Beiträge von Sissymaus

    Naja schon allein wenn man den Entscheidungen ne knappe Woche vor Schulbeginn Ende August nicht immer so ausgeliefert ist, trägt das sehr zur Zufriedenheit bei denk ich mal.

    Wichtig bei Mitbestimmung ist halt echte Mitbestimmung, also so wie ihr das erlebt, und nicht: "Herr MarPhy, sie dürfen für ihren Vorbereitungsraum die Wandfarbe aussuchen!"

    Oder: "Einlagiges Klopapier von Werra-Krepp oder Saale-Schmirgel?"

    OT: Aus irgendeinem Grund dachte ich immer, Du wärst Frau MarPhy.

    Also, diese Mitbestimmung von Wandfarben etc hab ich leider auch nicht. Da ist unser Schulträger ein bißchen...naja....speziell. Auch wenn ich genaue Zeichnungen abliefere, wie ich die PC-Tische verbaut haben möchte, wird darüber einfach hinweggegangen. :schimpf:

    Aber dafür darf ich an der Schulentwicklung mitarbeiten. Das ist eindeutig wichtiger für mich, als die Wandfarbe, obwohl ich gegen ein Mitspracherecht dahingehend auch nichts hätte :lach:

    Dass es so nicht weitergehen kann und eine Generation mit psychischen Störungen heranwächst, ist aber auch klar, oder?

    Danke! Das lag mir beim Lesen der ganzen Beiträge auch auf der Tastatur, Du warst schneller.

    Ich hab mal eine Frage an alle die, die den Lockdown, wie er aktuell ist. noch bis zum Sommer haben wollen:

    Wie genau soll sich davon eine Gesellschaft und die Wirtschaft davon erholen und wer bezahlt das alles?

    Nicht falsch verstehen: Ich habe durchaus Respekt vor dem Stachel-Virus, aber die Frage ist doch: Wie lange können wir das jetzt noch gesamtgesellschaftlich verantworten? Und was kosten uns die Folgen dieses Lockdowns?

    Für viele Aufgaben würde ich das auch bejahen. Ansonsten hat @WillG das auch beschrieben: Die Wahrnehmung von Mitgestaltungsspielräumen kann sogar entlastend wirken. Insbesondere wenn man dadurch wiederum die eigenen Arbeitsbedingungen mitsteuern kann, was gerade im Bereich der Schulentwicklung durchaus möglich ist.

    Geht mir genauso. Seit ich mitbestimmen kann, fühle ich mich weniger überlastet. ich bekomme immer alle Infos aus erster Hand und kann dazu immer meine Meinung sagen bzw. auch einfach Sachen entscheiden. Das trägt direkt zu meiner Arbeitszufriedenheit bei.

    Unterrichtsplanung ist ohnehin bei mir weniger geworden. Ich bin 1. sehr geübt und dadurch sehr effektiv und 2. habe ich bereits viele Sachen gut vorbereitet da liegen, die nur noch angepasst werden müssen. Die Anpassung geht aus dem Grund 1 auch besonders schnell.

    Ich bekomme zudem eine Entlastung, da ich mich aus formalen Gründen noch nicht auf die Koordinationsstelle bewerben darf. Das passt für mich alles zusammen.

    Das ist aber ein merkwürdiges "Konzept". Da lobe ich mir meine vorsichtige SL, die uns im übrigen sehr gut auf ein mögliches Distanzlernen seit den Sommerferien vorbereitet hat. Da diese Vorbereitung erheblich dazu beigetragen hat, dass das Distanzlernen bei uns im Großen und Ganzen (Meckerer gibts immer) positives Feedback erzeugt hat, werden nur die absolut notwendigen Klassen in die Schulen geholt. Da hat das BK natürlich das Glück, dass in der Verordnung bei den Präsenzen ein "können" steht. Das haben wir wirklich individuell entschieden und darüber bin ich dankbar.

    Gilt für NRW: Ich wurde im Ref beurteilt, im ersten Jahr der Probezeit, zum Ende der Probezeit und zur A14-Beförderung. Regelmäßige Beurteilungen gibts in NRW nicht. Nur anlassbezogen. Jedes Mal bekam ich die grüne Durchschrift und musste durch meine Unterschrift die Kenntnis bezeugen.

    Und der TE? Hat sich bisher nicht mehr gemeldet, oder?

