil ich Wechselunterricht planen musste. Der findet nun gar nicht statt. Langsam komme ich mir vor, wie der Arsch vom Dienst.

    Was für eine Umstellung. Wir sind seit Dezember im Distanzunterricht. Und wahrscheinlich dann ab 31.5. voll wieder da. Ohne Wechselunterricht. Wir haben gerade Wechselunterricht geplant, hat ja nur einen ganzen Tag gedauert. Und der Plan gilt genau einen Tag. da kann ich fast nur hoffen, dass in unserem LK zwischendurch mal die 100 überschritten wird. Wir sind nämlich erst seit 3 Tagen unter 100. und das sehr knapp. Zwischendurch war es auch mal 99,3.

    Ich hab Angst, dass wir unsere Erfolge direkt wieder in den Sand setzen. Ist es das wert?

    Auf Biegen und Brechen irgendwelche Methoden ohne eine Anpassung an Lernstoff und Lerngruppe zu verlangen oder zu planen, ist sinnlos. Egal, ob das ein Ref plant oder ein Fachleiter verlangt.

    Was ich jedoch gut fand: Ich habe Dinge ausprobiert, Methoden getestet und habe dazu ein Feedback bekommen. Dass die Methode nicht funktionierte, lag nicht immer daran, dass sie nicht zum Lernstoff passte, sondern dass ich irgendwas nicht richtig gemacht hab oder Impulse dann falsch gesetzt hab, als es nicht so wie geplant funktioniert hat. Ich hatte eine FL, die mir dann gut aufzeigen konnte, dass mit kleinen Stellschrauben diese Methode doch hätte funktionieren können. Ich habe im Laufe des Refs dazu viel gelernt. Einiges mache ich heute noch bzw. habe gelernt auf diese Stellschrauben zu achten und dann anders anzuwenden.

    Deswegen ist mein Motto: Nutzt das Ref, um Euch auszuprobieren. Nutzt das Feedback, das auch sehr hilfreich sein kann. Aber lasst Euch nicht eine Methode ohne Ziel/Inhalt/Kompetenz/Lerngruppe aufdrücken!

    Beispiel: Ein FL wollte bei einem Mitreferendar ein Rollenspiel sehen. Das war aber in seinen Fächern und Inhalten schwierig (E-Technik) und außerdem nicht passend zu diesem Ref. Der stand da null hinter! Sowas darf man dann nicht machen. Kann nur schief gehen.

    Oder beschwerst du dich, dass ich nicht jeden mit speziellen Tatoos sofort in eine Ecke stelle? Eventuell habe ich auch zu viele Freunde mit Tatoos, die sich vorher nicht alle möglichen rechtsextremen Listen durchgelesen haben...

    Man sollte sich aber schon vorher informieren, welche Bedeutung der Spruch hat, bevor man sich etwas nur schwer wieder entfernendes auf den Körper schreiben lässt.

    Ich habe Moderna bekommen, was ja trotz der Ähnlichkeit nunmal ein anderer Impfstoff als Biontech ist und ich war zwei Tage nach der Impfung einfach nur richtig müde und platt. Da freue ich mich schon auf die zweite Dosis, das Wochenende ist dann gelaufen, gut, dass die Impfung an einem Freitag ist.

    So ging es mir auch. Ich dachte, ich schlafe während des Distanzunterrichts ein. Nach 3 Tagen war der Spuk vorbei. Ich habe alles brav in die app des Paul-Ehrlich-Institus eingegeben.

    Ich weiß noch nicht, wie ich es finden soll, dass mein Bundesland genug Impfstoff hat, um ganze Großstadtteile außerhalb der Priorisierung zu impfen und ich als Lehrer einer weiterführenden Schule noch nicht mal einen Termin ausmachen kann.

    Das ist wohl eher eine Entscheidung der Verteilung innerhalb Deines LK/SK. In meinem LK werden Lehrer*innen der SEKI/II seit dem Wochenende geimpft. Vielleicht sind sie in Deinem LK/SK auch noch nicht so weit.

    Und da wir ja seit der Pandemie wissen, dass Bildung das wichtigste ist und deswegen eine ganz besondere Rolle in allen Entscheidungen haben muss, wird vermutlich bei allen anderen noch mehr gespart, nehme ich an?

    (Ich kann bei dem ganzen verlogenen Murks langsam nicht mehr soviel essen, wie ich kotzen will. Die Pandemie hat zumindest eine bei mir Sache geschafft: Ein wirklich engagierter Lehrer wird jetzt die restlichen 30 Jahre bis zur Pension nur noch genau das machen, was absolut notwendig ist.)

    Das ist schade. An einer anderen Schule mit anderem Schulträger wäre es vermutlich anders gelaufen.Komm zu uns :prost:

    Dazu habe ich keine Lust mehr. Und keine Kraft. Ich schaffe es nicht mehr, meine Expertise von Amateurinnen in Zweifel ziehen zu lassen.

    Ich kann meinen Unterricht auch mit schlechter Ausstattung halten. Meine didaktische Begabung gleicht das aus. Dann haben die anderen Recht und ich meine Ruhe.

    Das stimmt natürlich. Ich finde es aber nicht allzuschlimm, wenn ich einmal im Jahr im Internet nach was passendem suchen muss und anschließend den Antrag dazu ausfülle, der bei uns relativ kurz ist. Das kostet mich keine Kraft.

    Kann ich auch lassen, aber meine 3D-Drucker bereichern den Unterricht ungemein. Der "Aufwand" hat sich also gelohnt. Ich will doch auch auf der Höhe bleiben was Technik angeht. Und dass der Schulträger erkennt, was Stand der Technik im Maschinenbau ist: Da sitzen keine Menschen, die das wissen können.

    In großen Unternehmen muss man sowas auch einfordern. Da bekommt man auch nicht einfach so neue Technik hingestellt.

    Für allgemeine Dinge wie eine Grund-Klassenraumausstattung ist die Schulleitung zuständig. Und die macht das auch mit Vehemenz. Wir sind wirklich gut ausgestattet.

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