Beiträge von Sissymaus

    Im Übrigen bin ich noch nie in irgendeiner Form frauendiskriminierend behandelt worden, weder beruflich noch privat.

    Na, dann hattest Du aber Glück. Als Frau im Maschinenbau gab zig Situationen, in denen ich öffentlich benachteiligt und diskriminiert wurde. Ich hatte aber auch Förderer. Und komischerweise hat mich in der Schule keiner bei der Einstellung gefragt, ob ich das schaffe mit einjährigem Kind. In meiner Schule habe ich da keine Nachteile erleben müssen. Darüber bin ich wirklich froh. Aber das kann natürlich an anderen Schulen anders sein. Liegt evtl auch an der Schulleiterin.

    Nö, bei uns ist das grundsätzlich nicht der Fall. Die betroffenen wegfallenden Stellen müssen/sollen neu ausgeschrieben werden, Personal muss ausgewählt werden und schließlich auch eingearbeitet werden. Letzteres - und das ist sehr im Sinne meines jetzigen Arbeitgebers - idealerweise noch durch den alten Stelleninhaber.

    ich schrieb ja auch: meistens.
    Was ich aber nicht glaube: dass Ausschreibung, Auswahl, Einstellung und Einarbeitung innerhalb von 3 Monaten passieren kann. Das mag in Einzelfällen so sein, aber das erscheint mir doch ziemlich knapp. Die neu eingestellten haben ja auch eine Kündigungsfrist.

    Was es über deinen Chef aussagt? Nun, erstmal gar nichts. Es ist sein gutes Recht, dass er darauf besteht, dass der Vertrag fristgemäß gekündigt und dann auch erfüllt wird.

    Wenn deine 3 Monate Kündigungsfrist im Vertrag stehen, gilt für dich übrigens nicht die gesetzliche, die sich an der Länge des Arbeitsverhältnisses orientiert.

    Hallo Sissymaus,dann frage ich dich jetzt mal: Sind denn deine Arbeitszeiten jetzt einigermaßen familienfreundlich?

    Nun ja, was heißt familienfreundlich. Das ist wohl Definitionssache. Ich bin meistens eher zu Hause als das in meinem "vorher"-Job der Fall war. Die 8. Stunde geht bis 14:40 Uhr. Aber ich bin noch abgeordnet an die Behörde (bis 16 Uhr), ständig fallen Konferenzen an (neue Schulleiterin) und ich habe Abendunterricht. Dafür hab ich die Ferien nahezu frei verfügbar (bis auf Bereitschaftszeiten) und benötige keine Kinderbetreuung. Aber mit einer Vollzeitstelle ist es eben auch eine Vollzeitbelastung. Auch wenn der Nachmittag dann mal eher frei ist als bei einem Job als Ingenieurin in der Industrie. Es verteilt sich anders.

    Und jetzt ist mein Kleiner 10 und benötigt mich ohnehin nicht mehr so sehr. Er kommt oft alleine heim und isst sich etwas und macht Hausaufgaben. An den Tagen, an denen ich erst nach 16 Uhr komme, habe ich ihn durch andere betreut (Oma, Freunde). Man muss es organisieren.

    Hallo yestoerty,

    nein, das auf keinen Fall. Den Begriff der Zeitersparnis würde ich durch Effektivität bzw. ökonomisches Haushalten mit eigenen Ressourcen ersetzen: So gut wie möglich mit so geringem Aufwand wie nötig.

    Was ich halt mittlerweile erkannt habe: Die SuS brauchen unsere Hokus-Pokus-Reffi-Stunden gar nicht und wollen sie auch im Grunde nicht. Sie wollen verlässlichen, verständlichen und soliden Alltagsunterricht, der ihnen auf lange Sicht was bringt. Aber ja: gelegentliche "Highlights" müssen sein, doch die sind - jedenfalls bei mir - nicht unbedingt viel aufwändiger vorbereitet, sondern mehr einer spontanen Eingebung entspringend und meist recht frei (flexibel) gestaltet, also ohne festes Zeitraster und durchgeplanter Lernzieltaxonomie.

    der Buntflieger

    Dann hast Du im Ruf nicht das gelernt, was Du eigentlich lernen sollst. Solche Hokus-Pokus-Stunden wollte bei mir keiner sehen.

    Und: flexibel ohne festes Zeitraster - spontane Eingebung - ohne durchgeplanter Lernzieltaxonomie (um mal Deine Stichworte aufzugreifen) eine solche "Stundenplanung" ist sicherlich bei einem Anfänger nicht ratsam. Erfahrene Kollegen machen das äußerlich betrachtet vielleicht so, aber man sieht nicht, dass das weder spontan, noch flexibel hinsichtlich Zeit oder ohne Lernziele erfolgt. Hier findet eine Planung der Stunde im Kopf statt, quasi automatisiert. Das muss man aber erst lernen und lernt man dann, wenn man eben schon einige Stunden ausführlich schriftlich geplant hat.

