Beiträge von Sissymaus

    Da ich FH und Uni im Bereich Maschinenbau absolviert habe, darf ich dazu meinen Senf geben.
    Auch wenn du hier ein Fass aufmachst: das ist nicht ansatzweise miteinander vergleichbar. Die FH ist stark praxisbezogen. Die Uni ist sehr viel wissenschaftlicher und abstrakter. Mir tat es sehr gut, dass ich mich erst mit der FH und dann mit der Uni rumschlagen musste. Ich bin der Meinung, dass ich dadurch ein vertiefte Verständnis vieler Themen erlangt habe.


    Man kann sich darüber streiten, ob NRW richtig handelt. Grundsätzlich finde ich diese Haarspalterei aber gut, denn das Lehramt würde doch stark abgewertet. Und es wäre die Tür offen für eine geringere besoldung da nur gehobener und nicht höherer Dienst.

    Also motz hier nicht rum, such dir eine Stelle für FHler und besuche nochmal die Uni. Hier die Leute anzukacken bringt mal gar nichts.

    Ich finde es so furchtbar erschreckend, dass Frauen zwar heute viele Möglichkeiten haben, diese aber nicht genutzt werden. In der Regel sind sie es, die aus dem Beruf für eine Weile aussteigen und anschließend Teilzeit arbeiten. Dass das hinderlich ist für den weiteren Berufsweg (ich will gar nicht Karriere sagen), ist ja hinlänglich bekannt.

    In meinem Bekanntenkreis ist nur eine Frau, die nach kurzer Elternzeit wieder Vollzeit gearbeitet hat, so wie ich. Alle anderen arbeiten gar nicht oder Teilzeit. Zwei sind nach Teilzeit wieder Vollzeit eingestiegen, als das Kind 12 wurde. Ich treffe nun vermehrt auch Mütter, die ich aus Grundschule/Kindergartenzeiten als Hausfrauen erlebt habe: Sie sitzen nun bei Discountern/Baumärkten/Getränkehandeln an der Kasse.

    In meiner Gegenwart wird dann gern (subtil) vermerkt, dass man ja weniger/gar nicht arbeiten würde, weil man Zeit mit den Kindern verbringen möchte. Sonst hätte man ja gar keine bekommen dürfen (vielsagender Blick zu mir).

    Ich weiß, es ist nicht repräsentativ, aber doch auffallend.
    Wie rückschrittlich ist das bitte? Wir sind wieder in den 50ern angekommen :(

    In NRW ist über den FH-Erlass der Quereinstieg am Berufskolleg möglich. Mit Informatik dürfte das auch problemlos klappen.
    Schau mal hier: https://www.schulministerium.nrw.de/BP/LEOTexte/Erlasse/FH_BK.pdf

    und hier nach Stellen: https://www.schulministerium.nrw.de/BiPo/LOIS/ange…5.8355191794956

    Viel Erfolg.

    EDIT: In Oberhausen und Kerpen sind grad Stellen für Informationstechnik ausgeschrieben. Geöffnet für den FH-Seiteneinstieg. Schreib schnell eine Bewerbung!

    Vermutlich gehe ich weitaus weniger Blauäugig vor, als mir mitunter unterstellt wird.
    Schon mitunter, weil hier grundsätzlich davon ausgegangen wird, dass ich mich reproduzieren werde.
    Aus mehreren Gründen (teilweise moralisch-philosophischer Natur), ist es so gut wie ausgeschlossen, dass ich mal Kinder haben werde. Dass ich sehr minimalistisch Lebe, ist hier im übrigen auch kein ganz irrelevanter Faktor

    JETZT tust Du das. Aber das Leben ist lang und ohne Dir zu nahe treten zu wollen: Du hast gerade erst einen winzigen Teil davon hinter Dir.

    Mögliche Wendungen in Deinem Leben: Du lernst eine Frau/ einen Mann mit Kindern kennen. Du fängst ein teures Hobby an. Du hast einen Unfall und musst Schadenersatz zahlen. Du findest Gefallen am nicht mehr ganz so minimalistischen Lebensstil und und und.

    Plane nicht so viel. Das Leben passiert einfach so und zwar meist nicht so, wie man geplant hat.

    Zur Ausgangsfrage: Keiner kann wissen, ob Dein Teilzeitantrag in 10-30 Jahren genehmigt wird. Das kommt auf viele Faktoren an. Wie sich das bis dahin alles so entwickelt hat, wird Dir keiner voraussagen können. Zusätzlich bist Du mit dem Lehramt stark eingeschränkt, zB in der Wahl Deines Arbeitsplatzes.

    Angenommen ich würde nach 5-10 Jahren entscheiden, die Stundenzahl auf 50%-70% zu reduzieren(selbst 50% würden mir vom Einkommen noch locker reichen), um verschiedenen persönlichen Interessen intensiver verfolgen zu können. Was wäre daran verwerflich?

