Beiträge von Sissymaus

    @ Lehramtsstudent
    Es ist bei uns tatsächlich so, dass so viele außerunterrichtliche Tätigkeiten an unserer Schule auflaufen, dass deine Zeitvorgabe mit vollem Deputat und übrigens auch mit leichter Stundenreduzierung nicht zu schaffen ist.
    Stundenermäßigung für Sonderaufgaben gibt es bei uns selten. Neben anderen außerunterrichtlichen Tätigkeiten wie Absprachen in Teams, Routineaufgaben usw. haben wir auch eine Menge Aufgaben, die in dem Bereich Schulentwicklung anfallen. Wobei da ein gewisser Motivationscharakter liegt, weil wir uns aussuchen können, in welchem Arbeitskreis wir mitarbeiten. Motivation ist so lange gegeben, bis man nicht von oben gezwungen wird, das Konzept X zu erstellen.

    Dann reduziere ich aber doch meine Stunden nicht, sondern die Zusatzaufgaben. Ich reduziere, wenn ich ein kleines Kind oder eine Oma zu versorgen habe. Wenn ich mehr Zeit für mich haben will. Wenn ich täglich 5 Stunden mit meinen Hund spazieren gehen will. Wenn ich einfach nur faul rumsitzen will. Aber doch nicht, um mehr zu arbeiten! Für weniger Geld.

    Also echt. Ich muss mich wirklich über sowas wundern.

    Meine Erfahrungen sind anders. In meiner Schule ist es eine sehr kleine Minderheit, die Vollzeit arbeitet, das sind so ca. 10-15 Männer von ca. 120 Kollegen.

    Wir sind eine Ganztagsschule mit vielen Teamsitzungen, Projekten, Nachmittagsunterricht, vielen Aufsichten, usw.

    Dann würde ich erst recht Vollzeit arbeiten. Und dann mal nach der Sinnhaftigkeit der vielen Zusatzaufgaben fragen. Ich schenke dem Dienstherren doch kein Geld!

    Ich bin an die BR abgeordnet und betreue an der Schule Erasmus+ und Einführung Industrie 4.0.
    außerdem habe Ich immer wieder Referendare. Ich habe auch schon diverse Weiterbildungen der BR besucht. Da gibts immer einiges.

    Du bist ja ziemlich neu im Geschäft. Daher würde ich dir raten: Suche Dir einen festen Platz an der Schule. Das ist der erste Schritt für anschließende zielgerichtete Fortbildungen.

    Mit diesen Fächern nimmt Dich übrigens jedes technische BK mit Kusshand!

    Ich gebe Dir @Miss Jones teilweise recht, aber der Bewerber beim Gespräch ist doch das kleinste Rädchen in der Mühle. Da müssen Veränderungen von oben kommen, nicht von dem Azubi, der einen Ausbildungsplatz sucht.

    Zum Beispiel Heiko Maas, der neulich in Lederjacke offiziell unterwegs war. Fand ich super. Sowas muss es eben öfter geben. Oder die Firmenleitung spricht einen Casual Style aus und schreibt das mit in die Einladung.

    Problem dabei ist aber auch: Es gibt dann wieder genug, die denken, dass sie sich jetzt nach ihrem mehrstündigen Aufenthalt auf dem Sofa nicht mehr umziehen müssen und mit bollerigen Joggingbuxen rumlaufen. Ich glaube nicht, dass alle verstehen, dass man sich dennoch pflegen und ordentlich anziehen sollte.

    Was hast Du denn anderes studiert? Damit könntest Du evtl. einen Quereinstieg versuchen. Um dann an Dein Fach "Mathe" als Unterrichtsfach zu kommen, musst Du noch Scheine an der Fernuni nachholen. Du brauchst eine bestimmte Anzahl an ECTS, das muss kein abgeschlossenes Studium sein.

    Eine Freundin hat das so gemacht: Hauptstudium war kein Mangelfach, daher kein Quereinstieg möglich. Scheine in Mathe an der Fernuni belegt und dann ging es mit dem Quereinstieg.

    Sicher, meine Schüler unterhalten sich auch über Schule. Warum auch nicht, schließlich ist das der kleinste gemeinsame Nenner. Und wenn Die SMV dabei auf Ideen kommt, die dann in der nächsten offiziellen Sitzung beschlossen / eingebracht werden: Warum nicht? Trotzdem macht es daraus noch keine Schulveranstaltung.

    Ich sehe das Problem einfach nicht und warum man sich dabei juristisch absichern soll!

    Also, meine Klassen treffen sich auch nahezu geschlossen abends auf dem Weihnachtsmarkt. Sie laden mich dann auch ein, dazuzukommen. Und wenn ich Lust und Zeit habe, komme ich auf einen Glühwein vorbei und verabschiede mich wieder. Ich würde nie auf die Idee kommen, das ansatzweise als Schulveranstaltung zu sehen.

    Lass sie doch die Hütte mieten. Nicht Dein Bier, wenn nicht von der Schule initiiert. Man kann auch Probleme suchen, wenn man will.

    In NRW ist übrigens mindestens ein Meister oder Techniker erforderlich, um einzusteigen. Da reicht die Ausbildung nicht.

    Pädagogisch werden sie auch ausgebildet. Je nach Bedarf mal mehr oder weniger. Ein Koch, den wir hatten, musste 2 Jahre eine Art Ref machen (war in den 80ern). Eine Friseurin jedoch nur ein Jahr Seminar mit ein paar unbenoteten UBs.

    Wenn er nicht zwischen seiner Ausbildung und dem Lehrerdasein ein Uni-Studium absolviert hat, dürfte er maximal Werkstattlehrer (Name für NRW) sein. Damit erreicht er A10, wenn er Glück hat A11 (NRW). Sie haben auch ein höheres Deputat (statt 25,5 sind es 30 Stunden). Sie dürfen nur praktischen Unterricht machen (den es bei uns meist nur in der Arbeitsvorbereitung gibt = schwierige SuS), allerdings mit maximal 15 SuS.

    Wie das in BW ist, weiß ich nicht. Kann mir aber nicht vorstellen, dass man da ohne Studium an der Uni Berufsschullehrer sein kann.

Werbung