Beiträge von Sissymaus

    :lach: :lach: :lach: Dieses "Ding" ist ein Tempelgong... reichlich unhandlich, aber sicherlich zweckmäßig.
    ich bleib lieber bei der Gashupe. Ich hab so ein Ding tatsächlich in der Sporttasche. Brauch ich aber quasi nie, außer ggf mal auf dem Sportplatz.

    Ach so heißt das. Ich dachte, das hätte ich vergessen, aber den Begriff "Tempelgong" hab ich noch nie gehört. Gong hätte mir aber einfallen können. Das waren Wortfindungsstörung: ich schiebe es auf meine Erkältung. 8)

    Das ist ja eine üble Sache.
    Bitte halt uns hier auf dem laufenden.


    Bei meiner Abordnung in eine andere Schule in den letzten Jahren hatte ich den Einsatzplan (=Stundenplan) der neuen Schule bevor mir meine Schulleitung überhaupt gesagt hatte, daß ich abgeordnet werde.

    soweit ich nicht erinnere war das aber nicht deine erste Abordnung an diese Schule, oder? Meine Abordnung an die BR war auch lange vor dem schriftlichen Bescheid in den Stundenplan eingeplant. Aber da waren sich alle Beteiligten einig. Daher war das nur noch Formalität.
    Hier ist der Fall m.E. Anders gelagert.


    Was ich mich aber bei solchen Umsetzungen bzw. Versetzungen immer frage: Sollten sie einen StR. mit Besoldungsgruppe a13 an eine Grundschule schicken, kann er ja nie mehr OStR. werden. Seine Laufbahnmöglichkeiten sind dann also schon beschränkt. Also wie kommt so ein Zwangsversetzter noch zu einem Beförderungsamt

    man bewirbt sich auf eine Beförderungsstelle an einer anderen Schule.

    Nein, entspannt war ich im Ref auch nicht. Insbesondere das ständige unter Druck stehen und von einem UB zum nächsten denken hat mich fertig gemacht. Ich war nach 2 Jahren einfach mürbe. Ich bin auch heute noch froh, dass es vorbei ist.

    Heute hatte mein Ref wieder einen UB mit anschließender konstruktiver Kritik und einem angenehmen Gespräch mit vielen Ratschlägen und konkreten Tipps, a la: Ich denke, das war falsch. Da hätten Sie lieber... Und das empfand ich genauso.

    Es gibt sie: die guten FL!

    @Sissymaus Das mit den 1,6 Zeitstunden ist dann aber nicht allgemein auf alle Schulformen übertragbar.
    Da an meiner Schulform 28 Unterrichtsstunden eine volle Stunde ergibt, hat das zur Folge, dass es bei mir dann eben nicht eine Stunde sind 1,6 Zeitstunden gilt.

    Sondern 41,5 : 28 ~ 1,5

    Nur mal so nebenbei. Führt aber jetzt vom Thema weg.

    Hab ich auch nicht behauptet. Micky ist aber - genau wie ich- am BK in NRW.

    So wie Miss Jones mache ich das auch. Ich sage immer, dass meine Tipps eine Möglichkeit sind, wie ich das lösen würde. Ich bin aber nicht allwissend und habe auch noch nicht die Mega-Erfahrung. Trotzdem scheint mein Unterricht und mein Umgang mit den Schülern ok zu sein.
    Ich erwarte aber dann auch, dass die Tipps angehört und überdacht werden. Am besten auch mal ausprobiert werden. Und anschließen übernommen oder verworfen werden. Ich komme gut klar und habe gute Verhältnisse zu all meinen Klassen. Also mache ich wohl irgendwas richtig.

    Aber: ich hatte auch schon mal einen Ref, der mit meiner Arbeitsweise absolut nicht zurecht kam. Ich hatte ihn zum Glück nur im 2. Abschnitt seiner Ausbildung. Das hätte ich nicht länger mitmachen wollen und die Betreuung abgegeben.

    Quelle? Nach so einer Information suche ich schon lange.