    Flipped Classroom klappt bei meinen wunderbar. Schwächeren Schülern gebe ich Quellenbeispiele für die Erarbeitung an die Hand, stärkere lasse ich selbst recherchieren. Aus meine Sicht ist es das beste für alle meine Schüler, denn wenn sie es anwenden sollen, bin ich dabei und nicht umgekehrt: sie sitzen daheim alleine und kommen nicht weiter.

    Ich muss aber auch sagen, dass ich meinen Schülern schnell Selbstständigkeit anerziehe. Erst in kleinen Stücken, dann immer mehr. Im letzten Lehrjahr managen die alles alleine.

    Ich verstehe gerade nicht das Problem. Die Parallelklasse(n) würde(n) zur selben Zeit ein paar Räume weiter unterrichtet werden. So hat halt nicht die Klasse 2a bei Herr Müller und die Klasse 2b bei Frau Meier, sondern ein Teil der Klasse 2b bei Herr Müller und ein anderer Teil bei Frau Meier. Einzig bei Sport musste ein bisschen was umgelegt werden, betrifft mich jetzt nicht.

    Geht maximal in der Grundschule wegen der Fächer.

    Mir geht es um die Zeit nach dem Lockdown. Die Gefahr ist, dass bei allem, was wir momentan notgedrungen machen, Überbleibsel in die Nach-Corona-Zeit weitergeführt werden, weil "ging ja auch so irgendwie und ist vlt. sogar günstiger". Wenn man jetzt jedoch klar macht, dass es entscheidende Nachteile durch diese Notlösung gab und gibt, wird man auf solche Schnapsideen gar nicht erst kommen.

    Das glaubst Du doch nicht im Ernst!

    Wechselmodell ist für mich: Tag 1 und 2 kommt Klasse A. Tag 3 und 4 Klasse B

    Hybrid ist für mich: Halbe Klasse A kommt am Tag 1 und 2, der Rest Distanz, Andere Hälfte kommt am Tag 3 und 4, erste Hälfte Distanz.

    Ist das nicht so?

    Ich favorisiere Variante 1! Die 2. Variante war letztes Jahr sehr ineffektiv. Ich hab mich extrem aufgerieben und am Ende doch noch mal alles wiederholt. Im BK ist Variante 1 auch gut möglich, wenn die Klasse auf mehrere Räume aufgeteilt wird.

    Habt ihr denn überhaupt dienstliche Beurteilungen ausgehändigt bekommen? Ich habe die nur zum Durchlesen erhalten; nun "ruhen" sie aber in meiner Personalakte in der Schule.

    Natürlich. Ich musste sie unterschreiben. Und bekam das grüne Exemplar für meine Unterlagen. Ist ja auch meins, schließlich werde ich beurteilt.

    Heute sind die Neuinfektionen zum ersten Mal im Vergleich zur Vorwoche wieder gestiegen. Trotz Lockdown und bevor es überhaupt irgendwelche Lockerungen gibt.

    Das ist total frustrierend.

    Mich frustriert das auch sehr und lässt meine Motivation zum Durchhalten weiter sinken.

    Mein Kleiner ist mittlerweile auch völlig demotiviert, heult oft wegen Kleinigkeiten und hasst Videokonferenzen.

    Ich dachte immer, mein Kleiner steckt das alles ganz gut weg, aber im Moment geht es ihm richtig schlecht.

    :heul:

    Ich weiß ja, dass das Jammern auf hohem Niveau ist, aber es deprimiert mich immer mehr.

    Ich hab mein geliebtes Hobby, das ich vor 23 Jahren aus Platz- und Geldmangel aufgegeben habe, wiederentdeckt und nähe seitdem meine Klamotten und Taschen fast komplett selbst.

    Ansonsten esse ich zuviel und zu ungesund, so dass ich da gegensteuern musste: ich hab heute nach längerer Planung endlich mal wieder den Einstieg in meine Stoffwechselkur geschafft, die ich vor einigen Jahren schon mal gemacht habe.

    Bei mir spannt auch etwas. Wer da Schuld hat, kann ich klar benennen, auch wenn Schuld in dem Zusammenhang hier nicht gern gelesen wird.

    Ich bin da einzig und allein selbst verantwortlich. Die Energiebilanz war eben nicht ausgeglichen in der letzten Zeit, das macht vor mir nicht halt.

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