    Ich sag mal so... Wenn ein oder zwei sprachliche Fehler die einzige Kritik an deinem Unterricht waren, ist doch alles in Butter. :top:

    Richtig! Dann wurde nach einem Punkt gesucht, der kritisiert werden kann und haben auch einen (zweifelhaften) gefunden!

    Einen Kurs brauchst Du m.E. nicht. Und Kinder tragen auch kein Trauma davon, wenn bei einem Lehrer mal der Dativ nicht richtig angewendet wird oder ähnliches. Das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau. Ich hab auch zwei Kollegen, die Deutsch nicht als Muttersprache haben und da nimmt es keiner krumm, wenn da mal was nicht perfekt ist. Wenn ich mir manchmal das Schriftdeutsch meiner (Technik)-Kollegen anhöre....Die sind alle Deutsch-Muttersprachler, haben es aber nicht so mit der Rechtschreibung und Grammatik...

    Ich hatte nach ca 5 Wochen die Bestätigung, dass die Bewerbung eingegangen ist. Das Verfahren dauert ewig. Es sind nun schon 4 Monate vergangen und die dienstliche Beurteilung ist noch nicht geschrieben. Ich rechne daher damit, dass ich bis zu den Sommerferien auf meine Urkunde warten muss.

    ich bin auch durch: Revision Mitte Mai, Urkunde Ende Juni. Leider erst am 1.7. in der Schule angekommen :(
    3 Bewerber auf 3 Stellen.

    Mein persönlicher Erfahrungsbericht zum Thema zeigt, dass es durchaus Lehrer/Schulen gibt, die dahingehend Nachholbedarf haben. An der Grundschule meines Sohnes war ich vor einem haben Jahr dabei, als ein gesundes Frühstück bereitet werden sollte. Es kamen ca. 20 Mütter, die nach lustigen Bildchen Melonenschiffchen, Spieße mit Wiener Würstchen, Trauben und Käse, belegte Brote (gefärbtes Weizenbrot getarnt als Vollkornbrot) mit Gesichtern aus Paprika usw zubereiten sollten. Danach wurde es den Kindern (1.-4. Klasse) einfach hingestellt. Die Meute kam und fiel drüber her. Nachher sah es aus wie auf dem Schlachtfeld. Insbesondere das "Vollkornbrot" blieb liegen. Teilweise wurde die Wurst vom Brot gegessen und der Rest blieb liegen.

    Meine Kritikpunkte:
    1. Muss das Essen unbedingt so aufwändig und unsinnig gestaltet werden? Insbesondere die Melone als Schiff war eine Heidenarbeit. Kann man Melone nicht einfach in Stücke schneiden?
    2. Wiener Würstchen und dieses "Vollkornbrot" darf man wirklich nicht unbedingt als gesund bezeichnen. Das war für mich nicht unbedingt ein gesundes Frühstück.
    und das Wichtigste: 3. Warum haben die Kinder bei der Zubereitung nicht geholfen? Inzwischen gibt es Studien darüber, dass ein identisches Essen besser schmeckt, wenn man es selbst zubereitet hat. Stattdessen wurde den Kids das als Buffet hingestellt und unreflektiert "verfressen" (so sah es echt aus). Das Gemecker von: ich mag das nicht, ich mag jenes nicht, wie sieht das denn aus, das ist ja eklig, ich will nur Melone usw usf liegt mir heute noch in den Ohren. So bringt man den Kids jedenfalls nicht bei, wie man sich gesund ernährt. Da hat DIESE Schule in jedem Fall noch Nachholbedarf!

    Da hat der KiGa mit den ganz Kleinen dieses Thema sehr viel besser hinbekommen.

    Das haben sie bei mir auch versucht. Einspruch einlegen! Der Bezirkspersonalrat hat mich dann noch unterstützt. Und nach einigen Wochen habe ich die gleiche Erfahrungsstufe erhalten. Bei mir war es 11/4 auf 13/3.

    Formal war es zwar nur eine Vorweggewährung von Stufen (also einfach Geld drauf gepackt, damit die Auszahlung 13/4 entspricht). Da ich aber mit meiner Verbeamtung gerechnet habe, war das ok für mich.

    Schau bei Stella nach einer Stelle an der Uni, Qualis, Bezirksregierungen etc.

    Meine Erfahrung ist, das man an den passenden Stellen auf sich aufmerksam machen muss. Wenn man erstmal ein bißchen bekannt ist, passieren viele Dinge von allein. Ich bin derzeit mit halber Stelle an die BR abgeordnet. Wenn ich mehr wollen würde, wäre auch das möglich.

    Darum habe ich mich nie bemüht, sondern wurde angesprochen, weil ich eben auf vielen Ebenen unterwegs war. Solche Stellen werden üblicherweise über Vitamin B vergeben. Also: Mach Dich bekannt.

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