    Auch das ist blauäugig gedacht. Woher willst Du wissen, ob mit Kind, Kegel, Hobby die 50% Besoldung ausreichen? Im Moment erscheint Dir das viel, aber Du hast auch jetzt lange nicht die Ausgaben, die man später mal so hat.

    EDIT: Zusätzlich bedeutet mehr Freizeit auch, dass man mehr Geld benötigt. Es sei denn, Du willst nur zuhause auf dem Sofa liegen und netflixen.

    Ist das nicht aber auch von der persönlichen Präferenzen abhängig?Es gibt eben auch Menschen, für die Freizeit einen weitaus höheren Stellenwert darstellt als Einkommen.

    Ich kann auch den Kern der Kritkik bzw. die Prämissen selbiger nicht gänzlich nachvollziehen.

    Angenommen ich würde nach 5-10 Jahren entscheiden, die Stundenzahl auf 50%-70% zu reduzieren(selbst 50% würden mir vom Einkommen noch locker reichen), um verschiedenen persönlichen Interessen intensiver verfolgen zu können. Was wäre daran verwerflich?

    Gar nichts. Das ist aber etwas völlig anderes, als Du oben schriebst:

    Ja, ich bin mir schon dessen bewusst, dass sich das ein wenig seltsam anhört.
    Der Hintergrund ist lediglich der, dass berufliche Schulen sehr heterogen sind. Und es im vornherein sehr schwierig abschätzbar ist, für welche Schulform man tatsächlich eine Stelle erhält.
    Eine Fos oder vorallem Bos Klasse(sowie eine Klasse eines berufliches Gymnasium) schätze ich lediglich als wesentlich weniger anstrengend ein, als eine Vorbereitungsklasse in der Berufsschule. (Selbst die Klassen in der Berufsschule sind je nach Ausbildungsrichtung schon ziemlich unterschiedlich)
    Soweit ich weiß, befinden sich in der Berufsschul-Vorbereitungsklasse meist einige sehr anstrengende Schüler, wodurch ich dies (sollte dieser Fall eintreten), wohl durch eine Stundenreduktion kompensieren würde.

    Hervorhebung von mir: Du möchtest eine Reduzierung, weil die Klassen anstrengend sein könnten. Das ist was anders als: Ich möchte weniger arbeiten und mehr Hobby.

    Und das ist für mich der falsche Weg! EDIT: also die Stundenreduktion wegen anstrengender Schülerklientel.

    @state_of_Trance und @Bolzbold
    Das sind beides so wichtige und wahre Punkte. In den ersten beiden Jahren nach Ref habe ich mit meiner Vollzeitstelle gelernt, mich zu organisieren. Heute würde ich niemals aufgrund von Arbeitsbelastung reduzieren. Außer natürlich es passiert mir oder jemandem in der Familie gesundheitlich etwas.

    Eher überdenke ich meine Arbeitsweise und werde Aufgaben los bzw. ändere an meiner Arbeitsweise etwas.

    Alles andere ist verschenken von Geld an den Dienstherren, dem man schon genug hinterherschmeißt.

    Ich finde die Einstellung etwas merkwürdig: Ein Job sollte für gesunde Menschen ohne familiäre oder andere Verpflichtungen in der Regel zunächst erstmal in Vollzeit leistbar sein. Empfindet man das als zu anstrengend, kann man im persönlichen Umfeld schauen, was zu optimieren wäre. Aber in erster Linie erscheint es mir sinnvoller, das Arbeitsumfeld zu beleuchten.

    Kommt man zeitmäßig nicht mit den vielen Aufgaben hin, sollte man auf keinen Fall die Stunden reduzieren. Sondern eher am Zeitmanagement arbeiten und Prioritäten verlagern. Ist mein Dienstherr nicht in der Lage, mein Arbeitsumfeld so zu gestalten, dass ich als gesunde Person eine Vollzeitstelle stemmen kann, dann muss ich darauf aufmerksam machen und Nachbesserung einfordern.

    Niemals würde ich finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, nur weil der Dienstherr mich überfordert. Da bleibt dann eben was anderes liegen. Ich bin da mittlerweile wirklich rigoros und sage immer öfter: NEIN.

    Sich schon vor Antritt des Studiums zu sagen: Den Job schaffe ich sowieso nicht in Vollzeit, ist m. E. genau falsch.

    Ich sehe es so: Abordnungen sind so, als würde man nicht arbeiten. Denn man ist in andere Dienststelle oder Schule. Wie soll das gehen, wenn man nun an eine andere Schule abgeordnet ist und man da auch wieder so viel Aufsicht machen muss. Das wäre unverhältnismäßig.

    Ermäßigungsstunden sind da etwas anderes. Die Stunden ist man weiterhin an der gleichen Schule. Daher gilt hier die Regelung für Vollzeitkräfte.