    Quelle: Meine Bezirksregierung. Ich bin mit einigen Stunden abgeordnet und da wurde mir die Rechnung so gemacht: Bei 2,5 Stunden Abordnung kommt man einen halben Tag (2,5*1,6=4 Std) oder alle 2 Wochen einen ganzen Tag (=8 Stunden) in die Behörde.
    Man kann es auch selbst ausrechnen: 41 Wochenstunden /25,5 = 1,6

    In NRW zählt eine Unterrichtsstunde als 1,6 Zeitstunden. Darin ist Vor-Nachbereitung des Unterrichts, sowie Konferenzen und der ganze Kram drumherum mit drin. Bei 10 Stunden darfst Du Dich daher nur 16 Stunden pro Woche mit der Schule beschäftigen. Alles andere muss liegen bleiben.
    Wie bist Du denn in Konferenzen etc eingebunden? Gibt es da wenigstens Entlastung für Dich, dass Du nicht bei jeder Konferenz erscheinen musst?

    Hallo Sissymaus,
    das ist der Schulleiter.
    Der Referendar war unter Stress (normal), hat seinen Plan konsequent durchgezogen (wird verlangt) und ist dabei auf Schülerbeiträge nicht detailliert genug eingegangen (typisches Zeichen für Nervosität und/oder fehlende Erfahrung).

    Darauf fußend macht der recht abgehoben wirkende Schulleiter bei der Nachbesprechung mit großem Gestus eine kommunikationstheoretische Schublade auf (der Begriff "double bind" kommt aus der Psychologie, dahinter steht eine Theorie, um Schizophrenie zu erklären), anstatt dem Referendar konkrete Ratschläge zu geben, wie er auch solche Schülerbeiträge, die nicht in den Plan passen, nächstes Mal etwas besser integrieren könnte. In der einen im Film gezeigten Lehrer-Schüler-Interaktion war der Referendar ja nicht etwa schroff abweisend, sondern er wusste schlicht und ergreifend nicht, wie er den Redebeitrag der Schülerin in sein Konzept schlüssig integrieren soll. Entsprechend verwirrt bleibt der Referendar am Ende zurück.

    der Buntflieger

    Ich gebe Dir Recht, dass hier ein paar Alternativen hätten aufgezeigt werden können (falls das nicht passiert und rausgeschnitten wurde). Ich habe auch schon viele FL erlebt, die da keine Alternativen zum bemängelten Verhalten genannt haben.
    Solche FL erlebe ich leider auch immer wieder als Mentorin. Ich behelfe mir damit, dass ich mich nach der Stunde mit dem Ref nochmal hinsetze und mögliche Alternativen benenne.

    DAS war der FL? Und er verweigert dem Ref die Nachbesprechung mit dem Hinweis: Mein Tag ist auch noch nicht zu Ende? Ich dachte, das wäre der Schulleiter.
    Also, das finde ich auch ein unmögliches Verhalten. Aber egal von wem. Macht man einfach nicht. Als FL hat er die Pflicht, die Stunde nachzusprechen. Als SL kann man das auch anders verpacken. Meine SL hat auch nie direkt nach der Stunde Zeit für mich, findet aber schnell einen Termin, an dem wir beide können.

    das stimmt, aber du darfst nicht vergessen: Die überwiegende Mehrheit der Kollegen eifert zielstrebig der Lebenszeitverbeamtung hinterher - je schneller, desto sicherer. Ein neuer Lehrer muss erst noch die Schulleiterbewertungen hinter sich bringen.

    Und wer dann mal nach Referendariat und Probejahren endlich die "Lebenslängliche" in der Tasche hat, ob aus dem dann noch bzw. wieder ein gerader Rücken wird? Darf bezweifelt werden, denke ich.

    der Buntflieger

    Stell Dir vor: Es gibt auch Schulleitungen, die frischen Wind im Kollegium begrüßen und Neueinsteiger gezielt nach ihren Ideen und Vorschlägen fragen. Diese werden dann sogar teilweise umgesetzt. Dass alle immer nur Angst vor ihren Schulleitungen haben, kann und will ich nicht glauben. Klar gibt es die, die konstruktive Vorschläge gleich schlecht reden und daraus eine Retourkutsche machen, aber die gibts überall, auch in der freien Wirtschaft. Wie man dagegen vorgeht, weiß ich nicht. Mein Reflex wäre wohl der Versetzungsantrag.