    Ich bin mit halber Stelle abgeordnet. Daher stehe ich zB nur mit 1,5 Std pro Monat für Vertretungen zur Verfügung. Bei Aufsichten ist das schlecht umzurechnen, da jeder K. nur eine pro Woche hat. Man könnte dann mal ein Jahr aussetzen, aber wegen 15 Min pro Woche mache ich kein Fass auf.

    Das Fach ist natürlich wichtig und elementar! In der dualen Ausbildung gibt es das auch immer als berufsbezogenes Fach Wirtschafts- und Betriebslehre. Wird auch von den Kammern geprüft.

    Aber: Ich habe Bauchschmerzen, wenn ich daran denke, dass das Fach oft von Lehrkräften unterrichtet wird, die außer Schule - Uni - Schule nichts anderes gesehen haben. Da will mir einer von Unternehmensstrukturen erzählen und den blühenden Gärten der freien Wirtschaft erzählen und hat selbst nur mal während der Ferienarbeit ein Privatunternehmen von Innen gesehen. Man sieht das ja auch vielfach hier im Forum, was manche hier für Vorstellungen von der freien Wirtschaft haben.
    Ich selbst ziehe heute noch viel aus meiner Zeit der Ausbildung, aus meiner Zeit als JAV und anschließender Berufstätigkeit. Diese Erfahrung, wie ein Mittelstandsunternehmen tickt, ist wirklich Gold wert. Nur so konnte ich bei meinem fachfremden Unterricht überhaupt "überleben".

    Ob man sich das alles anlesen kann? Einige rechtliche Dinge bestimmt, aber darüber hinaus? Ich weiß nicht! Was meint ihr?

    Traut ihr eine solche bewusste, systematische Manipulation wirklich einem Kollegen zu? Ich nicht.

    Ich schon. Bei uns gibts Kollegen, die ihre Noten so vergeben, dass sie bloß keine Nachprüfung machen müssen, da sonst Anwesenheit in den Sommerferien erforderlich. Glücklicherweise wurde der prüfungszeitraum nach hinten geschoben, dass sowieso alle anwesend sein müssen.

    Habt ihr kein Konferenzprotokoll? Da sind die Noten doch von allen verabschiedet worden. Wenn das Zeugnis nun anders aussieht als die Noten auf dem Protokoll, dann ist das Zeugnis falsch und muss neu ausgestellt werden. Übertragungsfehler würde ich hier auch als erstes vermuten. Falls das ähnlich umständlich wie bei uns ist, kann das einfach passieren. Ist menschlich.

    Da will jemand wissen, wieviel er verdient und wird hier angemacht. Also echt.

    Calmac weiß da immer gut Bescheid. Mehr kann ich leider auch nicht beantworten.
    Bei mir und bei Kollegen hat ein Einspruch gegen die Einstufung geholfen, aber das war vor 2014.

    Dann bist du falsch informiert. Man muss den Geldwerten Vorteil versteuern. Und der bemisst sich nach Distanz Wohnort -Arbeit mit 0,03% vom BLP. Oder eben mit fahrtenbuch.

    Ich beschwere mich auch nicht über die Steuern. Wie müssten das Geld sonst zurücklegen, um für ein neues Auto zu sparen. Da ist mir das lieber. So einen würden wir uns privat nie kaufen. Wollte nur deutlich machen, dass das Auto nicht für lau da steht.
    https://www.brutto-netto-rechner.info/geldwerter-vorteil.php

    Aber ist auch Wurscht. Ist nicht das Thema hier. Und ich hab mich auch schon wieder viel zu sehr erklärt. Wahrscheinlich kriege ich jetzt noch vorgehalten, ich wäre selbst schuld, dass wir soviel steuern zahlen. Würden wir neben der Firma wohnen, wäre es weniger.

    Die Jammerei in der "freien" Wirtschaft ist aber mindestens genauso absurd.
    Soll Mann doch einfach auf die Privatnutzung des Dienstwagens verzichten, dann zahlt er auch keine Steuern auf den Dienstwagen. Und jetzt komm nicht mit "Das will der AG nicht". Doch, das geht immer. Es sei denn dein Mann hat weder Ahnung von Arbeitsrecht noch kann er sich durchsetzen... oder dein Mann ist zu faul ein Fahrtenbuch zu führen.

    Gruß !

    du spielst hier immer den harten Hund. Das kannst du nur, weil du nicht in der Lage bist, dass dein Job der nächste sein könnte, der wegfällt. Da hat der Chef nämlich das letzte Wort. Du kannst zwar immer klagen, aber dann bekommst du in der Branche keinen Fuß mehr auf den Boden. Die kennen sich alle untereinander. Auf Querulanten in Führungsebenen haben die alle keinen Bock.

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