    Übrigens bin ich im Ref mit den Tipps immer so verfahren: Ich habe ALLE ausprobiert. Wirklich alle! Viele waren dann nichts für mich oder die Lerngruppe. Einiges habe ich übernommen. ich habe immer gedacht: hier will mir jemand zeigen, welche Möglichkeiten es gibt. Und ich muss so lange ausprobieren, bis ich meinen Weg gefunden habe. Damit bin ich gut gefahren. Eine Anti-Haltung kann da insgesamt nur hinderlich sein.

    Ich weiß gar nicht, was ich zu diesem Kommentar sagen soll. Vielleicht mal als Frage formuliert:

    Findest du es also richtig, dass neue Kollegen sich in der Konferenz bei Abstimmungen melden, nur weil der Großteil des Kollegiums sich auch meldet und hinterher erzählen, sie seien zwar anderer Meinung, aber wollten nicht auffallen...?

    Ich nicht. Solche Situationen gibt es aber zuhauf. Und genau dagegen spreche ich mich aus. Ein bisschen Hintern in der Hose kann sich auch ein neuer Kollege erlauben, ohne andere vor den Kopf zu stoßen.

    Also, als ich ganz frisch dabei war hatte ich bei vielen Dingen gar nicht den Weitblick, um anders als meine Kollegen abstimmen zu können. Klar, war ich manchmal anderer Meinung, aber ich hab mich nicht ausreichend wissend gefühlt, um nun anders als die große Mehrheit abzustimmen.

    Fazit: Für engagierte Leute aus der Wirtschaft ist der Schuldienst ein Abstellgleis. Eigentlich wird überdurchschnittliches Engagement bestraft und nicht gefördert. Außerdem zählt man als Direkteinsteiger auch nach der Verbeamtung immer zum „zweitklassigen Lehrpersonal“, weil man die ganze Sache nicht grundständig studiert hat. Von den Lehrerseminaren schreibe ich besser nichts… sonst bewirbt sich niemand mehr...
    Wäre ich nicht schon so lange im Schuldienst, dann würde ich wieder als Ingenieur arbeiten.

    Was hält Dich in der Schule?
    Vielleicht wäre auch ein Schulwechsel die Lösung. Ich kann das alles nicht bestätigen, was Du auflistest.

    Die Stelle bei 01:17:15 als der Schulleiter seinem Referendar den Handschlag verwerhrt..

    Wenn selbst solche simplen sozialen Interaktionen für bestimmte Personen ein Problem darstellen, wie können sie dann überhaupt in so einen Beruf gelangen? Das geht überhaupt nicht. Auch, wie er den Referendar nach einer Unterrichtseinsicht ein Feedback verwehrt mit den Worten "Nein, denn mein Arbeitstag ist jetzt noch nicht vorbei". Da kann man ja schon nichtmehr von implizit sprechen.

    Unfassbar, was sich in diesem System für Gestalten tummeln. Zum Glück sind mir diese in meiner Ausbildung (die ich Gott sei Dank letzte Woche erfolgreich beendet habe 8) ) erspart geblieben, obwohl ich noch nie etwas unprofessionelleres wie das ZfsL erlebt habe.

    Ach, solche Gestalten gibts doch überall. Ich hatte einen Chef, der jeden, der es "wagte" in den Urlaub zu gehen, erstmal ins Büro zitiert hat. Dort wurde man erstmal 2-3 Stunden abgesaut, um dann wie ein gerupftes Huhn in den Urlaub zu fahren. Dass ich meine 3 Wochen Jahresurlaub mit schlechtem Gefühl verbracht habe, kann sicher jeder nachvollziehen. Ich war nach einem Jahr wieder weg. Und verstehe bis heute nicht, dass es einige Leute da viele Jahre aushalten.

    Ich wäre allerdings an einer solchen Schule mit einem solchen SL auch nicht glücklich. Muss man dann eben die Konsequenzen ziehen und sich entweder möglichst fernhalten oder einen Versetzungsantrag stellen.

    PS: Herzlichen Glückwunsch @dasHiggs Hat alles geklappt? Bleibst DU an der Schule oder gehst Du weg?

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